LIV meldet Erfolg: Keine FFP2-Maskenpflicht für bayerische Friseure

FFP2-Masken sind für Friseure nicht verpflichtend

Die Überzeugungsarbeit des Landesinnungsverband hat gewirkt. In der aktualisierten Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gibt es keine FFP2-Maskenpflicht für bayerische Friseure. „Unsere Arbeit hat sich ausgezahlt. Das ist ein großer Erfolg für die ganze Branche“, so Landesinnungmeister Christian Kaiser. „Viele Gespräche, Briefe und Aktionen von unserer Seite haben zu diesem Erfolg geführt. Das zeigt, wie wichtig gemeinsame Arbeit und Vernetzung innerhalb des Friseurorganisation ist. Damit haben wir für alle bayerischen Friseurunternehmer und ihre Beschäftigten eine große Erleichterung für die Wiedereröffnung am 1. März erreicht.“

Abweichend vom Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk hatte die bayerische Staatsregierung verpflichtend FFP2-Masken für die Beschäftigten vorgesehen. Nach schneller Intervention des LIV wurde dies nun für die Verordnung gestrichen. Jetzt gilt: Der Kunde muss eine FFP2-Maske tragen, der Friseur darf grundsätzlich mit einer medizinischen Maske arbeiten. Die entspricht auch der geltenden Regelung im Handel.

“Wir danken allen Mitgliedsbetrieben für ihre Unterstützung. Als mitgliederfinanzierte Organisation ist der Landesinnungsverband nur so stark wie seine Basis. Mit dem heutigen Erfolg haben wir unsere Schlagkraft erneut unter Beweis gestellt,” so Landesinnungsmeister Christian Kaiser.

Hoffnung auf Lockerung bei FFP-2-Maskenpflicht für bayerische Friseure

Eine Äußerung von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Freitag morgen (12. Feb. 2021) in dem Online-Format CSU-Live gibt Hoffnung für bayerische Friseure. Bisher ist es vorgesehen, dass sowohl Kunde als auch Friseur ab 1. März FFP2-Masken tragen müssen. So steht es klar im Beschluss der Staatsregierung.

Nun erklärte Klaus Holetschek im Gespräch mit CSU-Generalsekretär Markus Blume: “Über die FFP2-Maskenpflicht bei den Friseuren, das steht so im Beschluss für den Kunden und für das Personal – da wird man es sich beim Arbeitsschutz noch genau anschauen müssen”, so Holetschek  – bei uns im Video bei 1:01 min zu sehen.

“Wir sehen hier eine positive Entwicklung, die uns Mut macht”, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. “Als Landesinnungsverband bieten wir unsere Unterstützung an. Wir freuen uns, dass Friseure ab 1. März wieder öffnen, wollen aber erreichen, dass sich auch Bayern bei der Maskenpflicht am bundesweiten Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk orientiert.” 

Das Friseurhandwerk arbeitet seit April 2020 nach einem umfangreichen Schutz- und Hygienekonzept für Kunden und Mitarbeiter, welches konsequent umgesetzt wurde.

Friseur-Aktion “Lasst euer Licht an” als Dankeschön für die Kundentreue

Unter strengen Auflagen dürfen Friseursalons am 1. März wieder öffnen. Mit der Friseur-Aktion „Lasst euer Licht an“ wollen die bayerischen Friseure sich für die Treue und das Verständnis bei ihren Kundinnen und Kunden bedanken. Nach dem großen Erfolg und der enormen Resonanz der Aktionen in den vergangenen Wochen bleiben die Lichter auch diesen Freitag ab 8 Uhr bis Samstag 8 Uhr in den Friseursalons an. 

Auch heute sollen bis Samstag morgen die Lichter in den Salons brennen. Bayerns Friseure danken den Kundinnen und Kunden für ihre Treue.

„Viele Friseure machen sich für ihre Kunden bereit“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Wir bitten aber um Verständnis, dass wir nicht alle Terminwünsche sofort erfüllen können. Bitte akzeptieren Sie auch Termine, die nicht sofort in der ersten Märzwoche sind.“ Die Salons in Bayern müssen zudem das strenge Hygienekonzept und die Abstandsregelungen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege umsetzen.

