Ehrenamt in Bayern wird großgeschrieben

LIM Christian Kaiser begrüßt die neuen Obermeisterinnen und Obermeister auf der Mitgliederversammlung in Bamberg.

^LIM Christian Kaiser begrüßt die neuen Obermeisterinnen und Obermeister auf der Mitgliederversammlung in Bamberg.



„Unsere Organisation lebt vom Engagement und ich danke Ihnen für Ihre Tätigkeit für das bayerische Friseurhandwerk.“ Mit diesen Worten begrüßte Landesinnungsmeister Christian Kaiser die neugewählten Obermeisterinnen und Obermeister auf der Mitgliederversammlung des bayerischen Landesinnungsverbandes in Bamberg.
„Unsere Organisation ist nur so stark wie ihre Mitglieder und ich bin stolz darauf, dass in Bayern das Ehrenamt im Friseurhandwerk großgeschrieben wird.“ Das Foto zeigt die neugewählten Obermeisterinnen und Obermeister: (vordere Reihe v.l.) Bettina Kagerl (Erding), Waltraud Mittermaier (Regensburg), Daniela Zorn (Straubing), Sandra Breiding (Dachau), (hintere Reihe v.l.) Landesinnungsmeister Christian Kaiser, Roland Artinger (Kelheim), Alfons Kliebhan (Nordoberpfalz). Nicht auf dem Foto sind Marko Urban (Bad Kissingen) und Matteo Leggio (Augsburg).



Mit viel Engagement weiter kräftig im Aufwind – Jahresversammlung mit Neuwahlen bei der Friseur-Innung Kempten

Der neue Vorstand der Friseur-Innung Kempten. Unser Foto zeigt (von links): die Vorstandsmitglieder Erhan Taghanli, Angela Yaman, Monika Steck, Toni Mahl, Lehrlingswart Karin Kruse, Obermeisterin Jutta Sonntag, stellvertretende Obermeisterin Sabine Lagner und Vorstandsmitglied Christoph Höpfer sowie stellvertretender Lehrlingswart Arzu Turaptin und Gottfried Voigt, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Kempten und der Innung. Nicht auf dem Foto die Vorstandsmitglieder Sabine Salbeck-Döring und Gabriele Reinisch. Foto: Kurt Sonntag.

Kempten (prb). Modern, engagiert, kreativ, so präsentiert sich die Friseur-Innung Kempten in der Öffentlichkeit, wobei nicht nur die Mitgliedsbetriebe der Innung Kempten von diesem positiven Image profitieren, sondern das gesamte Allgäuer Friseur-Handwerk. Denn die Kemptener Innung hat mit ihrer Begeisterung weitere Allgäuer Innungen „angesteckt“. Kollegiales Miteinander, insbesondere im Bereich Veranstaltungen, heißt die Devise. Man zieht an einem Strang, um die Leistungen der handwerklichen Friseur-Betriebe wieder ins rechte Licht zu rücken. Das zeigte sich deutlich bei der aktuellen Jahreshauptversammlung der Friseur-Innung Kempten. Obermeisterin Jutta Sonntag konnte in ihrem Jahresrückblick eine glänzende Bilanz vorweisen.

Absoluter Höhepunkt 2018 und die größte Herausforderung war natürlich die Allgäuer Festwoche. Unter dem Slogan„Wir schneiden immer gut ab“ hatte die Friseur-Innung Kempten mit Unterstützung der Innungen Memmingen und Oberallgäu die Sonderschau der Kreishandwerkerschaft Kempten auf der Allgäuer Festwoche gestaltet. Den Innungen war es gelungen, unter der Regie von Jutta Sonntag eine tolle Non-Stop-Show auf die Beine zu stellen. Durch ihr aktionsreiches Programm demonstrierten die Friseure in der Praxis dem begeisterten Publikum den ganzen Facettenreichtum ihres Berufes. Im Namen der Kreishandwerkerschaft bedankte sich Geschäftsführer Gottfried Voigt für das hohe Engagement der Innungsmitglieder.

