Seminar zur Kassenführung im Friseurhandwerk

Betriebsprüfer und Diplom-Finanzwirt (FH) Gerd Achilles zeigt beim Intensivseminar „Kassenführung im Friseurhandwerk“ am 21. Juli 2019 in Nürnberg auf, wie die Kasse im Friseursalon zu führen ist, um für die nächste Betriebsprüfung oder Kassennachschau gewappnet zu sein.

Ordnungsgemäß geführte Kassenaufzeichnungen sind zu einer zentralen Herausforderung im Friseurhandwerk geworden. Derzeit tragen Gesetzesänderungen und aktuelle Anweisungen des Bundesfinanzministeriums zur Verunsicherung der Branche bei. Die wachsenden Anforderungen an die formelle Ordungsgemäßigkeit erscheinen vielen Unternehmen kaum noch erfüllbar. Mit Gerd Achilles konnte der Landesinnungsverband für das Seminar einen ausgewiesenen Experten zum Thema Kassenführung gewinnen. Informationen zu Ablauf und Inhalt sowie die Anmeldeunterlagen gibt es hier.

Das Angebot richtet sich nur an Innungsmitglieder. Die Teilnahme erfordert unbedingt die vorherige Anmeldung beim Landesinnungsverband, vor Ort erfolgt kein Kartenverkauf.

Gesellenprüfung für Friseurazubis beginnt

 

1077 bayerische Friseurazubis stellen heute in einer vierstündigen schriftlichen Prüfung ihr Wissen unter Beweis. Die Aufgaben in den Fächern Friseurtechniken, Betriebsorganisation und Kundenmanagement sowie Wirtschafts- und Sozialkunde sind Teil der Gesellenprüfung zum Abschluss der Ausbildung. In den kommenden Wochen absolvieren die Azubis dann noch eine eintägige praktische Prüfung. Darin müssen sie unter anderem jeweils einen modischen Damen- und Herrenhaarschnitt am Modell erarbeiten.

Der Landesinnungsverband wünscht allen Prüflingen viel Erfolg in der Prüfung sowie Freude und Erfüllung im wohl schönsten Beruf der Welt!

Das tarifliche Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt bei 1634 Euro. Mit etwas Berufserfahrung verdienen Friseure bei entsprechender Leistung in guten Salons zwischen 2500 und 3000 Euro. Motivierte und leistungsstarke Mitarbeiter sind im bayerischen Friseurhandwerk stark gesucht.

In den rund 9ooo umsatzsteuerpflichtigen Friseursalons in Bayern sind über 36000 Personen tätig und werden 3700 Nachwuchskräfte ausgebildet. Der Nettobranchenumsatz der bayerischen Betriebe liegt bei über 1,1 Milliarden Euro.

 

Wallfahrt auf den Heiligen Berg – wer ist mit dabei?

Immer wieder ein Erebnis: Die Friseurwallfahrt. Am Montag geht es wieder los.

Immer wieder ein Erebnis: Die Friseurwallfahrt. Am Montag geht es wieder los.

Zur 16. Wallfahrt des bayerischen Friseurhandwerks auf den Heiligen Berg von Andechs lädt der Landesinnungsverband ein. Am Montag, 24. Juni 2019, treffen sich die Wallfahrer um 10 Uhr am Bahnhof in Herrsching und gehen durch das Kiental hinauf nach Andechs. Höhepunkt ist um 11.30 Uhr der von den Friseuren gestaltete ökumenische Gottesdienst mit Posaunenchor in der Wallfahrtskirche. Nach dem Gottesdienst sind Plätze im Biergarten reserviert.

Durch die gesunde Mischung aus Spiritualität und Lebensfreude, Gottesdienst und Biergartenbesuch mit musikalischer Begleitung ist bei dieser Wallfahrt für jeden etwas dabei. Die Anreise nach Herrsching ist aus dem Großraum München mit der S-Bahn Linie 8 nach Herrsching möglich. Abfahrt am Münchner Hauptbahnhof entweder um 8.25 Uhr oder um 09.05 Uhr, Fahrtdauer 50 Minuten.

Im Flyer Wallfahrt sind alle Infos um die Wallfahrt zusammengefasst. 

Wer will schon als Friseur in die Röhre schauen?

