Ostern und die ungelegten Eier

Beim Einkaufen hat mir die freundliche Metzgereifachverkäuferin erzählt, dass ihre kleine Tochter jeden Tag fragt „Mama, wann ist endlich Ostern?“. Wir alle kennen diese Ungeduld von Kindern vor besonderen Ereignissen. Und was antworten wir als Erwachsene? „Du muss noch ein bisschen Geduld haben. Bald ist es so weit. Der Osterhase kommt auch ganz bestimmt zu dir. Natürlich wird er dich nicht vergessen …“ Das Kind weiß nicht, dass Eltern, Geschwister, Großeltern längst die Vorbereitungen für die spannende Ostereiersuche am Sonntagmorgen getroffen haben.

Warum schreibe ich das hier? Viele Saloninhaber und ihre Mitarbeiter sind genauso ungeduldig wie das Kind in seiner Vorfreude auf den Osterhasen. „Wann dürfen wir unseren Salon wieder öffnen und unter welchen Bedingungen?“ ist die Frage, die viele umtreibt. Natürlich geht es bei der Ungeduld der Friseure nicht um ein paar Schokoeier, sondern um die wirtschaftliche Existenz einerseits und die Gesundheit der Friseure, ihrer Angehörigen und Kunden andererseits. Trotzdem kann und muss ich heute sagen: Die bayerischen Friseure müssen noch etwas Geduld haben. Es ist kein Zeitplan bekannt und auch die Bedingungen für die Wiedereröffnung der Salons stehen noch nicht fest. Aber so wie das Kind von den Ostervorbereitungen nichts mitbekommt, läuft eben auch manche Arbeit des Landesinnungsverbandes im Hintergrund und ist somit für die Mitglieder nicht erkennbar. In den vergangenen Wochen wurde sowohl auf Landes- als auch Bundesebene intern an der Exit-Strategie für die Branche gearbeitet. In vielen Telefonaten, Chats und Videokonferenzen wurden Fakten und Ideen ausgetauscht, unterschiedliche Ansichten diskutiert und Positionen festgelegt. Warum wir die Mitglieder nicht über die Ergebnisse informieren? Nun, über ungelegte Eier spricht man nicht.

Friseurunternehmer sind es gewohnt, sich Maßnahmen für den Salon zu überlegen und dann umzusetzen. In der Verbandsarbeit gelten aber andere Gesetzmäßigkeiten als im Unternehmen. Wir können uns eine schöne Exit-Strategie überlegen, aber damit ist die Arbeit nicht erledigt. Unsere Überlegungen müssen mit anderen Organisationen wie z.B. der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege abgestimmt werden. Und dann müssen wir die politischen Entscheidungsträger überzeugen. Das alles ist am Laufen, aber es gibt noch keine veröffentlichbaren Ergebnisse.

Wenn einzelne Betriebe nun aber eigene Vorschläge an die Politik herantragen, ist das kontraproduktiv. Was für den einzelnen Salon unter Marketinggesichtspunkten richtig ist, taugt nicht unbedingt als Beratungs- und Entscheidungsgrundlage für die Politik.

Daher die große Bitte: Genießen Sie die Ostertage zuhause, polieren Sie Ihr Werkzeug, bringen Sie den Salon auf Hochglanz, räumen Sie den Keller auf oder graben Sie den Garten um … aber bringen Sie bitte keine eigenen Konzepte für die hoffentlich baldige Wiedereröffnung der Friseursalons in Umlauf.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein schönes Osterfest und hoffe sehr, dass die Bayerische Staatsregierung eine schöne Überraschung für uns alle vorbereitet.

Ihre
Doris Ortlieb
Geschäftsführerin des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks

Betriebe müssen Betreuung nachweisen

27 600 Betriebe sind von der BGW aufgefordert, einen Nachweis der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung zu liefern.

