Meister-BAföG heißt jetzt Aufstiegs-BAföG

Haarwaesche

„Wir freuen uns über die Aufstockung des Meister-BAföG durch die Bundesregierung, hätten uns aber gewünscht, dass der Name als Wertschätzung gegenüber dem Handwerk erhalten bleibt“, so Christian Kaiser, Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks. Am heutigen Montag tritt die Novelle des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG) in Kraft und macht aus dem bewährten „Meister-BAföG“ ein „Aufstiegs-BAföG“.
Unter anderem steigt der maximale Unterhaltsbeitrag im AFBG für Alleinstehende von 697 Euro auf 768 Euro und damit um 71 Euro. Der maximale Maßnahmenbeitrag für Lehrgangs- und Prüfungskosten steigt von 10.226 Euro auf 15.000 Euro. Weitere Sätze, Freibeträge und Zuschussanteile werden ebenfalls erhöht.
Kaiser bekräftigte den Erfolg des Meister-BAföGs. „Für uns im Friseurhandwerk ist es aber unverständlich, warum man den bewährten Markennamen Meister-BAföG nicht mehr weiterführt und durch ein Modewort wie Aufstiegs-BAföG ersetzt. Der Name Meister-BAföG wäre eine klare Wertschätzung für das Handwerk.“
Mit dem Aufstiegs-BAföG nach dem AFBG werden Teilnehmer und Teilnehmerinnen an Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung finanziell unterstützt. Typische Aufstiegsfortbildungen sind Meister- oder Fachwirtkurse, Erzieher- und Technikerschulen sowie mehr als 700 weitere gleichwertige Fortbildungen. Teilnehmer erhalten einkommensunabhängig einen Beitrag zu den Kosten der Fortbildung und bei Vollzeitmaßnahmen zusätzlich einkommensabhängig einen Beitrag zum Lebensunterhalt. Die Förderung erfolgt teils als Zuschuss, teils als zinsgünstiges Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Im Jahr 2015 wurden rund 162.000 Personen mit AFBG unterstützt. Seit Bestehen des Meister-BAföG (1996) konnten rund 1,9 Millionen berufliche Aufstiege zu Führungskräften, Unternehmern und Ausbildern für Fachkräfte mit einer Förderleistung von insgesamt rund 7,4 Milliarden Euro ermöglicht werden. Für die zahlreichen Verbesserungen mit der dritten Novelle des AFBG investiert alleine der Bund bis 2019 zusätzlich 245 Millionen Euro.
Wer sich im bayerischem Friseurhandwerk für das Aufstiegs-BAföG interessiert, sollte sich an seine zuständige Handwerkskammer wenden.

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