Corona-Virus: Friseure bleiben weiterhin geöffnet (Update)

Friseure haben doch weiterhin geöffnet,

Bitte die aktuelle Regelung beachten: bis mindestens 19. April keine Friseurdienstleistungen

Update vom 30. März 2020: Ministerpräsident Markus Söder hat die Verlängerung der am 16. und 20. März angeordneten Maßnahmen verkündet. Damit müssen in Bayern Friseurdienstleistungen bis mindestens 19. April 2020 unterbleiben. Dies gilt auch für mobile Friseure und das Reisegewerbe.

Die Ereignisse überschlagen sich und das Wirrwarr ist komplett. Nach den neuesten Informationen aus der Bayerischen Staatskanzlei bleiben die bayerischen Friseure weiterhin geöffnet (Montag 16. März 2020 – Stand 13:25 Uhr)
Friseure fallen nun unter die Dienstleistungsbranche und bleiben in Bayern weiterhin geöffnet. „Kommando zurück und wir haben weiterhin für unsere Kunden geöffnet“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. Eine zuvor gemeldete Erklärung um 12:05 Uhr auf der LIV-Website ist damit gegenstandslos. Dennoch gelten natürlich die Vorsichtsmaßnahmen im Hinblick auf Corona.
Also: Im Moment steht fest: Friseursalons in Bayern haben trotz Corona weiterhin geöffnet.

Corona-Virus: Friseursalons werden ab Mittwoch geschlossen

Update vom 30. März 2020: Ministerpräsident Markus Söder hat die Verlängerung der am 16. und 20. März angeordneten Maßnahmen verkündet. Damit müssen in Bayern Friseurdienstleistungen bis mindestens 19. April 2020 unterbleiben. Dies gilt auch für mobile Friseure und das Reisegewerbe.

Friseurbetriebe in Bayern werden ab Mittwoch bis voraussichtlich 30. März geschlossen bleiben. Wegen der Corona-Pandemie wird das öffentliche Leben in Bayern stark eingeschränkt. Wie das Bayerische Wirtschaftsministerium und die Bayerische Staatskanzlei gegenüber dem LIV schriftlich am Montag erklärt hat, gilt die Schließung auch für Friseurbetriebe. Dies ist der Stand von Montag, 16. März 2020, um 12:05 Uhr.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus schränkt Bayern das öffentliche Leben im Freistaat stark ein. „Wir rufen den Katastrophenfall aus“, sagte Ministerpräsident Markus Söder am Montag in München. „Das gilt ab jetzt zu diesem Zeitpunkt.“
Oberstes Ziel sei der Schutz der Bevölkerung. Hier gilt es, die „soziale Kontakte auszudünnen, das öffentliche Leben zu verlangsamen“.
Dazu gehört auch der Besuch von Friseursalons in Bayern. Daher werden am Mittwoch, 18. März, im Freistaat Geschäfte geschlossen, die nicht für die Grundversorgung notwendig sind.

„Der Schutz der Bevölkerung geht uns alle an“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser in einer ersten Stellungnahme. „Wir stehen in intensiven Kontakt mit unseren Innungsbetrieben und den politisch Verantwortlichen, um die schwere Krise gemeinsam zu meistern. Wir bitten alle bayerischen Friseure einen kühlen Kopf zu bewahren und keine Panik zu verbreiten. Ruhig, konzentriert und sachorientiert werden Verband und angeschlossene Innungen Informationen aufbereiten und zeitnah informieren. Unser Team arbeitet rund um die Uhr.“

