Ehrenmitglied Fritz Urban verstorben

Friseurmeister Fritz Urban * 29.1.1931 † 2.2.2018

Der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks (LIV) trauert um sein Ehrenmitglied Fritz Urban. Der Marktredwitzer Friseurmeister verstarb am 2. Februar 2018, wenige Tage nach seinem 87. Geburtstag.

Fritz Urban gehörte als Obmann der Arbeitsgemeinschaft der oberfränkischen Friseurinnungen von 1981 bis 1993 dem Vorstand des Landesinnungsverbandes an. Sein ehrenamtliches Engagement für das Friseurhandwerk begann 1965 mit der Wahl in den Vorstand der Innung Wunsiedel. 1970 wurde er Lehrlingswart und 1973 Obermeister seiner Innung. Dieses Amt übte er bis 2009 aus. Besonders am Herzen lag ihm die Ausbildung, Förderung des Berufsnachwuchses und die öffentliche Darstellung des Friseurhandwerks.

Für seine Verdienste wurde er mit den silbernen und goldenen Ehrennadeln des bayerischen Landesinnungsverbandes und des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks ausgezeichnet. Eine besondere Würdigung erfuhr sein ehrenamtliches Engagement 2008 mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.

Der Lebensweg von Fritz Urban wurde durch die Kriegs- und Nachkriegsverhältnisse maßgeblich beeinflusst. Am Endes des 2. Weltkrieges war er als Hauer in der Kohlengrube Nabburg zwangsverpflichtet. Nachdem er bei einem Unglück verschüttet wurde, konnte er seinen Lehrvertrag als Bankkaufmann nicht wie geplant erfüllen. Er orientierte sich daraufhin neu und erlernte von 1946 bis 1948 den Friseurberuf, den er schließlich über 70 Jahre ausüben sollte. Mit 24 Jahren legte er in Weiden die Meisterprüfung ab und übernahm im Dezember 1955 in Marktredwitz einen eigenen Betrieb.

„Wir werden Fritz Urban ein ehrendes Andenken bewahren. In seinem ehrenamtlichen Engagement für unser Friseurhandwerk ist er uns allen ein Vorbild“, gedenkt Landesinnungsmeister Christian Kaiser dem Verstorbenen.

Drei fränkische Friseurinnungen schließen sich zu schlagkräftiger Organisation zusammen

 

Obermeisterin Tanja Arnold-Petter (vorne Mitte) umringt von ihren Stellvertreterinnen und den Vorstandsmitgliedern der neuen Innung für Bamberg, Coburg und Lichtenfels.

Die Friseurinnungen Bamberg, Coburg und Lichtenfels sind zur fünftgrößten Friseurinnung in Bayern fusioniert. „Der Zusammenschluss zeigt, dass unsere bayerische Friseurorganisation mit der Zeit geht und schlagkräftige Einheiten bildet“, erklärt Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Durch die Fusion werden die Kräfte gebündelt, aber die Regionalität bleibt erhalten.“ Die neue Innung tritt nun als gemeinsame Friseurinnung Bamberg, Coburg, Lichtenfels auf.

Die bisherigen Obermeisterinnen stehen an der Spitze der neuen Friseurinnung. Obermeisterin ist Tanja Arnold-Petter (Bamberg). Ihre drei Stellvertreterinnen stammen aus allen drei Innungen: Karin Eminger (Bamberg), Carmen Schultheiß (Coburg) und Elke Seidel (Lichtenfels).

Die Fusion hat klare Vorteile für die 105 Innungsmitglieder. Die Geschäftsführung liegt jetzt bei der Kreishandwerkerschaft Bamberg mit ihrem Geschäftsführer Assessor Siegfried Dibowski. „So können zum einen die Innungsmitglieder professionell und optimal betreut werden. Zum anderen wird das Ehrenamt von vielen Verwaltungstätigkeiten entlastet, wenn die Innung, anders als bisher in Coburg, von hauptamtlichem Personal unterstützt wird“, führt Landesinnungsmeister Christian Kaiser weiter aus.

„Jetzt hat die Innung die Chance, dass das ehrenamtliche Engagement gefördert wird. Die Bereitschaft zur Übernahme eines Ehrenamtes wird durch den Zusammenschluss gestärkt – die ehrenamtliche Arbeit kann auf mehrere Schultern verteilt werden und wird so für jeden Beteiligten leichter“, so Obermeisterin Tanja Arnold-Petter. „Unsere drei fusionierten Innungen sind auch ein hervorragendes Best-Practice-Beispiel für andere Innungen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.“

Landesinnungsmeister Christian Kaiser sieht die Fusion auch vor dem Hintergrund der Veränderungen im deutschen Friseurmarkt. Immer mehr Kleinstbetriebe im Markt erkennen nicht, wie wichtig eine umfassende fachliche und auch rechtliche Betreuung durch Innung und Fachverband ist, und bleiben leider oft den Innungen fern. Dies hat eine rückläufige Mitgliederzahl bei Innungen zur Folge. „Es zeigt sich, dass für eine schlagkräftige und leistungsstarke Organisation eine engere Zusammenarbeit und damit auch Fusionen erforderlich sind“, so der Landesinnungsmeister.

