Hier gilt die Testpflicht beim Friseur nicht

Vollständige Geimpfte benötigen für den Friseurbesuch keinen negativen Coronatest.

Mit der Aktualisierung der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung am 5. Mai hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege weitere Ausnahmen von der Testpflicht vor dem Friseurbesuch geschaffen. Für folgende Personengruppen ist der Friseurbesuch ohne Nachweis eines negativen Coronatests möglich:

  • vollständig gegen COVID-19 Geimpfte
  • genesene Personen
  • Kinder bis zum sechsten Geburtstag

Als vollständig Geimpfte gelten Personen, bei denen seit der abschließenden Impfung mindestens 14 Tage vergangen sind und die über einen entsprechenden Impfnachweis verfügen (§ 1 a Abs. 1 Ziff. 1 12. BayIfSMV).

Als genesene Person gilt, wer eine vorherige Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachweisen kann. Die zugrundeliegende Testung muss mittels PCR-Verfahren erfolgt sein und diese muss mindestens 28 Tage, höchstens aber sechs Monate zurückliegen. Die Person darf keine typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 aufweisen und es darf keine aktuelle Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen sein (§ 1 a Abs. 1 Ziff. 2 12. BayIfSMV).

Liegt in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz fünf Tage in Folge unter 100, entfällt ab dem übernächsten Tag für alle Friseurkunden der vorherige Coronatest. Maßgebend ist die entsprechende Bekanntmachung der Kreisverwaltungsbehörde.

Besteht eine Testpflicht, wird diese durch die Vorlage eines negativen Ergebnisses eines vor höchstens 24 Stunden vorgenommenen PCR-Tests, POC-Antigentests oder Selbsttests auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 erfüllt. Selbsttests gibt es derzeit für die Probenentnahme aus dem vorderen Nasenbereich, als Gurgel- und Spucktests. Sie müssen vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte BfArM zugelassen sein und vor Ort, also beim Friseur bzw. vor dem Salon, unter Aufsicht durchgeführt werden.

In 5 Regionen gilt Notbremse derzeit nicht

In der Stadt Bamberg benötigen Friseurkunden kein negatives Testergebnis

Nicht überall in Bayern benötigen Friseurkunden einen negativen Corona-Test. In den Landkreisen

  • Ebersberg
  • Garmisch-Partenkirchen
  • Kitzingen
  • Tirschenreuth und der
  • Stadt Bamberg

hat die 7-Tage-Inzidenz den Wert von 100 nicht an drei aufeinanderfolgenden Tagen (20. bis 22. April 2021) überschritten. Friseurbesuche sind dort vorerst ohne negativen Corona-Test möglich und für die Beschäftigten in den Salons genügen medizinische Masken.

In allen anderen Landkreisen und kreisfreien Städten hat die 7-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten. Dort gelten verschärfte Regelungen für den Friseurbesuch. Kunden müssen ein negatives Testergebnis (höchstens 24 Stunden zurückliegender PCR-Test, Antigen-Schnelltest oder Selbsttest unter Aufsicht) vorweisen können. Darüber hinaus besteht auch für das Personal eine FFP2-Maskenpflicht.

Die Festlegung erfolgte heute, 23. April durch das Bayerische Gesundheitsministerium in der Bekanntmachung über den Geltungsbereich der inzidenzabhängigen Regelungen.

Klarstellung: Aktuell benötigen bayerische Friseurkunden keinen negativen Coronatest

Aktuell (Stand 14.4.21) benötigen Friseurkunden in Bayern keinen negativen Coronatest

“Aktuell benötigen Kunden keinen negativen Coronatest, um in Bayern Friseurdienstleistungen in Anspruch nehmen zu können”, stellt Landesinnungsmeister Christian Kaiser eindeutig klar. Dies gilt unabhängig von der regionalen 7-Tage-Inzidenz.

Die mediale Berichterstattung über die geplante “Bundes-Notbremse” führt im Moment zu großer Verwirrung bei bayerischen Friseuren und Kunden. 

Bayerische Innungen und Landesinnungsverband werden mit Anrufen und Nachfragen überschwemmt, weil viele Friseurkunden verunsichert sind. “Wir wollen allen Beteiligten Rechtssicherheit geben und haben uns daher zu dieser aktuellen Klarstellung am heutigen Mittwoch, 14. April, entschlossen”, so Kaiser. 

