Trauer um Ulrike Königer-Höfling

Mit Trauer reagiert der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks auf den Tod von Ulrike Königer-Höfling, der Ehrenvorsitzenden des Lehrerverbandes im Berufsfeld Körperpflege LiBK – Landesverband Bayern. Ulrike Königer-Höfling verstarb vergangene Woche nach schwerer Krankheit.
„Wir haben mit Ulrike Königer-Höfling eine verlässliche Partnerin verloren und eine Mitstreiterin für unser Handwerk“, so die erste Reaktion von Landesinnungsmeister Christian Kaiser. Der Landesinnungsverband und der Lehrerverband im Berufsfeld Körperpflege LiBK tauschen sich regelmäßig intensiv aus. „In der dualen Ausbildung sollen die Partner Betrieb und Berufsschule vertrauensvoll zusammenarbeiten. Diesen Gedanken pflegen wir auch auf Landesebene“, erklärt Landesinnungsmeister Christian Kaiser das Ziel der Treffen. „Ulrike Königer-Höfling war immer eine kompetente Ansprechpartnerin in der Bildungspolitik. Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren.“

Petra Jährling: Der gute Geist des LIV

Seit zehn Jahren ist Petra Jährling nun Assistenz der Verbandsführung des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks. Im Rahmen einer Vorstandssitzung bedankten sich die Vorstandsmitglieder und Kolleginnen mit persönlichen Geschenken für die gute Zusammenarbeit und Treue zu den bayerischen Friseuren. Landesinnungsmeister Christian Kaiser meinte: „Petra Jährling ist der gute Geist des Hauses und erste Anlaufstelle für die bayerischen Friseure am Telefon der LIV-Geschäftsstelle. Wir danken ihr von ganzem Herzen für zehn Jahre erfolgreiche Arbeit in unserem Verband.“

Petra Jährling ist seit zehn Jahren beim LIV Friseure Bayern

Appell der bayerischen Friseure: 10 qm Lösung endlich beenden

Der LIV fordert eine Aufhebung der 10 Quadratmeter-Regelung,

Mit Unverständnis und Kopfschütteln reagierte Landesinnungsmeister Christian Kaiser auf die ausgebliebenen Corona-Lockerungen für das bayerische Friseurhandwerk. Sowohl Ministerpräsident Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger als auch Gesundheitsminister Klaus Holetschek bekamen Schreiben mit der Aufforderung, die 10 Quadratmeter-Regelung für Friseursalons aufzuheben. „Passiert ist nichts“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser enttäuscht. Das Büro des Gesundheitsministers hat sich zumindest gemeldet und unser Schreiben an das Wirtschaftsministerium weitergeleitet. 

Die Bundesnotbremse ist seit heute ausgelaufen. Die Bundesnotbremse kannte im übrigen auch keine Quadratmeterbeschränkung für körpernahe Dienstleistungen. Aber die aktuelle Fassung der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sieht in § 14 für das Friseurhandwerk als körpernahem Dienstleister eine Mindestfläche von 10 Quadratmeter pro Kunde vor. 

„Diese Regelung behindert viele Friseurbetriebe unverhältnismäßig stark. Aufgrund der Quadratmeterbeschränkung müssen Mitarbeiter weiterhin in Kurzarbeit verbleiben und dennoch können Betriebe nicht profitabel arbeiten. Außerdem leidet die ohnehin sehr gedämpfte Ausbildungsbereitschaft der Betriebe zusätzlich“, so Kaiser. In früheren Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnungen vor Einführen der Bundesnotbremse erstreckte sich die Quadratmeterregelung nicht auf das Friseurhandwerk. Arbeits- und Infektionsschutz kamen im Friseurhandwerk dennoch nicht zu kurz. 

In den Schreiben an die bayerischen Politiker heißt es weiter: „Wie Sie wissen, hat das Friseurhandwerk bereits seit April 2020 einen umfassenden und anspruchsvollen Arbeitsschutzstandard, der im Laufe der Zeit von der zuständigen Berufsgenossenschaft immer wieder nachjustiert wurde und auch Aspekte des Infektionsschutzes beinhaltet. Das Friseurhandwerk war somit frühzeitig für die erforderlichen Schutzmaßnahmen sensibilisiert und setzt diese bis zum heutigen Tag in vorbildlicher Weise um. Die Regelung zu den Mindestquadratmetern erweist sich in der Praxis allerdings als deutliches Hemmnis für die Betriebe.“ Aufgrund der zahlreichen anderen Vorgaben wie Mindestabstand zwischen den Kunden, FFP2-Maskenpflicht für Kunden, mindestens medizinische Masken für das Personal, Vermeiden von Wartezeiten, Festlegen von Verkehrswegen – wobei sich Kunden während der Dienstleistung ja nicht frei im Salon bewegen und der Weg vom Bedien- zum Waschplatz immer kontrolliert erfolgt -, Lüftungskonzept (schon vor der Pandemie war durch die TRGS 530 ein Mindestluftaustausch für Salons vorgeschrieben) kommt es in den Salons zu keinen ungewollten und unkontrollierbaren Personenansammlungen und die Aerosolkonzentration wird niedrig gehalten.

Christian Kaiser: „Das bayerische Friseurhandwerk fordert die verantwortlichen bayerischen Politiker auf, unsere Argumente nochmals zu überdenken und die 10 Quadratmeter Regelung endlich fallen zu lassen.“

Erste hybride Vorstandssitzung mit dem Lehrerverband

Der Landesinnungsverband experimentiert mit veränderten digitalen Veranstaltungskonzepten. Nach regelmäßigen erfolgreichen Onlineseminaren LIV digital hatte der Vorstand nun erstmals eine hybride Vorstandssitzung, um die Verbandsarbeit voranzutreiben.

Hybride Vorstandssitzung des LIV Foto: Reisbeck

Bei der ersten Präsenzsitzung 2021 des LIV-Vorstandes in Herrsching wurden die Gäste und Diskussionsteilnehmer via Zoom zugeschaltet. So beriet der LIV-Vorstand unter der Leitung von Landesinnungsmeister Christian Kaiser anstehende Themen mit dem Verband der Lehrer im Berufsfeld Körperpflege, dessen Vorstand zugeschaltet war. 

Die Mitglieder des Vorstandes tagten unter Einhaltung der Corona-Regeln im Sitzungssaal. Eine Weitwinkelkamera und empfindliche Mikrofone nahmen die Sitzung auf und übertrugen den Stream via Zoom zum Lehrerverband. Dessen Vorstände erschienen auf einer großen Beamerleinwand im Sitzungssaal und Boxen übertrugen die Diskussionsbeiträge. 

„Wir haben zum ersten Mal eine solche hybride Veranstaltung durchgeführt und es hat aufgrund der guten Vorbereitung durch die Geschäftsstelle ausgezeichnet funktioniert“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. “Wir werden solche Formate auch künftig einsetzen, um die Arbeit im Verband noch effizienter zu gestalten.”

19. Friseurwallfahrt nach Andechs: Erfolg trotz Corona

Über 70 Friseure aus ganz Bayern kamen am Montag, 28. Juni zur 19. Friseurwallfahrt zum Heiligen Berg nach Kloster Andechs. Aufgrund von Corona-Maßnahmen wurde auf Abstands- und Hygieneregeln geachtet. Trotz der Umstände war die Stimmung wieder hervorragend.

Die Friseur trafen sich unter Führung von Landesinnungsmeister Christian Kaiser am Bahnhof von Herrsching und bestiegen den Heiligen Berg bei besten Wetter durch das idyllische Kiemtal. In der Klosterkirche Andechs feierten die Friseure einen Gottesdienst bevor es in den Biergarten zum zünftigen Teil des Tages mit Bier und Schweinshaxn ging. „Seit 2003 findet am letzten Montag im Juni die Friseurwallfahrt nach Andechs statt und ich freue mich, dass sich trotz Abstands- und Maskengebot so viele Kolleginnen und Kollegen eingefunden haben und die Tradition weiter fortführen“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser.

Entstanden ist die Friseurwallfahrt als Bittgang zum Erhalt des Meisterbriefs im Friseurhandwerk. Die Politik wollte das Gewerk aus der Anlage A entfernen und nur der massive Protest der Friseure sorgte dafür, dass der Meisterbrief in diesem Beruf erhalten blieb.
„Aus diesem Bittgang wurde unsere traditionelle Wallfahrt nach Andechs“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Die politische Protestaktion wandelte sich zu einem traditionellen Beisammensein, um sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen und den Tag zu genießen.“

Im kommenden Jahr 2022 soll die Friseurwallfahrt am Montag, 27. Juni 2022, stattfinden.

Hier ein VR-Video aus dem Biergarten.

Notbremse gilt faktisch ab Samstag

In Deutschland wurde eine bundesweit verbindliche Corona-Notbremse im Bundesinfektionsschutzgesetz in Kraft gesetzt. Die Änderung des Infektionsschutzgesetzes hat Bundestag und Bundesrat passiert. Am Freitag tritt das Gesetz in Kraft – die einheitliche Corona-„Notbremse“ greift aber erst ab Samstag. Das gibt den Landkreisen und Kommunen Zeit, ihre Regeln anzupassen. Ab wann es in der jeweiligen Region gilt, wird von den örtlichen Behörden bekannt gegeben. Die nachfolgende LIV-Übersicht gibt Klarheit.

Die Notbremse tritt nach Aussage des Bundesrates im Wesentlichen am Freitag, 23. April 2021 in Kraft. Praktisch gilt das Gesetz ab Samstag, 24. April 2021. Die Notbremse gilt ohne weitere Umsetzungsakte in Landkreisen und kreisfreien Städten, die Sieben-Tage-Inzidenzen von über 100 Infektionen pro 100.000 Einwohnern an drei aufeinanderfolgenden Tagen aufweisen.

Gesetz ist am 23. April in Kraft, gilt aber faktisch erst ab 24. April 2021.

Brandmail an den Gesundheitsausschuss
„Leider konnten wir trotz intensiver Arbeit die Abgeordneten nicht vom Verzicht auf eine weitere Verschärfung der Regelungen für das Friseurhandwerk überzeugen“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. Bayerische Mitglieder des Gesundheitsausschusses erhielten bereits am vergangenen Wochenende eine Brandmail. In dem Schreiben heißt es: „Weitere Verschärfungen wie eine Testpflicht für Friseurkunden erhöhen nicht den Schutz von Kunden und Beschäftigten, sondern führen zu Ausweicheffekten, die kontraproduktiv sind.“

Weiter schreibt der LIV deutlich: „Seit der Wiedereröffnung der Friseursalons nach dem ersten Lockdown im Mai 2020 erfüllen Friseure eine Vielzahl von Vorschriften und Auflagen, um Beschäftigte und Kunden vor einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus zu schützen. Und es funktioniert. Immer wieder ist zu hören, es gebe keine gesicherten Erkenntnisse darüber, in welchen Bereichen Ansteckung passiert oder eben nicht. Das ist so nicht richtig. Alle uns bekannten Studien, Statistiken usw. bestätigen das geringe Infektionsrisiko beim Friseurbesuch.“

Der LIV führt ausführlich die Argumente an die Mitglieder des Gesundheitsausschusses auf und schreibt zudem: „Aus Österreich und deutschen Bundesländern, in denen bereits eine Testpflicht für Kunden besteht, hören wir, dass die Nachfrage nach offiziellen Friseurdienstleistungen massiv eingebrochen ist (> 50 Prozent Rückgang) und die Schwarzarbeit blüht. Dies bestätigt einmal mehr unsere Befürchtung, dass mit den falschen Maßnahmen das Infektionsgeschehen durch die Verlagerung der Nachfrage in den „privaten“ Bereich noch befeuert wird. In diesem Bereich wird nicht nur steuer- und abgabenfrei gearbeitet. Hygienestandards spielen keine Rolle, eine Nachverfolgung von Infektionsketten ist praktisch ausgeschlossen. Eine wirksame Kontrolle durch die staatlichen Organe findet nicht statt bzw. ist praktisch unmöglich.“

Das Schreiben, das von Landesinnungsmeister Christian Kaiser und Geschäftsführerin Doris Ortlieb unterschrieben ist, endet mit dem Appell: „Weitere Verschärfungen, insbesondere eine Testpflicht für Kunden, werden jedoch das Schutzniveau nicht erhöhen, sondern durch das Ausweichen in die Schwarzarbeit einen gegenteiligen Effekt auslösen. Wir bitten Sie dringend, dies bei Ihren Beratungen im Ausschuss zu berücksichtigen.“ Die Abgeordneten entschieden anders.

Klarstellung: Aktuell benötigen bayerische Friseurkunden keinen negativen Coronatest

Aktuell (Stand 14.4.21) benötigen Friseurkunden in Bayern keinen negativen Coronatest

“Aktuell benötigen Kunden keinen negativen Coronatest, um in Bayern Friseurdienstleistungen in Anspruch nehmen zu können”, stellt Landesinnungsmeister Christian Kaiser eindeutig klar. Dies gilt unabhängig von der regionalen 7-Tage-Inzidenz.

Die mediale Berichterstattung über die geplante “Bundes-Notbremse” führt im Moment zu großer Verwirrung bei bayerischen Friseuren und Kunden. 

Bayerische Innungen und Landesinnungsverband werden mit Anrufen und Nachfragen überschwemmt, weil viele Friseurkunden verunsichert sind. “Wir wollen allen Beteiligten Rechtssicherheit geben und haben uns daher zu dieser aktuellen Klarstellung am heutigen Mittwoch, 14. April, entschlossen”, so Kaiser. 

Ostern 2021: Salons dürfen öffnen

„Bayerische Friseure haben aufgrund des Hin und Her zur Osterruhe flexibel reagiert und Termine ihrer Kunden vielfach bereits verlegt. Das zeigt, wie gut und schnell unsere Branche auf Veränderungen reagiert. Dennoch sind wir verwundert über die Entwicklungen“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Friseursalons sind keine Treiber der Pandemie. Wir wünschten uns in der Krise aber mehr Planungssicherheit durch politische Entscheidungen im Bund.“

Jetzt gilt: An Gründonnerstag, 1. April und Karsamstag, 3. April dürfen bayerische Friseursalons geöffnet bleiben. Mit einer persönlichen Ansprache hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten getroffenen Beschlüsse von Anfang der Woche zur Osterruhe heute kurzfristig zurückgenommen. Friseurbetriebe dürfen damit nun doch über die Ostertage öffnen.

Bundeskanzlerin Merkel hat sich persönlich entschuldigt. Scheinbar war die rechtliche Umsetzung dieser beiden Schließtage zu problematisch.

Wenn ein Betrieb entscheidet über Ostern zu schließen und so seinen Beitrag zum Herunterfahren des öffentlichen Lebens über Ostern zu leisten, dann sei das begrüßenswert, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser.

Noch steht die bayerische Landesverordnung aus. Diese gilt es genau zu prüfen. Sollte hier eine Abweichung auftreten, wird der LIV Friseure Bayern informieren.

Bayerns Friseure sind ab heute geöffnet

Nach fast 11 Wochen Lockdown öffnen heute in Bayern die Friseursalons wieder. „Ich wünsche allen Kolleginnen und Kollegen einen guten und sicheren Start und bitte sie, die Arbeitsschutz- und Hygieneregeln strikt einzuhalten, damit die Wiedereröffnung für Kunden und Friseur ein verdienter Erfolg wird. Wir als Landesinnungsverband haben hart und intensiv für diese Wiedereröffnung zum Wohle des gesamten Friseurhandwerks gearbeitet“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. 

Bayerns Friseure freuen sich auf die Rückkehr der Kunden in ihre Salons. Aufgrund der weiter verschärften Hygieneauflagen wird es aber nicht möglich sein, allen Terminwünschen der Kunden zu entsprechen. „Wir Friseure sind dankbar für etwas Geduld und Verständnis der Kunden und werden die  Hygieneauflagen strikt einhalten. In der Hoffnung, dass in den Salons und in unser aller Leben bald wieder so etwas wie Normalität einziehen kann“, so Kaiser weiter. 

„Wirken Sie auf Ihre Kunden ein“, appelliert Kaiser an die bayerischen Friseure. Kunden müssen für den Friseurbesuch zwingend einen Termin vereinbaren. Ein spontaner Friseurbesuch ohne Anmeldung ist nicht möglich. Zudem müssen Kunden grundsätzlich eine FFP2-Maske tragen. Ausnahmen gelten unter anderem, wenn die Dienstleistung keine Maske zulässt, wie zum Beispiel bei der Bartpflege. In Bayern sind grundsätzlich alle Friseurdienstleistungen zulässig. 

Nachdem die Termine getaktet sind, sollte der Kunde pünktlich erscheinen. Das bedeutet aber auch, dass er nicht zu früh zu seinem Termin kommt, denn der Wartebereich im Salon und vor dem Salon ist in Corona-Zeiten äußerst begrenzt. Begleitpersonen sollten nur falls unbedingt nötig und nach Absprache mit im Salon erscheinen, denn die zulässige Personenzahl ist begrenzt. Kunden sollten auf dem ihnen zugewiesenen Platz bleiben und nicht unaufgefordert im Salon umhergehen. Bezahlt werden soll, wenn möglich, kontaktlos. 

