Glückwunsch: 1500 Friseurlehrlinge starten in Bayern

Friseur: Ein lohnenswerter Beruf, früher, heute und morgen

Friseur: Ein lohnenswerter Beruf, früher, heute und morgen

„Wir freuen uns engagierte Jugendliche in unserem schönen, zukunftsträchtigen Beruf willkommen zu heißen“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser zum heutigen Start der Lehrlinge im bayerischen Friseurhandwerk. „Ihr habt einen Beruf gewählt, der es euch erlauben wird, kreativ und selbstständig zu arbeiten. Der heutige Start in die Ausbildung legt einen Grundstein zu einem soliden Beruf mit zahlreichen Chancen.“

Rund 1500 Lehrlinge beginnen in den nächsten Wochen ihre Ausbildung im bayerischen Friseurhandwerk. Gleichzeitig wird zum 1. August die tarifliche Ausbildungsvergütung angehoben auf 515 Euro im 1. Ausbildungsjahr, 605 im 2. Ausbildungsjahr und 760 Euro im 3. Ausbildungsjahr. 

„Friseure sammeln Erfolgserlebnisse im Stundentakt. Die besondere Wertschätzung unserer Arbeit durch die Kunden macht glücklich“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser weiter. „Hier lernen junge Menschen Verantwortung für das Wohl ihrer Kundinnen und Kunden zu tragen.“ 

Gesellenprüfung für Friseurazubis beginnt

 

1077 bayerische Friseurazubis stellen heute in einer vierstündigen schriftlichen Prüfung ihr Wissen unter Beweis. Die Aufgaben in den Fächern Friseurtechniken, Betriebsorganisation und Kundenmanagement sowie Wirtschafts- und Sozialkunde sind Teil der Gesellenprüfung zum Abschluss der Ausbildung. In den kommenden Wochen absolvieren die Azubis dann noch eine eintägige praktische Prüfung. Darin müssen sie unter anderem jeweils einen modischen Damen- und Herrenhaarschnitt am Modell erarbeiten.

Der Landesinnungsverband wünscht allen Prüflingen viel Erfolg in der Prüfung sowie Freude und Erfüllung im wohl schönsten Beruf der Welt!

Das tarifliche Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt bei 1634 Euro. Mit etwas Berufserfahrung verdienen Friseure bei entsprechender Leistung in guten Salons zwischen 2500 und 3000 Euro. Motivierte und leistungsstarke Mitarbeiter sind im bayerischen Friseurhandwerk stark gesucht.

In den rund 9ooo umsatzsteuerpflichtigen Friseursalons in Bayern sind über 36000 Personen tätig und werden 3700 Nachwuchskräfte ausgebildet. Der Nettobranchenumsatz der bayerischen Betriebe liegt bei über 1,1 Milliarden Euro.

 

Wenn YouTube zum Nachhilfelehrer wird

Aus- und Weiterbildungs-Experte Bergmann geht bei der Ansprache der Azubis neue Wege. Seit einiger Zeit arbeitet das Unternehmen mit Influencern im Onlinebereich zusammen. Die Reaktionen auf die Videos sind so positiv, dass man dieses Instrument weiter ausbaut. „Wir bieten ein überall abrufbares Medium an, um Lerninhalte aufzufrischen“, erklärt Harald Heinz, Mitglied der Geschäftsleitung Bergmann. Bei Bergmann ist man sich sicher, dass die Implementierung von Social Media in der Aus- und Weiterbildung für die Zukunft wichtig ist.

Der Ausbau des Videoangebotes und die Zusammenarbeit von Bergmann mit Influencern läuft bereits. Eine der Protagonistinnen ist Lisa Saccio, die PLW Gewinnerin des letzten Jahres. Sie hat ein Video zum Thema Färben aufgenommen, weitere werden folgen. An Übungsköpfen werden unterschiedliche Techniken erklärt. Es werden Tipps und Tricks von Profis gezeigt, die von Schnitt über Pflege bis Hochstecken reichen.

Geplant ist auch, QR-Codes zu etablieren. Diese leiten den User sofort weiter zum jeweiligen Videoangebot. Harald Heinz kündigt an: „Wir bauen eine Online-Academy auf, um analoge Lehrmethoden mit zukunftsorientieren, virtuellen Methoden zu kombinieren.

Mindestausbildungsvergütung: Tarifpartner können es besser

Landesinnungsmeister Christian Kaiser spricht sich gegen staatliche Eingriffe in die Tarifautonomie aus.

