10-Quadratmeter-Regelung in Friseursalons gekippt

Ministerpräsident Markus Söder bei der Pressekonferenz im Prinz-Carl-Palais

Die umstrittene 10-Quadratmeter-Regelung in bayerischen Friseursalons ist gefallen. Ministerpräsident Markus Söder verkündete heute in einer Pressekonferenz im Rahmen der neuen Corona-Regeln, dass die bisherige Quadratmeter-Regelung ab 2. September nicht mehr gilt. Damit folgt die bayerische Staatsregierung der Forderung des Landesinnungsverbandes. „Es ist eine sehr wichtige Entscheidung für unsere Betriebe“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser „und es freut uns, dass unsere überzeugenden Argumente bei den Verantwortlichen in Bayern nun Gehör gefunden haben.”

„Diese 10-Quadratmeter-Regelung behinderte viele Friseurbetriebe unverhältnismäßig stark. Aufgrund der Quadratmeterbeschränkung mussten Mitarbeiter weiterhin in Kurzarbeit verbleiben und dennoch konnten Betriebe nicht profitabel arbeiten. Außerdem litt die ohnehin sehr gedämpfte Ausbildungsbereitschaft der Betriebe zusätzlich“, so Kaiser. 

In mehreren Gesprächen und Schreiben an die Verantwortlichen in Bayern arbeitete der Landesinnungsverband im Hintergrund. Dort hieß es beispielsweise: „Wie Sie wissen, hat das Friseurhandwerk bereits seit April 2020 einen umfassenden und anspruchsvollen Arbeitsschutzstandard, der im Laufe der Zeit von der zuständigen Berufsgenossenschaft immer wieder nachjustiert wurde und auch Aspekte des Infektionsschutzes beinhaltet. Das Friseurhandwerk war somit frühzeitig für die erforderlichen Schutzmaßnahmen sensibilisiert und setzt diese bis zum heutigen Tag in vorbildlicher Weise um. Die Regelung zu den Mindestquadratmetern erweist sich in der Praxis allerdings als deutliches Hemmnis für die Betriebe.“

3G-Regel beim Friseurbesuch

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 gilt für den Friseurbesuch die 3G-Regel – geimpft, genesen, getestet

Am Montag, 23. August 2021 ist die Verordnung zur Änderung der Dreizehnten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 20. August 2021 in Kraft getreten. Für den Friseurbesuch bringt dies folgende Neuerung mit sich:

Übersteigt in einem Landkreis/einer kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz 35, müssen Kunden für Dienstleistungen in geschlossenen Räumen einen Testnachweis nach § 4 der Verordnung vorlegen. Dies ist die sog. 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet).

Kein Testnachweis ist erforderlich für

  • geimpfte Personen ohne Symptome
  • genesene Personen ohne Symptome
  • Kinder bis zum sechsten Geburtstag
  • Schüler, die regelmäßig in der Schule getestet werden. Zudem hat Bayern im Einvernehmen mit den übrigen Bundesländern und dem Bund die Entscheidung getroffen, Schüler auch während der Ferien von der zusätzlichen Testpflicht auszunehmen.

Der Testnachweis kann erbracht werden durch ein schriftliches oder elektronisches negatives Testergebnis eines

  • PCR-Tests, der vor höchstens 48 Stunden durchgeführt wurde,
  • POC-Antigentests, der vor höchstens 24 Stunden durchgeführt wurde,
  • zugelassenen, unter Aufsicht vorgenommenen Antigentests (Selbsttest), der vor höchstens 24 Stunden durchgeführt wurde.
    Es ist also weiterhin möglich, dass sich Kunden vor dem Salon (unter Aufsicht) selbst testen. Der Test kann vom Kunden mitgebracht oder vom Friseur gestellt/verkauft werden.

Der jeweilige Nachweis muss vom Kunden vor Erbringen der Dienstleistung und im Fall einer Kontrolle vorgezeigt werden. Für die Salons besteht keine Dokumentationspflicht!

Innungsmitglieder finden weitere Informationen im jüngsten Rundschreiben sowie im internen Bereich.

Corona – Aktuelle Rechtsgrundlagen und Regelungen

Zum 1. Juli wurde sowohl die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung als auch die 13. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung geändert. Die aktuell gültigen Auflagen für Friseursalons haben wir in obiger Abbildung stichpunktartig zusammengefasst. Die detaillierten Regelungen finden Sie in den folgenden Dokumenten:

Weitere Details und aktuelle Informationen haben wir für unsere Mitglieder in einem LIV aktuell zusammengefasst. Dieses ist im internen Bereich zu finden.

Hier gilt die Testpflicht beim Friseur nicht

Vollständige Geimpfte benötigen für den Friseurbesuch keinen negativen Coronatest.