 

Gut 27 600 Betriebe wurden von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) in den vergangenen Tagen angeschrieben und aufgefordert, einen Nachweis für ihre betriebsärztliche und sicherheitstechnische (BuS)Betreuung zu liefern. Versendet wurden die Briefe an Unternehmen, deren BuS-Betreuung der BGW nicht bekannt ist oder deren BuS-Betreuung nicht mehr aktuell ist.

Jedes Unternehmen, das Personal beschäftigt, muss sich beim Arbeits- und Gesundheitsschutz von einem Betriebsarzt oder einer Betriebsärztin und einer Fachkraft für Arbeitssicherheit beraten und unterstützen lassen. Dabei stehen verschiedene Betreuungsformen zur Auswahl. Der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks (LIV) bietet als Kooperationspartner der BGW für Friseur- und Kosmetiksalons die so genannten alternative bedarfsorientierte Betreuung an. Die Schulungstermine 2019 sind hier zu finden. Die Schulungen werden von den Innungen vor Ort organisiert, die Anmeldung erfolgt direkt bei der jeweiligen Innung. Teilnehmen können auch Betriebe, die nicht Mitglied der Innung sind. Weitere Informationen zur alternativen Betreuung gibt es auf der Webseite der BGW.

Innungsbetriebe, die bereits bei der vom Verband angebotenen alternativen Betreuung dabei sind und Fragen zum Ausfüllen des Nachweisbogens haben, finden Hilfe im passwortgeschützten Mitgliederbereich oder können sich per Mail an den Landesinnungsverband wenden.

BGW warnt vor irreführenden Verkaufsanrufen

Die BGW bietet viel Medien zum Arbeitsschutz kostenfrei an, die im Betrieb vorhanden sein müssen.

Aus aktuellem Anlass rät die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) zur Vorsicht bei merkwürdigen Verkaufsanrufen im Namen einer „Abteilung Arbeitsschutz der Berufsgenossenschaft“. Ihr sind jüngst mehrere solche Telefonate aus Mitgliedsbetrieben gemeldet worden, unter anderem aus Friseursalons.

Die anrufende Person habe unter Bezugnahme auf einen angeblichen Brief und Hinweis auf angebliche Arbeitsschutzmängel versucht, Arbeitsschutzprodukte zu verkaufen und an betriebliche Kontodaten zu gelangen. Die BGW weist darauf hin, dass sie mit derartigen Anrufen nichts zu tun hat.

Medien kostenfrei bestellen
Weiter informiert die BGW, dass sie viele Medien zum Arbeitsschutz, die im Betrieb vorhanden sein müssen und oft kommerziell angeboten werden, kostenfrei an ihre Mitgliedsunternehmen abgibt. Dazu zählen unter anderem folgende Medien:
· Verbandbuch (Bestellnummer BGW 09-17-000),
· Plakat „Brände verhüten – Verhalten im Brandfall“ (Bestellnummer BGW 22-00-012) und
· Anleitung zur Ersten Hilfe – wahlweise als Plakat (Bestellnummer DGUV-Information 204-001) oder Heft (Bestellnummer DGUV Information 204-006).

Bestellt werden können die Materialien über die Internetseite www.bgw-online.de. Dort sind sie leicht zu finden, wenn als Suchstichwort die jeweilige Bestellnummer eingegeben wird.

Nicht sofort kaufen
Betrieben, denen telefonisch kostenpflichtige Arbeitsschutzprodukte angeboten werden, empfiehlt die BGW: Nicht sofort kaufen, sondern erst in Ruhe überlegen, was wirklich benötigt wird. Dabei helfen der Betriebsarzt oder die Betriebsärztin und die Fachkraft für Arbeitssicherheit. Informationen gibt auch die BGW – unter www.bgw-online.de oder über ihre regionalen Präventionsdienste.

HAARE 2018 – Show und Casting bei der BGW

Shows und Wettbewerbe gibt es am Stand der BGW und des Zentralverbandes auf der HAARE 2018.

