Kaiser: „Friseure brauchen keine schönen Worte, sondern klares, wirtschaftliches Handeln!“

Viele Friseursalons stehen weiterhin finanziell stark unter Druck.

Das bayerische Friseurhandwerk begrüßt die Verlängerung der pandemiebedingten Sonderregeln für die Kurzarbeit bis zum Jahresende. Das Bundeskabinett hat entsprechende Beschlüsse verabschiedet. Damit will die Bundesregierung weiter Jobs sichern und Betrieben sowie Arbeitnehmern Planungssicherheit gewährleisten. „Es ist eine richtige Entscheidung zur richtigen Zeit,“ so Landesinnungsmeister Christian Kaiser, der auch Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks ist. „Wir hoffen aber sehr, dass es nicht mehr notwendig ist Mitarbeiter in Kurzarbeit zu schicken bzw. endlich alle aus der Kurzarbeit zurückgeholt werden können.“ Christian Kaiser stellt gegenüber der Politik klar: „Der Ersatz der Personalkosten bringt noch lange nicht den entgangenen Umsatz und damit die Deckung der anderen Kosten ins Haus.“

Die erneute Verlängerung der Kurzarbeit kostet den Staat rund 1,2 Milliarden Euro. Die Gesamtausgaben für die Kurzarbeit in diesem Jahr beziffert die Bundesagentur für Arbeit mit rund 18 Milliarden Euro.

„Das Friseurhandwerk hat alles getan, um durch die Corona Zeit zu kommen, und unsere Verbandsvertreter haben hinter den Kulissen immer wieder harte Gespräche geführt, um die Schäden für unsere Betriebe durch Corona möglichst gering zu halten. Wir brauchen in dieser Krisenzeit keine schönen Worte, sondern klares, wirtschaftliches Handeln, um weiteren Schaden von unseren Friseurbetrieben abzuhalten“, stellt Kaiser klar. „Viele Betriebe stehen weiterhin finanziell stark unter Druck. Und leider sind wegen der nach wie vor bestehenden Einschränkungen in etlichen Salons immer noch Mitarbeiter in Kurzarbeit.“

Wenn Zahlen über das Friseurhandwerk einen falschen Eindruck vermitteln

„Die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes vermitteln einen völlig falschen Eindruck von der Situation des Friseurhandwerks“, kritisiert Landesinnungsmeister Christian Kaiser, der auch Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks ist. „Mit klarem Kopf die Zahlen nüchtern zu analysieren, das ist wichtig für unsere Branche und die Öffentlichkeit.“

„Die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes vermitteln einen völlig falschen Eindruck von der Situation des Friseurhandwerks“, kritisiert Landesinnungsmeister Christian Kaiser. Foto: Lange/redaktion42


Das Statistische Bundesamt stellt für das zulassungspflichtige Handwerk im 2. Quartal 2021 eine Umsatzsteigerung von 11,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal fest. Für das deutsche Friseurhandwerk wird gar eine überdurchschnittliche Steigerung von 14 Prozent ausgewiesen. „Im Vergleich zu 2019 verzeichnen wir im 2. Quartal einen Umsatzrückgang von über 15 Prozent. Tatsächlich unterliegt das Friseurhandwerk starken Einschränkungen durch die Corona-Auflagen und ist von Normalität immer noch weit entfernt“, so Kaiser weiter.
Die Friseurbetriebe waren von Mitte März bis Anfang Mai 2020 sowie von Mitte Dezember 2020 bis einschließlich Februar 2021 im Lockdown. Aufgrund von Infektions- und Arbeitsschutzauflagen konnten und können sie nicht alle Plätze im Salon besetzen. Zeitweise Testpflicht der Kunden sowie die im August eingeführte 3G-Regel führten außerdem zu einem Rückgang der Kundennachfrage.
In den Quartalen 1/20 bis 1/21 hatte das Friseurhandwerk starke Umsatzrückgänge zu verzeichnen, die wegen der verordneten Lockdowns im 2. Quartal 2020 mit einem Minus von 25,5 Prozent und im 1. Quartal 2021 mit 37,4 Prozent existenzgefährdend ausfielen.
Des Weiteren werden unterschiedlichen Ausprägungen der Umsatzeinbußen der einzelnen Betriebe aufgrund von Betriebsstruktur, Standortwahl oder Zielgruppenorientierung nicht weiter berücksichtigt.

LIV digital: Beendigung des Arbeitsverhältnisses, Aufhebungsvertrag, außerordentliche Kündigung – neues Webinar am Montag, 13. Sept.