Ein besonderes Anliegen ist es auch der Friseur-Innung Kempten, Schulabgängern den Friseurberuf nahezubringen, diesen ins richtige Licht zu rücken als modernes Handwerk, das alle Trends aufgreift. Wobei es Jutta Sonntag nicht dabei belässt, Schulabgänger für den Beruf zu interessieren, z. B. durch die Aktion „Wanted Handwerk“, sondern ihr liegt auch die Förderung des Nachwuchses am Herzen. Auch hier konnte die Obermeisterin von einem Erfolg berichten: Unter den rd.120 Friseurinnen und Friseure, die in Nürnberg bei den Deutschen & Bayerischen Meisterschaften der Friseure, den „hairGAMES 2018“, um die Titel kämpften, konnte die Auszubildende im 2. Lehrjahr im Haarstudio Jutta, Anastasiia Ptashchenko, in der Kategorie NEW TALENTS WIESN STYL, sowohl bei den Bayerischen als auch den Deutschen Meisterschaften jeweils den 2. Platz belegen,

Bei solchen Erfolgen war es für die Mitglieder keine Frage, dass bei den turnusmäßig anstehenden Vorstandswahlen Jutta Sonntag einstimmig für eine weitere Amtszeit als Obermeisterin gewählt wurde. Und nach dem Motto „never change a winning team“ wurde auch Sabine Lagner als stellvertretende Obermeister im Amt bestätigt. Karin Kruse begleitet wieder das wichtige Amt des Lehrlingswarts, ihre Stellvertreterin ist Arzu Turaptin.Dem Vorstand gehören weiterhin an: Gabriele Reinisch, Toni Mahl, Sabine Salbeck-Döring, Monika Steck, Angela Yaman und Christoph Höpfer. Neu im Vorstand ist Erhan Taghanli.

Dass Jutta Sonntag sich nicht auf den Lorbeeren ausruht, sondern schon wieder an neuen „Events“ bastelt, überraschte die Versammlungsteilnehmer nicht. Neben Kursen und Fachseminaren ist für Herbst/Winter eine Frisuren-/Modenschau in Planung.

Erfreut registrierte Jutta Sonntag auch, dass wieder ein neues Mitglied der Innung beigetreten ist. Nur durch eine starke Gemeinschaft könnten die Interessen der Betriebe gewahrt werden. „Die Arbeit macht Spaß, wir haben gemeinsam viel geschafft und werden das so weiterführen, die Ideen gehen uns nicht aus“, blickt Jutta Sonntag optimistisch in die Zukunft. Die gute Zusammenarbeit im Vorstand und die großartige Unterstützung durch die Mitgliedsbetriebe bei allen Aktionen seien die starke Basis, so die Obermeisterin.

Arbeitsministerin Kerstin Schreyer verleiht Preise für Berufsorientierung

Die Friseurobermeister Dieter Eser und Günter Hartl freuen sich über die Auszeichnung der Maßnahmen zur Berufsorientierung ihrer Kreishandwerkerschaften.

Innovative Wege der Nachwuchswerbung an den Beispielen der Kreishandwerkerschaften Aschaffenburg und Straubing zeichnete die bayerische Arbeitsministerin Kerstin Schreyer bei der Berufsbildungsmesse in Nürnberg aus. Die Auszeichnungen nahmen die beiden Friseurmeister Dieter Eser und Günter Hartl für ihre Kreishandwerkerschaften entgegen. Jeder Preisträger bekam einen Geldpreis von 4.000 Euro und ein Kunstobjekt.

Die Kreishandwerkerschaft Aschaffenburg erhielt den Preis für ihre „Jobmeile des Handwerks“. Bei der Jobmeile können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis zu 90 verschiedene Handwerksberufe live erleben und erproben. Das jährliche Angebot richtet sich an alle Schularten und auch an Berufsintegrationsklassen. Die Jobmeile des Handwerks ist seit nunmehr sechs Jahren etabliert zur Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern am bayerischen Untermain. „Unsere Jobmeile bedeutet Handwerk hautnah“, so Dieter Eser. „Bei jedem Handwerksberuf sind unterschiedliche Talente gefragt.“ Über die Innungen werden Kontakte mit potenziellen Ausbildungsbetrieben vermittelt. Diese ausgezeichnete Form der Berufsorientierung stellt Ausbildungsberufe vor und zeigt, welche Voraussetzungen erforderlich sind, wie sich der Beruf darstellt und welche Entwicklungen möglich sind.

