Corona-Virus: Schließung oder Nicht-Schließung der Friseursalons

Landesinnungsmeister Christian Kaiser.

Landesinnungsmeister Christian Kaiser.

Landesinnungsmeister Christian Kaiser stellt Fakten zum Thema Corona-Virus und Friseurbetriebe zusammen. Schließung oder Nicht-Schließung der Friseursalons – eine Frage, welche mittlerweile die ganze Nation bewegt.

Sie bewegt, sie polarisiert, sie spaltet, wird vielseitig befürwortet und wiederum stößt sie auch auf Unverständnis und Widerstand. Eine Frage, bei der es am Ende NUR Verlierer gibt.

Der LIV hat das ausführliche Statement von Landesinnungsmeister Christian Kaiser zum Download hier bereitgestellt. Das Originalstatement steht auf der Seite der Friseur-Innung München, dessen Obermeister Christian Kaiser ist. 

 

Corona-Virus: Soforthilfeprogramm kann jetzt beantragt werden

Wirtschaftsminister Aiwanger mit dem Antrag auf Soforthilfe bei der Pressekonferenz am Dienstag, 17. März 2020.

Wirtschaftsminister Aiwanger mit dem Antrag auf Soforthilfe bei der Pressekonferenz am Dienstag, 17. März 2020.

Der Freistaat Bayern hat auf die Sorge vieler Selbstständiger reagiert. Ab sofort stehen die Anträge für die beschlossene Soforthilfe zum Download bereit. Das Soforthilfeprogramm richtet sich an Betriebe, die von der Corona-Krise besonders geschädigt wurden.

Seit heute können sich Kleinunternehmer mit einem „einfachen Formular“ (Söder) an die Behörden wenden, um Soforthilfe zu beantragen. Die Soforthilfe ist gestaffelt nach Betriebsgröße und beträgt zwischen 5.000 Euro und 30.000 Euro.

Anträge können von gewerblichen Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern mit einer Betriebsstätte in Bayern gestellt werden.

„Geschenk ist es nicht, es ist Unterstützung“, sagte Söder, vergleichbar mit den Soforthilfen, die Bayern bei den Flut- und Hochwasserschäden gewährte. Betroffene, denen die Pleite droht, müssten nun nachweisen, „dass es wegen Corona ist“, so Söder weiter.

Der Förderantrag ist als Download auf der Website des Bayerischen Wirtschaftsministeriums sowie auf den Websites der sieben Bezirksregierungen und der Stadt München (= Bewilligungs- und Vollzugsbehörden) abrufbar und online ausfüllbar. Der Link zum Download ist hier

Natürlich gilt: Wer Geld auf der hohen Kante hat, Sparverträge oder ein Aktiendepot besitzt, der muss diese Finanzen erst aufbrauchen, bevor er die Soforthilfe aus dem Härtefall-Fonds Corona beantragen kann. Ist der Betrieb berechtigt, werden die ersten Gelder laut Söder bis Freitag fließen. 

Corona-Virus: Checkliste wenn der Salon schließt …

Ein paar Hinweise, wenn sich der Friseurunternehmer entschließt, seinen Salon in der Krise zu schließen.

Ein paar Hinweise, wenn sich der Friseurunternehmer entschließt, seinen Salon in der Krise zu schließen.

Wenn sich der Friseurunternehmer entschließt, seinen Friseursalon im Zuge der Corona-Krise zu schließen, hat der Landesinnungsverband eine Checkliste für Saloninhaber zusammengestellt. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. 

 

Informieren Sie Ihre Kunden

Der Kunde ist das wichtigste Kapital und der Kunde sollte im Falle einer Schließung nicht überrascht vor verschlossenen Türen stehen. Daher kommunizieren Sie Ihre unternehmerische Entscheidung an den Kunden und bitten Sie um Verständnis. 

 

Aktualisieren Sie Ihre Website

Natürlich schaut eine digitale Generation auf die Website Ihres Salons. Aktualisieren Sie Ihre Website und weisen Sie auf die Schließung hin. 

 

Machen Sie an der Salontür einen Aushang

Ein Schild an der Tür, das Ihre Kunden von der Schließung informiert, sorgt für Klarheit und sollte eine Selbstverständlichkeit sein. 

 

Nutzen Sie das Kurzarbeitergeld

Friseurbetriebe haben die Möglichkeit in der Corona-Krise bei ihrer zuständigen Arbeitsagentur Kurzarbeit zu beantragen. Das ist unkompliziert durch Ausfüllen eines entsprechenden Antrags möglich. Mitarbeiter erhalten dann Kurzarbeitergeld. Ein genaues Vorgehen gibt es für Mitgliedsbetriebe hier

 

Reduzieren Sie die Überstunden der Mitarbeiter

Mancher Mitarbeiter hat im Laufe des Jahres Überstunden angehäuft. Suchen Sie das Gespräch mit dem Mitarbeiter und reduzieren Sie die Überstunden. 