Was tun, wenn es mit einem Mitarbeiter nicht so richtig läuft? Die Referentin Jutta Eppard-Thaller erläutert die möglichen Wege ein Arbeitsverhältnis zu beenden und zeigt auf, worauf geachtet werden muss, um hier rechtssicher zu handeln. Der LIV setzt im Rahmen seiner Reihe LIV digital die Informationen um Beendigung des Arbeitsverhältnisses, Aufhebungsvertrag, außerordentliche Kündigung fort. Am Montag, 13. September 2021 gibt es exklusiv für bayerische Innungsmitglieder ein Webinar mit Rechtsanwältin Jutta Eppard-Thaller über Zoom.

Jutta Eppard-Thaller ist Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeitsrecht.
Jutta Eppard-Thaller ist Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeitsrecht.

Von 16 bis 17.30 Uhr informiert die Juristin in verständlichen Worten zu Themen wie Beendigung des Arbeitsverhältnisses, Aufhebungsvertrag, außerordentliche Kündigung. Das Seminar bietet ausreichend Platz für konkrete Fragen aus den Reihen der Teilnehmer. Der LIV und die Münchner Innung arbeiten seit Jahren erfolgreich mit Jutta Eppard-Thaller zusammen. Sie ist Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeitsrecht.

Das Seminar richtet sich exklusiv an Mitgliedsbetriebe der im bayerischen Landesinnungsverband organisierten Innungen, der Seminarpreis beträgt 30 Euro netto.

Anmeldung bitte hier.

Bayerische Friseure begrüßen das Verlängern der Wirtschaftshilfe

„Wir begrüßen die Entscheidung der Bundesregierung, die mit der Corona-Pandemie begründeten Wirtschaftshilfen um drei weitere Monate bis Jahresende 2021 zu verlängern“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser, der auch Vorsitzender des Ausschusses Wirtschaft und Soziales im Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks ist. „Das ist ein richtiges Zeichen für unsere krisengeschüttelten Betriebe. Noch wichtiger wäre es, wenn unser personalintensives Friseurhandwerk beim reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent berücksichtigt wird.“

Die Details der Förderbedingungen der Überbrückungshilfe III Plus werden weitgehend beibehalten. Antragsberechtigt sind weiterhin Unternehmen mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent. Verlängert wird ebenfalls der Eigenkapitalzuschuss für besonders stark betroffene Unternehmen und die Neustarthilfe Plus für Solo-Selbstständige.
“Es ist gut, dass die Verlängerung der Hilfen bereits feststeht. In vielen Regionen Bayerns liegt die Inzidenz über 35, sodass für den Friseurbesuch die 3G-Regel gilt. Mit dem Auslaufen der kostenfreien Tests im Oktober steht den Friseuren noch eine schwierige Zeit bevor”, so Christian Kaiser.

Bayerische Friseure fordern 7 Prozent Mehrwertsteuer “Wir haben unseren Beitrag geleistet”

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sprach sich in der „ARD-Wahlarena“ dafür aus, die Mehrwertsteuer für Gastronomen dauerhaft gesenkt zu halten. Bisher war das nur im Rahmen eines Corona-Hilfspakets geschehen. “Wo bleiben wir Friseure?” entgegnet Landesinnungsmeister Christian Kaiser.

Für das Friseurhandwerk unterwegs: Landesinnungsmeister Christian Kaiser im Bayerischen Wirtschaftsministerium

„Wir haben unseren Beitrag zu den Corona-Maßnahmen geleistet und nun ist es an der Zeit, unsere Betriebe unter Berücksichtigung der enormen Beschäftigungs-, Ausbildungs- und Integrationsleistung des Friseurhandwerks zu entlasten.“
Landesinnungsmeister Christian Kaiser fordert von der Politik: “Vor allem mit einem reduzierten Mehrwertsteuersatz kann die Mehr- und Überbelastung des Faktors Arbeit im Dienstleistungshandwerk Friseur sehr direkt und effizient korrigiert werden. Um die Existenz vieler Salons zu sichern, muss im Friseurhandwerk der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent gelten.“ Eine entsprechende Initiative ging auch vom Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks aus, dessen Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses Christian Kaiser ist.
In einem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier heißt es daher: „Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sind für das Friseurhandwerk folgenschwer und gefährden weiter die Existenz vieler Salons. Die 70.000 Saloninhaberinnen und Saloninhaber haben gemeinsam mit ihren über 250.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pandemie viel auf sich genommen, um das Covid-19 Virus zu bekämpfen. Das Friseurhandwerk hat sich mit beispielhaften Hygienekonzepten und Aktionen wie #friseuregegencorona viel Respekt und soziale Relevanz erarbeitet. Doch ein neues Image allein kann nicht die Antwort auf die Existenznöte sein.“ “Bei Friseurdienstleistungen gibt es keinen Nachholeffekt und die weiterhin bestehenden Einschränkungen führen auch im zweiten Jahr der Pandemie zu einem deutlichen Umsatzrückgang”, bringt Christian Kaiser das Problem auf den Punkt.

