Frisuren-Trendlooks Frühjahr/Sommer 2019 Die wilden Siebziger kommen wieder

Rund 400 Friseure und Modebegeisterte aus ganz Bayern informierten sich am Sonntag in Fürstenfeldbruck über die neuen Frisurentrends. Auf den Spuren der Siebziger zeigte der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks die deutsche Frisurenmode Frühjahr/Sommer 2019.

Ausgefallen, farbenfroh und immer etwas over-the-top“, so der Creativdirektor des Landesinnungsverbandes Dieter Schöllhorn, die neue Trendkollektion nimmt Sie mit auf eine Zeitreise in das Jahrzehnt der Disco-Bewegung, Hippies und des Glam-RocksInspiriert von den großen Musiklegenden ABBA, Disco Queen Donna Summer und den Rolling Stones setzt die Kollektion jetzt auf die typischen 70er-Looks: Flower-Power-Outfits, Föhnwelle, Stufenschnitte und Bohème-Styles.

Im Zuge des Siebzigerjahre-Revivals feiern diese Frisuren-Looks jetzt ihr modisches Comeback. Wir zeigen Ihnen, wie die Styles heute, etwas cleaner und edler interpretiert, funktionieren“, erklärt Creativdirektor Dieter Schöllhorn. Die neuen Trendfrisuren im modernen 70er-Jahre-Look eignen sich perfekt für den kommenden Sommer.

Individuelle Freiheit, Experimentierfreude und Mut zum Auffallen. Vorherige Grenzen und Etikette entfallen und erlaubt ist was gefällt. Der jeweilige Basic-Cut der sechs Looks wird so in drei verschiedenen Varianten gestylt und kann rockig, lässig, aber auch edel sein. Lebensfreude, die Betonung der eigenen Natürlichkeit, die extravagante Hervorhebung des Charakters – alles ist möglich!“, verspricht Schöllhorn.

DAMEN TRENDLOOKS

Modern Wedge

Blonde Geometry Eine glatte Sensation! Die grafische Kurzhaarfrisur verleiht der Trägerin durch die harten Konturen, die schmal geschnittene Nackenpartie und das volle Deckhaar ein androgynes und cleanes Aussehen. Die Überlänge des Stirnmotivs betont die Augenpartie und lenkt den Fokus ganz auf das Gesicht.

A Star is Born Echter Hollywood-Glamour. Toupierte Haare sind der Trend der 70er Jahre schlechthin: die Haare werden hier am Hinterkopf locker hoch toupiert und stehen im starken Kontrast zum zweigeteilten glatten Stirnmotiv. Für den richtigen Retro-Flair.

Curly Style Wilder Lockenkopf – geht auch als Short-Cut. Mit passenden Stylingprodukten wird die glatte Variante aufgerissen und verhilft zu richtig viel Volumen. Das ist sonnenblonder Rock’n’Roll!

Trendy Shag

Pony Glamour Hello Sunshine. Der Shag wird neu interpretiert: die lange Nackenpartie, kürzeren runden Seitenpartien und der volle konkave Pony machen den Mid-Cut zu einem echten Hingucker. Der warme Braunton, verfeinert mit Akzenten in Hellblond und einem mittigen Lichtschein im Stirnmotiv, vervollständigt das Bild und wirkt sehr edel und weiblich. Perfektion in Cut und Color..

Swag is Back Der Beachwaves-Look katapultiert einen in die rebellische Zeit der 70er Jahre zurück! Durch die Nacharbeit mit dem Curler entsteht ein extrem lässiger Style und der angesagte Long-Pony wirkt mit seiner Überlänge bis auf Augenhöhe herausfordernd und provokant. Für mehr Frauen-Power.

Flower Power Eine Hommage an die Disco Queen. Mit einem ganz kleinen Lockenstab wird aus dem Mid-Cut ein runder Lockenkopf im Afro-Look kreiert. Eben typisch 70er. Mehr Funk geht nicht

Red Seventies

Sleek Beauty Für alle Fans von langem Haar. Die weiche, straighte Form des Schnitts wird sauber geföhnt und mit einem Mittelscheitel gestylt, dem absoluten Keypiece der 70er Jahre. Durch die softe Stufung rahmt das Stirnmotiv das Gesicht seitlich ein und der irisierende Kupferton macht den Schnitt zu einer Glanzleistung. Langes Haar gibt viel Raum für individuellen Chic.