Gegen eine gesetzliche Mindestausbildungsvergütung positionierte sich der Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks Christian Kaiser anlässlich der jüngsten Vorstandssitzung des Bayerischen Handwerkstages in München. In seinem Statement missbilligte er die staatlichen Eingriffe in die Tarifautonomie durch Mindestlohn und Mindestausbildungsvergütung. „Die Tarifpartner können es besser lösen und lösen es besser“, so Kaiser.
Neben der grundsätzlichen Ablehnung einer im Berufsbildungsgesetz verankerten Mindestausbildungsvergütung kritisierte der Landesinnungsmeister aber auch die aktuellen Vorschläge zur Höhe und Weiterentwicklung. „Eine Steigerung der Vergütung um rund 20 Prozent innerhalb von drei Jahren orientiert sich nicht an einer durchschnittlichen tariflichen Entwicklung“, stellte Kaiser klar. Zudem beinhalte die von BDA und DGB vorgeschlagene Entwicklung beim Übergang ins jeweils nächste Ausbildungsjahr eine kumulative Erhöhung durch die jährliche Steigerung. „Ich befürchtet nicht nur negative Auswirkungen auf die Ausbildungsbereitschaft unserer Betriebe, sondern auch Konsequenzen für die Ausbildungsqualität“, erklärte Kaiser in der Vorstandssitzung. „Jeder zusätzliche Euro bei der Ausbildungsvergütung fehlt für Ausbildungsmittel, Seminare und Fortbildungen.”
Für das bayerische Friseurhandwerk wurde im vergangenen Jahr ein Tarifvertrag über die Ausbildungsvergütung geschlossen. Er sieht ab 1. August 2019 eine Vergütung von 515 Euro im ersten, 605 Euro im zweiten und 760 Euro im dritten Ausbildungsjahr vor. Aufgrund der Blockadehaltung branchenfremder Arbeitgebervertreter im Tarifausschuss wurde er trotz des hohen Organisationsgrades der Ausbildungsbetriebe nicht für allgemeinverbindlich erklärt.

Arbeitsministerin Kerstin Schreyer verleiht Preise für Berufsorientierung

Die Friseurobermeister Dieter Eser und Günter Hartl freuen sich über die Auszeichnung der Maßnahmen zur Berufsorientierung ihrer Kreishandwerkerschaften.

Innovative Wege der Nachwuchswerbung an den Beispielen der Kreishandwerkerschaften Aschaffenburg und Straubing zeichnete die bayerische Arbeitsministerin Kerstin Schreyer bei der Berufsbildungsmesse in Nürnberg aus. Die Auszeichnungen nahmen die beiden Friseurmeister Dieter Eser und Günter Hartl für ihre Kreishandwerkerschaften entgegen. Jeder Preisträger bekam einen Geldpreis von 4.000 Euro und ein Kunstobjekt.

Die Kreishandwerkerschaft Aschaffenburg erhielt den Preis für ihre „Jobmeile des Handwerks“. Bei der Jobmeile können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis zu 90 verschiedene Handwerksberufe live erleben und erproben. Das jährliche Angebot richtet sich an alle Schularten und auch an Berufsintegrationsklassen. Die Jobmeile des Handwerks ist seit nunmehr sechs Jahren etabliert zur Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern am bayerischen Untermain. „Unsere Jobmeile bedeutet Handwerk hautnah“, so Dieter Eser. „Bei jedem Handwerksberuf sind unterschiedliche Talente gefragt.“ Über die Innungen werden Kontakte mit potenziellen Ausbildungsbetrieben vermittelt. Diese ausgezeichnete Form der Berufsorientierung stellt Ausbildungsberufe vor und zeigt, welche Voraussetzungen erforderlich sind, wie sich der Beruf darstellt und welche Entwicklungen möglich sind.

Die Kreishandwerkerschaft Straubing wurde für ihre „Nachwuchshandwerkertage“ ausgezeichnet. Die Tage richten sich speziell an Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen der Mittelschulen sowie der Sonderpädagogischen Schulen. Zudem wurde ein „Lehrerinfotag“ für Lehrer und Eltern flankierend angeboten.

