Markus Söder unterstützt Bayerns Friseure bei reduzierter Mehrwertsteuer

Der bayerische Umwelt- und Gesundheitsminister Markus Söder unterstützt die bayerischen Friseure bei ihrer Forderung nach einem reduzierten Mehrwertsteuersatz auf arbeitsintensive Dienstleistungen. Auf der Mitgliederversammlung des Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks in Fürth sagte der Minister: „Ich bin da sehr dafür. Es braucht eine grundlegende Überarbeitung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes.“ Möglicherweise würde das Absenken der Mehrwertsteuer am Ende sogar zu höheren Einnahmen führen. Söder lobte und betonte in diesem Zuge die hohe Ausbildungsbereitschaft des Friseurhandwerks, das damit vielen jungen Menschen eine Lebensperspektive biete. Um die Argumentation zu untermauern, überreichte der Landesinnungsverband dem Minister eine Studie der Uni Göttingen zum reduzierten Mehrwertsteuersatz.

Die Studie sieht darin eine wirksame Maßnahme, um einer drohenden weiteren Verlagerung der Nachfrage in diesem sehr arbeitsintensiven und damit stark schwarzarbeitsgefährdeten Tätigkeitsbereich in die Schattenwirtschaft entgegenzuwirken.

„Das Friseurhandwerk ist eine ausbildungs- und beschäftigungsstarke Branche mit hohem Frauenanteil und vorbildlicher Integrationskraft. Andererseits kämpft sie mit einem hohen Anteil an umsatzsteuerbefreiten Kleinstbetrieben und Schwarzarbeit“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp. „Wir wollen die Stärken des Friseurhandwerks ausbauen und die Probleme anpacken. Daher fordern wir, den reduzierten Mehrwertsteuersatz für Friseurdienstleistungen schnellstmöglich einzuführen.“

Die Studie „Ermäßigter Mehrwertsteuersatz auf arbeitsintensive Dienstleistungen – Auswirkungen auf das Handwerk“, wurde vom Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen herausgegeben.

Minister Söder (r.) sagt Landesinnungsmeister Andreas Popp seine Unterstützung beim Kampf um eine reduzierte Mehrwertsteuer für Friseure zu.

Minister Söder (r.) sagt Landesinnungsmeister Andreas Popp seine Unterstützung beim Kampf um eine reduzierte Mehrwertsteuer für Friseure zu.