Charlie’s Angels Bei der typischen 70er Frisur á la Stilikone Farrah Fawcett wird die lange und weich gestufte Haarpracht um das Gesicht herum keck nach außen geföhnt. Die Föhnwelle hat Kultstatus und ist ideal für jede Frau, die gerne mal gegen den Strom schwimmt. Groovy Baby!

Hippie meets Disco Dancing Queen der Neuzeit. Die Besonderheit? Mit Seitenscheitel und viel Volumen durch eingeknetete Stylingprodukte kann der Basic-Cut auch rockig.

 

HERREN TRENDLOOKS

Short Statement

Simple Structure Der unkomplizierte Kurzhaarschnitt passt perfekt zum modernen, hyperagilen Mann von heute. Die Seitenkonturen und die Nackenlinie werden soft geschnitten und gehen über die natürliche Kontur hinaus. Eine kurze Stufung und die dezente Aufhellung der Spitzen erzeugt richtig viel Struktur und Natürlichkeit. Der Naturton wird mit einer Tönung abmattiert – für noch mehr Männlichkeit.

Casanova Das Side-Swoop-Styling ist diese Saison ein Musthave. Im Wet-Look und mit Seitenscheitel, verwandelt der Basic-Cut seinen Träger zum geheimnisvollen Italian-Dandy. Der Scheitel sollte dabei exakt gezogen und fixiert werden.  

Punk Chic Die kurze Stachelfrisur, inspiriert durch David Bowie und die Punk-Bewegung Anfang der 70er Jahre, verpasst dem Schnitt einen neuen punkigen Drive. Für einen provozierenden und unkonventionellen Look!

Undone Look

Soft Britpop Auch die Menstyles werden wieder länger. Der Messy-Hair-Look basiert auf einem Stirnmotiv als zentralem Element, das in leicht konvexer Form geschnitten wird und dabei überlang bleibt. Die Fransen dürfen gerne wild ins Gesicht gestylt werden. Der hellblonde Naturton wird für mehr Glanz veredelt und mit Sonnenreflexen am Oberkopf versehen. Gentleman goes Hipster..

Saturday Night Fever! Der Disco-Look geht auch bei den Männern! Der Schlüssel dazu: Den Oberkopf mit einem Lockenstab wild locken und in V-Form nach vorne stylen. Die Seitenpartien werden mit Stylingproduktenglatt frisiert. Die obligatorische Rockabilly Tolle mal anders.

Keep it Cool Heute so, morgen so, übermorgen ganz anders: Bei dieser Stylingvariante wird das Stirnmotiv simpel aus der Stirn nach hinten frisiert und fällt zu einem lässigen Mittelscheitel. Für einen cleanen und sportiven Look.

New Vokuhila

The Rolling Stones Back to the roots: die Männer tragen diesen Sommer Mähne. Die Nacken- und Seitenkonturen werden in gerader und kompakter Form geschnitten und für eine gleichmäßige Fülle durchgestuft. Der Pony reicht in einer konkaven Form bis zu den Augenbrauen und wird seitlich gelegt. Das natürliche Dunkelblond wird veredelt und unterstreicht den scheinbar mühelosen Chic.

Old School Mehr Haarlänge heißt auch mehr Wandelbarkeit. Werden der Pony und die Seitenpartien konsequent ins Gesicht gestylt, entsteht ein cooles Undone-Finish. Kombiniert mit dem klassischen Oberlippenbart ist der Look eine Hommage an die 70er.

Make Love not War Joung, wild and free. Mit der lässig zurückgegelten Tolle ensteht ein Retro-Style mit einem guten Schuss rebellischer 70er-Jahre Sexyness. Für den trendbewussten Mann.

 

BEAUTY TRENDLOOKS: Disco Fever

Bohemian Look Wir gehen auf Tuchfühlung! Das Top-Accessoire für Seventies-Hair sorgt für edles Fashion-Flair. Der für diese Zeit charakteristische senfgelbe Lidschatten wird global auf dem Lid und unter dem unteren Wimpernkranz aufgetragen und rauchig ausschattiert. Stark getuschte Wimpern, dezentes rosiges Rouge und Lippen in einem matten Nude vervollständigen den natürlichen Look im Boho-Stil.

