15 Jahre „Ich mache alles, aber niemals Friseure“

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Ehrenlandesinnungsmeister Andreas Popp mit LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb bei einer Vorstandssitzung.

“Ich mache alles, aber niemals Friseure“ war meine erste Reaktion, als mir im Frühjahr 2000 vorgeschlagen wurde, mich auf die gerade frei gewordene Geschäftsführerstelle beim Landesinnungsverband zu bewerben. 14 Jahre später muss ich bekennen, dass dieser Satz einer der größten Irrtümer meines Lebens war. Nach dem ersten Gespräch mit Landesinungsmeister Andreas Popp war ich gerne bereit, meine Einstellung zu überdenken. Nun habe ich bereits zwei Drittel meines Berufslebens im und für das Friseurhandwerk gearbeitet. Ich fühle mich in der großen Friseurfamilie zuhause. Auf eine einzigartige Weise durfte ich hier eine Verbindung von Beruf und Familie erleben. Als Geschäftsführerin habe ich dienende Funktion und die Beschlüsse des Vorstandes und der Mitgliederversammlung auszuführen. Wenngleich ich diesen Grundsatz der Verbandsorganisation ausdrücklich gutheiße, kann ich nicht immer mit meiner Meinung hinter dem Berg halten. Bei Andreas Popp durfte ich diese Meinung äußern und meine Ideen einbringen. Der Dienstag war traditionell sein Bürotag in München. Bei der gemeinsamen Vor- und Nachbereitung von Sitzungen interessierte er sich immer auch für meinen Standpunkt. 14 Jahre vertraten wir den Verband gemeinsam nach außen. Es war eine gute Zeit.”

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Mit obigem Artikel habe ich mich im Mai 2014 von „meinem“ Landesinnungsmeister Andreas Popp verabschiedet, als er nicht mehr kandidiert hat. Inzwischen arbeite ich schon über 16 Monate mit seinem Nachfolger Christian Kaiser zusammen und darf heute, am 1. Oktober 2015, mein 15-Jähriges als Geschäftsführerin im Landesinnungsverband feiern. Herzlichen Dank an alle Wegbegleiter und – es ist noch immer eine gute Zeit.

Ihre
Doris Ortlieb
Geschäftsführerin

Hohe Ehre für scheidenden Landesinnungsmeister Andreas Popp

Ehrenlandesinnungsmeister Andreas Popp (Mitte) mit seinem Nachfolger, Landesinnungsmeister Christian Kaiser (rechts), und dessen Stellvertreter Rudolf Reisbeck (links).

Ehrenlandesinnungsmeister Andreas Popp (Mitte) mit seinem Nachfolger, Landesinnungsmeister Christian Kaiser (rechts), und dessen Stellvertreter Rudolf Reisbeck (links).

Für 21 Jahre erfolgreiche Arbeit als Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks wurde Andreas Popp in Straubing von der Mitgliederversammlung der bayerischen Friseure zum Ehrenlandesinnungsmeister ernannt. Sein Nachfolger als Landesinnungsmeister, Christian Kaiser, überreichte Andreas Popp die Goldene Ehrennadel mit Diamant.

Andreas Popp, selbstständiger Friseurunternehmer aus dem fränkischen Stein, war vor 21 Jahren ein Überraschungskandidat. Bei seiner Wahl 1993 in Altötting war Popp gerade einmal drei Jahre Obermeister in Fürth und Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Landesinnungsverbandes. „Ein junger Rebell quasi, der mit ungeschriebenen Gesetzen brach, wurde an die Spitze des Verbandes gewählt“, so der stellvertretende Landesinnungsmeister Rudolf Reisbeck in seiner Laudatio. Andreas Popp konnte überzeugen. Neben seinem Vorgänger Werner Kilian ist er der zweite Nicht-Münchner in der Reihe der zwölf Landesinnungsmeister des Verbandes. Andreas Popp war als Landesinnungsmeister ein Teamplayer. Es war ihm immer wichtig, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen und Spezialisten für die einzelnen Themen zu haben. Seine Arbeitsweise zeichnete sich durch Zielstrebigkeit aus. „Was du dir vorgestellt hast, das hast du letztlich auch durchgesetzt“, so Reisbeck weiter.

