Bayerische Friseurarbeitgeber fordern Tarifvertrag für Azubis

Lassen Sie uns endlich den Tarifvertrag für Azubis in trockene Tücher bringen!

Lassen Sie uns endlich den Tarifvertrag für Azubis in trockene Tücher bringen!

„Lassen Sie uns endlich den Tarifvertrag für Azubis in trockene Tücher bringen!“ Der Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks Christian Kaiser fordert die Gewerkschaft auf, noch in diesem Jahr an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die verdi-Aktion „Das Friseurhandwerk geht baden“ ist reine Stimmungsmache und dient ausschließlich der Mitgliedergewinnung.
Die Fakten sind: Auf 465 Euro im ersten, 570 Euro im zweiten und 720 Euro im dritten Ausbildungsjahr erhöhten die bayerischen Friseurunternehmer einseitig die Ausbildungsvergütungen bei ihrer Mitgliederversammlung im Mai. Die Gewerkschaft verdi war in den vergangenen zwei Jahren nicht bereit, über einen Vergütungstarifvertrag für Auszubildende zu verhandeln. Der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks hatte 2015 beschlossen, die Verbandsempfehlung in einen Tarifvertrag zu überführen. Da verdi einen bundesweiten Abschluss anstrebt, kam es in Bayern aber nie zu Verhandlungen. Dabei könnte ein bayerischer Azubi-Tarifvertrag wegweisend für die Bundesebene sein. Neben der kontinuierlichen Erhöhung der Ausbildungsvergütungen strebt der bayerische Landesinnungsverband auch den Einstieg in eine im Tarifvertrag festgeschriebene betriebliche Altersvorsorge für die Auszubildenden an.
Fest steht: Die Friseurlehrlinge in Bayern erhalten aufgrund eines Vorstoßes der Friseurarbeitgeber mehr Geld. Die Ausbildungsvergütungen für die Friseurazubis in Bayern wurden zum 1. August 2017 um rund 3 Prozent erhöht. Diese Beschlüsse gehen auf Initiative der Arbeitgeber zurück.
“Wir halten eine moderate, kontinuierliche Erhöhung der Ausbildungsvergütungen für richtig”, stellt Landesinnungsmeister Christian Kaiser klar. “Es ist bedauerlich, wenn die Gewerkschaft aus ideologischen Gründen nicht bereit ist, dies für Bayern in einem Tarifvertrag festzuschreiben. Deswegen mussten wir im Alleingang von unserer Regelungskompetenz Gebrauch machen”, begründet Kaiser den Beschluss.

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