Seventies Glam Im Mittelpunkt des Make-ups á la Priscilla Presley steht der grafische schwarze Eyeliner, ein Überbleibsel aus den 60er Jahren. Betont wird  der Abend-Look durch den hellen Lidschatten, stark getuschte Wimpern und einen Hauch bräunliches Rouge. Die Lippen rücken in den Hintergrund und verblassen im hellen Nude.

Studio 54 Für den Disco-Look darf es dann viel Glitzer, Glanz und Glamour sein. Der Lidschatten verläuft von Gold nach Rostrot und wird mit Glitzer-Highlights verziert. Starker Highlighter, Rouge und roséfarbene Lippen lassen frischer wirken und verleihen dem Cher-Look eine elegante und feminine Note. Wie einst im legendären Studio 54.

Einladung zur Frisurenmode Frühling/Sommer diesen Sonntag nach Fürstenfeldbruck

Die neue Frisurenmode Frühling/Sommer steht vor der Tür. Seien Sie am Sonntag, 10. Februar, dabei, wenn in Fürstenfeldbruck die neue Deutsche Frisurenmode Frühling/Sommer vorgestellt wird. Präsentiert wird sie im Veranstaltungsforum Fürstenfeldbruck von Creativdirektor Dieter Schöllhorn und dem LIV-Modeteam. Zudem gibt es einen Showpart des La Biosthétique Artistic Team mit dem australischen Top-Stylisten Theo Dimitri und Kollegen. 

Daten rund um die Frisurenmode Frühling/Sommer

Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr. Der Eintritt kostet 30 Euro. Das Modejournal beläuft sich auf 15 Uhr, das Modepost liegt bei 22 Euro. Das Veranstaltungsforum Fürstenfeld ist im Klosterkomplex Fürstenfeld, Fürstenfeld 12 in Fürstenfeldbruck. Kostenlose Parkplätze sind vorhanden. Karten können beim LIV vorbestellt werden unter Fax (08141) 36 66 180 oder per E-Mail info@friseurebayern.de

Besuch in der LIV-Geschäftsstelle

Seit Januar 2019 hat der Landesinnungsverband seine Geschäftsstelle von München nach Fürstenfeldbruck verlegt. Nach Voranmeldung können Interessierte ab 11 Uhr die neue Geschäftsstelle in der Carl-von-Linde-Straße 8a in Fürstenfeldbruck besichtigen. Wichtig ist die Voranmeldung unter Telefon (08141) 36 66 170 oder per Mail info@friseurebayern.de 

Die neue LIV direkt ist da

Die Januar-Ausgabe der LIV direkt ist da und wurde an die Mitgliedsbetriebe verschickt. Mit ihr erhalten die Innungsmitglieder auch den Fensteraufklerber „Mitglied der Friseurinnung 2019“ und die Jahresmarke für den Mitgliedsausweis. Außerdem liegt ein Infoflyer zum Unternehmertraining 2019 bei, das der Landesinnungsverband in Kooperation mit Schaefer + Partner Consulting anbietet.

Einige Mitglieder waren besonders schnell beim Lesen und wollten gleich auf das Musterschreiben zur Elternzeit im passwortgeschützten Mitgliederbereich zugreifen. Durch ein Versehen war dies noch nicht freigeschaltet, wir bitten dies zu entschuldigen. Der Fehler ist jetzt behoben.

Bayerische Friseurmeisterschaft findet weiterhin statt

„Meisterschaften haben in Bayern eine Zukunft“ bekräftigt Landesinnungsmeister Christian Kaiser (im Bild ganz links)