 „Wir freuen uns sehr auf die Herausforderung wieder Schönheit zu verbreiten. Seit Mitte Dezember sind die Haare gewachsen und den Wildwuchs gilt es nun zu bändigen“, so Landesinnungsmeister Kaiser weiter. “Wir brennen schließlich für unsere Kunden”, so bringt die Lindauer Friseurmeisterin Petra Zander, Vorstandsmitglied im Landesinnungsverband und Initiatorin der Aktion, das Anliegen in dieser Woche auf den Punkt. “Vielen Dank für das solidarische Verhalten innerhalb der Branche und ein besonders großes Dankeschön für die Unterstützung unserer Kundinnen und Kunden.” 

Dank sagt der Landesinnungsverband an alle Kolleginnen und Kollegen, die im Lockdown vernünftig geblieben sind und die unmoralischen Angebote der Schwarzarbeit abgelehnt haben. Und natürlich gilt der Dank auch allen, die sich zum Wohle des Friseurhandwerks stark gemacht haben.

Von Freitag 8 Uhr bis Samstag 8 Uhr wird daher die symbolische Aktion “Lasst euer Licht an” fortgesetzt. Jeder Salon in Bayern ist aufgerufen, sich bei dieser stillen Aktion der Freude zu beteiligen und zu zeigen: „Wir brennen für unsere Kunden! Und als Dank lassen wir das Licht an, damit sie wissen: Wir freuen uns auf Sie!“

Friseure werten Seehofers Äußerung als „Signal der Hoffnung“

„Wir begrüßen die Aussage von Bundesinnenminister Horst Seehofer, die Friseursalons wieder zu öffnen“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Das ist ein Signal der Hoffnung und zeigt, dass unsere Argumente stichhaltig und überzeugend sind.“ 

Bayerns Friseure sehen die Äußerungen des Bundesinnenministers Horst Seehofer als Signal der Hoffnung.

Friseure sollen nach dem Willen von Bundesinnenminister Horst Seehofer bald wieder ihrer Arbeit nachgehen dürfen. „Ich bin in der aktuellen Situation ganz klar für eine Verlängerung der Corona-Schutzmaßnahmen“, sagte der CSU-Politiker nach Pressemeldungen dem „Spiegel“. „Wir sollten aber diejenigen Maßnahmen zurücknehmen, die ganz offensichtlich keine Schutzwirkung entfalten“, fügte er hinzu. Bei den Friseuren habe sich „regelrecht ein Schwarzmarkt“ entwickelt. Immer mehr Menschen würden sich auf anderen Wegen und dann eben auch ohne Hygienekonzepte die Haare schneiden lassen. Das sei viel gefährlicher, als Friseurläden mit einem strengen Hygienekonzept die Öffnung zu gestatten.

Damit folgt Bundesinnenminister Seehofer der Argumentation der bayerischen Friseure. In einem Brief an die Bundestagsabgeordneten aus Bayern hatte der LIV auf eine schnelle Wiedereröffnung gedrängt. Die Friseure waren die erste Branche innerhalb der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, die einen ausgeklügelten Arbeitsschutzstandard für Pandemie-Bedingungen vorweisen konnte. Dass mit diesem Konzept sicher gearbeitet werden kann, zeigen unter anderem die Zahlen der Berufsgenossenschaft. Es steht fest: Die Friseursalons spielen im Infektionsgeschehen keine Rolle.

Kontrollen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege haben ergeben, dass die Vorgaben des Arbeitsschutzstandards in den Betrieben zu über 90 Prozent eingehalten wurden.
Der Arbeitsschutzstandard beinhaltet u.a. Regelungen zu:
Kontrollierter Zugang zum Friseursalon durch persönliche Terminvergabe
Vermeiden von Wartezeiten und Personenansammlungen
Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Kunden und Mitarbeitern (mit Ausnahme des Erbringens der Dienstleistung), auch auf Verkehrswegen im Salon
Maskenpflicht
Ausreichender Luftaustausch in allen Arbeits-, Pausen- und Sanitärräumen
Reinigung und Desinfektion der Arbeitsgeräte und Arbeitsplätze

Der Lockdown führt massiv zu Schwarzarbeit. Friseurdienstleistungen haben eine große Bedeutung in der alltagsbezogenen Grundversorgung der Bevölkerung. Aktuell ist ein massiver Anstieg “unmoralischer” Angebote von Verbrauchern zu beobachten, die bei Friseuren wegen privater Termine für Haarschnitte nachfragen. Seriöse Friseure lehnen dies selbstverständlich ab. Dennoch beflügelt die aktuelle Schließung der Friseurbetriebe die Schwarzarbeit. Eine fatale Entwicklung in Zeiten einer Pandemie, die dem erklärten Ziel, die Infektionszahlen zu drücken, komplett zuwiderläuft. Der Bereich der Schwarzarbeit entzieht sich de facto jeder Kontrolle und Nachverfolgung von Infektionsketten; Hygienekonzepte und Arbeitsschutzmaßnahmen, die auch einen Kunden- und Infektionsschutz bewirken, spielen dort keine Rolle. 

