Klären Sie Ihre Nachfolge

Das Thema Nachfolge ist für zahlreiche Unternehmen der Friseurbranche schon heute von großer Bedeutung, wenn es auch oft noch weit weg erscheint. Oftmals steht für den abgebenden Unternehmer dabei die Wertermittlung für den eigenen Salon an erster Stelle. Dies ist sicherlich ein zentraler Punkt, im Rahmen der Übergabe aber letztlich nur einer von vielen Schritten. Planen Sie rechtzeitig mit fachkundiger Begleitung, wie die Übergabe Ihres Betriebes gestaltet werden soll!

Für die erste grundlegende Auseinandersetzung mit der Unternehmensnachfolge führt der Landesinnungsverband in Kooperation mit der Unternehmensberatung Peter Zöllner im zweiten Halbjahr 2017 Seminare durch. Das Seminar liefert Informationen, Impulse und Handlungsempfehlungen, um die richtigen Schritte zur richtigen Zeit einzuleiten; zur Sicherung und Übergabe Ihres geschaffenen Unternehmenswertes in die richtigen Hände. Referent Norbert Göppel geht dabei vor allem ein auf die Definition der Schwerpunkte und Interessenslagen der Beteiligten, das Ermitteln des Unternehmenswerts unter Berücksichtigung der Belange von Verkäufer und Käufer, die Sicherung der Ertragskraft und Wirtschaftlichkeit für den Übernehmer, weitere Einflussfaktoren auf den Übergabeprozess und nicht zuletzt die zeitliche Planung.

Das erste Seminar findet am 25. September in Augsburg statt. Es sind noch Restplätze verfügbar. Weitere Informationen und Anmeldung hier.

Friseurarbeitgeber erhöhen Ausbildungsvergütung

 

Die Mitgliederversammlung des Landesinnungsverbandes hat die Erhöhung der Ausbildungsvergütungen beschlossen.

Die Friseurlehrlinge in Bayern erhalten aufgrund eines Vorstoßes der Friseurarbeitgeber mehr Geld. Die Ausbildungsvergütungen für die Friseurazubis in Bayern werden um rund 3 Prozent erhöht, so der Beschluss des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks (LIV) bei seiner jüngsten Mitgliederversammlung. Nach der Verbandsempfehlung beträgt die Ausbildungsvergütung nun 465 Euro im ersten, 570 Euro im zweiten und 720 Euro im dritten Ausbildungsjahr. Außerdem ist der Einstieg in eine betriebliche Altersvorsorge mit mindestens 10 Euro pro Monat vorgesehen.
Diese Beschlüsse gehen auf Initiative der Arbeitgeber zurück, nachdem die zuständige Gewerkschaft nicht verhandeln wollte. Kritisiert wurde seitens der Delegierten des LIV, dass die Gewerkschaft ver.di in den vergangenen zwei Jahren nicht bereit war, über einen Vergütungstarifvertrag für Auszubildende zu verhandeln. Der LIV hatte 2015 beschlossen, die Verbandsempfehlung in einen Tarifvertrag zu überführen. Da ver.di einen bundesweiten Abschluss anstrebt, kam es in Bayern aber nie zu Verhandlungen. “Wir halten eine moderate, kontinuierliche Erhöhung der Ausbildungsvergütungen für richtig”, stellt Landesinnungsmeister Christian Kaiser klar. “Es ist bedauerlich, wenn die Gewerkschaft aus ideologischen Gründen nicht bereit ist, dies für Bayern in einem Tarifvertrag festzuschreiben. Deswegen mussten wir im Alleingang von unserer Regelungskompetenz Gebrauch machen”, begründete Kaiser den Beschluss.

Friseure mahnen Reform der Künstlersozialkasse an

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Oft ist unklar, für welche kreativen Leistungen die Künstlersozialabgabe fällig ist.

„Die Künstlersozialkasse muss reformiert werden. Derzeit ist sie für Unternehmer ein Bürokratiemonster und ein unkalkulierbares Risiko“, fordert Josef Wieser, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks. „Wir kritisieren die enorme Rechtsunsicherheit bei unseren Kleinbetrieben, wenn sie zur Gestaltung von Flyern oder Webseiten Kreative wie Grafiker und Texter beauftragen“, so Wieser weiter. Außerdem wird Künstlersozialabgabe auch auf Leistungen von Personen fällig, die selbst die KSK nicht in Anspruch nehmen.
Die Künstlersozialkasse (KSK) übernimmt die Hälfte der Beiträge für Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungen von Grafikern, Layoutern und Textern, die auch vom bayerischen Friseurhandwerk beschäftigt werden. Rund 180 000 Kreative sind in Deutschland in der KSK organisiert, wenn sie nicht über ein genügend hohes Einkommen verfügen. Die Auftraggeber zahlen deshalb in die KSK eine Abgabe. Derzeit liegt die Pflicht zur Prüfung auf Versicherungspflicht aber beim Auftraggeber.
Unternehmen beklagen generell, dass neben den Abgaben auch hohe Bürokratiekosten anfallen. Einen zusätzlichen Euro je Euro Abgabe – davon spricht die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände. Das bayerische Friseurhandwerk fordert deshalb, dass die Versicherten die Abgaben selbst an die Versicherung abführen oder zumindest in der Rechnung klar auf die Abgabenpflicht hinweisen.

Seminar zur Prüferzertifizierung

Die Teilnehmer des Seminars "Qualifizierter Prüfer im Friseurhandwerk" mit den Referenten Christian Kaiser und Christian Hertlein.

Die Teilnehmer des Seminars „Qualifizierter Prüfer im Friseurhandwerk“ mit den Referenten Christian Kaiser und Christian Hertlein.