Hier Tipps, um die Ansteckung einzudämmen:
Das neue Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Das Virus wird via Tröpfcheninfektion bei direktem Kontakt mit Infizierten weitergegeben, zum Beispiel durch Husten oder Niesen.
80 Prozent aller Infektionskrankheiten werden über die Hände verbreitet. Im Schnitt fassen wir uns alle vier Minuten ins Gesicht, häufig mit ungewaschenen Händen. Die wichtigste Schutzmaßnahme gegen Viren und Bakterien aller Art ist deshalb: Hände gründlich und oft waschen! Und zwar mindestens 20 Sekunden lang – auch zwischen den Fingern. Eine Eselsbrücke ist, zweimal im Kopf „Happy Birthday“ zu singen. Damit die Hände nicht rissig werden, sollte man sie auch ab und zu eincremen. Niesen und husten Sie in die Armbeuge und nicht in die Hand. Verwenden Sie bei Schnupfen Einmaltaschentücher und keine Stofftücher. Entsorgen Sie die Taschentücher in der Toilette oder in einem Mülleimer mit Deckel.

Corona-Virus: Arbeitsrechtliche Fragen – das Kurzarbeitergeld (Stand 16. März 2020)

Betriebe haben die Möglichkeit Kurzarbeitergeld zu beantragen. Wir zeigen, wie das geht.

Betriebe haben die Möglichkeit Kurzarbeitergeld zu beantragen. Wir zeigen, wie das geht.

Friseurbetriebe haben die Möglichkeit in der Corona-Krise bei ihrer zuständigen Arbeitsagentur Kurzarbeit zu beantragen. Das ist unkompliziert durch Ausfüllen eines entsprechenden Antrags möglich. Mitarbeiter erhalten dann Kurzarbeitergeld. Das Kurzarbeitergeld ist eine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung. Der Arbeitgeber profitiert mittelbar, wenn die Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld erhalten, da er während der Kurzarbeit von den Lohnkosten entlastet wird.

Unter folgenden Voraussetzungen haben die Mitarbeiter des Friseursalons darauf Anspruch: Als Arbeitgeber müssen Sie die regelmäßige Arbeitszeit kürzen und dies der zuständigen Agentur für Arbeit anzeigen.
Das Kurzarbeitergeld soll den Verdienstausfall der Beschäftigten zumindest teilweise wieder ausgleichen. Außerdem kann der Arbeitsplatz für Ihre Mitarbeiter erhalten bleiben, obwohl die aktuelle Situation Ihres Betriebes Entlassungen notwendig machen würde.
Zuständig für das Kurzarbeitergeld ist die örtliche Arbeitsagentur. Dort muss zunächst die Kurzarbeit angezeigt werden. Das Formular gibt es hier.
Erst dann kann das Kurzarbeitergeld beantragt werden. Das Formular gibt es hier: Aus den beiden verlinkten Formularen geht insbesondere auch hervor, welche Unterlagen eingereicht werden müssen.
Allgemeine Infos über das Kurzarbeitergeld für Ihre Arbeitnehmer gibt es von der Arbeitsagentur hier.
Ein Merkblatt der Arbeitsagentur über Kurzarbeitergeld gibt es hier.

Achtung:
Bevor Sie als Saloninhaber das Kurzarbeitergeld bei der zuständigen Arbeitsagentur beantragen, müssen Sie eine entsprechende Vereinbarung mit Ihren Mitarbeitern schließen. Im internen Bereich der LIV-Website haben wir für Innungsbetriebe das Vorgehen und ein Muster für die Vereinbarung hinterlegt, die vor einer Beantragung unbedingt unterzeichnet werden muss. Es handelt sich um eine bedingte, befristete Änderung des Arbeitsvertrages zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Vortrag heute Abend entfällt

Die stürmische Sabine verhindert leider, dass LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb heute nach Oberfranken reisen kann. Deswegen muss der Vortrag „Richtig Kasse machen im Jahr 2020“ in Kronach ausfallen. Sobald es einen Ersatztermin gibt, werden wir ihn hier veröffentlichen.

Betrügerische E-Mails zur Registrierung im Transparenzregister

So sieht die Website zum echten Transparenzregister aus. Die Eintragung dort ist kostenlos.