„Für uns steht fest: Der Friseursalon ist sicher“, so Landesinnungsmeister Kaiser. Am Mittwoch tagt wieder die Runde der Ministerpräsidenten, um das weitere Vorgehen gegen Corona zu besprechen. 

Friseure gehen pleite – Protest “Lasst euer Licht an” geht am Freitag in die nächste Runde

Auch diesen Freitag auf Samstag heißt es wieder: Wir lassen das Licht in unseren Friseursalons in Bayern an. Foto: Karrer

„Wenn nicht sofort finanzielle Hilfen für Friseursalons eintreffen, geht in vielen Betrieben für immer das Licht aus“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. Daher protestierten bayerische Friseure diesen Freitag wieder mit ihrer Aktion “Lasst euer Licht an”. Von Freitag ab 8 Uhr bis Samstag 8 Uhr wird in den Friseursalons symbolisch das Licht angelassen. 

„Viele sind verzweifelt, weil die von Finanzminister Olaf Scholz versprochene Unterstützung nie eingetroffen ist. Von schönen Worten können wir keine Rechnungen bezahlen und unsere Familien ernähren“; so Kaiser weiter. Täglich treffen Hiobsbotschaften von Betriebsinhaber ein, die aufgrund fehlender Finanzmittel unverschuldet in den Ruin getrieben werden.“ Schnelle Möglichkeiten wären Soforthilfen oder unkomplizierte Überbrückungsgelder. 

Kunden und Friseure wehren sich solidarisch gegen diese unfaire Behandlung seitens der Politik. Die Überbrückungshilfe III kann noch nicht beantragt werden. Der Zugang zu KfW-Darlehen wird durch die Hausbanken blockiert. Das Kurzarbeitergeld ist in der Regel beantragt, aber noch nicht ausbezahlt. Bei der Grundsicherung Hartz IV stellt sich das gleiche Problem.

Mit der symbolträchtigen Aktion “Lasst euer Licht an” weisen Bayerns Friseure jetzt zum dritten Mal auf ihre prekäre Situation hin und wissen ihre Kunden hinter sich. “Vielen Dank für das solidarische Verhalten innerhalb der Branche und ein besonders großes Dankeschön für die Unterstützung unserer Kundinnen und Kunden“, so die Lindauer Friseurmeisterin Petra Zander, Vorstandsmitglied im Landesinnungsverband und Initiatorin der Aktion.

Bayerische Friseure senden SOS – „Handeln Sie endlich und lassen Sie uns nicht im Stich“

„Unsere Betriebe brauchen Geld – und zwar jetzt und sofort“, fordert Landesinnnungsmeister Christian Kaiser die Verantwortlichen in Berlin auf. „Das Wasser steht uns nicht bis zum Hals, sondern schwappt hinein. Wir brauchen für unsere Friseursalons ein sofortiges Rettungsprogramm, bevor noch mehr einstmals gesunde Betriebe pleite gehen.“ 

Bayerische Friseure senden SOS.

Täglich treffen beim Landesinnungsverband und den bayerischen Innungen Hiobsbotschaften von Betriebsinhaber ein, die aufgrund fehlender Finanzmittel unverschuldet in den Ruin getrieben wurden.“ Schnelle Möglichkeiten wären Soforthilfen oder unkomplizierte Überbrückungsgelder. Landesinnungsmeister Christian Kaiser appelliert an Finanzminister Olaf Scholz (SPD): „Handeln Sie endlich und ermöglichen Sie umgehend und unbürokratisch Abschlagszahlungen an die Betriebe, um weiteren Schaden vom Friseurhandwerk abzuhalten. Werden Sie als Sozialdemokrat Ihrer sozialpolitischen Verantwortung gerecht.“ 

Die Überbrückungshilfe III kann noch nicht beantragt werden. Der Zugang zu KfW-Darlehen wird durch die Hausbanken blockiert. Das Kurzarbeitergeld ist in der Regel beantragt, aber noch nicht ausbezahlt. Bei der Grundsicherung Hartz IV stellt sich das gleiche Problem. „Das Ganze ist ein komplettes Armutszeugnis und Leidtragende sind die Friseurunternehmer und ihre Mitarbeiter, die durch eine staatliche Anordnung und ohne eigenes Verschulden in diese Situation gekommen sind“, so Landesinnungsmeister Kaiser. „7:0 für Corona – sieben Wochen geschlossen, null Cent Unterstützung.“ 