31 Mitglieder von Gesellenprüfungsausschüssen aus ganz Bayern kamen zum Seminar „Qualifizierter Prüfer im Friseurhandwerk“ nach München. Im Basisseminar für die Prüferzertifizierung lernten sie die Rechtsgrundlagen der Prüfung kennen. Außerdem befassten sie sich mit der Durchführung des ersten Teils der Gesellenprüfung und den Anforderungen an die Prüfungsmappe. „Es ist wichtig, dass die Prüfer mit den rechtlichen Fragen rund um die Prüfung vertraut sind. Mit unseren Seminaren stellen wir sicher, dass die Gesellenprüfung in ganz Bayern einheitlich umgesetzt wird“, erläutert Landesinnungsmeister Christian Kaiser das Ziel des Seminars. „Ich freue mich über die zahlreichen Teilnehmer bei unserem Seminar und danke den Prüfern für ihr besonderes Engagement“, so Kaiser weiter.

1162 Auszubildende absolvierten im Jahr 2015 in Bayern den zweiten Teil der Gesellenprüfung, um ihre Ausbildung abzuschließen. Die Erfolgsquote lag bei 88 Prozent. Für die Abnahme der Prüfungen wurden rund 170 Prüfer in 50 Prüfungsausschüssen tätig. Die Prüfer werden regelmäßig geschult. Die zweitägige Fortbildung zum „Qualifizierten Prüfer im Friseurhandwerk“ wird vom Landesinnungsverband seit 2014 angeboten.

Entgelt-Tarifvertrag ist allgemeinverbindlich

Für allgemeinverbindlich erklärt wurde der Entgelt-Tarifvertrag für das bayerische Friseurhandwerk. Der Tarifausschuss beim bayerischen Arbeitsministerium folgte damit dem gemeinsamen Antrag des Landesinnungsverbandes und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.

In ihrem Antrag hatten die Tarifpartner das öffentliche Interesse an einem allgemeinverbindlichen Entgelt-Tarifvertrag im bayerischen Friseurhandwerk dargelegt. Außerdem führte der Landesinnungsverband den Nachweis, dass die Innungsbetriebe mehr als die Hälfte der über 37000 Mitarbeiter im bayerischen Friseurhandwerk beschäftigen. „Durch die Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages ist sichergestellt, dass wir in Bayern einheitliche tarifliche Lohnuntergrenzen haben“, begrüßt Landesinnungsmeister Christian Kaiser die Entscheidung des Tarifausschusses. „Damit setzen wir unsere erfolgreiche Tarifpolitik der vergangenen Jahrzehnte fort“, so Kaiser weiter.

Der tarifliche Einstiegslohn für Gesellen liegt bei 8,83 Euro pro Stunde. Erste Kräfte verdienen im Ecklohn 12,08 Euro. Für angestellte Betriebsleiter und Ausbilder sieht der Tarifvertrag einen Stundenlohn ab 13,83 Euro vor. Die bisherige Lohngruppe Ia für ungelernte Kräfte wurde gestrichen. Mit dem gesetzlichen Mindestlohn gilt seit 1. Januar 2015 eine verbindliche Lohnuntergrenze für Ungelernte. Festgeschrieben wurde für diese Mitarbeitergruppe ein Anspruch auf Höhergruppierung nach einschlägiger Berufstätigkeit. Die Allgemeinverbindlichkeit gilt rückwirkend ab 1. November 2015, für § 2 Ziff. 2 ab 1. Mai 2016.

Das bayerische Friseurhandwerk beschäftigt über 37000 Mitarbeiter und bildet 3768 junge Menschen zu Friseurinnen und Friseuren aus (Stichtag 31.12.2015). Die erste Lohnvereinbarung für die Beschäftigten wurde 1949 zwischen dem Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks und der Gewerkschaft ÖTV getroffen. Seit 1992 sind die Entgelt-Tarifverträge durchgehend für allgemeinverbindlich erklärt worden.

Innungsmitglieder haben den Tarifvertrag bereits im Februar mit der LIV direkt erhalten. Nichtmitglieder können ihn hier bestellen.

Eindrücke von der Mitgliederversammlung

Am 24. und 25. April 2016 fand die Mitgliederversammlung des bayerischen Landesinnungsverbandes der Friseure in Würzburg statt. Geballte Information, Austausch mit Kollegen und Geselligkeit kennzeichneten die Tagung. Das Video vermittelt einige Eindrücke von der Veranstaltung. Eine schöne Erinnerung für die Teilnehmer. Und wer nicht dabei sein konnte sieht, was er versäumt hat. Viel Spaß beim Ansehen!

Tarifentgelte für Friseure steigen zum 1. Mai 2016

Mehr Geld gibt es für die Mitarbeiter im bayerischen Friseurhandwerk ab 1. Mai 2016. Zwischen 2,3 und 3 Prozent werden die Stundenlöhne angehoben. Das Einstiegsgehalt unmittelbar nach der Gesellenprüfung liegt dann bei knapp 1500 Euro. Für erste Kräfte beträgt das tarifliche Mindestentgelt über 2000 Euro. Der Tarifvertrag ist ab sofort für alle Arbeitgeber und Arbeitnehmer verfügbar, die unter den Geltungsbereich des Vertrages fallen. Er kann mit diesem Formular beim Landesinnungsverband bestellt werden. Anfang Juni wird dann vom Tarifausschuss beim bayerischen Arbeitsministerium entschieden, ob der Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt wird. Die Erklärung kann rückwirkend erfolgen.

Innungsmitgliedern wurde ihr persönliches Exemplar des Tarifvertrages bereits im Februar mit der LIV direkt zugeschickt.