 

Gewähren Sie Urlaubstage

Wenn ein Mitarbeiter Sie um Urlaub bittet, dann gewähren Sie auch kurzfristig Urlaubstage. Manche Mitarbeiter müssen sich um ihre Familie kümmern, ihre Eltern oder ihre Kinder betreuen. 

 

Bieten Sie Ihren Mitarbeitern unbezahlten Urlaub an

Kommunikation mit Mitarbeiter ist in Krisenzeiten besonders wichtig. Sprechen Sie offen mit Ihren Mitarbeitern über die wirtschaftliche Situation. Bieten Sie Ihren Mitarbeitern unbezahlten Urlaub an. 

 

Denken Sie über kurzfristigen Betriebsurlaub nach

Normalerweise muss ein Betriebsurlaub vorher angekündigt werden, aber in Zeiten der Krise ist vieles möglich. Denken Sie daher auch über kurzfristigen Betriebsurlaub nach. 

 

Überprüfen Sie Ihre betrieblichen Kosten

Auch kleine Beträge können sich summieren. Was ist in dieser Situation notwendig, was kann gestrichen werden? 

 

Prüfen Sie Ihre Fälligkeiten bei den Lieferanten

Haben Sie die Kosten im Auge, wann bei Ihren Lieferanten Forderungen anfallen und sprechen Sie mit Ihnen, ob eine Stundung möglich ist. 

 

Prüfen Sie Ihren Kontostand

Sprechen Sie mit Ihrem Kreditinstitut und nutzen Sie die Angebote der KFW und LfA-Förderbank Bayern. Der erste Weg sollte aber zu Ihrem Kreditinstitut führen.  

 

Sprechen Sie offen mit Ihrem Vermieter

Wenn das Gebäude in dem Sie Ihren Salon haben, nicht Ihr Eigentum ist, sondern wenn Sie Mieter sind, dann nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Vermieter auf. Sprechen Sie offen über Ihre Situation, ob ein Aufschub Ihrer Miete möglich ist.

 

Um Liquidität zu behalten, prüfen Sie alle anstehenden Investitionen

Um auf dem neuesten Stand zu bleiben, sind selbstverständlich Investitionen in den Salon wichtig. Doch lassen sich diese Investitionen nicht auf später verschieben? 

 

Beantragen Sie eine Steuerstundung bei Ihrem Finanzamt

Die bayerische Staatsregierung hat erklärt, dass Finanzämter großzügiger bei der Erhebung von Steuer sein werden. Beantragen Sie daher bei Ihrem Finanzamt in Absprache mit Ihrem Steuerberater eine Steuerstundung. Ebenso verhält es sich mit der Gewerbesteuer. 

 

Corona-Chaos – offenes Wort des Landesinnungsmeisters

Landesinnungsmeister Christian Kaiser ist auch Obermeister der Friseurinnung München. Dort gab er folgendes Statement ab. Wir veröffentlichen es zeitlich angepasst:

Landesinnungsmeister Christian Kaiser.

Landesinnungsmeister Christian Kaiser.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

diese außergewöhnlich schwierigen Zeiten sind für uns alle eine Bewährungsprobe und nicht jede Entscheidung seitens der Regierung ist für uns einfach zu tragen. Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Innung München für Friseure und Kosmetiker, wie auch der Landesinnungsverband des bayrischen Friseurhandwerks keinen Einfluss auf Entscheidungen der Regierung hatten.
Der Verband versteht sich als Interessenvertretung seiner Mitglieder und ist somit bemüht, ein Sprachrohr zwischen den Entscheidungsträgern des Landes und den Friseurbetrieben zu sein. Als Sprachrohr geben wir möglichst zeitnah (wie geschehen) Informationen weiter. Leider sind manche Grenzen in diesen turbulenten Zeiten nicht immer sofort und genau abzustecken. Dadurch kam es auch zu einigem Wirrwarr.
Die unternehmerische Entscheidungsfreiheit liegt im Moment bei Ihnen. Sie als Saloninhaber entscheiden selbst, ob Sie Ihren Salon schließen oder nicht.