Mit der Aktualisierung der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung am 5. Mai hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege weitere Ausnahmen von der Testpflicht vor dem Friseurbesuch geschaffen. Für folgende Personengruppen ist der Friseurbesuch ohne Nachweis eines negativen Coronatests möglich:

  • vollständig gegen COVID-19 Geimpfte
  • genesene Personen
  • Kinder bis zum sechsten Geburtstag

Als vollständig Geimpfte gelten Personen, bei denen seit der abschließenden Impfung mindestens 14 Tage vergangen sind und die über einen entsprechenden Impfnachweis verfügen (§ 1 a Abs. 1 Ziff. 1 12. BayIfSMV).

Als genesene Person gilt, wer eine vorherige Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachweisen kann. Die zugrundeliegende Testung muss mittels PCR-Verfahren erfolgt sein und diese muss mindestens 28 Tage, höchstens aber sechs Monate zurückliegen. Die Person darf keine typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 aufweisen und es darf keine aktuelle Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen sein (§ 1 a Abs. 1 Ziff. 2 12. BayIfSMV).

Liegt in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz fünf Tage in Folge unter 100, entfällt ab dem übernächsten Tag für alle Friseurkunden der vorherige Coronatest. Maßgebend ist die entsprechende Bekanntmachung der Kreisverwaltungsbehörde.

Besteht eine Testpflicht, wird diese durch die Vorlage eines negativen Ergebnisses eines vor höchstens 24 Stunden vorgenommenen PCR-Tests, POC-Antigentests oder Selbsttests auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 erfüllt. Selbsttests gibt es derzeit für die Probenentnahme aus dem vorderen Nasenbereich, als Gurgel- und Spucktests. Sie müssen vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte BfArM zugelassen sein und vor Ort, also beim Friseur bzw. vor dem Salon, unter Aufsicht durchgeführt werden.

In 5 Regionen gilt Notbremse derzeit nicht

In der Stadt Bamberg benötigen Friseurkunden kein negatives Testergebnis

Nicht überall in Bayern benötigen Friseurkunden einen negativen Corona-Test. In den Landkreisen

  • Ebersberg
  • Garmisch-Partenkirchen
  • Kitzingen
  • Tirschenreuth und der
  • Stadt Bamberg

hat die 7-Tage-Inzidenz den Wert von 100 nicht an drei aufeinanderfolgenden Tagen (20. bis 22. April 2021) überschritten. Friseurbesuche sind dort vorerst ohne negativen Corona-Test möglich und für die Beschäftigten in den Salons genügen medizinische Masken.

In allen anderen Landkreisen und kreisfreien Städten hat die 7-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten. Dort gelten verschärfte Regelungen für den Friseurbesuch. Kunden müssen ein negatives Testergebnis (höchstens 24 Stunden zurückliegender PCR-Test, Antigen-Schnelltest oder Selbsttest unter Aufsicht) vorweisen können. Darüber hinaus besteht auch für das Personal eine FFP2-Maskenpflicht.

Die Festlegung erfolgte heute, 23. April durch das Bayerische Gesundheitsministerium in der Bekanntmachung über den Geltungsbereich der inzidenzabhängigen Regelungen.

Klarstellung: Aktuell benötigen bayerische Friseurkunden keinen negativen Coronatest

Aktuell (Stand 14.4.21) benötigen Friseurkunden in Bayern keinen negativen Coronatest

“Aktuell benötigen Kunden keinen negativen Coronatest, um in Bayern Friseurdienstleistungen in Anspruch nehmen zu können”, stellt Landesinnungsmeister Christian Kaiser eindeutig klar. Dies gilt unabhängig von der regionalen 7-Tage-Inzidenz.

Die mediale Berichterstattung über die geplante “Bundes-Notbremse” führt im Moment zu großer Verwirrung bei bayerischen Friseuren und Kunden. 

Bayerische Innungen und Landesinnungsverband werden mit Anrufen und Nachfragen überschwemmt, weil viele Friseurkunden verunsichert sind. “Wir wollen allen Beteiligten Rechtssicherheit geben und haben uns daher zu dieser aktuellen Klarstellung am heutigen Mittwoch, 14. April, entschlossen”, so Kaiser. 

Innenministerium: Friseure bleiben geöffnet

Die aktuellen Corona-Regeln sehen für verschiedene Bereiche des öffentlichen Lebens bei steigender 7-Tage-Inzidenz schrittweise Einschränkungen vor. Dabei ist es nicht immer einfach, als Unternehmer oder Kunde den Überblick zu behalten, was unter welchen Bedingungen gilt. Hier helfen zwei Abbildungen des Bayerischen Innenministeriums weiter, mit denen das Stufenmodell bis 11. April und ab 11. April veranschaulicht wird. Aus beiden Grafiken wird deutlich:

Die bayerischen Friseursalons bleiben unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz geöffnet.

So ist es in der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung festgelegt, die zunächst bis 18. April gilt.