Obwohl die HAARE 2019 nicht stattfindet, werden die Bayerischen Friseurmeisterschaften durchgeführt. „Im Moment sind wir dabei, einen geeigneten Rahmen für die Wettbewerbe zu schaffen“, so Creativdirektor Dieter Schöllhorn vom Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks. Die Deutsche Presseagentur dpa hatte vergangene Woche falsch gemeldet, dass unklar sei, ob die Meisterschaften fortgeführt werden. In der dpa-Meldung hieß es: „Ob und wie die bayerische Meisterschaft der Friseure und auch die Deutsche Meisterschaft fortgeführt werden, stand zunächst nicht fest.“ Mehrere bayerische Tageszeitungen druckten diese Meldung. Diese falsche Aussage hatte in der Friseurbranche für Irritationen gesorgt und der LIV stellt eindeutig klar: „Die Meisterschaften im bayerischen Friseurhandwerk wird es weiterhin geben“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Mit Rücksicht auf laufende Gespräche können wir im Moment zum Austragungsort und -zeitpunkt der Meisterschaften nichts sagen. Wenn die Verhandlungen abgeschlossen sind, werden wir zeitnah informieren“, verspricht  Kaiser.
Dem LIV ist es im Sinne der bayerischen Friseurinnen und Friseure wichtig eindeutig klarzustellen: „Meisterschaften haben in Bayern eine Zukunft.“

HAARE findet 2019 nicht mehr statt

So sehen Sieger aus: Erfolgreiche Teilnehmer der Bayerischen Meisterschaft 2018

 

• Die HAARE bedankt sich bei allen Beteiligten, Austellern und Besuchern für 28 Jahre
• Meisterschaften werden auch künftig weitergeführt

Nach der gemeinsamen Entscheidung des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks (LIV) und der NürnbergMesse wird die HAARE – Fachmesse für Friseure, Barbiere und Kosmetiker mit Bayerischer und Deutscher Meisterschaft der Friseure 2019 nicht mehr wie bisher weitergeführt.

Laut den Veranstaltern, NürnbergMesse und LIV Friseure Bayern, war die Entwicklung der vergangenen Jahre ausschlaggebend. Zuletzt zog die Veranstaltung in Nürnberg mit Messe und Wettbewerben rund 11.000 Fachbesucherinnen und Fachbesucher ins Messezentrum. „Wir danken allen Beteiligten, vor allem unserem Partner NürnbergMesse, für 28 Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit und Treue“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. Der LIV Friseure Bayern war ideeller Partner der HAARE, die zuvor Bayern Hair hieß.

„Fast drei Jahrzehnte HAARE – es waren erfolgreiche und schöne 28 Jahre. Die Heterogenität des Marktes hat letztlich dazu geführt, dass besonders die Marktführer der Branche nicht mehr auf der Messe waren“, so Christian Arnold, Abteilungsleiter Partner- und Publikumsveranstaltungen bei der NürnbergMesse. „Auch in Zukunft bleibt die NürnbergMesse mit ihren Fachmessen dem Handwerk weiterhin sehr verbunden. Wir bedanken uns ebenfalls bei dem LIV Friseure Bayern und allen Beteiligten für die vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit“.

Wettbewerbe finden auch zukünftig statt
Die Bayerische Meisterschaft der Friseure und auch die Deutsche Meisterschaft zeigten, welchen großen Stellenwert das Wettbewerbsfrisieren hat. Daher werden die Wettbewerbe auch zukünftig stattfinden. In welcher Form und an welchem Ort wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

„Die bayerische Meisterschaft mit ihren Damen-, Herren- und Kosmetikwettbewerben war für viele bayerische Friseurinnen und Friseure ein Sprungbrett zum Erfolg und stellte die Weichen für eine erfolgreiche Karriere im Friseurhandwerk“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Diesen Karriereschub werden wir als Landesinnungsverband auch zukünftig unterstützen.“

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Finanzkontrolle Schwarzarbeit hat Kontrollen bei Friseuren ausgeweitet

 

Zur Kontrolle des Mindestlohns benötigt die Finanzkontrolle Schwarzarbeit mehr Personal.

Wie der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) berichtet, hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) die Kontrollintensität in der Friseur- und Kosmetikbranche deutlich gesteigert. Erreicht werden konnte dies durch das Bündnis zur Bekämpfung der Schwarzarbeit von Bundesfinanzministerium (BMF), Zentralverband und ver.di.