Die Kreishandwerkerschaft Straubing wurde für ihre „Nachwuchshandwerkertage“ ausgezeichnet. Die Tage richten sich speziell an Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen der Mittelschulen sowie der Sonderpädagogischen Schulen. Zudem wurde ein „Lehrerinfotag“ für Lehrer und Eltern flankierend angeboten.

Die bayerische Arbeitsministerin Kerstin Schreyer stellte die Preisträger als gelungene regionale Initiativen zur Berufsorientierung heraus: „Damit sich die Jugendlichen ein Bild von ihrem angestrebten Beruf machen können, sind nicht nur theoretische Informationen notwendig, sondern auch praktische. Das weckt Interesse und erleichtert die Entscheidung.“

Wir sind umgezogen!

Seit Mittwoch, 19. Dezember sind wir unter unserer neuen Adresse erreichbar. Der Landesinnungsverband hat sein Büro künftig in der Carl-von-Linde-Straße 8a in 82256 Fürstenfeldbruck, Tel. 08141 3666170, Fax 08141 3666180, info@friseurebayern.de

Bayerische Friseurinnungen vollziehen erfolgreich den Generationswechsel

Die neuen Obermeisterinnen und Obermeister (v.l.n.r.): Harald Meier (Ingolstadt), Andrea Macha (Fürstenfeldbruck), Caroline Brandis (Eichstätt) und Klaus Forstmeier (Landshut)

Reibungslos vollziehen bayerische Friseurinnungen den Generationswechsel. Vier neue Obermeisterinnen und Obermeister konnte Landesinnungsmeister Christian Kaiser jüngst bei der Mitgliederversammlung des bayerischen Friseurverbandes in Kempten begrüßen. Caroline Brandis ist seit Mai 2017 Obermeisterin der Innung Eichstätt und Andrea Macha leitet seit November 2017 die Innung Fürstenfeldbruck. Im Januar 2018 übernahmen Klaus Forstmeier in der Innung Landshut und im April 2018 Harald Meier in der Innung Ingolstadt die Verantwortung. In allen vier Innungen hatten die bisherigen Amtsinhaber nicht mehr kandidiert.

„Ich freue mich über die erfolgreiche Nachfolge in unseren Innungen und gratuliere Ihnen herzlich zur Wahl als Obermeisterin und Obermeister“, hieß Christian Kaiser die Neugewählten im Kreise der Kollegen bei der Mitgliederversammlung in Kempten willkommen. „Mit Ihrem neuen Amt haben Sie große Verantwortung übernommen. Ich danke Ihnen, dass Sie sich für dieses Ehrenamt zur Verfügung stellen. Das ist nicht selbstverständlich. Im Landesinnungsverband erfahren Sie jede Unterstützung, die Sie brauchen, um Ihre Aufgaben erfüllen zu können“, so Kaiser weiter.

Dem Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks (LIV) gehören 56 Innungen mit einer Gesamtmitgliederzahl von rund 3500 Friseurbetrieben im Freistaat an. An der Spitze des LIV steht seit Mai 2014 als Landesinnungsmeister der selbstständige Friseurmeister Christian Kaiser aus München. Er wird unterstützt von neun Vorstandsmitgliedern.

 

Ehrenmitglied Fritz Urban verstorben

Friseurmeister Fritz Urban * 29.1.1931 † 2.2.2018

Der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks (LIV) trauert um sein Ehrenmitglied Fritz Urban. Der Marktredwitzer Friseurmeister verstarb am 2. Februar 2018, wenige Tage nach seinem 87. Geburtstag.

Fritz Urban gehörte als Obmann der Arbeitsgemeinschaft der oberfränkischen Friseurinnungen von 1981 bis 1993 dem Vorstand des Landesinnungsverbandes an. Sein ehrenamtliches Engagement für das Friseurhandwerk begann 1965 mit der Wahl in den Vorstand der Innung Wunsiedel. 1970 wurde er Lehrlingswart und 1973 Obermeister seiner Innung. Dieses Amt übte er bis 2009 aus. Besonders am Herzen lag ihm die Ausbildung, Förderung des Berufsnachwuchses und die öffentliche Darstellung des Friseurhandwerks.