Dank für ehrenamtliches Engagement

Ehrenamtliches Engagement im Friseurhandwerk ist vielfältig. Hier einige Sozialrichter bei ihrer jährlichen Fortbildung.

„Wir bedanken uns bei allen Friseurinnen und Friseuren, die ehrenamtlich in der Friseurorganisation tätig sind“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser zum heutigen Internationalen Tag des Ehrenamtes. Der Internationale Tag des Ehrenamtes ist ein jährlich abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Anerkennung und Förderung ehrenamtlichen Engagements. Er wurde 1985 von der UN mit Wirkung ab 1986 beschlossen. „Die Arbeit in den Innungen und im Verband lebt von diesem ehrenamtlichen Engagement“, so Kaiser weiter. „Wir sind stolz auf das Engagement unserer Mitglieder. Ohne diesen ehrenamtlichen Einsatz wäre ein leistungsstarkes Friseurhandwerk in Bayern nicht vorstellbar. Dafür sagen wir ein herzliches Dankeschön“, unterstreicht Kaiser die Bedeutung des Ehrenamts.

Im bayerischen Landesinnungsverband sind 58 Friseurinnungen organisiert. Im Verband und seinen angeschlossenen Innungen sind rund 500 Friseure ehrenamtlich tätig. Dazu zählen beispielsweise Obermeister, Mitglieder der Vorstände, der Prüfungsausschüssen und Modeteams. Darüberhinaus engagieren sich Friseure beispielsweise ehrenamtlich in den Vollversammlungen, Vorständen und Präsidien der Handwerkskammern, in der Selbstverwaltung der Sozialversicherungseinrichtungen und in der Arbeits-, Sozial- und Finanzgerichtsbarkeit.

Christian Kaiser in den Vorstand des Bayerischen Handwerkstags gewählt

Landesinnungsmeister Christian Kaiser, hinten links, gehört dem neuen BHT-Vorstand an. Er wird sich dort für die Belange des Friseurhandwerks einsetzen.

Landesinnungsmeister Christian Kaiser, hinten links, gehört dem neuen BHT-Vorstand an. Er wird sich dort für die Belange des Friseurhandwerks einsetzen.

Einstimmig wurde der Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks Christian Kaiser in den Vorstand des Bayerischen Handwerkstags (BHT) gewählt. “Ich freue mich sehr, an dieser Stelle mich für das bayerische Friseurhandwerk einsetzen zu können”, kommentierte Kaiser seine Wahl.

Der Bayerische Handwerkstag als Spitzenorganisation der bayerischen Handwerkskammern und -verbände vertritt und fördert die Gesamtinteressen des bayerischen Handwerks in allen Grundsatzfragen. “Der Bayerische Handwerkstag hat die Aufgabe, eine einheitliche Willensbildung des bayerischen Handwerks in allen Grundsatzfragen herbeizuführen, zu allen das Handwerk betreffenden, grundsätzlichen Angelegenheiten Stellung zu nehmen und sie zu vertreten.”, erklärt Kaiser seine Funktion. “Hier werde ich intensiv die Interesse des Friseurhandwerks einbringen.”

In der Mitgliederversammlung wurde Franz Xaver Peteranderl als BHT-Präsident wiedergewählt. Als seine Vizepräsidenten fungieren Dr. Georg Haber und Konrad Steininger. Weitere Mitglieder des Präsidiums sind Michael Hilpert, Hans Auracher sowie Hans-Peter Rauch.

Neben Friseurmeister Christian Kaiser wurden als weitere Mitglieder des Vorstands gewählt Günter Asemann und Roland Morgenroth als Vertreter der Landesfachverbände, Walter Heußlein, Thomas Pirner und Thomas Zimmer für die Handwerkskammern und Dr. Jürgen Gros, Dieter Dohr und Dr. Rainer Reitzler als Vertreter der wirtschaftlichen und sonstigen Einrichtungen.

