Betrügerische E-Mails zur Registrierung im Transparenzregister

So sieht die Website zum echten Transparenzregister aus. Die Eintragung dort ist kostenlos.

Unter dem Namen „Organisation Transparenzregister e.V.“ werden derzeit E-Mails versandt, in denen auf die Mitteilungspflicht an das Transparenzregister gemäß §§ 18 ff. des Geldwäschegesetzes hingewiesen wird. Den Empfängern wird bei unterbleibender Registrierung ein Bußgeld angedroht. In den E-Mails wird der Eindruck erweckt, man müsse sich kostenpflichtig auf der Internetseite http://www.TransparenzregisterDeutschland.de registrieren.

Es wird ausdrücklich davor gewarnt, auf solche oder ähnliche E-Mails zu reagieren, sich auf der genannten Internetseite zu registrieren oder gar Zahlungen zu leisten!

Die offizielle Internetseite des Transparenzregisters im Sinne des Geldwäschegesetzes lautet http://www.transparenzregister.de. Die Eintragungen in das Transparenzregister sind kostenlos.

Tarifgehalt für Friseure gestiegen

Mehr Geld gibt es seit 1. Januar 2020 für die Mitarbeiter in Bayerns Friseursalons.

Auf 10 Euro ist der tarifliche Mindestlohn für Friseure in Bayern zum 1. Januar 2020 gestiegen. Die im Tarifvertrag geregelten Entgelte reichen damit von 1.690 Euro für neue Mitarbeiter über 2.247,70 Euro für erste Kräfte bis 2.923,70 Euro für Betriebsleiter und Ausbilder in Betrieben mit 15 und mehr Mitarbeitern.

Zugleich erlaubt eine geänderte Definition der Lohngruppen mehr Flexibilität bei der Eingruppierung neuer Mitarbeiter. „Der zusätzliche Spielraum kann für die Vereinbarung von Leistungslohn genutzt werden“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Lohngruppe I bildet dann den Grundlohn. Neue Mitarbeiter, die sich rasch einarbeiten und Umsatz bringen, verdienen schnell mehr. Andere werden durch den Tarifvertrag nach einem Jahr hochgestuft.“ Klargestellt wird auch die Eingruppierung von Friseurmeistern, um Probleme bei der Sozialversicherungsprüfung zu vermeiden.

Die Stundenlöhne ab 1. Januar 2020 und die neuen Lohngruppen sind im Entgelt-Tarifvertrag vom April 2018 geregelt. Dieser kann beim Landesinnungsverband bestellt werden. Für Mitglieder ist er im internen Bereich hinterlegt.

Friseure begrüßen das Streichen der umstrittenen Kassenbons

Die umstrittene Bonpflicht soll fallen. Die umstrittene Bonpflicht soll fallen.

Das bayerische Friseurhandwerk begrüßt das Vorhaben, die umstrittene Bonpflicht wieder aus dem Gesetz zu entfernen. „Die Ausgabe der Bons für das vollständige Erfassen von Umsätzen ist nicht notwendig,“ so Landesinnungsmeister Christian Kaiser.
Die Bonpflicht ist Teil der neuen Kassensicherungsverordnung, die Kassen durch eine technische Sicherheitseinrichtung (TSE) fälschungssicher zu machen. Die zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung sorgt schon dafür, dass man getippte Umsätze nicht mehr verschwinden lassen kann, so Kaiser weiter. Der Landesinnungsmeister kritisiert scharf, dass im Vorfeld der Gesetzgeber zu wenig auf die berechtigten Einwände der Betroffenen achtet. „In den Ministerien erfolgt wohl keine wirkliche Folgenabschätzung. Wir fordern für künftige Gesetze eine Folgenabschätzung insbesondere für den handwerklichen Mittelstand, in dem meist die Inhaber mit aus den Gesetzen resultierenden Auflagen und Forderungen belastet werden,“ so Kaiser.
Wie aus Ministeriumskreisen zu hören ist, soll die Streichung aus Gründen des Umweltschutzes erfolgt sein, um eine massive Papierverschwendung zu verhindern. Das Thermopapier der Kassenbons ist kein Altpapier. „Umweltschutz ist wichtig, aber die Verantwortlichen im Ministerium hätten vorher daran denken können und nicht erst auf den Druck des Mittelstands und der Bevölkerung reagieren müssen“, so Kaiser kopfschüttelnd.

LIV-Thementag in Fürth

Peter Zöllner und Norbert Göppel referieren beim LIV-Thementag.

Geballte Informationen zu aktuellen Fragen der Branche liefert der LIV-Thementag am 23. September in Fürth. Peter Zöllner und Norbert Göppel referieren kurz und prägnant zu Preiskalkulation, Mindest- und Leistungslohn, Mitarbeiterführung und Saloncheck, Nachfolgeplanung und Datenschutz und weiteren aktuellen Themen. Zum Abschluss des Thementages besteht für die Teilnehmer die Möglichkeit eines 10-minütigen individuellen Einzelgesprächs mit den Referenten.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular gibt es hier.

Erfolgreiches Seminar „Kassenführung im Friseurhandwerk“ mit Gerd Achilles

Landesinnungsmeister Christian Kaiser und Referent Gerd Achilles

Landesinnungsmeister Christian Kaiser und Referent Gerd Achilles

Mit riesigem Erfolg führte der Landesinnungsverband am vergangenen Sonntag ein Wirtschaftsseminar „Kassenführung im Friseurhandwerk“ im Nürnberger PresseClub durch. 150 Friseurinnen und Friseure lauschten den lehrreichen und unterhaltsamen Ausführungen von Diplom-Finanzwirt (FH) Gerd Achilles.

