Bayern verlängert Frist für Kassenumstellung

Das bayerische Finanzministerium hat zur Aufrüstung von Kassensystemen im Interesse der Unternehmen eine pragmatische Entscheidung getroffen. Danach werden Kassensysteme bis zum 31. März 2021 auch weiterhin nicht beanstanden, wenn die manipulationssichere technische Sicherheitseinrichtung (TSE) bei einem Kassenfachhändler, einem Kassenhersteller oder einem anderen Dienstleister bis zum 30. September 2020 nachweislich verbindlich bestellt oder der Einbau einer cloud-basierten TSE vorgesehen, eine solche jedoch nachweislich noch nicht verfügbar ist. Die Pressemitteilung des Ministeriums finden Sie hier. Ein gesonderter Antrag beim zuständigen Finanzamt, wie in der LIV aktuell vom 9. Juli empfohlen, ist damit nicht erforderlich.

Hinweis zur abgesenkten Mehrwertsteuer

Für ein halbes Jahr sinkt die Mehrwertsteuer. Die Mehrwertsteuer sinkt von 19 auf 16 Prozent. Der Landesinnungsverband rät seinen Mitgliedsbetrieben zu überlegen, wie sie als Unternehmer gegenüber anderen Unternehmen von der Senkung betroffen sind. So sollten beispielsweise geschäftliche Daueraufträge für Salonmiete oder Leasing geändert werden.
Achten Sie bei Dauerverträgen darauf, dass Sie vom Auftraggeber Änderungsmitteilungen bekommen. Bzw. wenn Sie der ausführende Unternehmer sind, passen Sie Ihre Verträge und ggf. die Daueraufträge an.
Falls auf Rechnungen der falsche Umsatzsteuerbetrag ausgewiesen sein sollte, handelt es sich um einen unberechtigt ausgewiesenen Betrag. Dieser muss dann auch an das zuständige Finanzamt bezahlt werden – Ihr Leistungsempfänger darf diesen Betrag aber nicht in voller Höhe als Vorsteuer abziehen.


Auch ein kleiner Tipp: Durch das Sinken der Mehrwertsteuer von 19% auf 16% müssen die Stromanbieter für die nächsten sechs Monate die verbrauchte Strommenge mit dem niedrigen Steuersatz abrechnen. Daher die Empfehlung des LIV: Machen Sie umgehend ein Foto des Zählerstandes, um ggf. einen Nachweis gegenüber dem Energieversorger zu haben.

Trotz Corona: Informelle Friseurwallfahrt nach Andechs

Traditionen sollen auch in Corona-Zeiten gepflegt werden. Aufgrund der Pandemie musste die organisierte Friseurwallfahrt auf den Heiligen Berg nach Andechs dieses Jahr ausfallen, weil durch die Abtei St. Bonifaz alle Wallfahrten nach Andechs bis Ende August abgesagt wurden. Es hätte die 18. Wallfahrt werden sollen. Dennoch fanden sich einige Friseure aus Bayern spontan in Herrsching ein und wanderten unter Wahrung der Abstandsregeln durch das Kiental hinauf auf den Heiligen Berg.

„Seit 2003 findet an jedem letzten Montag im Juni die Friseurwallfahrt nach Andechs statt und es ist schade, dass wir sie aufgrund von Corona ausfallen lassen mussten“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Daher freut es mich um so sehr, dass unsere Geschäftsführerin Doris Ortlieb, die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle und unser Ehrenmitglied Josef Wieser spontan die Initiative ergriffen haben und eine informelle Friseurwallfahrt durchgeführt haben.“ Angeschlossen haben sich Friseure aus Oberbayern, Oberfranken und der Oberpfalz.
Ein Gottesdienst wurde nicht gefeiert, aber gemeinsame Gebete auf dem Weg und in der Klosterkirche gesprochen. Dann ging es in den Biergarten unter strengen Abstands- und Hygieneauflagen zu Bier und Schweinshaxn.

Entstanden ist die Friseurwallfahrt als Bittgang zum Erhalt des Meisterbriefs im Friseurhandwerk. Die Politik wollte das Gewerk aus der Anlage A entfernen und nur der massive Protest der Friseure sorgte dafür, dass der Meisterbrief in diesem Beruf erhalten blieb.
„Aus diesem Bittgang wurde unsere traditionelle Wallfahrt nach Andechs“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Die politische Protestaktion wandelte sich zu einem traditionellen Beisammensein, um sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen und den Tag zu genießen.“
Im kommenden Jahr 2021 soll die Friseurwallfahrt am Montag, 28. Juni 2021, stattfinden.