LIV digital: Digitale Veranstaltungsreihe erfolgreich gestartet

Erfolgreich gestartet: die neue digitale Seminarreihe des LIV

„Arbeitsrecht – kurz und knackig“ lautete das Motto des ersten Online-Seminars der neuen Veranstaltungsreihe LIV digital an dem rund 40 bayerische Friseure teilgenommen haben. Die Referentin Rechtsanwältin Jutta Eppard-Thaller referierte über Urlaubsrecht im Friseurhandwerk. Ergänzt wurden ihre Ausführungen mit aktuellen Informationen durch LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb. Das Seminar bot ausreichend Platz für konkrete Fragen aus den Reihen der Teilnehmer. 

„Das Feedback zeigt, dass das Online-Seminar ein voller Erfolg war und wir die Veranstaltungsreihe LIV digital fortsetzen werden“, so LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb. Das nächste Seminar findet am Sonntag, 18. April, von 16-18 Uhr statt. Das Thema dreht sich um Facebook – Auftritt und Strategien. Hier gibt es weitere Informationen und das Anmeldeformular. Teilnehmen können selbstständige Friseure.

LIV meldet Erfolg: Keine FFP2-Maskenpflicht für bayerische Friseure

FFP2-Masken sind für Friseure nicht verpflichtend

Die Überzeugungsarbeit des Landesinnungsverband hat gewirkt. In der aktualisierten Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gibt es keine FFP2-Maskenpflicht für bayerische Friseure. „Unsere Arbeit hat sich ausgezahlt. Das ist ein großer Erfolg für die ganze Branche“, so Landesinnungmeister Christian Kaiser. „Viele Gespräche, Briefe und Aktionen von unserer Seite haben zu diesem Erfolg geführt. Das zeigt, wie wichtig gemeinsame Arbeit und Vernetzung innerhalb des Friseurorganisation ist. Damit haben wir für alle bayerischen Friseurunternehmer und ihre Beschäftigten eine große Erleichterung für die Wiedereröffnung am 1. März erreicht.“

Abweichend vom Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk hatte die bayerische Staatsregierung verpflichtend FFP2-Masken für die Beschäftigten vorgesehen. Nach schneller Intervention des LIV wurde dies nun für die Verordnung gestrichen. Jetzt gilt: Der Kunde muss eine FFP2-Maske tragen, der Friseur darf grundsätzlich mit einer medizinischen Maske arbeiten. Die entspricht auch der geltenden Regelung im Handel.

“Wir danken allen Mitgliedsbetrieben für ihre Unterstützung. Als mitgliederfinanzierte Organisation ist der Landesinnungsverband nur so stark wie seine Basis. Mit dem heutigen Erfolg haben wir unsere Schlagkraft erneut unter Beweis gestellt,” so Landesinnungsmeister Christian Kaiser.

Überbrückungshilfe III kann beantragt werden

Selten haben wir einen Moment so herbeigesehnt, wie das Freischalten des Antrags für die Überbrückungshilfe III. Nichts wie ab zum Steuerberater und Antrag einreichen, damit die Abschlagszahlung hoffentlich bald erfolgt. Viel Erfolg!

Weitere Informationen gibt es unter https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/

Friseure erwarten 30 Prozent Umsatzeinbruch

Zum zweiten Mal müssen die Friseure in den Lockdown und die Kassen bleiben leer.

Die Corona-Pandemie wirkt sich massiv auf das deutsche Friseurhandwerk aus. Die Ergebnisse einer Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) zu den Corona bedingten Umsatzeinbrüchen im Friseurhandwerk bestätigen die wirtschaftlichen Existenzängste der Betriebe. Der erneute Lockdown trifft das Friseurhandwerk hart.

Insgesamt haben über 1.300 Friseurunternehmerinnen und Friseurunternehmer an der Umfrage teilgenommen. 70 Prozent der Befragten schätzen ihren Umsatzverlust für das Jahr 2020 mit 30 Prozent oder sogar mehr als 30 Prozent ein. Über 57 Prozent der Befragten haben starke oder sehr starke Existenznöte. Nur 8 Prozent der Teilnehmer geben an, keine Existenzängste zu haben.

Die Umfrageergebnisse verdeutlichen einmal mehr, dass passgenaue Hilfsprogramme jetzt schnell und effektiv bei den Betrieben ankommen müssen.

Bundesweiter Lockdown und erste Maßnahmen

Am heutigen Sonntag haben sich Bund und Länder auf einen zweiten harten Lockdown ab Mittwoch, 16. Dezember geeinigt und auch die Friseursalons müssen schließen. Erste wichtige Informationen erhalten unsere Mitgliedsbetriebe über ihre Innung und im internen Bereich.