Kunden vermissen ihren Friseur

Bad Hair Days: waschen, schneiden, Regeln brechen? Seit Mitte Dezember ist jeder Tag mehr im Lockdown ein weiterer „Bad Hair Day“. Kein Wunder, dass viele Friseure unmoralische Angebote erhalten, ob sie – verbotenerweise – zum Haare schneiden kommen könnten. Manche scheinen das Angebot anzunehmen, denn die Salons sind geschlossen, und für Ladenbesitzer gibt es derzeit noch keine Finanzhilfen. Normalbürger ärgern sich, wenn Fußballer und Promis trotz Lockdown perfekt gestylte Haare haben. Sich an die Regeln zu halten, fällt zunehmend schwer.

Solche Aufrufe zur Schwarzarbeit werden an den Friseur herangetragen.

In diesem Fernsehbericht des Bayerischen Fernsehen vom 28. Januar 2021 wird klar: Die Kunden vermissen ihren Friseur. Oftmals bekommen sie unmoralische Angebote.

Landesinnungsmeister Christian Kaiser wurde zur Schwarzarbeit interviewt und die Stv. Creativdirektorin des LIV Friseure Bayern Sonja Fischer macht den Frisurencheck bei Fußballern und Politikern.

Diskussion um Öffnungsstrategie für bayerische Friseursalons

Bayerns Friseure begrüßen die Diskussion um eine Öffnungsstrategie im Freistaat. „Unsere Unternehmer mit ihren Mitarbeitern brauchen ein Licht am Ende des Tunnels“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser.  

Bayerische Friseursalons brauchen ein Licht am Ende des Tunnels.

Der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger erklärte dazu am 25. Januar in einem Interview mit der Passauer Neuen Presse: „An Grundschulen ab Mitte Februar bei einem Wert unter 200 – wie wir es zu Winterbeginn beschlossen hatten. Handel und Hotel bei rund 100. Friseure und Dienstleister spätestens Mitte Februar. Dabei ist auch zu berücksichtigen, ob es eine breite Verteilung der Infektionslage gibt oder ob es Hotspots wie Pflegeheime sind, die die Zahlen hochtreiben.“

Und weiter erklärte Aiwanger: „Monatelange Schließungen ganzer Branchen sind nicht die einzige Alternative zur Öffnung, wie es noch im Frühjahr 2020 war, wo wir noch keine Masken und Hygienekonzepte hatten. Wir treiben vieles auch immer mehr in die Illegalität, wo es dann keine Hygienekonzepte gibt, beispielsweise der Privatbesuch des Friseurs. Also: weiterhin Kontaktreduzierung überall dort, wo man sich ohne Masken näher kommt als 1,5 Meter. Wo man das einhalten kann, sind Schließungen immer schwerer zu begründen.“

„Die Aussagen des Wirtschaftsministers sind ermutigend“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. Die Friseurbetriebe in Bayern sind für eine Wiedereröffnung bereit. Die Friseure waren die erste Branche innerhalb der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, die einen ausgeklügelten Arbeitsschutzstandard für Pandemie-Bedingungen vorweisen konnte. Dass mit diesem Konzept sicher gearbeitet werden kann, zeigen unter anderem die Zahlen der Berufsgenossenschaft. Dort waren bis Ende Dezember im Friseurhandwerk sechs Covid-19-Fälle für das Jahr 2020 bei 80.000 Friseurbetrieben in ganz Deutschland gemeldet, von denen keiner anerkannt ist. Daher steht fest: Die Friseursalons spielen im Infektionsgeschehen keine Rolle.

Kontrollen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege haben ergeben, dass die Vorgaben des Arbeitsschutzstandards in den Betrieben zu über 90 Prozent eingehalten wurden. Für eine noch höhere Verbindlichkeit und Kontrollierbarkeit durch die Ordnungsbehörden könnte in der entsprechenden bayerischen Verordnung explizit auf den branchenspezifischen Arbeitsschutzstandard Bezug genommen und die Pflicht zur Erfassung der Kundendaten festgelegt werden. Ebenso könnte die FFP2-Maskenpflicht analog zur aktuellen bayerischen Regelung beim Einkaufen und im ÖPNV festgeschrieben werden. „Wir brauchen eine Perspektive für unsere Salons“, so Landesinnungsmeister Kaiser.

