Friseure fordern strengere Kontrollen

München (4. Dezember 2007) – Mehr und strengere Kontrollen auffälliger Friseursalons forderte anlässlich einer Pressekonferenz in München Andreas Popp, Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks. „Mit unserem neuen Lohntarifvertrag, für den wir wieder die Allgemeinverbindlichkeit beantragen werden, haben wir die Grundlage für Kontrollen geschaffen. Nun müssen die Finanzkontrolle Schwarzarbeit, der Prüfdienst der Deutschen Rentenversicherung und die Berufsgenossenschaft die Einhaltung der Tariflöhne kontrollieren“, stellte Popp fest.

Ins Visier genommen werden sollten dabei vor allem die Billigsalons. „Bei Preisen von fünf oder sieben Euro für einen Haarschnitt, kann kaum Tariflohn bezahlt werden“, führte Josef Wieser, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landesinnungsverband aus. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht müsse eine Friseurin für einen Tariflohn von 7,66 Euro vier bis fünf dieser Billighaarschnitte pro Stunde erstellen und dürfe keinerlei Leerlauf haben und dies an acht Stunden jeden Tag. „Das ist nicht zu schaffen“, so Wieser weiter. Jeglicher Mindestlohn, ob tariflich oder gesetzlich, ist Makulatur, wenn das Unterschreiten ohne Konsequenz bleibt.

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