Bayerische Friseure unter neuer Führung

Christian Kaiser ist neuer Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurverbandes. Der 45jährige Münchner Obermeister folgt auf Andreas Popp, der das Amt 21 Jahre inne hatte und nicht mehr zur Wahl antrat. Stellvertretender Landesinnungsmeister wurde Rudolf Reisbeck aus Straubing, der den Regierungsbezirk Niederbayern repräsentiert.

Zur Seite steht ihnen ein Vorstandsteam aus erfahrenen und neuen Mitgliedern. Erstmals in den Landesvorstand gewählt wurden Petra Zander aus Lindau als Vertreterin Schwabens und Christian Hertlein aus Fürth, der Mittelfranken vertritt. Josef Wieser aus Fürstenfeldbruck, der in der Vergangenheit in den Vorstand kooptiert war, ist nun für Oberbayern dabei. Bestätigt wurden für Unterfranken Dieter Eser aus Aschaffenburg, für Oberfranken Tanja Arnold-Petter aus Bamberg und für die Oberpfalz Ludwig Pilz aus Regensburg. Dieter Schöllhorn wurde als Creativdirektor wiedergewählt und gehört Kraft Amtes dem Vorstand an.

Christian Kaiser ist seit 15 Jahren als Friseurmeister selbstständig. Er führt ein klassisches Familienunternehmen in München mit vier Mitarbeitern. Seine Frau Anika arbeitet im Salon mit. Seit 2002 ist Christian Kaiser Obermeister in München und seit 2005 im Vorstand des Landesinnungsverbandes.

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Der neu gewählte Vorstand des bayerischen Landesinnungsverbandes.

 

 

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Landesinnungsmeister Christian Kaiser erhält von seinem Vorgänger Andreas Popp die Landesinnungsmeisterkette.

Herzlichen Glückwunsch zum 70. Geburtstag, Andreas Popp

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Seinen 70. Geburtstag feiert Andreas Popp, Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks und Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks, am 31. Januar 2014.

Popp ist seit Jahrzehnten ehrenamtlich im Friseurhandwerk engagiert: Seit 1984 ist er Vorstandsmitglied der Friseur-Innung Fürth, von 1990 bis 2008 war er deren Obermeister. 1993 wurde er zum Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks gewählt, seit 2002 ist er auch Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks. In Organisation Mondiale Coiffure ist er als Weltdirektor der Kommission für Wirtschaft und Soziales tätig. Bei der Novellierung der Handwerksordnung 2004 setzte er sich nachdrücklich für den Verbleib des Friseurhandwerks in der Anlage A ein, um hohe Qualität und eine starke Ausbildungsleistung sicherzustellen. Im Dezember 2007 erhielt er für sein Engagement und seine Verdienste um das Friseurhandwerk das Bundesverdienstkreuz am Bande. Mit dem bundesweiten Mindestentgelt-Tarifvertrag gelang Popp 2013 als Bundesinnungsmeister ein wichtiger Schritt zur Verbesserung des Images des Friseurberufs. Vom Buhmann der Medien avancierte das Friseurhandwerk in kürzester Zeit zur Vorzeigebranche in Sachen Mindestlohn.

Haupt- und Ehrenamt des bayerischen Landesinnungverbandes gratulieren herzlich zum 70. Geburtstag.

HAARE 2013: Perfekte Looks und glänzende Geschäfte

Am 13. und 14. Oktober 2013 drehte sich auf der HAARE, Fachmesse für Hair, Beauty and more, und der parallel stattfindenden Bayerischen Meisterschaft der Friseure in Nürnberg wieder alles um den perfekten Look, Top-Schnitte, inspirierende Shows sowie gute Geschäftsabschlüsse. An den zwei Tagen verzeichnete das Duo stabile Ergebnisse und bestätigte mit 103 Ausstellern sowie 13.450 Besuchern seine Rolle als bedeutender süddeutscher Branchentreff. Messe und Meisterschaft finden in Bayern und damit sowohl im größten Friseurmarkt als auch der stärksten Wirtschaftsregion Deutschlands statt. Das nächste Mal am 19. und 20. Oktober – dann erstmals in Halle 12.