Die teilweise bösartigen Beschimpfungen, die sich die Mitarbeiter in den Geschäftsstellen anhören mussten, sind daher nicht tragbar.
Ich verstehe Ihre Einwände, den wirtschaftlichen Schaden bei einer Schließung zu bedenken. Ich verstehe aber auch die gesundheitlichen Aspekte, die eine weitere Ausbreitung des Virus mit sich bringt. Beide Szenarien sind in Ihren Auswirkungen für den einzelnen aber auch für die gesamte Weltwirtschaft kaum abschätzbar.

Daher appelliere ich an Sie: Wir sitzen alle in einem Boot! Das Kosmetikstudio, der kleine Friseurbetrieb mit 1-2 Angestellten wie auch der große Betrieb oder Filialen mit 10 und mehr Angestellten.
Die Innung, wie auch der Landesverband sind bemüht, Ihnen schnellstmöglich aktuelle Entscheidungen mitzuteilen. Des weiteren sehen wir unsere Aufgabe in der Aufklärung der rechtlichen Sachlage und der Weitergabe an Informationen wie wir uns im Falle einer vorgeschriebenen Schließung verhalten können und müssen. Unabhängig von der aktuellen Sachlage sollte sich ein Jeder auf weitere politische Maßnahmen wie der gegebenenfalls drohenden Schließung von Betrieben vorbereiten.

Mit der heutigen Pressekonferenz von Ministerpräsident Markus Söder um 12 Uhr erwarten wir neue Informationen.

Bleiben Sie Gesund. Herzlichst grüßend

Ihr Christian Kaiser
Obermeister und Landesinnungsmeister Bayern

Bürokratie-Abbau endlich mit Leben erfüllen

Bürokratie ist ein wahrer Zeitfresser. Foto: Lange

Bürokratie ist ein wahrer Zeitfresser. Foto: Lange

Der erste Schritt ist gemacht, jetzt gilt es konkrete Ergebnisse der Entbürokratisierung vorzuweisen. Die bayerischen Friseure begrüßen die Initiative des bayerischen Handwerks mit der Staatsregierung einen „Pakt für Freiheit“ zu unterschreiben. Damit will der Freistaat Bürokratie reduzieren. 

„Absichtserklärungen sind wichtig, Taten sind wichtiger. Es darf auf keinen Fall bei den Absichtserklärungen bleiben“, kommentiert Landesinnungsmeister Christian Kaiser diese Unterzeichnung. Die Bürokratie sei immer mehr für die  Friseurbetriebe eine Belastung. 

Im November 2019 musste sich der Leiter der bayerischen Staatskanzlei, Dr. Florian Herrmann (CSU), auf einer Versammlung in der Handwerkskammer deutliche Worte vom Friseurhandwerk gefallen lassen. Doris Ortlieb, Geschäftsführerin des Landesinnungsverbandes, verlas damals einen gekürzten Brief einer Friseurmeisterin, die auflistete, wie sie durch die Bürokratisierung in ihrer Unternehmertätigkeit gehemmt wird. „Herr Staatsminister, es reicht – wir wollen endlich Taten sehen“, so Doris Ortlieb damals. Hier das Video:

Nach zweieinhalb Monaten hat nun der Bayerische Handwerkstag den „Pakt für Freiheit“ unterzeichnet, mit dem der Freistaat Bürokratie reduzieren will. Neben einer Verkürzung der Aufbewahrungsfristen für die Unterlagen im Handels- und Steuerrecht schlägt das Handwerk u.a. eine Verbesserung der Abschreibungsbedingungen für digitale Innovationsgüter und geringwertige Wirtschaftsgüter sowie eine Anhebung der Umsatzgrenze der Ist-Besteuerung auf 600.000 Euro vor.

„Die Forderungen sind wichtig und richtig, aber es muss mehr sein“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser weiter. „Viele Kleinigkeiten fressen die wertvolle Arbeitszeit des Friseurunternehmens. Daher fordert das Friseurhandwerk das Reduzieren der bürokratischen Belastungen beispielsweise bei  Gefährdungsbeurteilung, Aufzeichnungspflichten bei Minijobbern, Mitwirkungspflicht bei der amtlichen Statistik, Arbeitsbescheinigungen für arbeitslose Ex-Mitarbeiter, Aufbewahrung elektronischer Rechnungen, Überprüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel, Bescheinigungen für die Kindergeldkasse, Urlaubskürzung für die Elternzeit, Datensicherung und 10jährige Aufbewahrungspflicht, Feuerlöscherprüfung, Ersthelferschulung, Kassenführung und Datenschutzgrundverordnung. Und dies sind nur ein paar Beispiele.