Kopfschütteln bei Bayerns Friseuren: Wer will schon als kreativer Mensch den ganzen Tag in die Röhre schauen?

Mit Kopfschütteln reagieren die bayerischen Friseure auf eine Werbekampagne der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG. Das Unternehmen der Stadtwerke München plakatiert im U-Bahn-Bereich der Landeshauptstadt einen Aufruf zum Jobtausch für Friseure.

„Tausche Kamm & Schere gegen Fahrersitz“, heißt es in dem Plakat. „Glauben die Verantwortlichen wirklich, dass sich ein Friseur mit so einer plumpen Ansprache locken lässt? Schließlich hat er sich bewusst für einen kreativen Beruf entschieden“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Warum soll ich als Friseur die Monotonie eines U-Bahn-Fahrers wählen, wenn ich Schönheit und Kreativität im Beruf haben und mich selbst verwirklichen kann? Wer will schon dauernd in die Röhre schauen?“

Zudem wird durch die Digitalisierung der U-Bahn-Fahrer ersetzt, wie die fahrerlosen U-Bahnen in Nürnberg bereits zeigen. Der Friseurberuf hat dagegen Bestand, denn er arbeitet am Menschen und ist nicht zu ersetzen.

Azubis der Friseur-Innung Kempten „lernen“ Inklusion

Daumen hoch für eine Super-Aktion. Jutta Sonntag (Reihe hinten, ganz links), Obermeisterin der Friseur-Innung Kempten, organisierte mit Auszubildenden aus Betrieben der Friseur-Innung Kempten einen Styling-Nachmittag in den Allgäuer Werkstätten in Kempten, einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Foto: moriprint

Menschen mit Behinderung dürfen nicht am Rand stehen, sondern gehören mitten in unsere Gesellschaft, verdienen Respekt und Wertschätzung. Oft sind nur mangelndes Wissen und Erfahrung für eine gewisse Scheu im Umgang mit Menschen mit Behinderung ursächlich. Azubis der Friseur-Innung Kempten hatten jetzt die Gelegenheit, durch einen Styling-Nachmittag in den Allgäuer Werkstätten in der Praxis zu erfahren, was Inklusion bedeutet. Es war ein großartiges Erlebnis, nicht nur für die Azubis, sondern auch für die elf Frauen mit Behinderung, die „Kundinnen“ sein durften.

Die Friseur-Innung Kempten sieht immer schon eine wichtige Aufgabe darin, ihren Auszubildenden nicht nur fachliche Fertigkeiten zu vermitteln, sondern auch deren soziale Kompetenzen zu fördern. So stieß auch die Idee einer Mitarbeiterin der Allgäuer Werkstätten bei der engagierten und stets an besonderen Aktionen interessierten Innungs-Obermeisterin Jutta Sonntag auf offene Ohren, und sie wurde sofort aktiv. „Wir möchten unseren Auszubildenden einfach ganz unterschiedliche Plattformen bieten“, erklärt dazu Jutta Sonntag.

17 Frauen mit Behinderung wollten „Kundinnen“ bei dieser Styling- und Schminkaktion werden, elf schafften den Platz vor einem Spiegel durch Losentscheid. Die vier Auszubildenden aus Mitglied-Salons der Friseur-Innung Kempten erfüllten alle Wünsche ihrer Kundinnen, schönes Make-Up oder schicke Frisuren. Die Veränderung gefiel den Frauen, sie zeigten deutlich ihre Freude. Am liebsten hätten sie es gesehen, wenn gleich ein neuer Termin vereinbart worden wäre.

Jutta Sonntag ist über diesen Styling-Ausflug in die Allgäuer Werkstätten hochbegeistert. Die Obermeisterin wertet es insbesondere sehr positiv, wie selbstverständlich und herzlich die Auszubildenden mit ihren neuen Kundinnen umgingen. Mehrere Azubis haben auch bereits ihr Interesse bekundet, beim nächsten Mal ebenfalls mitzuwirken. Sophia Eggert, die das Inklusionsprojekt von Seite der Allgäuer Werkstätten begleitete, brachte es auf den Punkt: „Es ist eine absolute Win-win-Situation.“

In den 1975 gegründeten Allgäuer Werkstätten werden aktuell knapp 700 Menschen mit Behinderung von ca. 180 Angestellten an den Standorten Kempten und Sonthofen in sieben Einrichtungen betreut. Speziell auf Menschen mit Behinderung angepasste Arbeitsangebote, verbunden mit Förderung und Bildung, bilden die Grundlage der Aufgaben der Allgäuer Werkstätten.

