Corona-Virus: MP Söder Regierungserklärung 20. April 2020 – Lob an das bayerische Friseurhandwerk

Ministerpräsident Söder lobt das bayerische Friseurhandwerk in seiner heutigen Regierungserklärung.

Ministerpräsident Söder lobt das bayerische Friseurhandwerk in seiner heutigen Regierungserklärung.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder lobt in seiner Regierungserklärung am 20. April 2020 die Arbeit des bayerischen Friseurhandwerks. Es war die zweite Regierungserklärung zu Corona.

Der LIV Friseure hat seine Vorschläge für ein Hygiene-Konzept an den Zentralverband eingereicht. „Die genauen Hygieneauflagen werden im Moment auf Bundesebene unter anderem mit der Berufsgenossenschaft erarbeitet“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Wir in Bayern tun alles dafür, dass die Regeln schnellstmöglichst auf den Weg kommen.“

Kaiser weiter: „ Wir bitten unsere bayerischen Mitgliedsbetriebe noch um etwas Geduld. Sobald konkrete Beschlüsse vorliegen, werden wir die Innungen und Mitgliedsbetriebe informieren.“

Corona-Virus: Statement des Landesinnungsmeisters

Landesinnungsmeister Christian Kaiser mahnt zur Zurückhaltung bei der anstehenden Öffnung von Friseursalons in Bayern am 4. Mai 2020. Die Öffnung ist begrüßenswert. Es müssen die anstehenden Hygienekonzepte umgesetzt werden, die derzeit auf Bundesebene erarbeitet werden. Sobald Informationen vorliegen, werden Mitgliedsbetriebe durch die Friseurinnungen und den Landesinnungsverband zeitnah versorgt.

Corona-Virus: Bayerische Friseure dürfen ab 4. Mai öffnen

Ministerpräsident Söder während seiner Pressekonferenz.

Ministerpräsident Söder während seiner Pressekonferenz.

Das bayerische Friseurhandwerk begrüßt ausdrücklich die ersten Lockerungen der Staatsregierung bei den Corona-Beschränkungen in Bayern. So dürfen Friseurbetriebe in Bayern ab 4. Mai wieder öffnen, wenn sie bestimmte Hygiene- und Abstandsregeln einhalten.
„Die genauen Hygieneauflagen werden im Moment auf Bundesebene erarbeitet“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Wir in Bayern tun alles dafür, dass die Regeln schnellstmöglichst auf den Weg kommen und mit den zuständigen Ministerien abgestimmt werden.“ Ministerpräsident Markus Söder wies in der Pressekonferenz am 16. April darauf hin, dass es ein Maskengebot und eine Abstandsregelung in den Salons geben soll. Söder lobte ausdrücklich den bayerischen Landesinnungsverband für eine „Reihe von sehr guten Vorschlägen“.

Neben den ohnehin strengen Hygieneauflagen in Salons soll der Zutritt zu den Friseurbetrieben gesteuert werden, um Warteschlangen zu vermeiden. Zudem soll persönliche Schutzausrüstung eingesetzt werden.
Der LIV ist in Verhandlungen mit Lieferanten von Masken und Desinfektionsmitteln für seine Mitgliedsbetriebe. „Die Wiedereröffnung unserer Mitgliedsbetriebe darf nicht am Material scheitern“, erklärt Landesinnungsmeister Christian Kaiser. Ein erstes Angebot ist an Mitgliedsinnungen und Obermeister bereits verschickt worden.

