Die Allgemeinverbindlichkeit des Mindestentgeltvertrags ist ein Meilenstein in der Geschichte der Verbandsarbeit

Geschäftsführerin Doris Ortlieb bei ihrer Unterschrift zum bundesweiten Mindestentgeltvertrags im Friseurhandwerk.

Geschäftsführerin Doris Ortlieb bei ihrer Unterschrift zum bundesweiten Mindestentgeltvertrags im Friseurhandwerk.

Als „absolut richtig und wichtig“ begrüßt das bayerische Friseurhandwerk die Allgemeinverbindlichkeit des bundesweiten Mindestentgeltvertrags im Friseurhandwerk. „Damit wird bestätigt, dass der von Bayern initiierte Weg der Tarifpolitik vollkommen richtig war“, so Doris Ortlieb, Geschäftsführerin des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks.

Der am 1. August in Kraft getretene Mindestentgelttarifvertrag für die Beschäftigten des Friseurhandwerks wird für allgemeinverbindlich erklärt. Das hat der beim Bundesarbeitsministerium eingerichtete Tarifausschuss beschlossen.

„Der bayerische Verband hat das Einführen einer tariflichen Lohnuntergrenze für ganz Deutschland in den vergangenen zwei Jahren konsequent vorangetrieben. Wir sind sehr glücklich, dass unsere Arbeit nun durch die Entscheidung des Tarifausschusses gewürdigt wird“, so Ortlieb weiter. „Es ist ein einzigartiger und fast schon historischer Moment für das gesamte Friseurhandwerk.“ Es sei ein Meilenstein in der Geschichte der Verbandsarbeit und Zeichen einer einzigartigen Geschlossenheit, dass dieser Mindestentgelttarifvertrag so zustande gekommen sei.

Bayern hat seit über sechs Jahrzehnten seine Hausaufgaben gemacht und besitzt einen eigenständigen Tarifvertrag. Dennoch sei dieses Signal auf Bundesebene enorm wichtig. Für den Friseur in Coburg war es nicht nachvollziehbar, warum in dem paar Kilometer entfernten Sonneberg deutlich weniger bezahlt werdenkonnte. „Diese Ungleichheit hat nun ein Ende“, so die Geschäftsführerin der bayerischen Friseure.

Ab sofort hat jeder Beschäftigte Anspruch auf einen Mindestlohn von 6,50 Euro (ostdeutsche Länder einschließlich Berlin) und 7,50 Euro (westdeutsche Länder). Gleichzeitig ist jeder Friseur-Arbeitgeber verpflichtet, seinen Beschäftigten diesen tariflichen Mindestlohn zu gewähren. Am 1. August 2014 erhöhen sich die Mindeststundenlöhne auf 7,50 Euro (Ost) beziehungsweise 8 Euro (West). Am 1. August 2015 werden dann in ganz Deutschland 8,50 Euro erreicht und allgemeinverbindlich.

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