Wahlaufruf zur Europawahl: „Wir Friseure stehen für Europa ein“

An der LIV-Geschäftsstelle hängt die Europa-Fahne Ja zu Europa.

An der LIV-Geschäftsstelle hängt die Europa-Fahne – Ja zu Europa.

„Ich bitte Sie als Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks am 26. Mai bei der Europawahl Ihre Stimme für ein demokratisches und freies Europa abzugeben.“ Landesinnungsmeister Christian Kaiser ruft alle bayerischen Friseure auf, an der anstehenden Europawahl teilzunehmen und demokratisch zu wählen. „Nur wenn wir uns zu einem gemeinsamen starken Europa bekennen, dann werden wir Freiheit und Frieden für uns und unsere Kinder fortsetzen können.“

Damit schließt sich Kaiser für den Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks dem Wahlaufruf des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks ZDH an. „Wir Friseure stehen für Europa ein und in unseren Salon praktizieren wir ein gemeinschaftliches Europa. Ein Europa der Völkerverständigung, denn dies ist unsere gemeinsame Zukunft. Geben Sie Extremisten und Nationalisten keine Chance bei der anstehenden Wahl“, so Kaiser weiter.

Die Europäische Union steht für fast 70 Jahre Frieden. Als größter demokratischer Freiheits-, Rechts-, Wirtschafts- und Wohlstandsraum der Welt mit hoher sozialer Verantwortung ist Europa Teil unserer Identität. Bei der Wahl zum Europäischen Parlament am 26. Mai geht es um die Zukunft Europas. „Deshalb rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen“, so Kaiser. Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft setzen sich mit großer Leidenschaft für die europäische Integration und die Beteiligung an der Europawahl. Ihren gemeinsamen Aufruf stellen sie unter das Motto: „WIRtschaft für Europa“.

Auf die großen globalen Herausforderungen von heute brauchen wir europäische Antworten. Nur eine geschlossene und handlungsfähige EU ist in der Lage, auf Augenhöhe mit anderen Weltmächten zu verhandeln und die uns verbindenden Werte und wirtschaftlichen Interessen zu verteidigen. Jeder einzelne Mitgliedstaat, auch Deutschland, ist für sich genommen zu klein.

„Am 26. Mai müssen die Weichen für ein starkes Europa gestellt werden. Unsere Unternehmen und ihre Beschäftigten erwarten von der Politik vollen Einsatz für die europäische Integration“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser in seinem Aufruf.

 

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Wenn YouTube zum Nachhilfelehrer wird

Aus- und Weiterbildungs-Experte Bergmann geht bei der Ansprache der Azubis neue Wege. Seit einiger Zeit arbeitet das Unternehmen mit Influencern im Onlinebereich zusammen. Die Reaktionen auf die Videos sind so positiv, dass man dieses Instrument weiter ausbaut. „Wir bieten ein überall abrufbares Medium an, um Lerninhalte aufzufrischen“, erklärt Harald Heinz, Mitglied der Geschäftsleitung Bergmann. Bei Bergmann ist man sich sicher, dass die Implementierung von Social Media in der Aus- und Weiterbildung für die Zukunft wichtig ist.

Der Ausbau des Videoangebotes und die Zusammenarbeit von Bergmann mit Influencern läuft bereits. Eine der Protagonistinnen ist Lisa Saccio, die PLW Gewinnerin des letzten Jahres. Sie hat ein Video zum Thema Färben aufgenommen, weitere werden folgen. An Übungsköpfen werden unterschiedliche Techniken erklärt. Es werden Tipps und Tricks von Profis gezeigt, die von Schnitt über Pflege bis Hochstecken reichen.

Geplant ist auch, QR-Codes zu etablieren. Diese leiten den User sofort weiter zum jeweiligen Videoangebot. Harald Heinz kündigt an: „Wir bauen eine Online-Academy auf, um analoge Lehrmethoden mit zukunftsorientieren, virtuellen Methoden zu kombinieren.