Corona-Virus: Argumente für Exit-Strategie an Wirtschaftsminister übermittelt

„Wir fordern den Bayerischen Wirtschaftsminister auf, den Landesinnungsverband bei der Erarbeitung einer Exit-Strategie für das bayerische Friseurhandwerk zu beteiligen,“ so Landesinnungsmeister Christian Kaiser

„Wir fordern den Bayerischen Wirtschaftsminister auf, den Landesinnungsverband bei der Erarbeitung einer Exit-Strategie für das bayerische Friseurhandwerk zu beteiligen,“ so Landesinnungsmeister Christian Kaiser

„Wir fordern den Bayerischen Wirtschaftsminister auf, den Landesinnungsverband bei der Erarbeitung einer Exit-Strategie für das bayerische Friseurhandwerk zu beteiligen,“ so Landesinnungsmeister Christian Kaiser zu bevorstehenden Ankündigungen in der Corona-Krise. „Wir haben deshalb dem Wirtschaftsministerium unsere Argumente und Überlegungen einer Exit-Strategie übersandt und hoffen auf eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Friseurhandwerk und Politik.“

„Wir müssen handeln, denn die aktuelle Situation beflügelt die Schwarzarbeit. Die Nachfrage nach Friseurdienstleistungen ist vorhanden“, so Kaiser. Do it yourself (DIY) birgt Gefahren für den bayerischen Verbraucher, wenn Friseurkunden nun zu Drogerieprodukten greifen, die sie sonst nicht anwenden und die damit Allergien auslösen können. Ein weiteres Argument sieht der Landesinnungsverband darin, dass die Friseurdienstleistung zum Wohlbefinden der Menschen beiträgt. Zudem sind Friseurdienstleistungen zum Teil medizinisch notwendig (Perückenversorgung bei Krebspatienten) oder für die psychische Gesundheit wichtig. So müssen geklebte Toupets alle vier Wochen erneuert werden.

Diese Argumente für eine gemeinsame Exit-Strategie und Maßnahmen, die Friseuren ein sicheres Arbeiten mit erhöhten Hygienestandards ermöglichen sollen, wurden dem Wirtschaftsministerium als zuständigem Ministerium übermittelt. „Wir unterstützen die Maßnahmen der bayerischen Politik und sind uns sicher, dass wir mit unseren guten Argumenten auf offene Ohren bei Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger stoßen“, erklärte Landesinnungsmeister Christian Kaiser. Am Mittwochmittag wollen sich die verantwortlichen Politiker zum weiteren Vorgehen in Sachen Corona äußern. 

Corona-Virus: Herr Söder, vermissen Sie Ihren Friseur?

Bei der Online-Veranstaltung CSU-Live am 8. April 2020 beantwortet Ministerpräsident Markus Söder die Frage von LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb: Wie sehr vermissen Sie Ihren Friseur? Interessant auch die Anmerkung von Generalsekretär Markus Blume.

Corona-Virus: Ehrenamtliche Vorstandsarbeit geht virtuell weiter

Erste virtuelle Vorstandssitzung des LIV.

Erste virtuelle Vorstandssitzung des LIV.

Neue Zeiten bringen neue Herausforderungen mit sich. Aufgrund der Corona-Krise hat der Vorstand des Landesinnungsverbandes seine erste Vorstandssitzung im Netz abgehalten. Via Zoom wurden die ehrenamtlichen, über ganz Bayern verteilten Vorstandsmitglieder von der Geschäftsführung zu einem Zoom-Meeting eingeladen und besprachen aktuelle Themen.
„Unsere Vorstandsarbeit geht weiter und ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen, die als Friseurmeisterin und -meister einen eigenen Salon haben, sich für das bayerische Friseurhandwerk in dieser schweren Zeit einzusetzen“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Die Technik macht es möglich, dass wir unser Ehrenamt weiter wahrnehmen und dringende Themen besprechen können.“ Diskutiert wurde unter anderem über den Informationsbedarf der Mitgliedsbetriebe und Strategien für die Wiedereröffnung der Salons.
Nachdem die Mitgliederversammlung Ende April wegen Corona ausfallen muss, werden als nächstes Bezirksversammlungen via Zoom durchgeführt, damit der Informationsfluss gewährleistet ist.

Corona-Virus: Friseurhausbesuch ist untersagt

Hausbesuche von Friseuren sind untersagt.

Hausbesuche von Friseuren sind untersagt.