„Es darf nicht bei der Initiative bleiben, sondern sie muss mit Leben erfüllt werden. Wir brauchen pragmatische Lösungen, die unsere Betriebe spürbar entlasten“, so Friseurmeister Christian Kaiser. „Es hat schon einige Initiativen zum Bürokratieabbau auf verschiedenen politischen Ebenen gegeben. Gefühlt ist davon aber bei den Betrieben so gut wie nichts angekommen. Die Verbesserungsvorschläge der Wirtschaft müssen diesmal ernst genommen werden“, sagt der BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl.

 

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Unternehmen für das „Land des Handwerks“ gesucht

Besuch der Bundeskanzlerin auf dem „Land des Handwerks“ 2019. Im Bild (von links): Tischlermeisterin Johanna Röh, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks. Foto: ZDH/Ortrud Stegner

Das „Land des Handwerks” auf der Internationalen Handwerksmesse präsentiert Unternehmen, die für das herausragende Können des deutschen Handwerks stehen.

Ab sofort können sich Handwerksunternehmen für einen Platz auf dem Gemeinschaftsstand „Land des Handwerks” in Halle C2 auf der Internationalen Handwerksmesse (IHM) vom 11. bis 15. März 2020 in München bewerben. Auch Kammern, Innungen und weitere Handwerksorganisationen sind aufgerufen, Vorschläge einzureichen und herausragende Betriebe aus ihrem Bereich zu nominieren.

Internationale Handwerksmesse macht Imagekampagne hautnah erlebbar

Der Gemeinschaftsstand steht diesmal unter dem Messemotto der IHM 2020: „Wir wissen, was wir tun. Für uns. Für alle. Für die Zukunft.”, das gleichlautend ist mit dem Leitgedanken der Imagekampagne des Handwerks 2020. Auf dem „Land des Handwerks“ auf der Internationalen Handwerksmesse in München wird es zum Leben erweckt und für alle Besucher hautnah erlebbar. Denn dort zeigen außergewöhnliche Unternehmen ihr herausragendes Können, ihre Leidenschaft für ihren Beruf und natürlich ihr Handwerk.

Für Politiker, Journalisten, Wirtschaftsvertreter und viele weitere Messegäste ist das „Land des Handwerks“ feste Anlaufstelle bei ihrem Besuch auf der IHM. Auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel war in den vergangenen Jahren im Rahmen ihres Messerundgangs bei ausgewählten Ausstellern des Gemeinschaftsstands zu Gast. Zudem findet dort die Pressekonferenz zum Münchener Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft statt.

Bewerbungsfrist endet am 31. Oktober 2019

Bis Donnerstag, 31. Oktober 2019, können sich Unternehmen für einen Platz auf dem „Land des Handwerks“ anmelden. Auch Handwerkskammern und Verbände, unter deren Banner sich dann das jeweilige Unternehmen präsentiert, sind aufgerufen, bis Ende Oktober ihre Vorschläge einzureichen. Als Messeorganisation des Handwerks fördert die GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH eine Beteiligung auf dem „Land des Handwerks“. Ansprechpartnerin für Fragen ist Cornelia Lutz, Projektleiterin der Internationalen Handwerksmesse, T +49 89 189 149 110. Mehr Informationen unter www.ihm.de/land-des-handwerks.

Zehn Unternehmen für das „Land des Handwerks“ im März 2020

Bis zu zehn Unternehmen finden auf dem „Land des Handwerks“ in Halle C2 auf der Internationalen Handwerksmesse Platz. Die Messe findet vom 11. bis 15. März 2020 auf dem Messegelände München statt.

Friseurberuf widersetzt sich Klischeedenken

Der Friseurberuf verändert das klassische Rollenverhalten und wendet sich gegen Klischees. Bei vielen Ausbildungsberufen herrschen immer noch die klassischen Rollenbilder vor. Eine Ausnahme ist der Friseurberuf. 

Wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag mitteilt, wurden die beliebtesten Ausbildungsberufe für die Jahre 2016 bis 2018 ausgewertet. Dabei stellte sich heraus: Die Berufswahl von Buben und Mädchen ändert sich nur langsam, relevante Veränderungen gibt es nur in jeweils zwei Berufen. Während mehr Mädchen Fachinformatiker oder Kraftfahrzeugmechatroniker werden wollen, stieg bei den Buben das Interesse an den Berufen des Zahnmedizinischen Fachangestellten und des Friseurs.

„Es freut uns, dass das Friseurhandwerk hier mit an der Spitze einer Veränderung steht. Jugendliche folgen auch heute noch zu oft Geschlechterklischees und schränken damit ihre Berufswahl ein. Das ist beim Friseurhandwerk anders“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Unser Handwerk ist ideal für junge Menschen, um ihre Talente und Potenziale zu entfalten und einen Beruf zu finden, der wirklich zu ihren individuellen Stärken und Interessen passt.“ 

Wer will schon als Friseur in die Röhre schauen?