Andreas Popp, Landesinnungsmeister: „Die bayerische Friseurbranche und die Menschen, die diese ausmachen und mit Leben erfüllen, haben auf der HAARE 2013 erneut eindrucksvoll und überzeugend ihre hohe Motivation und Professionalität sowie ihr großes handwerkliches und kreatives Können unter Beweis gestellt. Und es freut uns, dass wir 2014 die größere, moderne Halle 12 für die Veranstaltung bekommen. Heute schon stehen für 2014 zwei Highlights fest im Kalender: die Weltmeisterschaft der Friseure im Frühsommer sowie die nächste Ausgabe des süddeutschen Friseurereignisses des Jahres, die HAARE in Nürnberg!“
Leander Krummrich, Projektverantwortlicher HAARE, NürnbergMesse:
„Stabile Ergebnisse bei hoher Zufriedenheit von Ausstellern und Besuchern sowie die gute Stimmung in der Messehalle bestätigen die Bedeutung der HAARE als Branchenplattform des größten deutschen Friseurmarktes.
Seine Nachfrage wird von Nürnberg aus bedient. 2014 zieht die HAARE, die sich im Wettbewerb gut bewährt hat, in die Halle 12. Aussteller und Besucher profitieren dabei auf vielfältige Weise: zum einen durch eine verbesserte Logistik und zum anderen durch die moderne, luftige Halle mit attraktiver Atmosphäre. Die Halle 12 bietet zudem optimale Flexibilität und Anpassungs-möglichkeiten an die Anforderungen einer zeitgemäßen Friseur- und Beautymesse sowie zukünftiges Wachstum.“

Eine Vielzahl an hochmotivierten und talentierten Teilnehmern bewies 2013 ihr Können im Rahmen der Wettbewerbe der Bayerischen Meisterschaft – und inspirierte das Publikum. Die Bayerischen Meister im Friseurhandwerk sind Sandra Walter aus Schwarzach (Sonderklasse Damen), Dominik Buchfink (Sonderklasse Herren) und Janine Schultheiß  aus Lautertal (Sonderklasse Kosmetik).

Entgelt-Tarifvertrag ist allgemeinverbindlich

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Für allgemeinverbindlich erklärte der Tarifausschuss beim bayerischen Arbeitsministerium den Entgelt-Tarifvertrag für das bayerische Friseurhandwerk. Damit haben rund 27.300 Beschäftigte in über 8.840 bayerischen Friseurbetrieben rückwirkend zum 1. April 2013 einen Anspruch auf die tarifvertraglich geregelten Stundenlöhne. „Der Tarifvertrag gilt ohne Ausnahme für alle mit friseurhandwerklichen Arbeiten betrauten Mitarbeiter in bayerischen Friseursalons“, stellt Landesinnungsmeister Andreas Popp klar. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie über einen deutschen Berufsabschluss verfügen oder nicht. Für Vollzeitbeschäftigte beträgt der monatliche Mindestlohn damit 1.338 €, Gesellen verdienen von 1.359 € aufwärts. Wer im Salon Führungsverantwortung hat, darf sich auf ein Gehalt von mindestens 2.114,12 € freuen.

Innungsmitglieder haben den Tarifvertrag bereits von ihrer Innung erhalten oder können ihn dort anfordern. Nichtmitglieder können ihn hier bestellen.

1580 Friseurlehrlinge gehen in die Prüfung

In der Gesellenprüfung stellen die Lehrlinge ihr Können unter Beweis.

In der Gesellenprüfung stellen die Lehrlinge ihr Können unter Beweis.

Für 1580 Friseurazubis in Bayern beginnt heute mit dem schriftlichen Teil die Gesellenprüfung. Ab 8.00 Uhr müssen sie Fragen in Friseurtechniken, Betriebsorganisation und Kundenmanagement sowie Wirtschafts- und Sozialkunde richtig beantworten. Bis Ende Juli folgen dann die praktischen Arbeiten, bei denen Farb- und Schnittveränderungen an Damen- und Herrenmodellen durchgeführt werden. „Im Namen des Landesinnungsverbandes wünsche ich allen Prüflingen alles, alles Gute“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp. „Wir brauchen qualifizierten Nachwuchs. Ihnen winken beste Karrierechancen in einer kreativen Branche.“