Bayerische Friseure unterstützen die Corona-Warn-App

„Bitte installieren Sie sich die Corona-Warn-App auf Ihrem Smartphone“, Mit diesen Worten ruft Landesinnungsmeister Christian Kaiser die bayerischen Friseure zur Installation der Corona-Warn-App auf. Die App wurde schon über 12,2 Millionen Mal geladen und ist Teil der bundesweiten Strategie gegen Corona.

„Wir Friseure sollten mit gutem Beispiel vorangehen“, so Kaiser weiter. Gerade das Hygienekonzept der bayerischen Friseursalons wird von allen Seiten als vorbildlich gelobt. „Und hier gehört die freiwillige Nutzung der Corona-Warn-App einfach dazu“, so Kaiser weiter. „Friseursalons haben einen enormen Kundenverkehr und es ist daher ein Akt der Solidarität. Das gemeinsame Zusammenwirken kann bedeuten, dass wir die Infektionswege nachvollziehen und eine zweite Infektionswelle verhindern können.“ Kaiser weiter: „Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und gehen Sie mit gutem Beispiel als Unternehmerin und Unternehmer voran.“ Wichtig: Anordnen können Arbeitgeber die Installation aber nicht, alles beruht auf Freiwilligkeit. Dabei ist der Datenschutz immer gewährleistet. Entsprechende Dokumentationen liegen öffentlich einsehbar vor.

Der Landesinnungsverband ruft seine Mitglieder auf, die App zu installieren. Die App ist ein hilfreiches Werkzeug, eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern. „Wie erfolgreich die App am Ende ist, hängt aber maßgeblich davon ab, wie viele Menschen von der freiwilligen Nutzung Gebrauch machen“, so Kaiser weiter. „Daher sind wir Friseure auf jeden Fall dabei“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser.

Die App gibt es ab iPhone 6 hier und Google Android 6 hier. Installieren Sie die App ausschließlich von den offiziellen Stores von Apple und Google.

Corona-Virus: Die wichtigsten Unterlagen im Überblick

Seit 4. Mai dürfen Friseursalons in Bayern nach über sechswöchiger Schließung wieder öffnen. Voraussetzung dafür ist ein umfassendes Schutz- und Hygienekonzept des jeweiligen Salons.

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks, die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege sowie der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks haben für die Betriebe die wichtigsten Informationen aufbereitet und eine Vielzahl von Unterlagen erstellt. Die nachfolgende Auflistung gibt einen schnellen Überblick und erleichtert das Auffinden:

Innungsmitgliedern stehen im passwortgeschützten Mitgliederbereich außerdem zur Verfügung:

  • Muster für Anwesenheitsdokumentation der Kunden
  • Kundeninformation zur Datenerhebung
  • Muster für Infektionsnotfallplan

Bleiben Sie gesund!

Nachruf auf Hannelore Semel

Hannelore Semel 1947-2020

Hannelore Semel 1947-2020

Mit großer Trauer gedenken Vorstand und Mitarbeiter des Landesinnungsverbandes der kürzlich verstorbenen Friseurmeisterin Hannelore Semel. Sie war von 1990 bis 2017 Kosmetikbeauftragte des Verbandes und von 2011 bis 2017 stellvertretende Fachbeiratsleiterin.
„Das bayerische Friseurhandwerk verliert mit ihr eine profilierte Kollegin, die ihre hervorragenden Fachkenntnisse und ihr Können über 50 Jahre in die Innungs- und Verbandsarbeit eingebracht hat“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. Die fachliche Arbeit und Nachwuchsförderung lagen ihr besonders am Herzen. Ihr ehrenamtliches Engagement war getragen von der Liebe zu ihrem Beruf und dem Wunsch, von der eigenen Begeisterung und Perfektion etwas an andere weiterzugeben.
Hannelore Semel konnte auf eine langjährige erfolgreiche ehrenamtliche Tätigkeit in der Handwerksorganisation zurückblicken. Seit 1966 war sie Mitglied im Modekolleg der Augsburger Innung. Nachdem sie im November 1968 erfolgreich ihre Meisterprüfung ablegte, gründete sie in der Augsburger Innung mit Gleichgesinnten eine Kosmetikgruppe und übernahm 1980 deren Führung. Ab 1971 war sie Mitglied im Gesellenprüfungsausschuss der Friseurinnung Augsburg.
„Hannelore Semel stellte beim LIV die Make-up-Trends bei den Modeveranstaltungen vor. Wir alle waren begeistert, wie exakt und grafisch exzellent ihre Aufbereitungen der Trends waren“, lobt Landesinnungsmeister Christian Kaiser die Verstorbene. „Diese Trends waren Grundlage für die Gesellen- und Meisterprüfungen einer ganzen Friseurgeneration in Bayern.“ Ebenso engagiert hat sie die Wettbewerbsvorbereitungen als Trainerin begleitet. Darüber hinaus war sie Ausbilderin in der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung der Friseurinnung Augsburg sowie Dozentin in den Meistervorbereitungskursen. Ihre Arbeit und Begeisterung für den Friseurberuf und die Kosmetik leben in den vielen von ihr ausgebildeten Friseuren weiter.
Im Jahre 2016 erhielt sie vom Zentralverband als Anerkennung für ihre Leistungen die Ehrennadel in Gold, nachdem sie 1981 mit der silbernen Ehrennadel und 1988 mit der goldenen Ehrennadel des Landesinnungsverbandes ausgezeichnet worden war.

