Corona-Virus: Bayerische Friseure dürfen ab 4. Mai öffnen

Ministerpräsident Söder während seiner Pressekonferenz.

Ministerpräsident Söder während seiner Pressekonferenz.

Das bayerische Friseurhandwerk begrüßt ausdrücklich die ersten Lockerungen der Staatsregierung bei den Corona-Beschränkungen in Bayern. So dürfen Friseurbetriebe in Bayern ab 4. Mai wieder öffnen, wenn sie bestimmte Hygiene- und Abstandsregeln einhalten.
„Die genauen Hygieneauflagen werden im Moment auf Bundesebene erarbeitet“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Wir in Bayern tun alles dafür, dass die Regeln schnellstmöglichst auf den Weg kommen und mit den zuständigen Ministerien abgestimmt werden.“ Ministerpräsident Markus Söder wies in der Pressekonferenz am 16. April darauf hin, dass es ein Maskengebot und eine Abstandsregelung in den Salons geben soll. Söder lobte ausdrücklich den bayerischen Landesinnungsverband für eine „Reihe von sehr guten Vorschlägen“.

Neben den ohnehin strengen Hygieneauflagen in Salons soll der Zutritt zu den Friseurbetrieben gesteuert werden, um Warteschlangen zu vermeiden. Zudem soll persönliche Schutzausrüstung eingesetzt werden.
Der LIV ist in Verhandlungen mit Lieferanten von Masken und Desinfektionsmitteln für seine Mitgliedsbetriebe. „Die Wiedereröffnung unserer Mitgliedsbetriebe darf nicht am Material scheitern“, erklärt Landesinnungsmeister Christian Kaiser. Ein erstes Angebot ist an Mitgliedsinnungen und Obermeister bereits verschickt worden.

Corona-Virus: Re-Start der Friseure in Bayern

Seit 10 Uhr tagt das Bayerische Kabinett, um für den Freistaat den Zeitplan für den Weg aus dem Corona-Ausnahmezustand festzulegen. Ministerpräsident Söder hatte am Mittwochabend in Berlin nach der Bund-Länder-Konferenz erklärt, dass Bayern vom verkündeten Zeitplan in einigen Punkten abweichen werde. Daher ist der Termin für den Re-Start der Friseure in Bayern erst nach der heute für 12.30 Uhr angekündigten Pressekonferenz bekannt.

Der Landesinnungsverband hat bereits vor Ostern dem Bayerischen Wirtschaftsministerium Vorschläge für die Exit-Strategie des Friseurhandwerks unterbreitet. Seit gestern Abend gibt es nun auch ein weiteres Positionspapier des Zentralverbandes. Dieses schlägt ein Bündel von Maßnahmen vor, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Das Positionspapier kann als Anhaltspunkt für die zu erwartenden Auflagen an die Mitgliedsbetriebe weitergegeben werden. Das letzte Wort hat allerdings auch hier die Politik.

Corona-Virus: Argumente für Exit-Strategie an Wirtschaftsminister übermittelt

„Wir fordern den Bayerischen Wirtschaftsminister auf, den Landesinnungsverband bei der Erarbeitung einer Exit-Strategie für das bayerische Friseurhandwerk zu beteiligen,“ so Landesinnungsmeister Christian Kaiser

„Wir fordern den Bayerischen Wirtschaftsminister auf, den Landesinnungsverband bei der Erarbeitung einer Exit-Strategie für das bayerische Friseurhandwerk zu beteiligen,“ so Landesinnungsmeister Christian Kaiser

„Wir fordern den Bayerischen Wirtschaftsminister auf, den Landesinnungsverband bei der Erarbeitung einer Exit-Strategie für das bayerische Friseurhandwerk zu beteiligen,“ so Landesinnungsmeister Christian Kaiser zu bevorstehenden Ankündigungen in der Corona-Krise. „Wir haben deshalb dem Wirtschaftsministerium unsere Argumente und Überlegungen einer Exit-Strategie übersandt und hoffen auf eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Friseurhandwerk und Politik.“

„Wir müssen handeln, denn die aktuelle Situation beflügelt die Schwarzarbeit. Die Nachfrage nach Friseurdienstleistungen ist vorhanden“, so Kaiser. Do it yourself (DIY) birgt Gefahren für den bayerischen Verbraucher, wenn Friseurkunden nun zu Drogerieprodukten greifen, die sie sonst nicht anwenden und die damit Allergien auslösen können. Ein weiteres Argument sieht der Landesinnungsverband darin, dass die Friseurdienstleistung zum Wohlbefinden der Menschen beiträgt. Zudem sind Friseurdienstleistungen zum Teil medizinisch notwendig (Perückenversorgung bei Krebspatienten) oder für die psychische Gesundheit wichtig. So müssen geklebte Toupets alle vier Wochen erneuert werden.

