Corona-Virus: Die wichtigsten Unterlagen im Überblick

Corona: Hygienekonzept in den Friseursalons überzeugt

Das Hygienekonzept in den Friseursalons funktioniert und ist nachhaltig. Zu diesem Schluss kommt Landesinnungsmeister Christian Kaiser im Hinblick auf die jüngst veröffentlichten Zahlen der Berufsgenossenschaft BGW. 

Von Friseuren wurden der BGW bisher nur zwei Verdachtsfälle gemeldet, wobei sich einer davon bestätigt hat. Bei dem anderen war das Testergebnis negativ. Nach BGW-Erkenntnissen hat die Erkrankung einen milden Verlauf genommen. Eine Ansteckungsgefahr in einem Friseursalon ist bei Einhaltung der Hygieneregeln daher minimal. 

„Wir führen dieses erfreuliche Ergebnis darauf zurück, dass die notwendigen Hygienemaßnahmen in den Friseursalons ergriffen worden sind – gelungene Prävention also“, so ein BGW-Sprecher. 

„Ich appelliere an unsere bayerischen Friseurinnen und Friseure nicht nachzulassen und sich gemeinsam in der Pandemie zu schützen. Die Gefahr durch COVID-19 ist noch lange nicht gebannt. Gerade jetzt, wo viele Kundinnen und Kunden aus dem Urlaub zurückkehren, gilt es, noch mehr auf das Einhalten der Hygieneregeln zu achten“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. Er verweist auf die Kampagne #friseuregegencorona. „Schließen Sie sich der Aktion #friseuregegencorona an. Werden Sie Hygiene-Botschafter. Klären Sie Ihre Kunden auf, warum die Schutzmaßnahmen so wichtig sind. Mit kostenlosen Druckvorlagen für Aufkleber, Buttons und Flyer können Sie jetzt auf die Aktion aufmerksam machen“, so Kaiser weiter. Das kostenlose Material kann über die Website des Zentralverbandes geladen werden. 

Bayerische Friseure unterstützen die Corona-Warn-App

„Bitte installieren Sie sich die Corona-Warn-App auf Ihrem Smartphone“, Mit diesen Worten ruft Landesinnungsmeister Christian Kaiser die bayerischen Friseure zur Installation der Corona-Warn-App auf. Die App wurde schon über 12,2 Millionen Mal geladen und ist Teil der bundesweiten Strategie gegen Corona.

„Wir Friseure sollten mit gutem Beispiel vorangehen“, so Kaiser weiter. Gerade das Hygienekonzept der bayerischen Friseursalons wird von allen Seiten als vorbildlich gelobt. „Und hier gehört die freiwillige Nutzung der Corona-Warn-App einfach dazu“, so Kaiser weiter. „Friseursalons haben einen enormen Kundenverkehr und es ist daher ein Akt der Solidarität. Das gemeinsame Zusammenwirken kann bedeuten, dass wir die Infektionswege nachvollziehen und eine zweite Infektionswelle verhindern können.“ Kaiser weiter: „Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und gehen Sie mit gutem Beispiel als Unternehmerin und Unternehmer voran.“ Wichtig: Anordnen können Arbeitgeber die Installation aber nicht, alles beruht auf Freiwilligkeit. Dabei ist der Datenschutz immer gewährleistet. Entsprechende Dokumentationen liegen öffentlich einsehbar vor.

Der Landesinnungsverband ruft seine Mitglieder auf, die App zu installieren. Die App ist ein hilfreiches Werkzeug, eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern. „Wie erfolgreich die App am Ende ist, hängt aber maßgeblich davon ab, wie viele Menschen von der freiwilligen Nutzung Gebrauch machen“, so Kaiser weiter. „Daher sind wir Friseure auf jeden Fall dabei“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser.

Die App gibt es ab iPhone 6 hier und Google Android 6 hier. Installieren Sie die App ausschließlich von den offiziellen Stores von Apple und Google.

Corona-Virus: Die wichtigsten Unterlagen im Überblick

Seit 4. Mai dürfen Friseursalons in Bayern nach über sechswöchiger Schließung wieder öffnen. Voraussetzung dafür ist ein umfassendes Schutz- und Hygienekonzept des jeweiligen Salons.