Merkels Aussage stimmt Friseure hoffnungsvoll

Der Druck des Friseurhandwerks auf die Politik zeigt Wirkung. Vor und hinter den Kulissen diskutieren auch bayerische Friseure mit sachlichen Argumenten und werben um die Öffnung ihrer Friseursalons. 

In der heutigen Pressekonferenz der Bundeskanzlerin zeigt sich ein Licht am Ende des Tunnels. Gefragt nach der allgemeinen Öffnungsstrategie ab 15. Februar nannte die Bundeskanzlerin Schulen und Kitas an erster Stelle, dann folgten die Friseure. 

„Wir können nicht sofort wieder alles aufmachen, sondern es müssen Prioritäten gesetzt werden“, so Bundeskanzlerin Merkel. Dies seien für sie die Kitas und Schulen. An nächster Stelle sieht Merkel die Friseure und den Einzelhandel. Aber man müsse vorsichtig sein: Wenn man zu schnell zu viel öffne, habe man das Ergebnis eines erneuten exponentiellen Wachstums.

Landesinnungsmeister Christian Kaiser stimmt diese Aussage hoffnungsvoll. “Unsere Arbeit auf Bundes- und Landesebene zeigt Wirkung. Aber jetzt darf der Druck der Friseure an der Basis nicht nachlassen. Ein rascher Re-Start der Salons ist existenziell, um viele Friseurbetriebe zu retten.”

Corona: Brandbrief der bayerischen Friseure an Bundestagsabgeordnete

Mit einem Brandbrief hat der LIV vor Weihnachten die bayerischen Bundestagsabgeordneten von CSU, SPD und FDP angeschrieben und mit der Lage des bayerischen Friseurhandwerks konfrontiert. „Es herrschen Unverständnis, Wut und Verzweiflung bei unseren Friseuren“, so der Tenor des Briefes. 

Foto: Bundestag/Neumann

Landesinnungsmeister Christian Kaiser stellte gegenüber der Politik klar: „Für Einzelunternehmer sehen die aktuellen Programme letztlich keine Hilfe für ein würdiges Überleben der Krise vor. Ihnen bleibt als bisher erfolgreiche Unternehmer nur die Grundsicherung als Rettungsanker.“ Aufgrund des Briefes finden mehr und mehr Telefonate mit Bundestagsabgeordneten statt. 

Unverständnis, weil die Friseursalons seit dem 1. Lockdown im Frühjahr bestens aufgestellt sind für sicheres Arbeiten“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. Die Friseure waren die erste Branche innerhalb der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, die einen ausgeklügelten Arbeitsschutzstandard für Pandemie-Bedingungen vorweisen konnte. Dass mit diesem Schutz- und Hygiene-Konzept sicher gearbeitet werden kann, zeigen unter anderem die Zahlen der Berufsgenossenschaft. Im Friseurhandwerk gab es Stand 18.12.2020 ganze 6 gemeldete Covid-19-Fälle für das ganze Jahr 2020, von denen keiner anerkannt war. Die Friseursalons spielen im Infektionsgeschehen keine Rolle.

Wut, weil nach all den Anstrengungen und Investitionen in den Arbeitsschutz die Friseursalons ein zweites Mal in 2020 ohne nennenswerten Vorlauf und mitten im Weihnachtsgeschäft geschlossen wurden“, so Christian Kaiser in dem Schreiben an die Bundestagsabgeordneten weiter. Am 1. September verkündete Gesundheitsminister Spahn noch: Man würde mit dem Wissen von heute, das kann ich Ihnen sagen, keine Friseure mehr schließen …“.

„Und pure Verzweiflung darüber, wie sie ihre Unternehmen über die nächsten Wochen und Monate bringen sollen“, erklärt der Landesinnungsmeister die Probleme der Branche. Es geht an die Substanz der Betriebe und kostet Arbeitsplätze der Mitarbeiter.  

Mit diesem Schreiben übermittelte der LIV auch das Positionspapier des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks, in dem die zentralen Forderungen der Branche an die Bundespolitik formuliert sind. „Es ist ein sachliches Papier. Die tatsächliche Lage des Friseurhandwerks können Sie nur im Kontakt mit den Menschen erfahren. Sicherlich werden Friseure aus Ihrem Wahlkreis in nächster Zeit auf Sie zukommen“, so Kaiser an die Adresse der Abgeordneten.