Auch wenn der Kunde noch so drängt: Mindestens bis 3. April, 24 Uhr, sind in Bayern Friseurdienstleistungen untersagt. Dem LIV kommen Anfragen zu Ohren, dass Kunden auf die Friseure Druck ausüben und um einen Friseurhausbesuch nachfragen. „Das ist eindeutig verboten“, stellt Landesinnungsmeister Christian Kaiser unmissverständlich klar. 

Der geforderte Mindestabstand von 1,5 Metern ist auch zu Hause bei der Friseurdienstleistung nicht einzuhalten. Zudem sind beim Friseurhausbesuch die Hygienestandards weniger kontrollierbar als in einem Salon.

Wer gegen die Allgemeinverfügung der Staatsregierung verstößt, kann mit einer Geldbuße in Höhe bis zu 25.000 Euro belegt werden. Oder es drohen bis zu fünf Jahre Haft, wenn jemand infiziert wird. Im Interesse der Gesundheit aller sollten Verstöße nicht geduldet, sondern zur Anzeige gebracht werden. „Das ist absolut kein Kavaliersdelikt“, so Landesinnungsmeister Kaiser. 

Am Wochenende wurde ein Friseurunternehmer in der Landeshauptstadt München angezeigt. Am Samstag, 21.03.2020, gegen 14 Uhr, teilte ein Zeuge dem Polizeinotruf 110 mit, dass ein Friseurgeschäft im Lehel nach seinem Eindruck geöffnet hätte. Eine Streife überprüfte den Salon und stellte fest, dass tatsächlich Geschäftstätigkeiten stattfanden. In dem Betrieb befanden sich vier Personen (21 bis 50 Jahre alt, einer mit Wohnsitz im Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen und die anderen drei aus München). Allen vier Personen wurde ein Platzverweis erteilt und sie wurden wegen des Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt. 

Corona-Virus: Passierschein zum Download

Ggf. ist ein Passierschein für den Weg zur Arbeit nötig.

Ggf. ist ein Passierschein für den Weg zur Arbeit nötig.

Friseursalons in Bayern sind geschlossen und dennoch sind in den Salons noch Arbeiten zu erledigen, um die Schließung zu kommunizieren und sich auf die Wiedereröffnung vorzubereiten.
Wer Mitarbeiter zu seiner Arbeitsstätte ruft, sollte diese grundsätzlich mit einem Passierschein ausstatten. Der Schein heißt nicht wie bei Asterix Formular A38, sondern im besten Amtsdeutsch: Bescheinigung des Arbeitgebers zum Nachweis der Gestattung des Hin- und Rückwegs zur jeweiligen Arbeitsstätte aufgrund einer verfügten Ausgangssperre nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG).
Wir haben mal eine Vorlage der Handwerkskammer für Unterfranken Download bereitgestellt. Uns ist bisher nichts zu Ohren gekommen, dass so ein Schein wirklich vorgezeigt werden muss, aber sicher ist sicher. Und die selbstständigen Friseure sollten auf dem Weg zum Salon immer ihre Handwerkerkarte dabei haben.

Corona-Virus: Friseure in Bayern müssen schließen – MP verkündet Ausgangsbeschränkung

Ministerpräsident Söder verkündet in Bayern eine Ausgangsbeschränkung.

Ministerpräsident Söder verkündet in Bayern eine Ausgangsbeschränkung.

Update vom 30. März 2020: Ministerpräsident Markus Söder hat die Verlängerung der am 16. und 20. März angeordneten Maßnahmen verkündet. Damit müssen in Bayern Friseurdienstleistungen bis mindestens 19. April 2020 unterbleiben. Dies gilt auch für mobile Friseure und das Reisegewerbe.

In einer Pressekonferenz am Freitag, 12:40 Uhr verkündete Ministerpräsident Markus Söder eine Ausgangsbeschränkung ab Freitag nacht 0 Uhr für 14 Tage. Damit müssen Friseursalons in Bayern geschlossen werden. Auch mobile Friseure fallen unter die Schließung. Weitere Informationen folgen vom LIV.

