Corona-Virus: Friseurhausbesuch ist untersagt

Hausbesuche von Friseuren sind untersagt.

Hausbesuche von Friseuren sind untersagt.

Auch wenn der Kunde noch so drängt: Mindestens bis 3. April, 24 Uhr, sind in Bayern Friseurdienstleistungen untersagt. Dem LIV kommen Anfragen zu Ohren, dass Kunden auf die Friseure Druck ausüben und um einen Friseurhausbesuch nachfragen. „Das ist eindeutig verboten“, stellt Landesinnungsmeister Christian Kaiser unmissverständlich klar. 

Der geforderte Mindestabstand von 1,5 Metern ist auch zu Hause bei der Friseurdienstleistung nicht einzuhalten. Zudem sind beim Friseurhausbesuch die Hygienestandards weniger kontrollierbar als in einem Salon.

Wer gegen die Allgemeinverfügung der Staatsregierung verstößt, kann mit einer Geldbuße in Höhe bis zu 25.000 Euro belegt werden. Oder es drohen bis zu fünf Jahre Haft, wenn jemand infiziert wird. Im Interesse der Gesundheit aller sollten Verstöße nicht geduldet, sondern zur Anzeige gebracht werden. „Das ist absolut kein Kavaliersdelikt“, so Landesinnungsmeister Kaiser. 

Am Wochenende wurde ein Friseurunternehmer in der Landeshauptstadt München angezeigt. Am Samstag, 21.03.2020, gegen 14 Uhr, teilte ein Zeuge dem Polizeinotruf 110 mit, dass ein Friseurgeschäft im Lehel nach seinem Eindruck geöffnet hätte. Eine Streife überprüfte den Salon und stellte fest, dass tatsächlich Geschäftstätigkeiten stattfanden. In dem Betrieb befanden sich vier Personen (21 bis 50 Jahre alt, einer mit Wohnsitz im Landkreis Bad Tölz Wolfratshausen und die anderen drei aus München). Allen vier Personen wurde ein Platzverweis erteilt und sie wurden wegen des Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt. 

Corona-Virus: Passierschein zum Download

Ggf. ist ein Passierschein für den Weg zur Arbeit nötig.

Ggf. ist ein Passierschein für den Weg zur Arbeit nötig.

Friseursalons in Bayern sind geschlossen und dennoch sind in den Salons noch Arbeiten zu erledigen, um die Schließung zu kommunizieren und sich auf die Wiedereröffnung vorzubereiten.
Wer Mitarbeiter zu seiner Arbeitsstätte ruft, sollte diese grundsätzlich mit einem Passierschein ausstatten. Der Schein heißt nicht wie bei Asterix Formular A38, sondern im besten Amtsdeutsch: Bescheinigung des Arbeitgebers zum Nachweis der Gestattung des Hin- und Rückwegs zur jeweiligen Arbeitsstätte aufgrund einer verfügten Ausgangssperre nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG).
Wir haben mal eine Vorlage der Handwerkskammer für Unterfranken Download bereitgestellt. Uns ist bisher nichts zu Ohren gekommen, dass so ein Schein wirklich vorgezeigt werden muss, aber sicher ist sicher. Und die selbstständigen Friseure sollten auf dem Weg zum Salon immer ihre Handwerkerkarte dabei haben.

Corona-Virus: Landesinnungsmeister zur Ausgangsbeschränkung

Der Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks Christian Kaiser am 21. März 2020 zur Ausgangsbeschränkung in Bayern und die Folgen für das Friseurhandwerk.

Christian

Corona-Virus: Vorläufige Ausgangsbeschränkung – Friseurunternehmer müssen handeln

Jetzt gilt es Salons über die Zeit der Schließung zu retten.

Jetzt gilt es Salons über die Zeit der Schließung zu retten.

