Entgelt-Tarifvertrag ist allgemeinverbindlich

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Nun ist es endlich amtlich: Im Bundesanzeiger wurde die Allgemeinverbindlichkeit des Entgelt-Tarifvertrages für das bayerische Friseurhandwerk veröffentlicht. Der Tarifausschuss beim bayerischen Arbeitsministerium hatte bereits Anfang Oktober 2018 dem gemeinsamen Antrag des Landesinnungsverbandes und der Gewerkschaft zugestimmt. Die Veröffentlichung der Entscheidung ließ allerdings bis Anfang 2019 auf sich warten. Die Allgemeinverbindlichkeit gilt rückwirkend ab 1. September 2018.

Doch was bedeutet die Allgemeinverbindlichkeit eines Tarifvertrages? Zunächst gilt ein Tarifvertrag nur für die Mitglieder der Tarifvertragsparteien. Damit hätten nur Friseure, die Gewerkschaftsmitglied sind und in einem Innungsbetrieb beschäftigt werden, Anspruch auf den Tariflohn. Dadurch, dass ein Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt wird, bildet er eine verbindliche Lohnuntergrenze für alle Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Geltungsbereich des Tarifvertrages. Das Tarifvertragsgesetz lässt eine Allgemeinverbindlicherklärung zu, wenn diese „im öffentlichen Interesse geboten erscheint. Die Allgemeinverbindlicherklärung erscheint in der Regel im öffentlichen Interesse geboten, wenn 1. der Tarifvertrag in seinem Geltungsbereich für die Gestaltung der Arbeitsbedingungen überwiegende Bedeutung erlangt hat oder 2. die Absicherung der Wirksamkeit der tarifvertraglichen Normsetzung gegen die Folgen wirtschaftlicher Fehlentwicklung eine Allgemeinverbindlicherklärung verlangt.“

Alle selbstständigen und angestellten Friseure, die unter die Geltung des Tarifvertrages fallen, können nun beim Landesinnungsverband ein Exemplar des Tarifvertrages erwerben. Hier geht es zum Bestellformular.

Entgelt-Tarifvertrag ist allgemeinverbindlich

Fotoshooting TAP 207

Für allgemeinverbindlich erklärte der Tarifausschuss beim bayerischen Arbeitsministerium den Entgelt-Tarifvertrag für das bayerische Friseurhandwerk. Damit haben rund 27.300 Beschäftigte in über 8.840 bayerischen Friseurbetrieben rückwirkend zum 1. April 2013 einen Anspruch auf die tarifvertraglich geregelten Stundenlöhne. „Der Tarifvertrag gilt ohne Ausnahme für alle mit friseurhandwerklichen Arbeiten betrauten Mitarbeiter in bayerischen Friseursalons“, stellt Landesinnungsmeister Andreas Popp klar. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie über einen deutschen Berufsabschluss verfügen oder nicht. Für Vollzeitbeschäftigte beträgt der monatliche Mindestlohn damit 1.338 €, Gesellen verdienen von 1.359 € aufwärts. Wer im Salon Führungsverantwortung hat, darf sich auf ein Gehalt von mindestens 2.114,12 € freuen.

Innungsmitglieder haben den Tarifvertrag bereits von ihrer Innung erhalten oder können ihn dort anfordern. Nichtmitglieder können ihn hier bestellen.

Bayerns Friseure erhalten 3,9 Prozent mehr Lohn

Mitgliederversammlung in Fürstenfeldbruck.

Mitgliederversammlung in Fürstenfeldbruck.

Über eine Steigerung der Tarifentgelte dürfen sich die Arbeitnehmer im bayerischen Friseurhandwerk freuen. Der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks einigte sich mit der Gewerkschaft auf einen entsprechenden Tarifvertrag. Jetzt wird die Allgemeinverbindlichkeit beantragt.

Zum 1. April 2013 hat der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks einen Lohntarifvertrag mit einer Laufzeit von 31 Monaten geschlossen. In dieser Zeit werden drei Erhöhungen jeweils zum 1. Mai eines Jahres vorgenommen. Zum 1. Mai 2013 gibt es eine Tariferhöhung um 3,9 Prozent bei allen Lohngruppen. Im ersten Gesellenjahr beträgt der Tariflohn dann 1.359,07 € bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 39 Stunden. Erste Kräfte ohne Führungsaufgaben verdienen mindestens 1.847,22 €. „Uns als Landesinnungsverband ist es wichtig, dass wir in Bayern für gute Arbeit gute Löhne bezahlen, deshalb streben wir die Allgemeinverbindlichkeit an.“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp.