Trauer um Ehrenmitglied Otto Geist

Der Landesinnungsverband trauert um sein Ehrenmitglied Otto Geist. Drei­ein­halb Jahr­zehn­te stand Ot­to Geist aus Fram­m­ers­bach (Unterfranken) der Fri­seu­rin­nung vor. Vor kurzem ist der Eh­ren­ober­meis­ter der Fri­seur-In­nung Main-Spess­art in einem Se­nio­ren­heim ge­s­tor­ben – zehn Ta­ge vor sei­nem 98. Ge­burts­tag.
Anfang 1935 begann er seine Friseurlehre in Lohr. Dort war der junge Friseur auch nach der Gesellenprüfung und ab 1945 nach der Rückkehr aus dem Zweiten Weltkrieg tätig. Nach seiner Meisterprüfung setzte sich Geist stark für den Wiederaufbau des Handwerks in seiner Region ein. Der Friseur wurde Gesellenwart und Gesellenbeisitzer in der Prüfungskommission der Friseure und machte sich im November 1945 mit einem Friseursalon selbstständig. Der Friseurunternehmer übergab den Salon 1982 an seine Tochter.
Stationen aus seinem Innungsleben gab es viele: 1948 die Wwhl zum Kassier der Lohrer Friseurinnung. 1950 Wahl zum Obermeister für 35 Jahre. Dabei lag ihm die Berufsbildung sehr am Herzen. Im Jahre 1959 wurde Otto Geist mit der Goldenen Ehrennadel des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks ausgezeichnet und zum Ehrenmitglied ernannt. Der Bundespräsident zeichnete ihn mit dem Bundesverdienstkreuz aus. 1985 zog sich Otto Geist von seinen Ehrenämtern zurück. „Wir Friseure haben Otto Geist in Unterfranken viel zu verdanken und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren“, so Dieter Eser, LIV-Vorstandsmitglied für den Bezirk Unterfranken.

Bayerns Friseure unterstützen Arbeit des Zentralverbandes

Die bayerischen Delegierten bei der ZV-Mitgliederversammlung: Christian Kaiser, Michael Hunger, Petra Zander, Andreas Popp, Christian Hertlein, Dieter Schöllhorn, Dieter Eser, Rudolf Reisbeck

Ihren Beitrag zur Arbeit des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks werden die bayerischen Delegierten in der neuen Amtsperiode leisten. Bei der Mitgliederversammlung in Mainz wurden sie in den Vorstand und alle Ausschüsse gewählt. „Als zweitgrößter Mitgliedsverband im Zentralverband tragen wir eine besondere Verantwortung“, stellt Landesinnungsmeister Christian Kaiser fest. „Bayern trägt nicht nur knapp ein Viertel des Beitragsaufkommens im Zentralverband, wir unterstützen die Arbeit im Bund auch personell und mit unserer Erfahrung aus einem großen, erfolgreichen Landesverband“, so Kaiser weiter.

Rudolf Reisbeck wurde als Vizepräsident im Amt bestätigt und leitet als Vorsitzender den Ausschuss für Umwelt und Gesundheit. Landesinnungsmeister Christian Kaiser gehört dem Vorstand an und wirkt im Wirtschaftsausschuss mit, in dem mit Michael Hunger ein zweites Mitglied aus Bayern vertreten ist. Dieter Schöllhorn übernimmt als stellvertretender Artdirector Verantwortung für die fachliche Arbeit des Verbandes bei Meisterschaften und Modepräsentationen. Zum stellvertretenden Vorsitzenden des Berufsbildungsausschusses wurde Christian Hertlein gewählt, im Ausschuss für Innovation und Kommunikation bekleidet Petra Zander dieses Amt. Dieter Eser gehört als Stellvertreter dem Rechnungsprüfungsausschuss an.

Landesinnungsmeister Christian Kaiser im Amt bestätigt, drei neue Mitglieder im Landesvorstand

Der neu gewählte Vorstand des LIV Bayern (v.l.n.r.): Landesinnungsmeister Christian Kaiser, Petra Zander, Bernhard Dräxler, Evelyn de Marco-Maier, Dieter Schöllhorn, Tanja Arnold-Petter, Christian Hertlein, stv. Landesinnungsmeister Rudolf Reisbeck. Auf dem Foto fehlen Dieter Eser und Michael Hunger.

Einstimmig wurde der bayerische Landesinnungsmeister Christian Kaiser aus München für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. „Ich freue mich über die überwältigende Zustimmung zu meiner Arbeit und die Wiederwahl als Landesinnungsmeister. Es ist mir Freude und Pflicht, mich weiterhin für das Wohl des bayerischen Friseurhandwerks einzusetzen“, erklärt Christian Kaiser nach der Wahl des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks in Kelheim. Kaiser ist Obermeister der Münchner Innung und seit 2014 auch Landesinnungsmeister in Bayern.

Neu gewählt wurden auch der Landesvorstand. Friseurmeister Rudolf Reisbeck aus Straubing wurde wieder zum stellvertretenden Landesinnungsmeister gewählt und vertritt zugleich den Regierungsbezirk Niederbayern. Neu im Vorstand sind Evelyn de Marco-Maier aus der Innung Traunstein/Berchtesgadener Land für Oberbayern, Bernhard Dräxler aus Schwandorf für die Oberpfalz und Michael Hunger als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses. Die Bezirksvertreter Tanja Arnold-Petter (Oberfranken), Petra Zander (Schwaben), Christian Hertlein (Mittelfranken) und Dieter Eser (Unterfranken) sowie Creativdirektor Dieter Schöllhorn wurden von den Delegierten der Mitgliedsinnungen in ihren Ämtern bestätigt.