Tarifgehalt für Friseure gestiegen

Mehr Geld gibt es seit 1. Januar 2020 für die Mitarbeiter in Bayerns Friseursalons.

Auf 10 Euro ist der tarifliche Mindestlohn für Friseure in Bayern zum 1. Januar 2020 gestiegen. Die im Tarifvertrag geregelten Entgelte reichen damit von 1.690 Euro für neue Mitarbeiter über 2.247,70 Euro für erste Kräfte bis 2.923,70 Euro für Betriebsleiter und Ausbilder in Betrieben mit 15 und mehr Mitarbeitern.

Zugleich erlaubt eine geänderte Definition der Lohngruppen mehr Flexibilität bei der Eingruppierung neuer Mitarbeiter. „Der zusätzliche Spielraum kann für die Vereinbarung von Leistungslohn genutzt werden“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Lohngruppe I bildet dann den Grundlohn. Neue Mitarbeiter, die sich rasch einarbeiten und Umsatz bringen, verdienen schnell mehr. Andere werden durch den Tarifvertrag nach einem Jahr hochgestuft.“ Klargestellt wird auch die Eingruppierung von Friseurmeistern, um Probleme bei der Sozialversicherungsprüfung zu vermeiden.

Die Stundenlöhne ab 1. Januar 2020 und die neuen Lohngruppen sind im Entgelt-Tarifvertrag vom April 2018 geregelt. Dieser kann beim Landesinnungsverband bestellt werden. Für Mitglieder ist er im internen Bereich hinterlegt.

Tariflöhne im Friseurhandwerk steigen

1EuroZum 1. Mai 2014 steigen die Tariflöhne für Mitarbeiter in bayerischen Friseursalons. Bereits im vergangenen Jahr wurde eine Erhöhung um 3,8 Prozent von den Tarifpartnern beschlossen. Mitarbeiter im ersten Gesellenjahr verdienen nun mindestens 1410,72 €. Der Ecklohn, also die Entlohnung der Hauptumsatzträger, liegt bei 1623,97 €. Für Salonleiter und Ausbilder werden zwischen 2194,45 € und 2531,64 € fällig. Alle Löhne basieren auf einer 39-Stunden-Woche. Für Mitarbeiter in Teilzeit kann die monatliche Vergütung aus den im Tarifvertrag genannten Stundenlöhnen errechnet werden. Den aktuellen Entgelt-Tarifvertrag vom 11. März 2013 erhalten Mitglieder bei der Innung. Nichtmitglieder können ihn hier gegen Vorkasse bestellen.

 

Tariflöhne für bayerische Friseure sind allgemein verbindlich

Bayerische Tarifverträge

Die Tarifverträge im bayerischen Friseurhandwerk gelten für alle Salons in Bayern.

Für allgemein verbindlich erklärte in seiner heutigen Sitzung der Tarifausschuss im bayerischen Arbeitsministerium den Entgelt-Tarifvertrag für das bayerische Friseurhandwerk. Er folgte damit im Grundsatz dem gemeinsamen Antrag der Gewerkschaft verdi und des Landesinnungsverbandes. Die Allgemeinverbindlichkeit gilt für alle Lohngruppen mit Ausnahme der Gruppe Ia rückwirkend ab 1. April 2011. Die Lohngruppe Ia ist ab 1. Dezember 2011 allgemein verbindlich. „Als bayerischer Landesinnungsverband treten wir für einen fairen Wettbewerb im Friseurhandwerk ein. Dazu gehören faire Löhne und das Einhalten von Lohnuntergrenzen. Die Allgemeinverbindlichkeit ist hierbei ein wichtiger Baustein. Wir begrüßen die Entscheidung des Tarifausschusses.“, so Josef Wieser, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landesinnungsverband, der die Entscheidung des Tarifausschusses persönlich entgegennahm.

Im ersten Gesellenjahr gilt nun für alle Friseure, die in Friseursalons in Bayern beschäftigt sind, ein tariflicher Mindestlohn von 7,62 Euro pro Stunde. Betriebsleiter in Betrieben mit ein bis vier Mitarbeitern haben einen Anspruch auf einen Stundenlohn von 11,81 Euro.

Nach dem Tarifvertragsgesetz sind die Arbeitgeber verpflichtet, die für ihren Betrieb maßgebenden Tarifverträge an geeigneter Stelle im Betrieb auszulegen. Innungsmitglieder haben den Tarifvertrag bereits von ihrer Innung erhalten. Nichtmitglieder können ihn hier bestellen.