Die Tarifvertragsparteien werden gemeinsam die Allgemeinverbindlichkeit des Vertrages ab Inkrafttreten beantragen. Wird der Vertrag für allgemein verbindlich erklärt, gilt er für alle Friseurbetriebe in Bayern. „Seit über 20 Jahren haben wir in Bayern allgemeinverbindliche Lohntarife und somit einen tariflichen Mindestlohn. Einem staatlich verordneten Mindestlohn erteilen wir eine klare Absage“, konstatiert Landesinnungsmeister Andreas Popp.

 

Tariflöhne für bayerische Friseure sind allgemein verbindlich

Bayerische Tarifverträge

Die Tarifverträge im bayerischen Friseurhandwerk gelten für alle Salons in Bayern.

Für allgemein verbindlich erklärte in seiner heutigen Sitzung der Tarifausschuss im bayerischen Arbeitsministerium den Entgelt-Tarifvertrag für das bayerische Friseurhandwerk. Er folgte damit im Grundsatz dem gemeinsamen Antrag der Gewerkschaft verdi und des Landesinnungsverbandes. Die Allgemeinverbindlichkeit gilt für alle Lohngruppen mit Ausnahme der Gruppe Ia rückwirkend ab 1. April 2011. Die Lohngruppe Ia ist ab 1. Dezember 2011 allgemein verbindlich. „Als bayerischer Landesinnungsverband treten wir für einen fairen Wettbewerb im Friseurhandwerk ein. Dazu gehören faire Löhne und das Einhalten von Lohnuntergrenzen. Die Allgemeinverbindlichkeit ist hierbei ein wichtiger Baustein. Wir begrüßen die Entscheidung des Tarifausschusses.“, so Josef Wieser, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landesinnungsverband, der die Entscheidung des Tarifausschusses persönlich entgegennahm.

Im ersten Gesellenjahr gilt nun für alle Friseure, die in Friseursalons in Bayern beschäftigt sind, ein tariflicher Mindestlohn von 7,62 Euro pro Stunde. Betriebsleiter in Betrieben mit ein bis vier Mitarbeitern haben einen Anspruch auf einen Stundenlohn von 11,81 Euro.

Nach dem Tarifvertragsgesetz sind die Arbeitgeber verpflichtet, die für ihren Betrieb maßgebenden Tarifverträge an geeigneter Stelle im Betrieb auszulegen. Innungsmitglieder haben den Tarifvertrag bereits von ihrer Innung erhalten. Nichtmitglieder können ihn hier bestellen.

Mitarbeiter im bayerischen Friseurhandwerk erhalten mehr Lohn

Amberg (12. November 2007) – Bis zu 4,7 Prozent mehr Gehalt beschert der jüngste Tarifabschluss des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di den Angestellten im bayerischen Friseurhandwerk. Damit liegt der tarifliche Mindestlohn für Gesellen ab dem zweiten Berufsjahr bei 7,66 Euro pro Stunde. Für Friseurmeister in verantwortlicher Stellung sieht der Tarifvertrag einen Stundenlohn ab 11,02 Euro vor. Der Tarifvertrag trat zum 1. November 2007 in Kraft und hat eine Laufzeit von 14 Monaten.

Erstmals enthält der Tarifvertrag eine Regelung zu leistungsbezogenen Entgelten. Dies eröffnet leistungsstarken Mitarbeitern bei entsprechenden Umsätzen Verdienstmöglichkeiten, die deutlich über ihrer Basislohngruppe liegen. Interessenten erhalten vom Landesinnungsverband ein Berechnungsmodell. Den Tarifabschluss wertet Landesinnungsmeister Andreas Popp als klare Absage an einen gesetzlichen Mindestlohn, der mit 7,50 Euro vorgeschlagen wurde. „Als Tarifpartner handeln wir verantwortungsvoll für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Eine Regelung der Löhne durch den Gesetzgeber lehnen wir ab“, stellte er anlässlich der Mitgliederversammlung des Verbandes am Montag in Amberg fest. Aufgabe des Staates sei es vielmehr durch Kontrollen sicherzustellen, dass die Tarifentgelte nicht unterschritten werden. Der Verband werde daher wieder gemeinsam mit der Gewerkschaft die Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages beantragen. Damit werden die erforderlichen Voraussetzungen für die Prüfbehörden geschaffen.