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks, die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege sowie der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks haben für die Betriebe die wichtigsten Informationen aufbereitet und eine Vielzahl von Unterlagen erstellt. Die nachfolgende Auflistung gibt einen schnellen Überblick und erleichtert das Auffinden:

Innungsmitgliedern stehen im passwortgeschützten Mitgliederbereich außerdem zur Verfügung:

  • Muster für Anwesenheitsdokumentation der Kunden
  • Kundeninformation zur Datenerhebung
  • Muster für Infektionsnotfallplan

Bleiben Sie gesund!

Corona-Virus: BGW veröffentlicht FAQs

Viele Fragen zu den neuen Arbeitsschutzstandards für das Friseurhandwerk sind in den vergangenen Tagen per Mail beim Landesinnungsverband eingegangen. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege BGW hat die häufigsten aufgegriffen und die Antworten dazu auf ihrer Website veröffentlicht. Sie sind hier zu finden.

Sie sind Innungsmitglied in Bayern und haben eine Frage, die bei den FAQs fehlt und die Sie noch nicht eingereicht haben? Dann senden Sie diese an corona@friseurebayern.de

Corona-Virus: Das müssen Friseure zur Wiedereröffnung wissen

 

Am heutigen Mittwoch veröffentlichte die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege BGW das klare Regelwerk für Friseure, die ihren Salon ab 4. Mai öffnen wollen. Dieses Konzept wurde abgestimmt zwischen dem Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks und der BGW und ist nun offiziell. „Das Warten hat ein Ende und wir sind froh, dass unsere Salons unter Auflagen bald wieder arbeiten können“, stellt Landesinnungsmeister Christian Kaiser fest.

Das Dokument regelt in 17 Punkten unter anderem die Organisation der Tätigkeiten im Salon, besondere Infektionsschutzmaßnahmen, den Zutritt der Kunden zum Salon, persönliche Schutzausrüstung, Schutzabstände sowie Reinigung und Desinfektion. „Ich fordere die bayerischen Friseure auf, sich an die Vorgaben zu halten, damit die Sicherheit für Kunden und Mitarbeiter in der Corona-Krise gewährleistet ist“, so Kaiser.

Aktuell liegt das Papier zur Prüfung und weiteren Abstimmung bei den zuständigen bayerischen Ministerien. Da die Betroffenheit von Corona in den Ländern unterschiedlich ist, ist nicht auszuschließen, dass der Freistaat Bayern abweichende Schutzmaßnahmen für erforderlich hält.

Fragen von Innungsmitgliedern, die sich bei der Umsetzung der Arbeitsschutzstandards ergeben, sammelt der Landesinnungsverband unter der Mailadresse corona@friseurebayern.de und wird diese in gesonderten FAQs beantworten.

Corona-Virus: Re-Start der Friseure in Bayern

Seit 10 Uhr tagt das Bayerische Kabinett, um für den Freistaat den Zeitplan für den Weg aus dem Corona-Ausnahmezustand festzulegen. Ministerpräsident Söder hatte am Mittwochabend in Berlin nach der Bund-Länder-Konferenz erklärt, dass Bayern vom verkündeten Zeitplan in einigen Punkten abweichen werde. Daher ist der Termin für den Re-Start der Friseure in Bayern erst nach der heute für 12.30 Uhr angekündigten Pressekonferenz bekannt.

Der Landesinnungsverband hat bereits vor Ostern dem Bayerischen Wirtschaftsministerium Vorschläge für die Exit-Strategie des Friseurhandwerks unterbreitet. Seit gestern Abend gibt es nun auch ein weiteres Positionspapier des Zentralverbandes. Dieses schlägt ein Bündel von Maßnahmen vor, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Das Positionspapier kann als Anhaltspunkt für die zu erwartenden Auflagen an die Mitgliedsbetriebe weitergegeben werden. Das letzte Wort hat allerdings auch hier die Politik.

Corona-Virus: BGW sagt Unternehmerschulungen ab

Aufgrund der Corona-Pandemie und der verhängten Kontaktsperre hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) die Schulungen im Rahmen der alternativen Betreuung bis vorerst 1. Juni 2020 abgesagt. Kein Unternehmen hat Nachteile in Bezug auf die in den Anschreiben der BGW gesetzten Fristen, wenn Schulungstermine wegen der Ansteckungsgefahr durch Corona abgesagt werden müssen. Es werden auf jeden Fall auch spätere Nachholtermine akzeptiert, und im Sinne einer weiteren aktiven Teilnahme an der Alternativen Betreuung gewertet.