 

Show auf der Bühne, Beratung und Casting am Messestand, Gutscheine für die Meisterinnen und Meister: Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ist bei der Fachmesse HAARE 2018 am 21. und 22. Oktober in Nürnberg dabei.

Weltmeistertipps
Top-Stylistin und Friseurweltmeisterin Anna Eismann sowie Top-Stylist und Friseurweltmeister Julian Wagner präsentieren in der BGW-Messeshow direkt gegenüber der Wettbewerbsbühne in Halle 12.0 ihre aktuellen Styles und zeigen, was man tun kann, um im Job gesund zu bleiben. Begleitet werden sie von internationalen Musicalstars. Die Showzeiten verteilen sich über beide Messetage. Sie werden am gemeinsamen Messestand von BGW und Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks Nr. 315 in Halle 12.0 bekannt gegeben.

Beratung und Casting
Am Messestand selbst präsentiert die BGW ihre Angebote für alle, die im oder mit dem Friseurhandwerk arbeiten – von den Azubis über die erfahrenen Profis im Salon bis hin zu Berufsschullehrkräften. Auszubildende können am Messestand von Berufsgenossenschaft und Zentralverband an einem Casting teilnehmen: Die BGW sucht dort Titelmodels für ihr Azubi-Magazin „Young Look“.

hairGAMES 2018: Jetzt bewerben
Weiter begleitet die BGW auf der Messe die hairGAMES 2018: Diese Deutschen und Bayerischen Meisterschaften der Friseure werden in verschiedenen Kategorien ausgetragen. Mitmachen können alle Friseurinnen und Friseure – egal, ob am Anfang der Karriere oder mit langjähriger Berufserfahrung. Für Azubis gibt es die hairGAMES New Talents, ebenfalls in mehreren Kategorien. Die Ausschreibung findet sich unter www.friseurhandwerk.de/wettbewerb/deutsche-meisterschaften. In allen Wettbewerben wird hautgesund gearbeitet: ohne Hand- und Armschmuck, dafür mit Handschuhen beim Waschen und Färben. Und wer gewinnt, erhält von der BGW zusätzlich einen Seminargutschein für das BGW studio78.

Kreativ arbeiten und gesund bleiben
Im BGW studio78 in Bochum gibt es Know-how für die Friseurprofis von heute und morgen: in praxisorientierten, nicht kommerziellen Seminaren – zum Beispiel zu aktuellen Technik- und Stylingthemen. Die Teilnehmenden trainieren dort praxisnah an Musterarbeitsplätzen und erfahren zugleich, wie sie in ihrem Beruf gesund und fit bleiben. Weitere Infos: http://www.bgw-studio78.de.

Friseurwallfahrt nach Andechs: Aus Protestaktion wurde geselliges Miteinander

Gruppenbild zur Friseurwallfahrt vor dem Kloster Andechs.

Gruppenbild zur Friseurwallfahrt vor dem Kloster Andechs.

Über 150 Friseurinnen und Friseure aus ganz Bayern und darüber hinaus folgten der Einladung des Landesinnungsverbandes (LIV) zur traditionellen Friseurwallfahrt auf den Heiligen Berg nach Kloster Andechs. Unter den Gästen befanden sich auch der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks Harald Esser aus Köln, Ehrenlandesinnungsmeister Andreas Popp sowie Vertreter der Berufsgenossenschaft und der LIV-Kooperationspartner Bergmann, Lesezirkel Dörsch und Wirecard.

Auch zahlreiche Partner des LIV erschienen zur Wallfahrt wie Vertreter der BGW.

Auch zahlreiche Partner des LIV erschienen zur Wallfahrt wie Vertreter der BGW.


Die Friseurwallfahrt fand zum 16. Mal statt und ist eines der Highlights im Jubiläumsjahr des Landesinnungsverbandes, der 2018 sein 130-jähriges Bestehen feiert.