Diese Argumente für eine gemeinsame Exit-Strategie und Maßnahmen, die Friseuren ein sicheres Arbeiten mit erhöhten Hygienestandards ermöglichen sollen, wurden dem Wirtschaftsministerium als zuständigem Ministerium übermittelt. „Wir unterstützen die Maßnahmen der bayerischen Politik und sind uns sicher, dass wir mit unseren guten Argumenten auf offene Ohren bei Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger stoßen“, erklärte Landesinnungsmeister Christian Kaiser. Am Mittwochmittag wollen sich die verantwortlichen Politiker zum weiteren Vorgehen in Sachen Corona äußern. 

Ostern und die ungelegten Eier

Beim Einkaufen hat mir die freundliche Metzgereifachverkäuferin erzählt, dass ihre kleine Tochter jeden Tag fragt „Mama, wann ist endlich Ostern?“. Wir alle kennen diese Ungeduld von Kindern vor besonderen Ereignissen. Und was antworten wir als Erwachsene? „Du muss noch ein bisschen Geduld haben. Bald ist es so weit. Der Osterhase kommt auch ganz bestimmt zu dir. Natürlich wird er dich nicht vergessen …“ Das Kind weiß nicht, dass Eltern, Geschwister, Großeltern längst die Vorbereitungen für die spannende Ostereiersuche am Sonntagmorgen getroffen haben.

Warum schreibe ich das hier? Viele Saloninhaber und ihre Mitarbeiter sind genauso ungeduldig wie das Kind in seiner Vorfreude auf den Osterhasen. „Wann dürfen wir unseren Salon wieder öffnen und unter welchen Bedingungen?“ ist die Frage, die viele umtreibt. Natürlich geht es bei der Ungeduld der Friseure nicht um ein paar Schokoeier, sondern um die wirtschaftliche Existenz einerseits und die Gesundheit der Friseure, ihrer Angehörigen und Kunden andererseits. Trotzdem kann und muss ich heute sagen: Die bayerischen Friseure müssen noch etwas Geduld haben. Es ist kein Zeitplan bekannt und auch die Bedingungen für die Wiedereröffnung der Salons stehen noch nicht fest. Aber so wie das Kind von den Ostervorbereitungen nichts mitbekommt, läuft eben auch manche Arbeit des Landesinnungsverbandes im Hintergrund und ist somit für die Mitglieder nicht erkennbar. In den vergangenen Wochen wurde sowohl auf Landes- als auch Bundesebene intern an der Exit-Strategie für die Branche gearbeitet. In vielen Telefonaten, Chats und Videokonferenzen wurden Fakten und Ideen ausgetauscht, unterschiedliche Ansichten diskutiert und Positionen festgelegt. Warum wir die Mitglieder nicht über die Ergebnisse informieren? Nun, über ungelegte Eier spricht man nicht.

Friseurunternehmer sind es gewohnt, sich Maßnahmen für den Salon zu überlegen und dann umzusetzen. In der Verbandsarbeit gelten aber andere Gesetzmäßigkeiten als im Unternehmen. Wir können uns eine schöne Exit-Strategie überlegen, aber damit ist die Arbeit nicht erledigt. Unsere Überlegungen müssen mit anderen Organisationen wie z.B. der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege abgestimmt werden. Und dann müssen wir die politischen Entscheidungsträger überzeugen. Das alles ist am Laufen, aber es gibt noch keine veröffentlichbaren Ergebnisse.

Wenn einzelne Betriebe nun aber eigene Vorschläge an die Politik herantragen, ist das kontraproduktiv. Was für den einzelnen Salon unter Marketinggesichtspunkten richtig ist, taugt nicht unbedingt als Beratungs- und Entscheidungsgrundlage für die Politik.