Schutz für Kunden und Mitarbeiter in Bayerns Friseursalons weiter erhöht

Mit noch höheren Arbeitsschutz- und Hygieneauflagen als im vergangenen Jahr dürfen bayerischen Friseure am 1. März nach fast 11 Wochen Lockdown wieder ihre Kunden bedienen. Zur Sicherheit von Kunden und Mitarbeitern gelten nach der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und dem aktualisierten SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk unter anderem folgende Regelungen:

  • Personal muss mindestens medizinische Gesichtsmasken (OP-Masken) tragen
  • Kunden müssen FFP2-Masken tragen
  • Steuerung des Salonzutritts durch vorherige Terminreservierung zwingend erforderlich
  • Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kunden
  • Mindestfläche von 10 Quadratmetern pro Person
  • schriftliches Schutz- und Hygienekonzept

Die Ergebnisse einer Untersuchung der TU Berlin bestätigen ein ausgesprochen geringes Ansteckungsrisiko beim Friseurbesuch. Dies unterstreichen auch die aktuellen Zahlen der Berufsgenossenschaft BGW. Stand 29.1.2021 lagen der BGW für den gesamten Zeitraum seit Beginn der Pandemie aus dem deutschen Friseurhandwerk 22 Meldungen von Berufskrankheitsverdachtsfällen aufgrund von Covid-19 vor. Von diesen 22 Fällen waren 14 mit Testung, davon 13 positiv und 1 negativ, keine Todesfälle. Und das bei ca. 80.000 Betrieben mit rund 240.000 Beschäftigten und geschätzt 700.000 Kunden pro Tag.

Das folgende Video erklärt die wichtigsten Regeln für Kunden und Mitarbeiter, damit auch künftig für den Friseurbesuch gilt: sicher, gepflegt, schön. Es handelt sich um ein bundesweites Video. In Bayern gelten höhere Anforderungen, hier müssen Kunden FFP2-Masken tragen.

 

LIV meldet Erfolg: Keine FFP2-Maskenpflicht für bayerische Friseure

FFP2-Masken sind für Friseure nicht verpflichtend

Die Überzeugungsarbeit des Landesinnungsverband hat gewirkt. In der aktualisierten Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gibt es keine FFP2-Maskenpflicht für bayerische Friseure. „Unsere Arbeit hat sich ausgezahlt. Das ist ein großer Erfolg für die ganze Branche“, so Landesinnungmeister Christian Kaiser. „Viele Gespräche, Briefe und Aktionen von unserer Seite haben zu diesem Erfolg geführt. Das zeigt, wie wichtig gemeinsame Arbeit und Vernetzung innerhalb des Friseurorganisation ist. Damit haben wir für alle bayerischen Friseurunternehmer und ihre Beschäftigten eine große Erleichterung für die Wiedereröffnung am 1. März erreicht.“

Abweichend vom Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk hatte die bayerische Staatsregierung verpflichtend FFP2-Masken für die Beschäftigten vorgesehen. Nach schneller Intervention des LIV wurde dies nun für die Verordnung gestrichen. Jetzt gilt: Der Kunde muss eine FFP2-Maske tragen, der Friseur darf grundsätzlich mit einer medizinischen Maske arbeiten. Die entspricht auch der geltenden Regelung im Handel.

“Wir danken allen Mitgliedsbetrieben für ihre Unterstützung. Als mitgliederfinanzierte Organisation ist der Landesinnungsverband nur so stark wie seine Basis. Mit dem heutigen Erfolg haben wir unsere Schlagkraft erneut unter Beweis gestellt,” so Landesinnungsmeister Christian Kaiser.

Neuer SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard veröffentlicht

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk aktualisiert. Dies war notwendig, um die Vorgaben aus der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung vom 21. Januar 2021 umzusetzen. Die neuen Vorgaben können hier heruntergeladen werden.

Die wichtigsten Änderungen sind:

  • Eine Mindestfläche von 10 Quadratmetern pro Person darf nicht unterschritten werden, befinden sich mehrere Personen im Raum. 
  • Pausenräume müssen durchgängig gelüftet werden, wenn sich mehrere Personen darin aufhalten.
  • Beschäftigte tragen immer mindestens Mund-Nasen-Schutz (medizinische Gesichtsmaske), auch bei Hausbesuchen.
  • Für Kundinnen und Kunden gilt die vorgeschriebene Bedeckung von Mund und Nase nach den jeweiligen Verordnungen der Länder.
  • Die Verwendung von FFP2-Masken beim Bedienen von Kundinnen und Kunden, die keine vorgeschriebene Bedeckung von Mund und Nase tragen können, ist präzisiert.

Wir gehen davon aus, dass die BGW in den nächsten Tagen aktualisierte FAQs zum neuen Arbeitsschutzstandard online stellen wird.