Entstanden ist die Friseurwallfahrt als Bittgang zum Erhalt des Meisterbriefs im Friseurhandwerk. Die Politik wollte das Gewerk aus der Anlage A entfernen und nur der massive Protest der Friseure sorgte dafür, dass der Meisterbrief in diesem Beruf erhalten blieb.

„Aus diesem Bittgang wurde unsere traditionelle Wallfahrt nach Andechs“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Die politische Protestaktion wandelte sich zu einem traditionellen Beisammensein, um sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen und den Tag zu genießen.


Nachdem alle Busse aus Bayern und Südtirol angekommen waren, wurde mit einem Gebet in Herrsching gestartet. Dann setzte sich die Wallfahrt in Bewegung durch das Kiental Richtung Klosterkirche Andechs. Immer wieder gab es Stationen der Besinnung und des Gebets.


In der Klosterkirche Andechs organisierte der Landesinnungsverband einen Handwerkergottesdienst. Zahlreiche Friseurinnungen wie Bamberg und München erschienen mit ihren Innungsfahnen- und Standarten, um dem ökumenischen Gottesdienst einen feierlichen Rahmen zu geben. Den Gottesdienst zelebrierten Pater Lukas vom Kloster Andechs und Dekan i.R. Volker Herbert vom evangelischen Handwerkerverein. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von einem Posaunenchor.

 


Die Wallfahrt endete im Biergarten von Kloster Andechs. Bei Schweinshaxn und Bier galt es die Geselligkeit zu pflegen. Das ehemalige LIV-Vorstandsmitglied Josef Wieser organisierte einige Musikanten und sorgte für die richtige Stimmung mit zünftiger Biergartenmusik.

Rückenschmerzen als Krankmeldung Nr. 1 – wie Friseure vorbeugen können 

Die Krankschreibungen in Deutschland haben nach Angaben der DAK im ersten Halbjahr 2016 eine Rekordmarke erreicht. Der Krankenstand betrug 4,4 Prozent – eine Steigerung von 0,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Um Rückenproblemen und anderen Schwierigkeiten mit dem Muskel- und Skelettsystem im Friseurhandwerk vorzubeugen, setzt der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks auf Aufklärung. Rudolf Reisbeck, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit, weist auf die umfangreichen Aktionen im Friseurhandwerk hin. „Wir haben mit unseren Partnern bei den Versicherungen vielfältige präventive Maßnahmen erarbeitet, so dass es nicht zu einer Erkrankung kommen muss.“ Gerade jetzt zum Berufsstart der neuen Lehrlinge im Friseurhandwerk sollten die Ratschläge von Anfang an berücksichtigt werden.

Rückenerkrankungen lassen sich vorbeugen. Foto: Sebastian Kaulitzki - Fotolia

Rückenerkrankungen lassen sich vorbeugen. Foto: Sebastian Kaulitzki – Fotolia

Die Maßnahmen zur Haltungsverbesserung und Bewegungsschulung beugen Rückenbeschwerden vor, die sonst durch die Tätigkeit entstehen können. „Eine Arbeitsplatzanalyse bringt die Ursachen von Erkrankungen an den Tag. Dann reichen oft schon wenige Maßnahmen, um Rückenschmerzen zu vermeiden. Eine kräftige Muskulatur – auch der Bauchmuskeln – ist wichtig für die Bandscheibe der Friseure und stabilisiert die Wirbelsäule. Ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz sowie das bewusste Verhalten am Arbeitsplatz spielen eine wichtige Rolle“, so Rudolf Reisbeck. Ausdrücklich verweist Reisbeck auf die Aktion der AOK „Gesunder Rücken im Friseurhandwerk“.