Daher die große Bitte: Genießen Sie die Ostertage zuhause, polieren Sie Ihr Werkzeug, bringen Sie den Salon auf Hochglanz, räumen Sie den Keller auf oder graben Sie den Garten um … aber bringen Sie bitte keine eigenen Konzepte für die hoffentlich baldige Wiedereröffnung der Friseursalons in Umlauf.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein schönes Osterfest und hoffe sehr, dass die Bayerische Staatsregierung eine schöne Überraschung für uns alle vorbereitet.

Ihre
Doris Ortlieb
Geschäftsführerin des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks

Corona-Virus: Herr Söder, vermissen Sie Ihren Friseur?

Bei der Online-Veranstaltung CSU-Live am 8. April 2020 beantwortet Ministerpräsident Markus Söder die Frage von LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb: Wie sehr vermissen Sie Ihren Friseur? Interessant auch die Anmerkung von Generalsekretär Markus Blume.

Corona-Virus: BGW sagt Unternehmerschulungen ab

Aufgrund der Corona-Pandemie und der verhängten Kontaktsperre hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) die Schulungen im Rahmen der alternativen Betreuung bis vorerst 1. Juni 2020 abgesagt. Kein Unternehmen hat Nachteile in Bezug auf die in den Anschreiben der BGW gesetzten Fristen, wenn Schulungstermine wegen der Ansteckungsgefahr durch Corona abgesagt werden müssen. Es werden auf jeden Fall auch spätere Nachholtermine akzeptiert, und im Sinne einer weiteren aktiven Teilnahme an der Alternativen Betreuung gewertet.

Corona-Virus: Ehrenamtliche Vorstandsarbeit geht virtuell weiter

Erste virtuelle Vorstandssitzung des LIV.

Erste virtuelle Vorstandssitzung des LIV.

Neue Zeiten bringen neue Herausforderungen mit sich. Aufgrund der Corona-Krise hat der Vorstand des Landesinnungsverbandes seine erste Vorstandssitzung im Netz abgehalten. Via Zoom wurden die ehrenamtlichen, über ganz Bayern verteilten Vorstandsmitglieder von der Geschäftsführung zu einem Zoom-Meeting eingeladen und besprachen aktuelle Themen.
„Unsere Vorstandsarbeit geht weiter und ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen, die als Friseurmeisterin und -meister einen eigenen Salon haben, sich für das bayerische Friseurhandwerk in dieser schweren Zeit einzusetzen“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Die Technik macht es möglich, dass wir unser Ehrenamt weiter wahrnehmen und dringende Themen besprechen können.“ Diskutiert wurde unter anderem über den Informationsbedarf der Mitgliedsbetriebe und Strategien für die Wiedereröffnung der Salons.
Nachdem die Mitgliederversammlung Ende April wegen Corona ausfallen muss, werden als nächstes Bezirksversammlungen via Zoom durchgeführt, damit der Informationsfluss gewährleistet ist.

Corona-Virus: Friseure fordern Unterstützung für Betriebe

Für das Friseurhandwerk hat die allgemeine Betriebsschließung eine existenzbedrohende Konsequenz. Bereits zuvor führten die Auswirkungen der Corona-Epidemie zu dramatischen Umsatzeinbrüchen. Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks positioniert sich deshalb deutlich mit einigen Forderungen. Landesinnungsmeister Christian Kaiser, der auch Vorstandsmitglied im Zentralverband ist, unterstreicht die Forderungen mit den Worten. „Die Politik muss jetzt handeln.“

Erleichterung und Erhöhung Kurzarbeitergeld

Es ist zu begrüßen, dass der Zugang zum Kurzarbeitergeld zum Erhalt von Arbeitsplätzen erweitert wurde und auch bei der Bundesagentur für Arbeit die Abläufe hierfür vereinfacht wurden. Doch fast alle Friseurbetriebe verfügen über kein Personalbüro; deshalb müssen jetzt weitere Verfahrenserleichterungen und Hilfestellungen auf den Weg gebracht werden.

Insbesondere muss aufgrund der besonderen Situation in der Friseurbranche das Kurzarbeitergeld so schnell wie möglich erhöht und auch die Auszubildenden und geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse müssen hier mit einbezogen werden.