Corona-Virus: BGW veröffentlicht FAQs

Viele Fragen zu den neuen Arbeitsschutzstandards für das Friseurhandwerk sind in den vergangenen Tagen per Mail beim Landesinnungsverband eingegangen. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege BGW hat die häufigsten aufgegriffen und die Antworten dazu auf ihrer Website veröffentlicht. Sie sind hier zu finden.

Sie sind Innungsmitglied in Bayern und haben eine Frage, die bei den FAQs fehlt und die Sie noch nicht eingereicht haben? Dann senden Sie diese an corona@friseurebayern.de

Corona-Virus: Das müssen Friseure zur Wiedereröffnung wissen

 

Am heutigen Mittwoch veröffentlichte die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege BGW das klare Regelwerk für Friseure, die ihren Salon ab 4. Mai öffnen wollen. Dieses Konzept wurde abgestimmt zwischen dem Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks und der BGW und ist nun offiziell. „Das Warten hat ein Ende und wir sind froh, dass unsere Salons unter Auflagen bald wieder arbeiten können“, stellt Landesinnungsmeister Christian Kaiser fest.

Das Dokument regelt in 17 Punkten unter anderem die Organisation der Tätigkeiten im Salon, besondere Infektionsschutzmaßnahmen, den Zutritt der Kunden zum Salon, persönliche Schutzausrüstung, Schutzabstände sowie Reinigung und Desinfektion. „Ich fordere die bayerischen Friseure auf, sich an die Vorgaben zu halten, damit die Sicherheit für Kunden und Mitarbeiter in der Corona-Krise gewährleistet ist“, so Kaiser.

Aktuell liegt das Papier zur Prüfung und weiteren Abstimmung bei den zuständigen bayerischen Ministerien. Da die Betroffenheit von Corona in den Ländern unterschiedlich ist, ist nicht auszuschließen, dass der Freistaat Bayern abweichende Schutzmaßnahmen für erforderlich hält.

Fragen von Innungsmitgliedern, die sich bei der Umsetzung der Arbeitsschutzstandards ergeben, sammelt der Landesinnungsverband unter der Mailadresse corona@friseurebayern.de und wird diese in gesonderten FAQs beantworten.

Corona-Virus: MP Söder Regierungserklärung 20. April 2020 – Lob an das bayerische Friseurhandwerk

Ministerpräsident Söder lobt das bayerische Friseurhandwerk in seiner heutigen Regierungserklärung.

Ministerpräsident Söder lobt das bayerische Friseurhandwerk in seiner heutigen Regierungserklärung.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder lobt in seiner Regierungserklärung am 20. April 2020 die Arbeit des bayerischen Friseurhandwerks. Es war die zweite Regierungserklärung zu Corona.

Der LIV Friseure hat seine Vorschläge für ein Hygiene-Konzept an den Zentralverband eingereicht. „Die genauen Hygieneauflagen werden im Moment auf Bundesebene unter anderem mit der Berufsgenossenschaft erarbeitet“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Wir in Bayern tun alles dafür, dass die Regeln schnellstmöglichst auf den Weg kommen.“

Kaiser weiter: „ Wir bitten unsere bayerischen Mitgliedsbetriebe noch um etwas Geduld. Sobald konkrete Beschlüsse vorliegen, werden wir die Innungen und Mitgliedsbetriebe informieren.“

Corona-Virus: Statement des Landesinnungsmeisters

Landesinnungsmeister Christian Kaiser mahnt zur Zurückhaltung bei der anstehenden Öffnung von Friseursalons in Bayern am 4. Mai 2020. Die Öffnung ist begrüßenswert. Es müssen die anstehenden Hygienekonzepte umgesetzt werden, die derzeit auf Bundesebene erarbeitet werden. Sobald Informationen vorliegen, werden Mitgliedsbetriebe durch die Friseurinnungen und den Landesinnungsverband zeitnah versorgt.