Die Prüfungsdichte im Friseurhandwerk ist in den vergangenen Jahren stetig angestiegen. Wer geglaubt hat, mit der täglichen Anfertigung von Z-Bons oder Kassenbüchern seien die Anforderungen der Finanzverwaltung schon erfüllt, unterlag seit jeher einem fatalen Irrglauben mit teils existenzbedrohenden Folgen für den Unternehmer. Seit 1. Januar 2018 räumt das neue Instrument der Kassen-Nachschau den Finanzbehörden gar noch weitergehende Rechte ein. Prüfer dürfen die Geschäftsräume ohne vorherige Ankündigung betreten, um das Verhalten an der Kasse zu beobachten, Testkäufe durchzuführen, Kassenunterlagen anzufordern und Auskünfte einzuholen, einen Kassensturz durchzuführen und sofort Zugriff auf die Einzeldaten der Kasse (Bondaten) zu nehmen. Damit wird die ordnungsmäßig geführte Kasse zu einer der zentralen Herausforderungen des Friseurs, will er keine nachteiligen Rechtsfolgen gegen sich gelten lassen müssen. Gerd Achilles beschrieb in seinem Vortrag verständlich, wie der Friseur seine Kasse prüfungssicher einrichtet und Schätzungen vermieden werden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfuhren nicht nur, wie sie beispielsweise mit Trinkgeldern umgehen müssen, was bei der Behandlung von Modellen zu beachten ist oder wie Kassendifferenzen zu behandeln sind. Achilles zeigte auch auf, was die Prüfer der Finanzverwaltung dürfen und was nicht. Die neuesten Anwendungserlasse vom Mai und Juni 2018 zur Kassen-Nachschau und zur Einzelaufzeichnungspflicht sowie vom Juni 2019 zur Einführung technischer Sicherheitseinrichtungen wurden berücksichtigt. Zudem gab er einen Ausblick auf gesetzliche Änderungen zum 01.01.2020.

Gerd Achilles ist Autor der Bücher Kassenführung in Friseurbetrieben, Kassenführung – Bargeschäfte sicher dokumentieren und Lexikon der Kassenführung.

Bayerns Friseure begrüßen Anheben der Verdienstgrenze für Minijobs

Auf Antrag Bayerns hat der Bundesrat über eine Anhebung der Verdienstgrenze bei geringfügiger Beschäftigung (sog. Minijobs) beraten. Jetzt warten wir auf das Ergebnis.

Der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks hält diesen Schritt für längst überfällig. „In bayerischen Friseursalons gibt es über 6000 geringfügig Beschäftigte. Durch die kontinuierliche Erhöhung der Tarifentgelte musste die Arbeitszeit bei gleichbleibender Verdienstgrenze immer weiter reduziert werden. Eine Anhebung der Verdienstgrenze würde Betrieben wie Beschäftigten mehr Freiraum verschaffen“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser.

Der Landesinnungsverband unterstützt ausdrücklich die bayerische Initiative, die Verdienstgrenze bei Minijobs ab dem 1. Januar 2020 auf 530 Euro anzuheben. „In unserem Modeberuf bedeutet eine längere Auszeit den Verlust von fachlicher Kompetenz. Ein Minijob ist zum Beispiel für junge Mütter eine gute Möglichkeit, um am Ball zu bleiben und nach der Familienphase den Wiedereinstieg leichter zu bewältigen“, so Kaiser weiter.

Die Minijob-Verdienstgrenze liegt seit dem 1. Januar 2013 unverändert bei 450 Euro. Der Mindestlohn wurde zum 1. Januar 2019 auf 9,19 Euro angehoben und steigt zum 1. Januar 2020 auf 9,35 Euro pro Stunde. In Verbindung mit der aktuell gültigen Verdienstgrenze für Minijobs führt dies jedoch automatisch zu einer Verringerung der Arbeitszeit. Peteranderl: „Aufgrund des Fachkräftemangels können vor allem kleinere Betriebe die entstehenden Lücken durch Einstellung neuer Mitarbeiter kaum noch füllen.“

Der BHT spricht sich daher für den Antrag Bayerns aus, die Verdienstgrenze bei Minijobs ab dem 1. Januar 2020 auf 530 Euro anzuheben. „Wir halten zusätzlich eine Anpassung der beitrags- und steuerrechtlichen Regelungen für notwendig, um den Einstieg in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung für Arbeitnehmer noch attraktiver zu machen“, sagt Peteranderl.

Seminar zur Kassenführung im Friseurhandwerk

Betriebsprüfer und Diplom-Finanzwirt (FH) Gerd Achilles zeigt beim Intensivseminar „Kassenführung im Friseurhandwerk“ am 21. Juli 2019 in Nürnberg auf, wie die Kasse im Friseursalon zu führen ist, um für die nächste Betriebsprüfung oder Kassennachschau gewappnet zu sein.

Ordnungsgemäß geführte Kassenaufzeichnungen sind zu einer zentralen Herausforderung im Friseurhandwerk geworden. Derzeit tragen Gesetzesänderungen und aktuelle Anweisungen des Bundesfinanzministeriums zur Verunsicherung der Branche bei. Die wachsenden Anforderungen an die formelle Ordungsgemäßigkeit erscheinen vielen Unternehmen kaum noch erfüllbar. Mit Gerd Achilles konnte der Landesinnungsverband für das Seminar einen ausgewiesenen Experten zum Thema Kassenführung gewinnen. Informationen zu Ablauf und Inhalt sowie die Anmeldeunterlagen gibt es hier.

Das Angebot richtet sich nur an Innungsmitglieder. Die Teilnahme erfordert unbedingt die vorherige Anmeldung beim Landesinnungsverband, vor Ort erfolgt kein Kartenverkauf.