Soforthilfe muss ankommen

Eine betriebsgrößenabhängige Pauschalentschädigung wegen der Betriebsschließungen ist grundsätzlich ein wichtiger Beitrag zur Soforthilfe, wenn dies umgehend und vor allem unbürokratisch umgesetzt wird. Diese Lösung muss aber auch Betriebe mit mehr als 10 Mitarbeiter einschließen.

Rechtsanspruch auf Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz verankern

Grundsätzlich ist es aber erforderlich, dass allgemeine Schließungsverfügungen und Maßnahmen aufgrund des Infektionsschutzgesetzes auch in diesem Rahmen erfolgen und nach § 56 Infektionsschutzgesetz (IfSG) entschädigt werden. Dazu gehört der Verdienstausfall der Mitarbeiter, eine Entschädigung des Verdienstausfalls für Selbständige und eine Erstattung laufender Betriebskosten in angemessenem Umfang. Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks fordert, dass das IfSG entsprechend anzupassen ist.

Beiträge zur Berufsgenossenschaft und Handwerkskammer müssen solange gestundet oder ausgesetzt werden, bis wieder ein regelmäßiger Geschäftsbetrieb aufgenommen werden kann.

Corona-Virus: Umgehend Beitragsstundung beantragen

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen hat die Möglichkeiten zur Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen modifiziert. Damit der Beitrag für den Monat März nicht eingezogen wird, muss der Antrag heute (26.3.) noch  an die Krankenkassen gerichtet werden. Mitgliedsbetriebe können ein Musterformular bei ihrer Innung anfordern oder im internen Bereich herunterladen. Sind Beschäftigte bei verschiedenen Krankenkassen versichert, muss der Stundungsantrag bei jeder Krankenkasse separat gestellt werden.

Corona-Virus: Änderungen beim Kurzarbeitergeld in Kraft

Die angekündigten Erleichterungen bzw. Verbesserungen zum Kurzarbeitergeld sind nun rückwirkend zum 01. März 2020 in Kraft getreten. Sie betreffen auch das Friseurhandwerk.
Das zuständige Bundesministerium hatte am 19. März 2020 einen Verordnungsentwurf über Erleichterungen der Kurzarbeit (Kurzarbeitergeldverordnung – KuGV) vorgelegt, der jetzt die Maßnahmen über befristete Erleichterungen beim Bezug von Kurzarbeitergeld umsetzt.
Ganz konkret bedeuten die Erleichterungen:
1) Das Absenken des Anteils der Beschäftigten, der von Arbeitsausfall betroffen sein muss, um einen Anspruch auf Kurzarbeitergeld zu haben, auf zehn Prozent der Belegschaft.
2) Verzicht auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten (Minusstunden) vor der Gewährung von Kurzarbeitergeld
3) Vollständige Erstattung der vom Arbeitgeber zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit
4) Ausdehnung des Kurzarbeitergeldbezugs auf Leiharbeitnehmer – wobei dieser Punkt wohl eher nicht das Friseurhandwerk betrifft.

Landesinnungsmeister Christian Kaiser begrüßt zusammen mit dem Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks die Erleichterungen. „Sie leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, Beschäftigung im Friseurhandwerk zu sichern und unsere Unternehmen zu entlasten.“ Darüber hinaus wird die Verordnung, wie vom ZDH gefordert, mit dem Beschluss des Bundeskabinetts rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft treten.

Über die in der Verordnung beschlossenen Maßnahmen hinaus sieht Landesinnungsmeister Christian Kaiser die Ausweitung der erleichterten KuG-Regelungen auf Auszubildende und geringfügig Beschäftigte als notwendig an. Zudem weist der Landesinnungsverband in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es Saloninhabern unbenommen bleibt, auf einzelvertraglicher oder betrieblicher Ebene eine Aufstockungen der KuG-Leistungen vorzunehmen, wenn die Liquidität des Betriebes dies zulässt.
Der LIV hat auf seiner Website verschiedene Hinweise zum Kurzarbeitergeld für Friseurbetriebe zusammengestellt:
Corona-Virus: Keine Ankündigungsfrist im Tarifvertrag
Corona-Virus: Verbessertes Kurzarbeitergeld rückwirkend ab 1. März
Corona-Virus: Arbeitsrechtliche Fragen – das Kurzarbeitergeld (Stand 16. März 2020)