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Corona-Virus: Wir können das Corona-Virus nicht bekämpfen – Wir müssen lernen mit ihm zu leben!

Landesinnungsmeister Christian Kaiser.

Landesinnungsmeister Christian Kaiser

Landesinnungsmeister Christian Kaiser fasst seine Gedanken am Freitag. (20. März 2020)  morgen zusammen und positioniert sich in der aktuellen Corona-Diskussion. 

Es wird noch lange dauern, bis wirksame Mittel für den Kampf gegen Corona auf dem Markt sind. Und selbst dann wird uns das Virus oder eines seiner Verwandten ohne flächendeckende Impfung wie eine Kinderkrankheit weiterhin begleiten. Es geht derzeit darum, den exponentiellen Anstieg zu verlangsamen. Das Virus ist auch nach Ostern noch sehr aktiv. Wir werden uns FAST ALLE mit höchster Wahrscheinlichkeit irgendwann in diesem Jahr mit Corona infizieren.

Daher begrüße ich die besonnene Entscheidung unserer bayerischen Politik, die Krise mit bereits drastischen Einschnitten in das öffentliche Leben zu bewältigen, ohne aber die Wirtschaft mit noch extremeren Maßnahmen komplett lahm zu legen. Schon jetzt sind die Schäden nicht bezifferbar und werden auch von den nachfolgenden Generationen getragen werden müssen. Der Ausruf einer Notstandssituation ist ein Appell an ALLE – nicht notwendige Sozialkontakte zu vermeiden und im täglichen Leben die vorgegebenen Hygienemaßnahmen einzuhalten. Es ist ein Appell an die Vernunft und an das Verständnis der Bevölkerung. Biergartenbesuche, Corona-Partys oder freigestellte Kinder auf Spielplätzen sind hier nicht zweckgemäß. Wenn die derzeitigen Maßnahmen nicht ausreichend greifen, drohen Ausgangssperren und weitere Einschnitte in den Grundrechten.

Aber wir können uns auch in der zweiten Jahreshälfte mit Corona infizieren oder Viren an Kunden weitergeben. Auch dann werden voraussichtlich Betriebe wieder unter Quarantäne gestellt werden müssen. Die finanziellen Gefahren und massiven Einschnitte werden wir auch im Herbst noch hart zu spüren bekommen.

Wir müssen lernen, mit den bestmöglichen Maßnahmen im privaten und im betrieblichen Bereich zu helfen, die Ansteckungsgefahr zu verlangsamen. Dies dient überwiegend zum Schutz gefährdeter Personengruppen. Aber wir können derzeit damit das Virus nicht verhindern. Wir müssen auch nach einer mehrwöchigen Ausgangssperre mit dem Ansteckungsrisiko leben und weiterarbeiten. Wir können aber nicht die ganze Wirtschaft lahmlegen. Sonst drohen Zustände wie in der Nachkriegszeit.

Das Friseurhandwerk hat wie viele andere Berufe ein gewisses Ansteckungsrisiko. Dieses kann man mit ein paar Vorkehrungen verringern. Wir werden unseren freundlichen Handschlag oder die herzliche Umarmung eines Kunden auch noch nächstes Jahr in Frage stellen müssen. Vielleicht wird auch das Thema Schutzausrüstung und deren Anwendung neu diskutiert. Aber dieses Risiko begleitet uns auch künftig bei jedem Schul-, Kino- oder Biergartenbesuch. Wir können uns jetzt nicht bis zur Fertigstellung eines Impfmittels in häusliche Zwangshaft setzen oder bei jeder Virusgefahr den Nationalen Notstand ausrufen. Wir werden den finanziellen Corona-Schaden nicht erstattet bekommen. Wir alle zahlen den Preis eines Shutdowns.

Wir müssen WEITERLEBEN – nur jetzt mit VERNUNFT und RÜCKSICHTNAHME.

Und wir müssen gemeinsam Lösungen suchen – wie WIR den jetzt entstehenden Schaden in der ZUKUNFT bewältigen können.