Innenministerium: Friseure bleiben geöffnet

Die aktuellen Corona-Regeln sehen für verschiedene Bereiche des öffentlichen Lebens bei steigender 7-Tage-Inzidenz schrittweise Einschränkungen vor. Dabei ist es nicht immer einfach, als Unternehmer oder Kunde den Überblick zu behalten, was unter welchen Bedingungen gilt. Hier helfen zwei Abbildungen des Bayerischen Innenministeriums weiter, mit denen das Stufenmodell bis 11. April und ab 11. April veranschaulicht wird. Aus beiden Grafiken wird deutlich:

Die bayerischen Friseursalons bleiben unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz geöffnet.

So ist es in der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung festgelegt, die zunächst bis 18. April gilt.

Schutz für Kunden und Mitarbeiter in Bayerns Friseursalons weiter erhöht

Mit noch höheren Arbeitsschutz- und Hygieneauflagen als im vergangenen Jahr dürfen bayerischen Friseure am 1. März nach fast 11 Wochen Lockdown wieder ihre Kunden bedienen. Zur Sicherheit von Kunden und Mitarbeitern gelten nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und dem aktualisierten SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk unter anderem folgende Regelungen:

  • Personal muss mindestens medizinische Gesichtsmasken (OP-Masken) tragen
  • Kunden müssen FFP2-Masken tragen
  • Steuerung des Salonzutritts durch vorherige Terminreservierung zwingend erforderlich
  • Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden
  • Mindestfläche von 10 Quadratmetern pro Person
  • schriftliches Schutz- und Hygienekonzept

Die Ergebnisse einer Untersuchung der TU Berlin bestätigen ein ausgesprochen geringes Ansteckungsrisiko beim Friseurbesuch. Dies unterstreichen auch die aktuellen Zahlen der Berufsgenossenschaft BGW. Stand 29.1.2021 lagen der BGW für den gesamten Zeitraum seit Beginn der Pandemie aus dem deutschen Friseurhandwerk 22 Meldungen von Berufskrankheitsverdachtsfällen aufgrund von Covid-19 vor. Von diesen 22 Fällen waren 14 mit Testung, davon 13 positiv und 1 negativ, keine Todesfälle. Und das bei ca. 80.000 Betrieben mit rund 240.000 Beschäftigten und geschätzt 700.000 Kunden pro Tag.

Das folgende Video erklärt die wichtigsten Regeln für Kunden und Mitarbeiter, damit auch künftig für den Friseurbesuch gilt: sicher, gepflegt, schön. Es handelt sich um ein bundesweites Video. In Bayern gelten höhere Anforderungen, hier müssen Kunden FFP2-Masken tragen.

 

LIV meldet Erfolg: Keine FFP2-Maskenpflicht für bayerische Friseure

FFP2-Masken sind für Friseure nicht verpflichtend

Die Überzeugungsarbeit des Landesinnungsverband hat gewirkt. In der aktualisierten Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gibt es keine FFP2-Maskenpflicht für bayerische Friseure. „Unsere Arbeit hat sich ausgezahlt. Das ist ein großer Erfolg für die ganze Branche“, so Landesinnungmeister Christian Kaiser. „Viele Gespräche, Briefe und Aktionen von unserer Seite haben zu diesem Erfolg geführt. Das zeigt, wie wichtig gemeinsame Arbeit und Vernetzung innerhalb des Friseurorganisation ist. Damit haben wir für alle bayerischen Friseurunternehmer und ihre Beschäftigten eine große Erleichterung für die Wiedereröffnung am 1. März erreicht.“

Abweichend vom Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk hatte die bayerische Staatsregierung verpflichtend FFP2-Masken für die Beschäftigten vorgesehen. Nach schneller Intervention des LIV wurde dies nun für die Verordnung gestrichen. Jetzt gilt: Der Kunde muss eine FFP2-Maske tragen, der Friseur darf grundsätzlich mit einer medizinischen Maske arbeiten. Die entspricht auch der geltenden Regelung im Handel.

“Wir danken allen Mitgliedsbetrieben für ihre Unterstützung. Als mitgliederfinanzierte Organisation ist der Landesinnungsverband nur so stark wie seine Basis. Mit dem heutigen Erfolg haben wir unsere Schlagkraft erneut unter Beweis gestellt,” so Landesinnungsmeister Christian Kaiser.

Neuer SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard veröffentlicht

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk aktualisiert. Dies war notwendig, um die Vorgaben aus der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung vom 21. Januar 2021 umzusetzen. Die neuen Vorgaben können hier heruntergeladen werden.

