Friseure mahnen Reform der Künstlersozialkasse an

haare_zeitung

Oft ist unklar, für welche kreativen Leistungen die Künstlersozialabgabe fällig ist.

„Die Künstlersozialkasse muss reformiert werden. Derzeit ist sie für Unternehmer ein Bürokratiemonster und ein unkalkulierbares Risiko“, fordert Josef Wieser, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks. „Wir kritisieren die enorme Rechtsunsicherheit bei unseren Kleinbetrieben, wenn sie zur Gestaltung von Flyern oder Webseiten Kreative wie Grafiker und Texter beauftragen“, so Wieser weiter. Außerdem wird Künstlersozialabgabe auch auf Leistungen von Personen fällig, die selbst die KSK nicht in Anspruch nehmen.
Die Künstlersozialkasse (KSK) übernimmt die Hälfte der Beiträge für Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungen von Grafikern, Layoutern und Textern, die auch vom bayerischen Friseurhandwerk beschäftigt werden. Rund 180 000 Kreative sind in Deutschland in der KSK organisiert, wenn sie nicht über ein genügend hohes Einkommen verfügen. Die Auftraggeber zahlen deshalb in die KSK eine Abgabe. Derzeit liegt die Pflicht zur Prüfung auf Versicherungspflicht aber beim Auftraggeber.
Unternehmen beklagen generell, dass neben den Abgaben auch hohe Bürokratiekosten anfallen. Einen zusätzlichen Euro je Euro Abgabe – davon spricht die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände. Das bayerische Friseurhandwerk fordert deshalb, dass die Versicherten die Abgaben selbst an die Versicherung abführen oder zumindest in der Rechnung klar auf die Abgabenpflicht hinweisen.

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