Der Friseurberuf ist gekennzeichnet durch überwiegend stehende Tätigkeiten in Verbindung mit einseitigen Belastungen des Muskel- und Skelettsystems. Steh- bzw. Sitzhilfen können Abhilfe schaffen. Problematisch können die vergleichsweise gering Bewegungsvariation sein und ungünstige Körperhaltungen wie z.B. das ständige Arbeiten mit hochgehaltenen Armen. „Daher müssen Friseure vorbeugen und sich fit halten“, so Reisbeck. Viele Krankenkassen bieten für Berufsschulen, Innungen und Betriebe Vorträge zur Rückengesundheit an.

Die AOK Bayern hat beispielsweise einen betriebsübergreifenden Ansatz an der Berufsschule Erding entwickelt, bei dem die Auszubildenden zentral angesprochen werden. Seit 1997 wurden einmal jährlich in der 10. Klasse des Fachbereichs Friseure erweiterte Bewegungsanalysen am Arbeitsplatz in der Lehrwerkstätte durchgeführt.

Auch die Berufsgenossenschaft BGW als Partner des bayerischen Friseurhandwerks hält zahlreiche Materialien bereit. „Ein gesunder Rücken ist ein starker Rücken, mit ausreichend trainierten Muskeln für Belastbarkeit und eine aufrechte Haltung. Wenn der Rücken fit ist, geht vieles leichter“, so Rudolf Reisbeck weiter. „Rechtzeitig vorbeugen ist dabei immer die bessere Variante: Auch wenn Wirbelsäulenerkrankungen häufig erst nach vielen Berufsjahren auftreten, sollten Sie von Anfang an im Berufsleben auf Ihren Rücken achten.“

Alternative bedarfsorientierte Betreuung: An Pflichtfortbildung denken

Viele Unternehmerinnen und Unternehmer im Friseurhandwerk organisieren die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung (BuS-Betreuung) ihres Betriebs als alternative bedarfsorientierte Betreuung. Durch das Inkrafttreten der DGUV Vorschrift 2 vor fünf Jahren hat diese relativ junge Betreuungsform, die Betrieben mit bis zu 50 Beschäftigten offensteht, an Bekanntheit und Verbreitung gewonnen. Von daher steht für so manche Nutzerinnen und Nutzer demnächst eine obligatorische Fortbildung zum Thema an. Darauf weist die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hin. Betroffene sollten sich rechtzeitig bei den Kooperationspartnerinnen und -partnern der BGW nach Fortbildungsterminen erkundigen.

Für die bayerischen Friseurbetriebe wird die alternative bedarfsorientierte Betreuung vom Landesinnungsverband als Kooperationspartner der BGW angeboten. Zusammen mit seinen Mitgliedsinnungen organisiert er die grundlegende Schulung der Unternehmerinnen und Unternehmer beim Einstieg in diese BuS-Betreuungsform, stellt bei Bedarf betriebsärztliche und sicherheitstechnische Unterstützung und bietet die erforderlichen Fortbildungen an. Die nächsten Schulungstermine sind hier zu finden. Weitere Informationen zum Thema gibt es unter www.bgw-online.de/arbeitsschutzbetreuung.

Wer in einem Betrieb Menschen beschäftigt – und sei es nur eine Person – muss nach dem Arbeitssicherheitsgesetz und der DGUV Vorschrift 2 eine betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung einrichten. Die alternative bedarfsorientierte Betreuung bietet hier im Vergleich zur Regelbetreuung besonders viel Flexibilität und Möglichkeiten zur Eigeninitiative. Um diese im Sinne der Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu nutzen, kommt es auf das nötige Know-how an. Dieses erwerben die Unternehmerinnen und Unternehmer in einer grundlegenden Schulung sowie regelmäßigen Fortbildungen, die grundsätzlich alle fünf Jahre en bloc absolviert werden können.