Unter dem Namen „Organisation Transparenzregister e.V.“ werden derzeit E-Mails versandt, in denen auf die Mitteilungspflicht an das Transparenzregister gemäß §§ 18 ff. des Geldwäschegesetzes hingewiesen wird. Den Empfängern wird bei unterbleibender Registrierung ein Bußgeld angedroht. In den E-Mails wird der Eindruck erweckt, man müsse sich kostenpflichtig auf der Internetseite http://www.TransparenzregisterDeutschland.de registrieren.

Es wird ausdrücklich davor gewarnt, auf solche oder ähnliche E-Mails zu reagieren, sich auf der genannten Internetseite zu registrieren oder gar Zahlungen zu leisten!

Die offizielle Internetseite des Transparenzregisters im Sinne des Geldwäschegesetzes lautet http://www.transparenzregister.de. Die Eintragungen in das Transparenzregister sind kostenlos.

Tarifgehalt für Friseure gestiegen

Mehr Geld gibt es seit 1. Januar 2020 für die Mitarbeiter in Bayerns Friseursalons.

Auf 10 Euro ist der tarifliche Mindestlohn für Friseure in Bayern zum 1. Januar 2020 gestiegen. Die im Tarifvertrag geregelten Entgelte reichen damit von 1.690 Euro für neue Mitarbeiter über 2.247,70 Euro für erste Kräfte bis 2.923,70 Euro für Betriebsleiter und Ausbilder in Betrieben mit 15 und mehr Mitarbeitern.

Zugleich erlaubt eine geänderte Definition der Lohngruppen mehr Flexibilität bei der Eingruppierung neuer Mitarbeiter. „Der zusätzliche Spielraum kann für die Vereinbarung von Leistungslohn genutzt werden“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Lohngruppe I bildet dann den Grundlohn. Neue Mitarbeiter, die sich rasch einarbeiten und Umsatz bringen, verdienen schnell mehr. Andere werden durch den Tarifvertrag nach einem Jahr hochgestuft.“ Klargestellt wird auch die Eingruppierung von Friseurmeistern, um Probleme bei der Sozialversicherungsprüfung zu vermeiden.

Die Stundenlöhne ab 1. Januar 2020 und die neuen Lohngruppen sind im Entgelt-Tarifvertrag vom April 2018 geregelt. Dieser kann beim Landesinnungsverband bestellt werden. Für Mitglieder ist er im internen Bereich hinterlegt.

Friseure begrüßen das Streichen der umstrittenen Kassenbons

Die umstrittene Bonpflicht soll fallen. Die umstrittene Bonpflicht soll fallen.

Das bayerische Friseurhandwerk begrüßt das Vorhaben, die umstrittene Bonpflicht wieder aus dem Gesetz zu entfernen. „Die Ausgabe der Bons für das vollständige Erfassen von Umsätzen ist nicht notwendig,“ so Landesinnungsmeister Christian Kaiser.
Die Bonpflicht ist Teil der neuen Kassensicherungsverordnung, die Kassen durch eine technische Sicherheitseinrichtung (TSE) fälschungssicher zu machen. Die zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung sorgt schon dafür, dass man getippte Umsätze nicht mehr verschwinden lassen kann, so Kaiser weiter. Der Landesinnungsmeister kritisiert scharf, dass im Vorfeld der Gesetzgeber zu wenig auf die berechtigten Einwände der Betroffenen achtet. „In den Ministerien erfolgt wohl keine wirkliche Folgenabschätzung. Wir fordern für künftige Gesetze eine Folgenabschätzung insbesondere für den handwerklichen Mittelstand, in dem meist die Inhaber mit aus den Gesetzen resultierenden Auflagen und Forderungen belastet werden,“ so Kaiser.
Wie aus Ministeriumskreisen zu hören ist, soll die Streichung aus Gründen des Umweltschutzes erfolgt sein, um eine massive Papierverschwendung zu verhindern. Das Thermopapier der Kassenbons ist kein Altpapier. „Umweltschutz ist wichtig, aber die Verantwortlichen im Ministerium hätten vorher daran denken können und nicht erst auf den Druck des Mittelstands und der Bevölkerung reagieren müssen“, so Kaiser kopfschüttelnd.