Kopfschütteln bei Bayerns Friseuren: Wer will schon als kreativer Mensch den ganzen Tag in die Röhre schauen?

Mit Kopfschütteln reagieren die bayerischen Friseure auf eine Werbekampagne der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG. Das Unternehmen der Stadtwerke München plakatiert im U-Bahn-Bereich der Landeshauptstadt einen Aufruf zum Jobtausch für Friseure.

„Tausche Kamm & Schere gegen Fahrersitz“, heißt es in dem Plakat. „Glauben die Verantwortlichen wirklich, dass sich ein Friseur mit so einer plumpen Ansprache locken lässt? Schließlich hat er sich bewusst für einen kreativen Beruf entschieden“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Warum soll ich als Friseur die Monotonie eines U-Bahn-Fahrers wählen, wenn ich Schönheit und Kreativität im Beruf haben und mich selbst verwirklichen kann? Wer will schon dauernd in die Röhre schauen?“

Zudem wird durch die Digitalisierung der U-Bahn-Fahrer ersetzt, wie die fahrerlosen U-Bahnen in Nürnberg bereits zeigen. Der Friseurberuf hat dagegen Bestand, denn er arbeitet am Menschen und ist nicht zu ersetzen.

Wahlaufruf zur Europawahl: „Wir Friseure stehen für Europa ein“

An der LIV-Geschäftsstelle hängt die Europa-Fahne Ja zu Europa.

An der LIV-Geschäftsstelle hängt die Europa-Fahne – Ja zu Europa.

„Ich bitte Sie als Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks am 26. Mai bei der Europawahl Ihre Stimme für ein demokratisches und freies Europa abzugeben.“ Landesinnungsmeister Christian Kaiser ruft alle bayerischen Friseure auf, an der anstehenden Europawahl teilzunehmen und demokratisch zu wählen. „Nur wenn wir uns zu einem gemeinsamen starken Europa bekennen, dann werden wir Freiheit und Frieden für uns und unsere Kinder fortsetzen können.“

Damit schließt sich Kaiser für den Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks dem Wahlaufruf des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks ZDH an. „Wir Friseure stehen für Europa ein und in unseren Salon praktizieren wir ein gemeinschaftliches Europa. Ein Europa der Völkerverständigung, denn dies ist unsere gemeinsame Zukunft. Geben Sie Extremisten und Nationalisten keine Chance bei der anstehenden Wahl“, so Kaiser weiter.

Die Europäische Union steht für fast 70 Jahre Frieden. Als größter demokratischer Freiheits-, Rechts-, Wirtschafts- und Wohlstandsraum der Welt mit hoher sozialer Verantwortung ist Europa Teil unserer Identität. Bei der Wahl zum Europäischen Parlament am 26. Mai geht es um die Zukunft Europas. „Deshalb rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen“, so Kaiser. Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft setzen sich mit großer Leidenschaft für die europäische Integration und die Beteiligung an der Europawahl. Ihren gemeinsamen Aufruf stellen sie unter das Motto: „WIRtschaft für Europa“.

Auf die großen globalen Herausforderungen von heute brauchen wir europäische Antworten. Nur eine geschlossene und handlungsfähige EU ist in der Lage, auf Augenhöhe mit anderen Weltmächten zu verhandeln und die uns verbindenden Werte und wirtschaftlichen Interessen zu verteidigen. Jeder einzelne Mitgliedstaat, auch Deutschland, ist für sich genommen zu klein.

„Am 26. Mai müssen die Weichen für ein starkes Europa gestellt werden. Unsere Unternehmen und ihre Beschäftigten erwarten von der Politik vollen Einsatz für die europäische Integration“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser in seinem Aufruf.

 

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Die neue LIV direkt ist da

Die Januar-Ausgabe der LIV direkt ist da und wurde an die Mitgliedsbetriebe verschickt. Mit ihr erhalten die Innungsmitglieder auch den Fensteraufklerber „Mitglied der Friseurinnung 2019“ und die Jahresmarke für den Mitgliedsausweis. Außerdem liegt ein Infoflyer zum Unternehmertraining 2019 bei, das der Landesinnungsverband in Kooperation mit Schaefer + Partner Consulting anbietet.

Einige Mitglieder waren besonders schnell beim Lesen und wollten gleich auf das Musterschreiben zur Elternzeit im passwortgeschützten Mitgliederbereich zugreifen. Durch ein Versehen war dies noch nicht freigeschaltet, wir bitten dies zu entschuldigen. Der Fehler ist jetzt behoben.