Die wichtigsten Änderungen sind:

  • Eine Mindestfläche von 10 Quadratmetern pro Person darf nicht unterschritten werden, befinden sich mehrere Personen im Raum. 
  • Pausenräume müssen durchgängig gelüftet werden, wenn sich mehrere Personen darin aufhalten.
  • Beschäftigte tragen immer mindestens Mund-Nasen-Schutz (medizinische Gesichtsmaske), auch bei Hausbesuchen.
  • Für Kundinnen und Kunden gilt die vorgeschriebene Bedeckung von Mund und Nase nach den jeweiligen Verordnungen der Länder.
  • Die Verwendung von FFP2-Masken beim Bedienen von Kundinnen und Kunden, die keine vorgeschriebene Bedeckung von Mund und Nase tragen können, ist präzisiert.

Wir gehen davon aus, dass die BGW in den nächsten Tagen aktualisierte FAQs zum neuen Arbeitsschutzstandard online stellen wird.

Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk aktualisiert

Die BGW hat ihren branchenspezifischen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk auf Basis der Entwicklungen und Erfahrungen der vergangenen Monate überarbeitet. In der aktuellen Fassung vom 30.12.2020 wird unter anderem das Thema Lüftung ausführlicher behandelt als zuvor. Zusätzliche Erläuterungen und kleine Anpassungen gibt es aber auch in den übrigen Abschnitten. Beispielsweise wird hervorgehoben, dass der grundsätzliche Mindestabstand von 1,5 Metern weiterhin auch für den Kontakt der Beschäftigten untereinander gilt.

Zu finden ist die aktuelle Fassung des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards für das Friseurhandwerk unter www.bgw-online.de/corona-schutz-friseure. Ebenso gibt es dort weitere Arbeitshilfen und eine FAQ-Liste zum Thema.

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat mit rund 400 Betriebsbesuchen in Friseursalons die Umsetzung ihres Corona-Arbeitsschutzstandards für die Branche überprüft. Sie kommt zu einem positiven Ergebnis: Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk wurde insgesamt zu über 90 Prozent in den besuchten Salons umgesetzt. Inhaltlich ging es bei der Überprüfung unter anderem um ausreichende Schutzabstände, die Lüftung und das Tragen von Mund-Nasen- Bedeckungen.

Bundesweiter Lockdown und erste Maßnahmen

Am heutigen Sonntag haben sich Bund und Länder auf einen zweiten harten Lockdown ab Mittwoch, 16. Dezember geeinigt und auch die Friseursalons müssen schließen. Erste wichtige Informationen erhalten unsere Mitgliedsbetriebe über ihre Innung und im internen Bereich.

Friseursalons in Bayern weiterhin geöffnet

In Bayern gelten seit Mitternacht der Katastrophenfall und schärfere Corona-Auflagen. Es gilt aber weiterhin: Friseursalons in ganz Bayern sind geöffnet. Der Friseurbesuch stellt einen triftigen Grund zum Verlassen der eigenen Wohnung/Hauses dar. 

„Gerade in der Corona-Zeit wünschen sich die Menschen eine Auszeit vom Alltag, die der Friseurbesuch bieten kann“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Machen Sie Ihre Kundinnen und Kunden darauf aufmerksam, dass Salons in Bayern weiter geöffnet haben. Mit dem SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege verfügen unsere Friseursalons in Bayern über ein umfangreiches und wirksames Hygienekonzept.“

Friseursalons sind keine Hotspots der Infektionsausbreitung. Und das trotz geschätzt aktuell 700.000 Friseurkunden in Deutschland täglich und 240.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

„Die Friseurdienstleistung trägt zum Wohlbefinden der Menschen in unserem Land bei. Dies ist ein in dieser Zeit nicht zu unterschätzender Aspekt für die psychische Gesundheit unserer Bevölkerung“, so Kaiser weiter. Friseurdienstleistungen sind außerdem zum Teil medizinisch notwendig. Als Beispiel sei die Perückenversorgung für Chemo-Patienten genannt. „Und nicht zu vergessen: Unsere Saloninhaber sind im Arbeitsschutz geschult. Als Gesundheitshandwerk besteht Anwesenheitspflicht eines Meisters oder handwerklichen Betriebsleiters, der Verantwortung trägt und den Hygienestandard im Friseursalon kontrolliert.“

In der Corona-Zeit hat sich auch gezeigt, wie wichtig eine leistungsstarke Verbandsorganisation im Friseurhandwerk ist. Der Landesinnungsverband stellte den Innungen und deren Mitgliedsbetrieben zeitnah und regelmäßig Informationen bereit. „Hinter den Kulissen wurden wichtige Gespräche geführt und auch politische Entscheidungsträger mit Sachinformationen über unser Gesundheitshandwerk versorgt“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser.