HAARE 2017: Treffpunkt für Friseure mit Leib und Seele

Landesinnungsmeister Christian Kaiser (r,) bei seinem Pressestatement.

Landesinnungsmeister Christian Kaiser (r,) bei seinem Pressestatement.

Landesinnungsmeister Christian Kaiser bei der heutigen Pressekonferenz der HAARE 2017 in Nürnberg. Hier sein Statement für die Presse:  „Als Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks aber auch in meiner Funktion als Vorstandsmitglied im Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks heiße ich Sie herzlich willkommen zur Pressekonferenz der HAARE 2017. Ich lade Sie ein, mit uns am 22. und 23. Oktober zu erleben, wie leistungsfähig und vielfältig die Friseur- und Beautybranche ist.

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks wählt nun bereits das dritte Jahr in Folge Nürnberg als Austragungsort für die Deutsche Meisterschaft. Unter dem Titel hairGAMES geht eine moderne Art des Wettbewerbs an den Start. Wir feiern die hohe Kunst des Frisierens in all ihren Facetten: Perfekte Haarschnitte, außergewöhnliche Stylings, kreative Beauty-Looks und innovative Farbkreationen. Die HAARE 2017 bietet diesen genialen Köpfen und ihren fantastischen Arbeiten genau die passende Bühne. Auf der Showbühne der hairGAMES jagt zwei Tage lang ein Catwalk den nächsten. Wer auf der Suche nach Trends, Inspiration oder neuen Ideen ist, wird dort mit Sicherheit fündig.

Creativdirektor Dieter Schöllhorn bei der Arbeit.

Creativdirektor Dieter Schöllhorn bei der Arbeit.

Mit über 200 gemeldeten Teilnehmern beweisen die Deutsche und Bayerische Meisterschaft, die wir parallel durchführen, ihre Attraktivität. Friseure aller Altersgruppen und Leistungsstufen nehmen die Herausforderung an, Großes zu leisten und sich dem Vergleich mit anderen zu stellen. Als Wettbewerbsteilnehmer beweist man nicht nur sein Können, sondern zeigt auch, dass man Biss und Willensstärke besitzt. Dass man auf ein Ziel fokussiert arbeitet und sich nicht aufhalten lässt. Ein besseres Aushängeschild, um entdeckt zu werden, gibt es kaum. In diesem Rampenlicht der Fachöffentlichkeit haben sich viele Newcomer zum Starfriseur von morgen entwickelt. Denn wer sich auf dem Steg der Herausforderung stellt, macht das mit Leidenschaft und Begeisterung und ist Friseur mit Leib und Seele. Eine Teilnahme an den Meisterschaften wirkt sich positiv auf die eigene berufliche Entwicklung aus und ein Titel eröffnet ganz neue Perspektiven: Ob als Showakteur, Trainer oder Mitglied im Modeteam des Zentral- oder Landesinnungsverbandes– die eigene Karriere stößt in neue Dimensionen vor.

Auf der HAARE 2017 kann das jeder Besucher hautnah erleben. Einerseits bei den Meisterschaften motivierte und leistungsbereite Friseure, die nach dem Titel streben. Andererseits in der Jury und als Akteure auf den Workshop- und Showbühnen viele ehemalige Bayerische, Deutsche und Weltmeister, die als anerkannte Experten Arbeiten beurteilen oder ihr Können weitergeben.

Die HAARE in Nürnberg steht in der Branche nicht nur für Unterhaltung, das Zusammentreffen mit Kollegen und den Erfahrungsaustausch. Sie überzeugt auch durch das hohe fachliche Niveau und die vielfältigen Möglichkeiten, sich weiterzubilden. Das Fachprogramm liefert wertvollen Input sowohl für Unternehmer und Führungskräfte als auch für angestellte Meister und Gesellen. Großen Wert legen wir aber auch auf die Förderung des Berufsnachwuchses. Ihm widmet sich unser Programm am zweiten Veranstaltungstag in besonderem Maße. Dass für die jungen Menschen in unserem Beruf ein enormer Bedarf an solchen Angeboten besteht, zeigen die vielen Anmeldungen von Berufsschulen nicht nur aus Bayern, sondern auch aus den angrenzenden Bundesländern.

Ein breites fachliches Spektrum bieten wir den Besuchern der HAARE 2017 mit hochkarätig besetzten Shows, praxisnahen Workshops und interessanten Vorträgen zu aktuellen Themen im Kongress. Bei diesem reichhaltigen Programm kann sich jeder das für ihn passende heraussuchen. Die Shows und Workshops drehen sich um die aktuelle Frisurenmode, alltagstaugliche aber auch ausgefallene und festliche Frisuren, die Farbtrends der kommenden Saison sowie neue Schnitt- und Färbetechniken. Im Kongress greifen wir vor allem betriebswirtschaftliche und unternehmerische Themen auf und widmen uns Themen wie Digitalisierung, Leistungslohn- und flexible Arbeitszeitmodelle, Employer Branding oder Mitarbeiter als Markenträger des Salons.

Die HAARE 2017 präsentiert sich als die bedeutendste Friseurveranstaltung im Herbst. Zwei fantastische Tage warten auf uns. Überzeugen Sie sich am Sonntag und Montag selbst von der Qualität der HAARE 2017 und der Leistungsfähigkeit des Friseurhandwerks.“

Kreativität wird bei Dieter Schöllhorn groß geschrieben.

Kreativität wird bei Dieter Schöllhorn groß geschrieben.

Bayerische Friseurarbeitgeber fordern Tarifvertrag für Azubis

Lassen Sie uns endlich den Tarifvertrag für Azubis in trockene Tücher bringen!

Lassen Sie uns endlich den Tarifvertrag für Azubis in trockene Tücher bringen!

„Lassen Sie uns endlich den Tarifvertrag für Azubis in trockene Tücher bringen!“ Der Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks Christian Kaiser fordert die Gewerkschaft auf, noch in diesem Jahr an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die verdi-Aktion „Das Friseurhandwerk geht baden“ ist reine Stimmungsmache und dient ausschließlich der Mitgliedergewinnung.
Die Fakten sind: Auf 465 Euro im ersten, 570 Euro im zweiten und 720 Euro im dritten Ausbildungsjahr erhöhten die bayerischen Friseurunternehmer einseitig die Ausbildungsvergütungen bei ihrer Mitgliederversammlung im Mai. Die Gewerkschaft verdi war in den vergangenen zwei Jahren nicht bereit, über einen Vergütungstarifvertrag für Auszubildende zu verhandeln. Der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks hatte 2015 beschlossen, die Verbandsempfehlung in einen Tarifvertrag zu überführen. Da verdi einen bundesweiten Abschluss anstrebt, kam es in Bayern aber nie zu Verhandlungen. Dabei könnte ein bayerischer Azubi-Tarifvertrag wegweisend für die Bundesebene sein. Neben der kontinuierlichen Erhöhung der Ausbildungsvergütungen strebt der bayerische Landesinnungsverband auch den Einstieg in eine im Tarifvertrag festgeschriebene betriebliche Altersvorsorge für die Auszubildenden an.
Fest steht: Die Friseurlehrlinge in Bayern erhalten aufgrund eines Vorstoßes der Friseurarbeitgeber mehr Geld. Die Ausbildungsvergütungen für die Friseurazubis in Bayern wurden zum 1. August 2017 um rund 3 Prozent erhöht. Diese Beschlüsse gehen auf Initiative der Arbeitgeber zurück.
“Wir halten eine moderate, kontinuierliche Erhöhung der Ausbildungsvergütungen für richtig”, stellt Landesinnungsmeister Christian Kaiser klar. “Es ist bedauerlich, wenn die Gewerkschaft aus ideologischen Gründen nicht bereit ist, dies für Bayern in einem Tarifvertrag festzuschreiben. Deswegen mussten wir im Alleingang von unserer Regelungskompetenz Gebrauch machen”, begründet Kaiser den Beschluss.

HAARE 2017 im neuen Erscheinungsbild

Die HAARE 2017 geht mit neuer Stärke und neuem Erscheinungsbild an den Start. Mit Leidenschaft werden Meisterschaften bestritten, Frisuren gestylt und Bärte getrimmt. Die Fachmesse für Friseure, Barbiere und Kosmetiker findet am 22. und 23. Oktober in Nürnberg statt und ist mit über 13.000 erwarteten Besuchern eine der größten Friseur- und Beauty-Veranstaltungen Süddeutschlands. Die Besten der Friseurbranche stellen ihr Können bei der Bayerischen und Deutschen Meisterschaft, unter dem Motto hairGAMES unter Beweis. Im Kongress erwartet die Teilnehmer ein informatives, hochkarätig besetztes Programm, das die HAARE 2017 zum wertvollen Wissensforum für die Branche macht. Topmarken, Produkte und Dienstleistungen sowie die wichtigsten Trends der Herbst-/Winter-Saison stehen hier im Fokus. Das Rahmenprogramm beinhaltet einen weiteren Showact, um der Friseurbranche im Bereich dekorativer Kosmetik entgegen zu kommen. So präsentiert Carola Hickl, Hair & Make-up Artist und Inhaberin der Make-up Artist School „profession make-up by carola hickl“, an beiden Messetagen live auf drei Bühnen vor ihrem Stand Make-up Techniken und Trends aus der Beauty-, Fashion- und Show- Branche. Parallel dazu kämpfen am 22. Oktober die hochmotivierten Finalisten der INTERNATIONAL BARBER AWARDS um die Gunst der Jury.

Handwerk, Herzblut, Echte Helden – mit diesem neuen Claim geht die HAARE 2017 an den Start. Bekannte Marken, spannende Newcomer, innovative Produkte, packende Shows, hochkarätige Meisterschaften, das alles bietet die Fachmesse Friseuren, Barbieren und Make-up Artisten. Auf der HAARE werden Friseure, Barbiere und Beautyexperten dabei unterstützt, den eigenen Salon mit einem noch ganzheitlicheren Service unverwechselbar zu machen. Selbstverständlich immer mit Ausblick auf die wichtigsten Trends der Herbst- und Wintersaison.

Leidenschaft und Spaß für Hair and Beauty, Kreativität, handwerkliches Geschick und das richtige Gespür für die neuesten Styles der Szene – all das findet die perfekte Verbindung in den hairGAMES, den Deutschen Meisterschaften der Friseure. In den Kategorien Damen, Herren und Kosmetik werden hier alle Friseure, egal ob am Anfang der Karriere oder mit langjähriger Berufserfahrung, ihr Können live auf der Bühne unter Beweis stellen. Für die Wettbewerbe wird es in allen Disziplinen auch eine separate Auswertung für die bayerische Meisterschaft geben. Parallel dazu findet an beiden Messetagen der Sonderwettbewerb Wiesn-Style statt. Der diesjährige Ideenwettbewerb der Berufsschulen findet unter dem Thema „Over the Rainbow – Einhörner, Regenbogen, und Sternenstaub“ statt. Neu im Programm können Azubis an dem Wettbewerb „Drag Queen“ teilnehmen, bei dem ein männliches Model zur Frau umgestylt wird. Christian Kaiser, Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks: „Auf der HAARE in Nürnberg präsentiert sich das Friseurhandwerk mit Können, Trendbewusstsein und Innovationskraft. Besonders die nächste Generation Friseure haben wir als Landesinnungsverband immer fest im Blick. Der klare Akzent auf dem Thema Bildung macht Messe und Meisterschaft sowohl für Experten als auch Auszubildende ebenso wie Saloninhaber zum jährlichen Highlight der Friseur- und Beauty-Branche.“

Christian Arnold, Abteilungsleiter Partner- und Publikumsveranstaltungen, NürnbergMesse: „Die HAARE 2017 geht mit einem noch größeren Rahmenprogramm an den Start und hat neben der Deutschen und Bayerischen Meisterschaft sowie den INTERNATIONAL BARBER AWARDS ein neues Highlight zu bieten! Wir passen uns stets den Anforderungen der Branche an und präsentieren unseren Fachbesuchern exklusiv zum ersten Mal die Make-up Artist Show von Carola Hickl. Wir freuen uns jetzt schon auf die kreative Stimmung bei der HAARE.“

Arbeitgeber und Lehrer intensivieren Zusammenarbeit

Die Vorstände von Lehrer- und Landesinnungsverband v.l.n.r.: Tanja Kurtz, Christian Kaiser, Tanja Arnold-Petter, Tilo Hartig, Evelyn de Marco-Maier, Ariane Thurau, Ulrike Königer-Höfling, Madeleine Momberg, Christian Hertlein, Dieter Schöllhorn, Tobias Bickel, Bernhard Dräxler, Rudolf Reisbeck

Zu einer gemeinsamen Sitzung trafen sich die Vorstände des Lehrerverbandes im Berufsfeld Körperpflege LiBK – Landesverband Bayern und des Landesinnungsverbandes (LIV) des bayerischen Friseurhandwerks Ende Juni. „In der dualen Ausbildung sollen die Partner Betrieb und Berufsschule vertrauensvoll zusammenarbeiten. Diesen Gedanken pflegen wir auch auf Landesebene“, formuliert Landesinnungsmeister Christian Kaiser das Ziel des Treffens.

Auf der Tagesordnung standen praxisrelevante Themen wie die Aufwandsentschädigungen für Mitglieder der Prüfungsausschüsse oder der Einsatz von Wörterbüchern in der Gesellenprüfung. Beraten wurden aber auch aktuelle bildungspolitische Fragen wie die Umsetzung der Kompetenzrasterausbildung an Berufsschulen und die Forderung nach einer bundeseinheitlichen Gestaltung der Berufsschulpflicht. Breiten Raum nahm vor allem die Diskussion über die Sicherung der Ausbildungsqualität im dualen System ein. Der Vorstand des LIV beabsichtigt für Meister, die erstmals ausbilden wollen oder nach neuen Impulsen für die Ausbildung suchen, eigene Qualifizierungsmaßnahmen zu entwickeln.

LIV direkt erschienen mit geldwerten Infos für Innungsfriseure

Landesinnungsmeister Christian Kaiser präsentiert die aktuelle Ausgabe der LIV direkt.

„Das Friseurhandwerk muss Flagge zeigen“, so lautet der Aufmacher in der Verbandszeitung LIV direkt, die vor wenigen Tagen bei den Innungsbetriebes des Landesinnungsverbandes eingetroffen ist. In dem achtseitigen Magazin informiert der LIV die Friseurunternehmer seiner Mitgliedsinnungen über aktuelle Entwicklungen im bayerischen und deutschen Friseurhandwerk.
„Wir müssen die nächsten Monate nutzen, um uns als Friseurhandwerk zu Wort zu melden und unsere politischen Forderungen vorzutragen“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser in dem Aufmacher der LIV direkt. „Es ist nicht hinnehmbar, dass die Betriebe, die in die Handwerksrolle eingetragen sind, Mitarbeiter beschäftigten, Lehrlinge ausbilden und Steuern und Abgaben entrichten, immer mehr belastet werden“, so Kaiser weiter. In der LIV direkt erklärt Kaiser die wichtigsten politischen Forderungen des bayerischen Friseurhandwerks.
Weitere Themen in der Zeitschrift drehen sich um geldwerte Informationen wie Tariferhöhung, erforderliche Arbeitszeitanpassung sowie Gewinnen von Fachkräften und Auszubildenden. Natürlich spielen die deutsche und bayerische Meisterschaft im Rahmen der HAARE am 22. und 23. Oktober eine Rolle. In der aktuellen Ausgabe stellt der LIV die SmartHome-Lösung Nuki als Türöffner an einem Beispiel eines Münchner Friseurs vor und erklärt, welche neuen Kassenregeln auf die Salons zukommen. Ausführlich und verständlich werden die neuen Reglungen des Mutterschutzgesetzes dargelegt und die Trendkollektion Mode Frühling/Sommer gezeigt. Zudem werden die Kommunikationswege zum LIV via WhatsApp und Co erläutert.
„Die LIV direkt kann als Printprodukt unsere Innungsfriseure in ganz Bayern erreichen, weil wir treue Sponsoren und Anzeigenkunden haben“, so LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb. Die aktuelle LIV direkt liegt auch digital im geschützten Mitgliederbereich exklusiv für Mitglieder vor. Das Passwort erfahren Innungsfriseure bei ihrer Friseurinnung oder beim LIV.

Bayerns Friseure unterstützen Arbeit des Zentralverbandes

Die bayerischen Delegierten bei der ZV-Mitgliederversammlung: Christian Kaiser, Michael Hunger, Petra Zander, Andreas Popp, Christian Hertlein, Dieter Schöllhorn, Dieter Eser, Rudolf Reisbeck

Ihren Beitrag zur Arbeit des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks werden die bayerischen Delegierten in der neuen Amtsperiode leisten. Bei der Mitgliederversammlung in Mainz wurden sie in den Vorstand und alle Ausschüsse gewählt. „Als zweitgrößter Mitgliedsverband im Zentralverband tragen wir eine besondere Verantwortung“, stellt Landesinnungsmeister Christian Kaiser fest. „Bayern trägt nicht nur knapp ein Viertel des Beitragsaufkommens im Zentralverband, wir unterstützen die Arbeit im Bund auch personell und mit unserer Erfahrung aus einem großen, erfolgreichen Landesverband“, so Kaiser weiter.

Rudolf Reisbeck wurde als Vizepräsident im Amt bestätigt und leitet als Vorsitzender den Ausschuss für Umwelt und Gesundheit. Landesinnungsmeister Christian Kaiser gehört dem Vorstand an und wirkt im Wirtschaftsausschuss mit, in dem mit Michael Hunger ein zweites Mitglied aus Bayern vertreten ist. Dieter Schöllhorn übernimmt als stellvertretender Artdirector Verantwortung für die fachliche Arbeit des Verbandes bei Meisterschaften und Modepräsentationen. Zum stellvertretenden Vorsitzenden des Berufsbildungsausschusses wurde Christian Hertlein gewählt, im Ausschuss für Innovation und Kommunikation bekleidet Petra Zander dieses Amt. Dieter Eser gehört als Stellvertreter dem Rechnungsprüfungsausschuss an.

Studie: Generation What? – so ticken die Jugendlichen

Wer effektiv Lehrlingswerbung betreiben will, der muss wissen, wie die jungen Leute ticken. Das Bauchgefühl eines Friseurunternehmens ist wichtig, verlässliches Zahlenmaterial ist es auch.
Jetzt liegt der Abschlussbericht der Studie „Generation What“ vor. An der Studie haben sich fast eine Million junger Menschen beteiligt. Der Bayerische Rundfunk hat die Befragung zusammen mit dem ZDF und dem SWR begleitet. „Wir sind sehr dankbar, dass die Studie jetzt vorliegt und werden die in unserer Nachwuchswerbung berücksichtigen“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Ich empfehle jeden meiner Berufskollegen einen Blick in die Studie zu werfen und für sich und seinen Betrieb Schlüsse zu ziehen.“

Arbeit: Geldverdienen oder Selbstverwirklichungn
Interessant ist, was die junge Generation zum Thema Arbeit und Geldverdienen sagt. Bittet man die junge Generation, sich festzulegen, ob Arbeit für sie eher Geldverdienen oder eher Selbstverwirklichung bedeutet, fällt die Entscheidung unabhängig vom Geschlecht klar zu Gunsten des materiellen Aspekts aus (60 Prozent vs. 38 Prozent). Im demografischen Vergleich zeigen sich die Hochgebildeten am ehesten idealistisch: Für immerhin die Hälfte dieser Gruppe bedeutet Arbeit primär Selbstverwirklichung. Sie können öfter aus einem breiten Spektrum an Berufsoptionen wählen, in denen sich auch die eigenen Interessen spiegeln. Zudem kann diese Gruppe damit rechnen, ohnehin angemessen bezahlt zu werden. Des Weiteren haben Hochgebildete finanziell meist bessere Startvoraussetzung als Bildungsferne, gibt es doch in Deutschland einen klaren Zusammenhang zwischen erreichtem Bildungsniveau und sozialem Status des Elternhauses. Vor dem Hintergrund familiärer Absicherung ist persönliche Entfaltung als Berufsmotiv daher wahrscheinlicher als bei bildungsferneren Gruppen. Auch zeigt sich ein Alters-Effekt: Die 18- bis 24-Jährigen sind idealistischer als die 25- bis 34-Jährigen und betrachten Arbeit fast zur Hälfte als Option zur Selbstverwirklichung. Vergleicht man die jungen Menschen, die sich noch in Studium, Schule oder Ausbildung befinden, mit denen, die schon arbeiten, zeigt sich, dass der materielle Aspekt an Bedeutung gewinnt, sobald man einer Erwerbstätigkeit nachgeht (64 Prozent bei den Arbeitenden vs. 52 Prozent bei denen, die sich noch in der Ausbildung befinden). Womöglich werden die Erwartungen an den Job im späteren Berufsalltag nicht erfüllt.

Der Stellenwert von Arbeit bei Jugendlichen

Der Stellenwert von Arbeit bei Jugendlichen

Junge Generation übt scharfe Kritik am deutschen Schulsystem
Nur 1 Prozent der Befragten ist fest davon überzeugt, dass das Bildungssystem sie gut auf den Arbeitsmarkt vorbereitet. 26 Prozent stimmen dem im Großen und Ganzen zu. Ein viel größerer Teil (45 Prozent) fühlt sich hingegen eher nicht für das Arbeitsleben gerüstet, 26 Prozent sogar überhaupt nicht. Hier zeigen sich keine signifikanten Geschlechterunterschiede. Zwar sind die Hochgebildeten zuversichtlicher als die Personen mit mittlerer und niedriger Formalbildung, aber auch unter ihnen findet sich nur ein Drittel, das sich für den Arbeitsmarkt gut ausgebildet sieht. Die älteren Befragten (30 bis 34 Jahre) sind etwas zurückhaltender mit einer rigorosen Kritik: Von ihnen sind nur 22 Prozent voll und ganz der Ansicht, dass das Bildungssystem nicht für den Arbeitsmarkt fit macht, in den anderen Altersgruppen sind es bis zu 30 Prozent. Die Vermutung liegt nahe, dass die jüngeren Gruppen deswegen unsicherer sind, weil viele den Übergang in das Berufsleben noch vor sich haben und daher nicht wissen, was das Gelernte in der beruflichen Praxis letztlich wert ist. Denkbar ist zudem, dass sich manche Ältere durch berufliche Weiterbildungen praxisrelevante Kompetenzen und Wissensbestände angeeignet haben und deswegen ein etwas positiveres Bild vom Bildungssystem zeichnen.
Generation What? ist ein multimediales Projekt und eine europaweite Studie über die junge Generation. Sie wurde entwickelt, um Nutzer mit Hilfe eines spielerischen und interaktiven Fragebogens dazu anzuhalten, über sich selbst zu sprechen und ihre Meinung zu äußern. Wie leben die 18-34-Jährigen von heute – was denken sie, welche Ziele, Wünsche, Hoffnungen und Ängste haben sie? Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung von Génération Quoi, einer großangelegten Studie, die im Jahr 2013 in Frankreich stattgefunden hat. Nun sind 10 weitere Länder dazugekommen, um das Programm zu einem wahrhaft europäischen Projekt zu machen: Deutschland, Österreich, Belgien, Spanien, Italien, Irland, Luxemburg, Holland, Wales und Tschechien.

Die Abschlussergebnisse für Deutschland gibt es hier: