Werner Irnstetter: 45 Jahre im Dienst des Friseurhandwerks

Werner Irnstetter (2.v.l.) mit seiner Nachfolgerin Sabine Schneider (l.) und Landesinnungsmeister Christian Kaiser (r.)

Werner Irnstetter (2.v.l.) mit seiner Nachfolgerin Sabine Schneider (l.) und Landesinnungsmeister Christian Kaiser (r.)

Nach 45 Jahren im Dienst des Friseurhandwerks ging vor kurzem die Ära Werner Irnstetter zu Ende. Friseurmeisterin Sabine Schneider wurde von der Innungsversammlung in Cham als die Nachfolgerin von Irnstetter gewählt. Damit endet nach 45 Jahren die ehrenamtliche Tätigkeit von Irnstetter, der in zahlreichen Funktionen in der Friseurorganisation auf lokaler, Landes- und Bundesebene tätig war.

Werner Irnstetter prägte nicht nur die Friseurinnung und die Kreishandwerkerschaft Cham, sondern wirkte auch in der Vollversammlung der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz und vor allem auch im Landesinnungsinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks aktiv mit. “Unser Freund Werner Irnstetter hat sein Leben dem Ehrenamt im Friseurhandwerk verschrieben”, ehrte Landesinnungsmeister Christian Kaiser den scheidenden Obermeister. “Wir danken ihm für dieses Engagement.”

Irnstetters Motto war immer: „Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist sie zu gestalten.“ Seit 1970 war er bei der Friseurinnung Cham aktiv. Zunächst als stellvertretender Obermeister und dann ab 1971 als Obermeister. Von 1992 bis 2007 war er Kreishandwerksmeister in Cham.

Seit 1984 war er Mitglied des Meisterprüfungsausschusses der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz und seit 1994 gehört er der Vollversammlung und dem Vorstand an. Der selbstständige Friseurmeister wurde 1981 zum Bezirksvertreter der Oberpfalz und damit zum stimmberechtigten Vorstandsmitglied im Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks gewählt. Ab 1989 bis 2008 war er stellvertretender Landesinnungsmeister und Delegierter zum Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks sowie Mitglied der Tarifkommission. Für seine außerordentlichen Verdienste wurde er zum Ehrenmitglied des Landesinnungsverbandes ernannt. “Dankbar können wir jungen Kollegen für einen guten Rat von Werner Irnstetter sein”, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. “Wir freuen uns, dass Werner Irnstetter weiterhin aktiv am Verbandsleben des Landesinnungsverbandes teilnimmt, wie zuletzt auf der HAARE in Nürnberg, der wichtigsten Regionalmesse für Friseure. Trotz seines Ausscheidens aus allen Ehrenämtern ist und bleibt Werner Irnstetter ein Bestandteil der großen Friseurfamilie in Bayern.”

Zahl der Innungsmitglieder bei Friseuren bleibt stabil

Landesinnungsmeister Andreas Popp ehrte die Obermeister der Friseurinnungen mit den stärksten Zuwachsraten: Bernhard Dräxler (Schwandorf), Tanja Arnold-Petter (Bamberg), Richard Schmaus (Ebersberg), Werner Irnstetter (Cham), Rudolf Reisbeck (Straubing) und Rudolf Dahms (Wunsiedel).

Landesinnungsmeister Andreas Popp ehrte die Obermeister der Friseurinnungen mit den stärksten Zuwachsraten: Bernhard Dräxler (Schwandorf), Tanja Arnold-Petter (Bamberg), Richard Schmaus (Ebersberg), Werner Irnstetter (Cham), Rudolf Reisbeck (Straubing) und Rudolf Dahms (Wunsiedel).

Während andere Organisationen einen Mitgliederschwund beklagen, bleibt die Zahl der bayerischen Innungsfriseure stabil. Ein Drittel der Friseurinnungen konnte die Mitgliederzahl sogar steigern. Aus diesem Grund ehrte Landesinnungsmeister Andreas Popp unlängst die Obermeister der Friseurinnungen mit den stärksten Zuwachsraten. Er beglückwünschte Bernhard Dräxler (Schwandorf), Tanja Arnold-Petter (Bamberg), Richard Schmaus (Ebersberg), Werner Irnstetter (Cham), Rudolf Reisbeck (Straubing), Rudolf Dahms (Wunsiedel) und Hansi Denterlein (Neustadt/Aisch, nicht auf dem Foto) zur erfolgreichen Innungsarbeit.

Mit gut 4300 Mitgliedsbetrieben präsentieren sich die im LIV organisierten Innungen. „Trotz oder gerade wegen der Krise wissen die bayerischen Friseure ihre Innung zu schätzen und unterstützen die Innungs- und Verbandsarbeit durch ihre Mitgliedschaft“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp. Vor allem auch neu gegründete oder übernommene Salons nehmen die Leistungen der Innung gerne in Anspruch, um sich am hart umkämpften Markt zu behaupten. Mit ihrem attraktiven Weiterbildungs- und Beratungsangebot sind die Innungen ein verlässlicher Partner der Betriebe.

Kontinuierlich vollzieht sich so bei den Innungsmitgliedern ein Generationswechsel, der sich auch im Ehrenamt niederschlägt. Von den 60 Obermeisterinnen und Obermeistern sind sechs unter 40 Jahre und 17 zwischen 40 und 50 Jahre alt, das Durchschnittsalter liegt bei knapp 53 Jahren.

Damit Friseurinnungen dem Wettbewerb von morgen schon heute gewachsen sind, hat der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks zusammen mit dem Unternehmensberater für Friseure Hannes Friedl von HOMINI CTM ein neues Programm entwickelt. Unter dem Motto „Mach mit, denn du bist Innung“ wurde eine dienstleistungsorientierte Initiative entwickelt, die in Bayern und bundesweit umgesetzt wird. Diese stellt den Friseur in den Mittelpunkt und beinhaltet mehr Kommunikation, Gründerworkshops für Unternehmensgründer, ein Eliteklassenprogramm für Gesellen und betriebswirtschaftliche Seminare für den Unternehmer.