Die Bündnispolitik zeigt sichtbare Erfolge: Im Jahr 2018 wurden 1.508 Betriebe im Friseurhandwerk kontrolliert, die Kontrollen sind somit gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Das führte in 2018 zu 537 bereits abgeschlossenen Strafverfahren wegen Abgabenhinterziehung und Leistungsmissbrauch und insgesamt 375 abgeschlossenen Ordnungswidrigkeitsverfahren. Neben den noch nicht abgeschlossenen Strafverfahren wurden bereits Geldstrafen und -bußen in Höhe von rund 350.000 Euro verhängt. Die festgestellten Schadenssummen von fast 3 Mio. Euro, die zu entsprechenden Nachzahlungsverpflichtungen führen, lösen im übrigen nachgelagerte Kontrollen der Rentenversicherungsträger und Finanzbehörden aus.

Exemplarisch ist die Schwerpunktprüfung in Sachen illegale Beschäftigung im Friseurhandwerk durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Karlsruhe zu nennen. Insgesamt wurden dabei im Oktober 2018 unter Einsatz von 100 Beamten 187 Objekte geprüft und 474 Personen einer Befragung unterzogen. In 108 Fällen wurde Einsicht in die Geschäftsunterlagen genommen. Dabei wurden zwölf Verstöße gegen das Mindestlohngesetz aufgedeckt und drei Delikte von illegaler Ausländerbeschäftigung ermittelt. In zehn Fällen fand ein sogenannter Leistungsmissbrauch statt. Bei 45 Sachverhalten muss eine weitergehende Überprüfung zeigen, ob auch hier gegen Rechtsnormen verstoßen wurde.

Auch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Osnabrück konnte einen Sozialbetrüger gezielt überführen. 2.250 Euro Geldstrafe, so lautet das Urteil des Amtsgerichts Syke gegen einen faktischen Geschäftsführer aus der Friseurbranche wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt in 29 Fällen sowie Leistungsbetrugs.

Fazit: Lohndumping und Abgabenverkürzung lohnen sich nicht.

Arbeitsministerin Kerstin Schreyer verleiht Preise für Berufsorientierung

Die Friseurobermeister Dieter Eser und Günter Hartl freuen sich über die Auszeichnung der Maßnahmen zur Berufsorientierung ihrer Kreishandwerkerschaften.

Innovative Wege der Nachwuchswerbung an den Beispielen der Kreishandwerkerschaften Aschaffenburg und Straubing zeichnete die bayerische Arbeitsministerin Kerstin Schreyer bei der Berufsbildungsmesse in Nürnberg aus. Die Auszeichnungen nahmen die beiden Friseurmeister Dieter Eser und Günter Hartl für ihre Kreishandwerkerschaften entgegen. Jeder Preisträger bekam einen Geldpreis von 4.000 Euro und ein Kunstobjekt.

Die Kreishandwerkerschaft Aschaffenburg erhielt den Preis für ihre „Jobmeile des Handwerks“. Bei der Jobmeile können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis zu 90 verschiedene Handwerksberufe live erleben und erproben. Das jährliche Angebot richtet sich an alle Schularten und auch an Berufsintegrationsklassen. Die Jobmeile des Handwerks ist seit nunmehr sechs Jahren etabliert zur Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern am bayerischen Untermain. „Unsere Jobmeile bedeutet Handwerk hautnah“, so Dieter Eser. „Bei jedem Handwerksberuf sind unterschiedliche Talente gefragt.“ Über die Innungen werden Kontakte mit potenziellen Ausbildungsbetrieben vermittelt. Diese ausgezeichnete Form der Berufsorientierung stellt Ausbildungsberufe vor und zeigt, welche Voraussetzungen erforderlich sind, wie sich der Beruf darstellt und welche Entwicklungen möglich sind.

Die Kreishandwerkerschaft Straubing wurde für ihre „Nachwuchshandwerkertage“ ausgezeichnet. Die Tage richten sich speziell an Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen der Mittelschulen sowie der Sonderpädagogischen Schulen. Zudem wurde ein „Lehrerinfotag“ für Lehrer und Eltern flankierend angeboten.

Die bayerische Arbeitsministerin Kerstin Schreyer stellte die Preisträger als gelungene regionale Initiativen zur Berufsorientierung heraus: „Damit sich die Jugendlichen ein Bild von ihrem angestrebten Beruf machen können, sind nicht nur theoretische Informationen notwendig, sondern auch praktische. Das weckt Interesse und erleichtert die Entscheidung.“