BGW rät: Kommerzielle Angebote von Arbeitsschutzprodukten sorgfältig prüfen

Aus aktuellem Anlass warnt die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) erneut vor dem vorschnellen Kauf von Arbeitsschutzprodukten. So ist ihr kürzlich ein Fall aus einem Friseursalon gemeldet worden, in dem ein kommerzieller Anbieter dem Betrieb unaufgefordert kostenpflichtige Hinweisschilder und Aushänge zugeschickt habe – samt Rechnung. Die BGW rät, kommerzielle Angebote von Arbeitsschutzprodukten sorgfältig zu prüfen.

Nicht alles, was auf dem Markt vertrieben wird, ist wirklich erforderlich. Beraten können im Zweifel der Betriebsarzt oder die Betriebsärztin, die Fachkraft für Arbeitssicherheit sowie die Berufsgenossenschaft. Innungsmitglieder können sich auch an ihre Innung oder den Landesinnungsverband wenden. Weiter empfiehlt es sich, bei Bedarf an einem Produkt das Preis-Leistungs-Verhältnis zu prüfen.

Die BGW gibt beispielsweise wichtige Medien zum Arbeitsschutz kostenfrei an ihre Mitgliedsbetriebe ab. Dazu zählen unter anderem
– das Plakat „Brände verhüten – Verhalten im Brandfall“ (Bestellnummer: V035) und
– die „Anleitung zur Ersten Hilfe“: wahlweise als Plakat (Bestellnummer: DGUV-Information204-001) oder als Heft (Bestellnummer: DGUV Information204-006).
Bestellt werden können die Materialien über die Internetseite http://www.bgw-online.de. Dort sind sie leicht über die Bestellnummer als Suchstichwort zu finden. Das komplette Medienverzeichnis der BGW steht auf der Internetseite der Berufsgenossenschaft in der Rubrik „Medien & Service“.

Nachweisaktion der Berufsgenossenschaft

Post von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) haben viele Friseursalons in den vergangenen Tagen erhalten. Angeschrieben wurden Betriebe, deren betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung der BGW bislang nicht bekannt ist. Für Friseurbetriebe, die an der alternativen bedarfsorientierten Betreuung teilnehmen wollen, bietet der Landesinnungsverband in Zusammenarbeit mit den örtlichen Innungen Schulungen an. Termine und Orte sind hier veröffentlicht. Die Anmeldung erfolgt direkt bei der jeweiligen Innung; teilnehmen können auch Betriebe, die nicht Mitglied der Innung sind.

Betriebe, die bereits bei der vom Verband angebotenen alternativen Betreuung dabei sind und Fragen zum Ausfüllen des Nachweisbogens haben, können sich per Mail an den Landesinnungsverband wenden.

Salonhandbuch neu aufgelegt

Salonhandbuch

Neu aufgelegt wird im Frühjahr 2015 das praktische „Handbuch für den Friseursalon“. Als Sammelwerk im ansprechend gestalteten Ordner enthält es unter anderem alle aushangpflichtigen Gesetze, die aktuellen bayerischen Tarifverträge und Gruppenmerkblätter für Friseurkosmetika. Die Adressen von Gewerbeaufsicht, Berufsgenossenschaft und Berufsorganisation runden das Werk ab. Das Handbuch wird exklusiv an Innungsmitglieder verkauft. Es kostet 25 Euro zuzüglich Versandkosten und Mehrwertsteuer und kann hier bestellt werden.

Friseurunternehmer müssen viele Vorschriften beachten und Unterlagen bereithalten. Ob nun eine Mitarbeiterin Einsicht in die Tarifunterlagen verlangt, das Gewerbeaufsichtsamt das Einhalten der Jugendarbeitsschutzvorschriften überprüft oder sich die Berufsgenossenschaft für den Hautschutzplan interessiert. Für alles soll der Arbeitgeber rasch die richtige Antwort parat haben. Mit dem einzigartigen Handbuch für den Friseursalon ist er gut gerüstet. Da einige Unterlagen derzeit aktualisiert werden, ist das Handbuch voraussichtlich ab Mai 2015 verfügbar. Es kann aber bereits vorbestellt werden.