Weniger Mehrwertsteuer für mehr Beschäftigung

Kaufbeuren (26. April 2009) – Bayerns Friseure fordern einen reduzierten Mehrwertsteuersatz für Friseurdienstleistungen. Dies machte der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks (LIV) bei seiner Mitgliederversammlung gegenüber Bayerns Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer deutlich. Der LIV appellierte an die bayerische Staatsregierung, das Friseurhandwerk bei der Durchsetzung seiner Forderung auf Bundesebene zu unterstützen. Nachdem in Europa generell grünes Licht für einen reduzierten Mehrwertsteuersatz auf arbeitsintensive Dienstleistungen gegeben wurde, müsse die nationale Blockadehaltung aufgegeben werden. Auf Friseurdienstleistungen sollen deshalb künftig nicht mehr wie bisher 19, sondern nur noch 7 Prozent Umsatzsteuer erhoben werden. „Die marktpolitische Idee dahinter ist ebenso einfach wie effektiv“, erklärte Landesinnungsmeister Andreas Popp.

„Eine Mehrwertsteuersenkung ermöglicht Preissenkungen, motiviert Nachfragesteigerungen, erzeugt dadurch kräftige Beschäftigungsimpulse und dämmt gleichzeitig die Schwarzarbeit ein“, stellte Andreas Popp die Zusammenhänge dar. Im übrigen Europa haben entsprechende Mehrwertsteuer-Modellprojekte bereits jahrelang Erfolge gefeiert. Insbesondere das niederländische Friseurhandwerk kann dabei eine bemerkenswerte Bilanz ziehen, wie eine aktuelle Studie im Auftrag des niederländischen Friseurverbandes dokumentiert. Das Reduzieren der Mehrwertsteuer für Friseurdienstleistungen verspricht auch in Deutschland einen hohen gesamtwirtschaftlichen Nutzen. Neben mehr Arbeits- und Ausbildungsplätzen würden durch eine niedrigere Mehrwertsteuerlast der Anreiz zur Schwarzarbeit stark gemindert und die steuerpflichtigen Umsätze steigen. Am Ende würde sich das dann auch im Steuersäckel positiv bemerkbar machen. Denn der Reduzierung der Mehrwertsteuer stehen höhere Einnahmen aus mehr steuerpflichtigen Umsätzen und Löhnen gegenüber. „Bei unseren niederländischen Nachbarn hat sich die ökonomische Vernunft durchgesetzt“, sagte Andreas Popp. „Die Erfolge haben dann nicht lange auf sich warten lassen. Angesichts der angespannten Konjunktur brauchen wir gerade in Deutschland einen reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Friseurdienstleistungen.“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: