BGW rät: Kommerzielle Angebote von Arbeitsschutzprodukten sorgfältig prüfen

Aus aktuellem Anlass warnt die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) erneut vor dem vorschnellen Kauf von Arbeitsschutzprodukten. So ist ihr kürzlich ein Fall aus einem Friseursalon gemeldet worden, in dem ein kommerzieller Anbieter dem Betrieb unaufgefordert kostenpflichtige Hinweisschilder und Aushänge zugeschickt habe – samt Rechnung. Die BGW rät, kommerzielle Angebote von Arbeitsschutzprodukten sorgfältig zu prüfen.

Nicht alles, was auf dem Markt vertrieben wird, ist wirklich erforderlich. Beraten können im Zweifel der Betriebsarzt oder die Betriebsärztin, die Fachkraft für Arbeitssicherheit sowie die Berufsgenossenschaft. Innungsmitglieder können sich auch an ihre Innung oder den Landesinnungsverband wenden. Weiter empfiehlt es sich, bei Bedarf an einem Produkt das Preis-Leistungs-Verhältnis zu prüfen.

Die BGW gibt beispielsweise wichtige Medien zum Arbeitsschutz kostenfrei an ihre Mitgliedsbetriebe ab. Dazu zählen unter anderem
– das Plakat „Brände verhüten – Verhalten im Brandfall“ (Bestellnummer: V035) und
– die „Anleitung zur Ersten Hilfe“: wahlweise als Plakat (Bestellnummer: DGUV-Information204-001) oder als Heft (Bestellnummer: DGUV Information204-006).
Bestellt werden können die Materialien über die Internetseite http://www.bgw-online.de. Dort sind sie leicht über die Bestellnummer als Suchstichwort zu finden. Das komplette Medienverzeichnis der BGW steht auf der Internetseite der Berufsgenossenschaft in der Rubrik „Medien & Service“.

Nachweisaktion der Berufsgenossenschaft

Post von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) haben viele Friseursalons in den vergangenen Tagen erhalten. Angeschrieben wurden Betriebe, deren betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung der BGW bislang nicht bekannt ist. Für Friseurbetriebe, die an der alternativen bedarfsorientierten Betreuung teilnehmen wollen, bietet der Landesinnungsverband in Zusammenarbeit mit den örtlichen Innungen Schulungen an. Termine und Orte sind hier veröffentlicht. Die Anmeldung erfolgt direkt bei der jeweiligen Innung; teilnehmen können auch Betriebe, die nicht Mitglied der Innung sind.

Betriebe, die bereits bei der vom Verband angebotenen alternativen Betreuung dabei sind und Fragen zum Ausfüllen des Nachweisbogens haben, können sich per Mail an den Landesinnungsverband wenden.

Schulungstermine 2019 für die alternative Betreuung


Der Landesinnungsverband bietet in Kooperation mit seinen Mitgliedsinnungen Unternehmerschulungen im Rahmen der alternativen Betreuung an.

Wer an einer Schulung teilnehmen möchte, meldet sich bitte direkt bei der jeweiligen Innung an. Teilnehmen können auch Betriebe aus anderen Innungsbezirken und Nichtmitglieder, soweit Plätze frei sind. Betriebe, die trotz Anmeldung nicht zur Schulung erscheinen, müssen die entstandenen Kosten erstatten.

2019 werden folgende Schulungen angeboten:

28. Januar, Ebersberg (FB)
4. Februar, Schwabach (MIMA)
11. Februar, Wunsiedel (MIMA)
25. Februar, Fürstenfeldbruck (FB)
11. März, Kitzingen (FB)
18. März, Fürth
25. März, Deggendorf
25. März, Traunstein
29. April, Kulmbach
6. Mai, Weiden
13. Mai, Nürnberg
27. Mai, Mühldorf
3. Juni, Bamberg (FB)
17. Juni, Regensburg
1. Juli, Kronach
8. Juli, Mühldorf
15. Juli, Neustadt/Aisch
22. Juli, Kempten
16. September, Passau
23. September, Erlangen (FB)
30. September, Mühldorf (FB)
7. Oktober, Fürstenfeldbruck
14. Oktober, Bamberg
4. November, München
11. November, Nürnberg
11. November, Landshut
25. November, Main-Spessart

Nach dem Arbeitssicherheitsgesetz sind Unternehmer verpflichtet, eine betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung einzurichten, sobald sie einen Mitarbeiter beschäftigen. Das gilt auch für geringfügig Beschäftigte, Teilzeitkräfte und Aushilfen.

Die alternative Betreuung ist die einfachste und kostengünstigste Betreuungsform für Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern. Sie ist branchenspezifisch ausgerichtet und bietet viel Flexibilität und Möglichkeiten zur Eigeninitiative, indem sich der Unternehmer selbst im Arbeits- und Gesundheitsschutz qualifiziert. In Schulungen wird der Unternehmer im Gesundheitsschutz und in der Arbeitssicherheit weitergebildet (6 Lehreinheiten à 45 Minuten). Es wird nach MIMA Motivations- und Informationsschulung und Fortbildungsveranstaltungen (FB) unterschieden. Die MIMA ist für Unternehmer, die der alternativen Betreuung neu beigetreten sind. Wer 2008/2009 bereits eine Schulung besucht hat, ist in der Fortbildungsveranstaltung richtig. Soweit nicht anders vermerkt, findet zu den oben genannten Terminen jeweils eine MIMA und eine Fortbildung statt.

Weitere Informationen zur alternativen, bedarfsorientierten Betreuung gibt es auf der Internetseite der Berufsgenossenschaft.

Salonhandbuch neu aufgelegt

Salonhandbuch

Neu aufgelegt wird im Frühjahr 2015 das praktische „Handbuch für den Friseursalon“. Als Sammelwerk im ansprechend gestalteten Ordner enthält es unter anderem alle aushangpflichtigen Gesetze, die aktuellen bayerischen Tarifverträge und Gruppenmerkblätter für Friseurkosmetika. Die Adressen von Gewerbeaufsicht, Berufsgenossenschaft und Berufsorganisation runden das Werk ab. Das Handbuch wird exklusiv an Innungsmitglieder verkauft. Es kostet 25 Euro zuzüglich Versandkosten und Mehrwertsteuer und kann hier bestellt werden.

Friseurunternehmer müssen viele Vorschriften beachten und Unterlagen bereithalten. Ob nun eine Mitarbeiterin Einsicht in die Tarifunterlagen verlangt, das Gewerbeaufsichtsamt das Einhalten der Jugendarbeitsschutzvorschriften überprüft oder sich die Berufsgenossenschaft für den Hautschutzplan interessiert. Für alles soll der Arbeitgeber rasch die richtige Antwort parat haben. Mit dem einzigartigen Handbuch für den Friseursalon ist er gut gerüstet. Da einige Unterlagen derzeit aktualisiert werden, ist das Handbuch voraussichtlich ab Mai 2015 verfügbar. Es kann aber bereits vorbestellt werden.

Allergien beim Friseur

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Mit dem Thema Allergien beim Haarefärben beschäftigt sich die Sendung „Gesundheit“ im Bayerischen Fernsehen. Stellvertretender Landesinnungsmeister Rudolf Reisbeck stellte für die Dreharbeiten seinen Salon zur Verfügung. Als Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit hat er sich intensiv mit der Allergieproblematik befasst und steht der Redaktion Rede und Antwort.

Ausgestrahlt wird die Sendung im Bayerischen Fernsehen am Dienstag, 15. Juli um 19 Uhr. Wiederholungen gibt es am Mittwoch, 16. Juli um 3.55 Uhr und 13.30 Uhr.

16 Friseurbetriebe treten Umweltpakt bei

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Aus der Hand von Umweltminister Dr. Marcel Huber empfingen 16 Friseurunternehmer die Teilnehmerurkunde für den Umweltpakt.

„Wir bayerischen Friseure unterstützen den Umweltpakt Bayern.“ Dies sicherte Landesinnungsmeister Christian Kaiser dem Bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber zu. Auf der Mitgliederversammlung des Landesinnungsverbandes in Straubing lobte Kaiser das Engagement der Friseure.

„170 Friseurbetriebe aus Bayern nehmen bisher am Umweltpakt teil“, so Landesinnungsmeister Kaiser. Insgesamt beteiligen sich in Bayern mehr als 4.000 Unternehmen aller Branchen. 16 neue Friseurunternehmen haben vor kurzem ihre Teilnahme zugesagt. Umweltminister Dr. Marcel Huber überreichte ihnen beim Verbandstag in Straubing die Teilnehmerurkunden. „Bayern setzt auf ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Im Mittelpunkt steht der Einklang von Wirtschaft und Umweltschutz. Der Schutz unserer Umwelt ist eine gemeinsame Aufgabe. Die Umweltpakt-Betriebe arbeiten hier vorbildlich und gehen mit gutem Beispiel voran.“ Seit 1999 nehmen bayerische Friseurbetriebe mit freiwilligen Umweltleistungen am Umweltpakt Bayern teil

“Umweltschutz rechnet sich für den Friseur. Ökologie und Ökonomie gehen Hand in Hand. Durch die Umstellung der Beleuchtung im Salon etwa spart der Friseur Geld und hilft der Umwelt”, betonte LIV-Vorstandsmitglied und Botschafter des Umweltpakts Rudolf Reisbeck aus Leiblfing, Landkreis Straubing.

Ziel des Umweltpaktes ist es, mit einer auf das Friseurhandwerk abgestimmten Kriterienliste möglichst viele Salons zu motivieren, freiwillige Umweltschutzleistungen zu erbringen. Gut angenommen wird zudem der interaktive Branchen-Leitfaden mit konkreten Umwelttipps für Friseurbetriebe. Die umfangreichen Informationsmaterialien erleichtern vor allem kleinen und mittleren Unternehmen den Einstieg in den betrieblichen Umweltschutz. In nahezu jedem Unternehmen können bis zu 50 Prozent Energie eingespart werden. Dabei sind es oft einfache Maßnahmen, die dem Umweltschutz dienen und gleichzeitig Kosten sparen: Eine LED-Lampe verbraucht bei gleicher Helligkeit etwa bis zu 90 Prozent weniger Energie als eine Glühlampe und bis zu 85 Prozent weniger als eine Halogenlampe. Landesinnungsmeister Kaiser: „Als Innung wollen wir helfen, Potenziale aufzuspüren. Denn jede nicht verbrauchte Kilowattstunde ist eine gute Kilowattstunde.”

Folgende Betriebe erneuerten ihr Engagement im Umweltpakt oder sind erstmals beigetreten. Sie erhielten in Straubing die Teilnehmerurkunde aus der Hand von Umweltminister Dr. Marcel Huber:

Frisierstube Edith, Marktrodach
Friseur Erntl, Fürstenzell
Friseurteam Eser, Aschaffenburg
Salon Günter Hartl, Deggendorf
Friseur Henneberger, Mainbernheim
Friseur Hertlein, Oberasbach
Herzog Friseure, Schwarzach
Friseur Legler, Ingolstadt
Friseur Team Popp, Stein
Friseursalon Reisbeck, Leiblfing
Friseur Schweiger, Wolfersdorf und Freising
Team Szilagyi GbR LeFigaro, Memmingen
Ute’s Frisierstube, Ebrach
Haarstudio Wieser, Mammendorf
Willy’s Frisurenstudio, Nördlingen
Zauner Frisuren, Reisbach

Termine für alternative Betreuung in Bayern

Regelmäßig bietet der Landesinnungsverband zusammen mit seinen Mitgliedsinnungen Schulungen im Rahmen der alternativen Betreuung an. Folgende Schulungen sind 2013 noch geplant:

21. Oktober, Kempten
4. November, München
25. November, Memmingen
2. Dezember, Ebersberg
9. Dezember, Neuburg-Schrobenhausen

Die alternative Betreuung ist die einfachste und kostengünstigste Betreuungsform für Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern. Sie ist branchenspezifisch ausgerichtet und bietet viel Flexibilität und Möglichkeiten zur Eigeninitiative, indem sich der Unternehmer selbst im Arbeits- und Gesundheitsschutz qualifiziert. In Schulungen wird der Unternehmer im Gesundheitsschutz und in der Arbeitssicherheit weitergebildet (6 Lehreinheiten à 45 Minuten).

Wer an einer Schulung teilnehmen möchte, meldet sich bitte direkt bei der jeweiligen Innung an. Teilnehmen können auch Betriebe aus anderen Innungsbezirken und Nichtmitglieder, soweit Plätze frei sind. Betriebe, die trotz Anmeldung nicht zur Schulung erscheinen, müssen die entstandenen Kosten erstatten.

Weitere Informationen zur alternativen, bedarfsorientierten Betreuung gibt es auf der Internetseite der Berufsgenossenschaft.