Für seine Verdienste wurde er mit den silbernen und goldenen Ehrennadeln des bayerischen Landesinnungsverbandes und des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks ausgezeichnet. Eine besondere Würdigung erfuhr sein ehrenamtliches Engagement 2008 mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.

Der Lebensweg von Fritz Urban wurde durch die Kriegs- und Nachkriegsverhältnisse maßgeblich beeinflusst. Am Endes des 2. Weltkrieges war er als Hauer in der Kohlengrube Nabburg zwangsverpflichtet. Nachdem er bei einem Unglück verschüttet wurde, konnte er seinen Lehrvertrag als Bankkaufmann nicht wie geplant erfüllen. Er orientierte sich daraufhin neu und erlernte von 1946 bis 1948 den Friseurberuf, den er schließlich über 70 Jahre ausüben sollte. Mit 24 Jahren legte er in Weiden die Meisterprüfung ab und übernahm im Dezember 1955 in Marktredwitz einen eigenen Betrieb.

„Wir werden Fritz Urban ein ehrendes Andenken bewahren. In seinem ehrenamtlichen Engagement für unser Friseurhandwerk ist er uns allen ein Vorbild“, gedenkt Landesinnungsmeister Christian Kaiser dem Verstorbenen.

Drei fränkische Friseurinnungen schließen sich zu schlagkräftiger Organisation zusammen

 

Obermeisterin Tanja Arnold-Petter (vorne Mitte) umringt von ihren Stellvertreterinnen und den Vorstandsmitgliedern der neuen Innung für Bamberg, Coburg und Lichtenfels.

Die Friseurinnungen Bamberg, Coburg und Lichtenfels sind zur fünftgrößten Friseurinnung in Bayern fusioniert. „Der Zusammenschluss zeigt, dass unsere bayerische Friseurorganisation mit der Zeit geht und schlagkräftige Einheiten bildet“, erklärt Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Durch die Fusion werden die Kräfte gebündelt, aber die Regionalität bleibt erhalten.“ Die neue Innung tritt nun als gemeinsame Friseurinnung für Bamberg, Coburg und Lichtenfels auf.

Die bisherigen Obermeisterinnen stehen an der Spitze der neuen Friseurinnung. Obermeisterin ist Tanja Arnold-Petter (Bamberg). Ihre drei Stellvertreterinnen stammen aus allen drei Innungen: Karin Eminger (Bamberg), Carmen Schultheiß (Coburg) und Elke Seidel (Lichtenfels).

Die Fusion hat klare Vorteile für die 105 Innungsmitglieder. Die Geschäftsführung liegt jetzt bei der Kreishandwerkerschaft Bamberg mit ihrem Geschäftsführer Assessor Siegfried Dibowski. „So können zum einen die Innungsmitglieder professionell und optimal betreut werden. Zum anderen wird das Ehrenamt von vielen Verwaltungstätigkeiten entlastet, wenn die Innung, anders als bisher in Coburg, von hauptamtlichem Personal unterstützt wird“, führt Landesinnungsmeister Christian Kaiser weiter aus.

„Jetzt hat die Innung die Chance, dass das ehrenamtliche Engagement gefördert wird. Die Bereitschaft zur Übernahme eines Ehrenamtes wird durch den Zusammenschluss gestärkt – die ehrenamtliche Arbeit kann auf mehrere Schultern verteilt werden und wird so für jeden Beteiligten leichter“, so Obermeisterin Tanja Arnold-Petter. „Unsere drei fusionierten Innungen sind auch ein hervorragendes Best-Practice-Beispiel für andere Innungen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.“

Landesinnungsmeister Christian Kaiser sieht die Fusion auch vor dem Hintergrund der Veränderungen im deutschen Friseurmarkt. Immer mehr Kleinstbetriebe im Markt erkennen nicht, wie wichtig eine umfassende fachliche und auch rechtliche Betreuung durch Innung und Fachverband ist, und bleiben leider oft den Innungen fern. Dies hat eine rückläufige Mitgliederzahl bei Innungen zur Folge. „Es zeigt sich, dass für eine schlagkräftige und leistungsstarke Organisation eine engere Zusammenarbeit und damit auch Fusionen erforderlich sind“, so der Landesinnungsmeister.