In Bayern wird es im Kampf gegen das Coronavirus landesweite Ausgangsbeschränkungen geben. Das ist keine Ausgangssperre. „Wir sperren Bayern nicht ein, aber wir fahren das öffentliche Leben fast vollständig herunter,“ sagte Ministerpräsident Söder.
Die Regelungen des Freistaats treten Freitag, 20. März 2020, um Mitternacht in Kraft und gelten vorläufig für zwei Wochen, also bis mindestens 3. April 2020, 24 Uhr. Söder erklärte, dass das öffentliche Leben in Bayern nahezu vollständig heruntergefahren werde. Außer Haus darf man demnach nur, wenn unbedingt nötig. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, der Weg zum Arzt oder Lebensmitteleinkauf.
„Nicht zur Deckung des täglichen Bedarfs gehört die Inanspruchnahme sonstiger Dienstleistungen wie etwa der Besuch von Friseurbetrieben.“ So steht es in der veröffentlichten Verfügung beim Vollzug des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). Das gilt auch für mobile Friseure.

Friseurunternehmer müssen nun entscheiden, wie sie mit der Schließung und sofortigen Freistellung des Personals umgehen. An erster Stelle stehen der Abbau eventueller Überstunden und Resturlaubsansprüche aus dem Vorjahr. Dies ist auch Voraussetzung, um bei Bedarf Kurzarbeit anordnen zu können. Auf der LIV-Website gibt es das genaue Vorgehen. Innungsmitglieder finden dort auch im passwortgeschützten Bereich ein Muster für die erforderliche Vereinbarung mit den Mitarbeitern.
Bei der Anzeige von Arbeitsausfall gegenüber der Arbeitsagentur ist anzugeben, ob für den Betrieb ein Tarifvertrag gilt und in diesem eine Ankündigungsfrist zur Einführung von Kurzarbeit vorgesehen ist. Für das bayerische Friseurhandwerk findet der allgemeinverbindliche Manteltarifvertrag Nr. 3/2014 Anwendung. Er enthält keine Ankündigungsfrist. Daher kann beim Antrag darauf verzichtet werden, den Tarifvertrag beizulegen.
Wichtig ist, dass das verbesserte Kurzarbeitergeld bereits rückwirkend ab 1. März gilt. Damit erhält der Arbeitgeber bei Kurzarbeit 100 Prozent der Sozialversicherungsabgaben erstattet. Bisher war diese Regelung erst ab 1. April vorgesehen. Gerade für das personalintensive Friseurhandwerk stellt dies eine spürbare Entlastung der Arbeitgeber dar. Nach derzeitigem Stand fallen Auszubildende und geringfügig Beschäftigte nicht unter die Kurzarbeit. Eventuell bessert der Gesetzgeber angesichts der aktuellen Krise in diesen Punkten nach.

Zudem stehen die Anträge für die beschlossene Soforthilfe zum Download bereit. Das Soforthilfeprogramm richtet sich an Betriebe, die von der Corona-Krise besonders geschädigt wurden. Hier gibt es die Dokumente. Wer Geld auf dem Konto hat, Sparverträge oder ein Aktiendepot besitzt, der muss diese Finanzen erst aufbrauchen, bevor er die Soforthilfe aus dem Härtefall-Fonds Corona beantragen kann.

Die LfA hilft Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise mit Krediten und Risikoübernahmen. Voraussetzung für die Unterstützung der Unternehmen ist ein grundsätzlich tragfähiges Geschäftsmodell und die Bereitschaft der Hausbanken, die LfA-Förderangebote in die Gesamtfinanzierung einzubinden. Für das Handwerk stehen Bürgschaften der Bürgschaftsbank Bayern GmbH zur Verfügung. Den Link finden Sie hier.

Corona-Virus: Friseure in Bayern müssen schließen – MP verkündet Ausgangsbeschränkung

Ministerpräsident Söder verkündet in Bayern eine Ausgangsbeschränkung.

Ministerpräsident Söder verkündet in Bayern eine Ausgangsbeschränkung.

Update vom 30. März 2020: Ministerpräsident Markus Söder hat die Verlängerung der am 16. und 20. März angeordneten Maßnahmen verkündet. Damit müssen in Bayern Friseurdienstleistungen bis mindestens 19. April 2020 unterbleiben. Dies gilt auch für mobile Friseure und das Reisegewerbe.

In einer Pressekonferenz am Freitag, 12:40 Uhr verkündete Ministerpräsident Markus Söder eine Ausgangsbeschränkung ab Freitag nacht 0 Uhr für 14 Tage. Damit müssen Friseursalons in Bayern geschlossen werden. Auch mobile Friseure fallen unter die Schließung. Weitere Informationen folgen vom LIV.

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