Die bayerische Arbeitsministerin Kerstin Schreyer stellte die Preisträger als gelungene regionale Initiativen zur Berufsorientierung heraus: „Damit sich die Jugendlichen ein Bild von ihrem angestrebten Beruf machen können, sind nicht nur theoretische Informationen notwendig, sondern auch praktische. Das weckt Interesse und erleichtert die Entscheidung.“

Friseure sind Publikumsmagnet auf Berufsbildungsmesse 2018

Auf große Resonanz stößt der Stand der bayerischen Friseure auf der Berufsbildungsmesse 2018 in Nürnberg. „Unser Stand ist ein wahrer Publikumsmagnet”, so Christian Hertlein, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses im Landesinnungsverband. „Bei uns Friseuren ist immer Action geboten.“

Die Berufsbildungsmesse in Nürnberg ist die größte Ausbildungsmesse dieser Art in Deutschland. Der LIV ist mit einem 75 Quadratmeter großen Stand in der Handwerkshalle vertreten. Friseurinnen und Friseure informieren über das Berufsbild und Azubis zeigen Salonpraxis im Umgang mit dem Lockenstab, Glätteisen sowie beim Flechten und Hochstecken. Der Friseurberuf stößt auf große Resonanz. Die Messe dauert noch bis 13. Dezember.

Aber nicht nur Schülerinnen und Schüler kommen an den Stand des Landesinnungsverbandes um sich zu informieren. Am Eröffnungstag stattete auch die große Politik den Friseuren einen Besuch ab. Es waren unter anderem zu Gast Ministerpräsident Markus Söder, Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer, Kultusstaatssekretärin Anna Stolz und der Handwerkskammerpräsident für Mittelfranken Thomas Pirner, der selbst Friseurmeister ist. LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb legte den Politikerinnen und Politikern die Forderungen des Friseurhandwerks dar. „Wir haben über die Wettbewerbsverzerrung durch die Umsatzsteuerfreigrenze, den Nachwuchsmangel in der Branche, die reduzierte Zahl an Berufsschulstandorten und die Verzögerung bei der Erklärung der Allgemeinverbindlichkeit des Entgelt-Tarifvertrages gesprochen“, so Doris Ortlieb.

LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb im Gespräch mit Ministerpräsident Markus Söder und Kammerpräsident Thomas Pirner.

Sonja Fischer, stellvertretende Creativdirektorin des Landesinnungsverbandes und Friseurweltmeisterin im Team, zeigte auf der zentralen Bühne des Handwerks die aktuellen Frisurentrends und informierte über die vielfältigen Karrieremöglichkeiten im Friseurhandwerk.

Sonja Fischer berichtet auf der Bühne über ihren Weg zur Friseurweltmeisterin.

Dieter Eser erhält Auszeichnung für die Jobmeile des Handwerks

Für die Initiative „Jobmeile des Handwerks“ wird der Obermeister der Friseurinnung Aschaffenburg und Vorstandsmitglied des LIV Friseure Dieter Eser auf der Messe Berufsbildung ausgezeichnet, die ab Montag in Nürnberg startet. Die Jobmeile des Handwerks ist seit nunmehr sechs Jahren etabliert zur Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern am bayerischen Untermain.

Dieter Eser wird für die Initiative Jobmeile des Handwerks auf der Messe Berufsbildung ausgezeichnet.

Dieter Eser wird für die Initiative Jobmeile des Handwerks auf der Messe Berufsbildung ausgezeichnet.

Eser, der die Auszeichnung in seiner Funktion als organisierender Kreishandwerksmeister erhält, hat es geschafft, dass 50 Ausbildungsberufe in dieser Jobmeile vorgestellt werden – darunter freilich auch das Friseurhandwerk. „Die Jobmeile bedeutet Handwerk hautnah“, so Dieter Eser. „Bei jedem Handwerksberuf sind unterschiedliche Talente gefragt.“ Über die Innungen können Kontakte mit potenziellen Ausbildungsbetrieben vermittelt werden. Die Jobmeile findet jedes Jahr im Berufsbildung- und Technologiezentrum der Handwerkskammer für Unterfranken statt. Auf der Berufsbildungsmesse in Nürnberg wird Dieter Eser für dieses Engagement nun ausgezeichnet.

Der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks ist in der Halle 6 am Stand 6-210 zu finden. „Wenn es gilt, die Persönlichkeit modisch in Szene zu setzen, dann ist vor allem eine tolle Frisur gefragt. Ob Multicoloureffekt, Modern Shortcut oder Retro-Style – im Salon kreierst du, was gerade en vogue ist und was der Kunde wünscht. Friseure sind die Profis für Colour, Cut and Style. Im Salon gibt es deshalb immer Abwechslung“, so Lansdesinnungsmeister Christian Kaiser.
Die Berufsbildung (Berufsbildungsmesse und Berufsbildungskongress), ist die größte Veranstaltung im deutschsprachigem Raum zum Thema Berufsorientierung. Sie findet bis 13. Dezember 2018 auf der NürnbergMesse statt.