Betriebe müssen Betreuung nachweisen

27 600 Betriebe sind von der BGW aufgefordert, einen Nachweis der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung zu liefern.

 

Gut 27 600 Betriebe wurden von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) in den vergangenen Tagen angeschrieben und aufgefordert, einen Nachweis für ihre betriebsärztliche und sicherheitstechnische (BuS)Betreuung zu liefern. Versendet wurden die Briefe an Unternehmen, deren BuS-Betreuung der BGW nicht bekannt ist oder deren BuS-Betreuung nicht mehr aktuell ist.

Jedes Unternehmen, das Personal beschäftigt, muss sich beim Arbeits- und Gesundheitsschutz von einem Betriebsarzt oder einer Betriebsärztin und einer Fachkraft für Arbeitssicherheit beraten und unterstützen lassen. Dabei stehen verschiedene Betreuungsformen zur Auswahl. Der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks (LIV) bietet als Kooperationspartner der BGW für Friseur- und Kosmetiksalons die so genannten alternative bedarfsorientierte Betreuung an. Die Schulungstermine 2019 sind hier zu finden. Die Schulungen werden von den Innungen vor Ort organisiert, die Anmeldung erfolgt direkt bei der jeweiligen Innung. Teilnehmen können auch Betriebe, die nicht Mitglied der Innung sind. Weitere Informationen zur alternativen Betreuung gibt es auf der Webseite der BGW.

Innungsbetriebe, die bereits bei der vom Verband angebotenen alternativen Betreuung dabei sind und Fragen zum Ausfüllen des Nachweisbogens haben, finden Hilfe im passwortgeschützten Mitgliederbereich oder können sich per Mail an den Landesinnungsverband wenden.

Alternative Betreuung

Viele Friseurbetriebe leiden unter steigenden Kosten. Andererseits geben sie unnötig Geld für die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung aus. Eine Erhebung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat es an den Tag gebracht: Rund 40 Prozent der bayerischen Friseurbetriebe nutzen nicht die günstige alternative Betreuungsform. Über die Motive kann nur spekuliert werden, oftmals liegt wohl ein Informationsdefizit vor.

Bei der alternativen Betreuung besucht der Unternehmer eine Schulung mit 6 Lerneinheiten à 45 Minuten über Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit. Im Fünf-Jahres-Turnus ist das Wissen in Fortbildungsveranstaltungen aufzufrischen. Die Schulungen werden von der BGW finanziert. Nur bei zusätzlichem Bedarf oder wichtigen Veränderungen im Betriebe erfolgt die Beratung durch den Betriebsarzt oder die Fachkraft für Arbeitssicherheit vor Ort im Betrieb. Angeboten wird die alternative Betreuung in Bayern vom Landesinnungsverband und seinen Mitgliedsinnungen – auch für Nichtmitglieder. Infos und Termine erfragen Sie bitte unter info@friseurebayern.de