Corona-Virus: Landesinnungsmeister zur Ausgangsbeschränkung

Der Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks Christian Kaiser am 21. März 2020 zur Ausgangsbeschränkung in Bayern und die Folgen für das Friseurhandwerk.

Christian

Corona-Virus: Handlungsempfehlungen in und nach der Krise

Die Corona-Krise lehrt uns, dass wir noch mehr als bisher klare Regeln im Salon mit den Mitarbeitern und im Umgang mit den Kunden brauchen. Der LIV hat sich bei Mitgliedsbetrieben umgehört. Wir haben Anregungen gesammelt und als Handlungsempfehlungen für bayerische Salons aufbereitet. Diese gelten nicht nur für Corona, sondern auch für andere ansteckende Krankheiten wie Noro. Überprüfen Sie bitte, ob die eine oder andere praktische Handlungsempfehlung für Sie umsetzbar ist.

 

Gegenüber dem Kunden: 

Verzichtet Sie auf den nett gemeinten Handschlag und die freundliche Umarmung bei der Begrüßung. Dafür empfangen Sie Ihre Kunden sehr gerne im Salon mit einem netten Lächeln und weisen auch darauf hin.

Händewaschen ist auch für den Kunden unverzichtbar. Bitten Sie die Kunden, die Toilette zu besuchen und sich die Hände zu waschen. Weisen Sie auch auf den Desinfektionsspender hin. 

Klare, aber freundliche Nachfrage an den Kunden. Wenn sich der Kunde vor Kurzem in einem Risikogebiet aufgehalten hat oder körperlichen Kontakt zu infizierten Personen hatte, bitten Sie ihn freundlich den Termin vorerst zu stornieren. Vereinbaren Sie einen späteren Termin mit ihm. 

Klare Botschaft an der Eingangstür und der Website des Salons nach dem Motto: „Bitte tun Sie uns den Gefallen, und bleiben Sie zu Hause, wenn Sie grippeähnliche Symptome haben. Kommen Sie nicht krank zu Ihrem Friseurtermin. Seien Sie bitte nicht leichtsinnig, denn es geht um unser aller Gesundheit! Sagen Sie im Zweifel Ihren Termin bitte lieber rechtzeitig ab!“

Bei der Terminvereinbarung bitten Sie im Interesse aller Kunden und Mitarbeiter, möglichst keine zusätzlichen Begleitpersonen mitzubringen. „Kommen Sie wenn möglich allein.“

Überprüfen Sie Ihr Angebot an Friseurdienstleistungen. Vielleicht schneiden Sie bis auf Weiteres keine Bärte mehr und verzichten aufs Rasieren sowie auf kosmetische Behandlungen, wie Wimpernfarbe und Augenbrauen zupfen. Streichen Sie Trockenhaarschnitte aus Ihrem Angebot. 

Bitten Sie Ihre Kunden um feste Terminvereinbarungen und bitten Sie Ihre Kunden pünktlich, aber max. 15 Minuten vor dem Termin zu erscheinen. Damit können Sie einen Stau im Salon vermeiden. 

Kunden hängen bitte ihre Jacken selbstständig in die Garderobe und nehmen diese auch selbstständig wieder ab.

 

Empfehlungen für den Salon und die Mitarbeiter

Reduzieren Sie Ihren Wartebereich. Ordnen Sie Stühle so an, dass der empfohlene Abstand von 1,5 bis 2 Metern eingehalten wird.

Bestellen Sie Desinfektionsmittel. Auch wenn es jetzt nur eingeschränkt lieferbar ist, sind Sie dann bei der Lieferung vorne mit dabei. Die Firmen produzieren auf Hochtouren. 

Erstellen Sie für Ihren Salon einen verbindlichen Hygiene- und Desinfektionsplan und schulen Sie Ihre Mitarbeiter entsprechend.

Reinigen und desinfizieren Sie nicht nur Kämme, Werkzeuge und Maschinen, sondern auch die Ablageflächen, Nackenauflagen am Waschbecken usw.

Suchen Sie das Gespräch mit Mitarbeitern, die einer Risikogruppe angehören, um eine für sie passende, flexible Lösung zu erarbeiten. 

Führen Sie reduzierte Arbeitszeiten in besonders ansteckungskritischen Zeiten ein, um ausreichend Zeit für Desinfektion und Reinigung zu haben.

Vermeiden Sie gemeinsame Pausen der Mitarbeiter.

Bei Teambesprechungen muss auch der empfohlene Abstand von 1,5 bis 2 Metern eingehalten werden.