Der Friseurbesuch ist sicher, wenn sich alle Beteiligten an die Regeln halten. Die Ergebnisse einer Untersuchung der TU Berlin bestätigen ein ausgesprochen geringes Ansteckungsrisiko beim Friseurbesuch. Dies unterstreichen auch die aktuellen Zahlen der Berufsgenossenschaft BGW. Stand 29.1.2021 lagen der BGW für den gesamten Zeitraum seit Beginn der Pandemie aus dem deutschen Friseurhandwerk 22 Meldungen von Berufskrankheitsverdachtsfällen aufgrund von Covid-19 vor. Von diesen 22 Fällen waren 14 mit Testung, davon 13 positiv und 1 negativ, keine Todesfälle. Und das bei ca. 80.000 Betrieben bundesweit mit rund 240.000 Beschäftigten und geschätzt 700.000 Kunden pro Tag.

“Jetzt sind alle gefordert und wir können im Salon zeigen, dass Friseure Teamplayer sind“, so Kaiser weiter. „Dringend notwendig wäre eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Friseurdienstleistungen von 19 auf 7 Prozent, nachdem sie zum Jahreswechsel von vorübergehend 16 wieder auf 19 Prozent angehoben wurde. Damit könnte die Bundesregierung Friseurkunden und -unternehmer gleichermaßen entlasten“, erklärt Landesinnungsmeister Christian Kaiser.  Das Reduzieren der Mehrwertsteuer für Friseurdienstleistungen verspricht gerade in der Zeit nach der Corona-Krise einen hohen gesamtwirtschaftlichen Nutzen. Neben mehr Arbeits- und Ausbildungsplätzen würden durch eine niedrigere Mehrwertsteuerlast der Anreiz zur Schwarzarbeit stark gemindert und die steuerpflichtigen Umsätze steigen. Damit würde sich die Steuersenkung mittelfristig selbst refinanzieren. „Wir appellieren an die Politik: Setzen Sie ein Zeichen für fairen und ehrlichen Wettbewerb“, so der Appell des Friseurhandwerks. 

Friseur-Aktion “Lasst euer Licht an” als Dankeschön für die Kundentreue

Unter strengen Auflagen dürfen Friseursalons am 1. März wieder öffnen. Mit der Friseur-Aktion „Lasst euer Licht an“ wollen die bayerischen Friseure sich für die Treue und das Verständnis bei ihren Kundinnen und Kunden bedanken. Nach dem großen Erfolg und der enormen Resonanz der Aktionen in den vergangenen Wochen bleiben die Lichter auch diesen Freitag ab 8 Uhr bis Samstag 8 Uhr in den Friseursalons an. 

„Viele Friseure machen sich für ihre Kunden bereit“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Wir bitten aber um Verständnis, dass wir nicht alle Terminwünsche sofort erfüllen können. Bitte akzeptieren Sie auch Termine, die nicht sofort in der ersten Märzwoche sind.“ Die Salons in Bayern müssen zudem das strenge Hygienekonzept und die Abstandsregelungen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege umsetzen.

 „Wir freuen uns sehr auf die Herausforderung wieder Schönheit zu verbreiten. Seit Mitte Dezember sind die Haare gewachsen und den Wildwuchs gilt es nun zu bändigen“, so Landesinnungsmeister Kaiser weiter. “Wir brennen schließlich für unsere Kunden”, so bringt die Lindauer Friseurmeisterin Petra Zander, Vorstandsmitglied im Landesinnungsverband und Initiatorin der Aktion, das Anliegen in dieser Woche auf den Punkt. “Vielen Dank für das solidarische Verhalten innerhalb der Branche und ein besonders großes Dankeschön für die Unterstützung unserer Kundinnen und Kunden.” 

Dank sagt der Landesinnungsverband an alle Kolleginnen und Kollegen, die im Lockdown vernünftig geblieben sind und die unmoralischen Angebote der Schwarzarbeit abgelehnt haben. Und natürlich gilt der Dank auch allen, die sich zum Wohle des Friseurhandwerks stark gemacht haben.

Von Freitag 8 Uhr bis Samstag 8 Uhr wird daher die symbolische Aktion “Lasst euer Licht an” fortgesetzt. Jeder Salon in Bayern ist aufgerufen, sich bei dieser stillen Aktion der Freude zu beteiligen und zu zeigen: „Wir brennen für unsere Kunden! Und als Dank lassen wir das Licht an, damit sie wissen: Wir freuen uns auf Sie!“