Appell ans bayerische Kabinett: „Lassen Sie uns die Salons am 1. Februar 2021 öffnen“

In einem Schreiben an Ministerpräsident Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Arbeitsministerin Carolina Trautner und Gesundheitsminister Klaus Holetschek appelliert der Landesinnungsverband für die bayerischen Friseure: „Geben Sie grünes Licht und lassen Sie uns die Salons am 1. Februar 2021 öffnen“.  Dieser Brief, unterschrieben von Landesinnungsmeister Christian Kaiser und Geschäftsführerin Doris Ortlieb, wurde heute per Mail übermittelt und per Post versendet: 

Bayerische Friseure schreiben an Ministerpräsident Söder und die Minister Aiwanger, Holetschek und Ministerin Trautner. Foto: Staatskanzlei

Die Friseursalons spielen im Infektionsgeschehen keine Rolle und daher wenden wir uns an Sie, sich mit Nachdruck für eine rasche Wiedereröffnung der Friseursalons in Bayern einzusetzen.

Als Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks sprechen wir für 14000 selbstständige Friseure im Freistaat. Nach dem ersten Lockdown und im Lockdown light hat unsere Branche bewiesen, dass Friseurdienstleistungen auch in der aktuellen Pandemie sicher erbracht werden können. Unsere Betriebsinhaber sind aufgrund des Meistervorbehalts hoch qualifiziert. Durch das Unternehmermodell/alternative Betreuung sind sie außerdem besonders befähigt, sich um den Arbeitsschutz zu kümmern.

Die Friseure waren die erste Branche innerhalb der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, die einen ausgeklügelten Arbeitsschutzstandard für Pandemie-Bedingungen vorweisen konnte. Dass mit diesem Konzept sicher gearbeitet werden kann, zeigen unter anderem die Zahlen der Berufsgenossenschaft. Im Friseurhandwerk gibt es aktuell sechs gemeldete Covid-19-Fälle für das Jahr 2020 bei 80.000 Friseurbetrieben in ganz Deutschland, von denen keiner anerkannt ist. Daher steht fest: Die Friseursalons spielen im Infektionsgeschehen keine Rolle.

Kontrollen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege haben ergeben, dass die Vorgaben des Arbeitsschutzstandards in den Betrieben zu 95 Prozent eingehalten wurden. Für eine noch höhere Verbindlichkeit und Kontrollierbarkeit durch die Ordnungsbehörden könnte in der entsprechenden bayerischen Verordnung explizit auf den branchenspezifischen Arbeitsschutzstandard Bezug genommen und die Pflicht zur Erfassung der Kundendaten festgelegt werden. Ebenso könnte die FFP2-Maskenpflicht analog zur aktuellen bayerischen Regelung beim Einkaufen und im ÖPNV festgeschrieben werden.

Unser Arbeitsschutzstandard beinhaltet u.a. Regelungen zu:

  • Kontrollierter Zugang zum Friseursalon durch persönliche Terminvergabe
  • Vermeiden von Wartezeiten und Personenansammlungen
  • Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Kunden und Mitarbeitern (mit Ausnahme des Erbringens der Dienstleistung), auch auf Verkehrswegen im Salon
  • Maskenpflicht
  • Ausreichender Luftaustausch in allen Arbeits-, Pausen- und Sanitärräumen
  • Reinigung und Desinfektion der Arbeitsgeräte und Arbeitsplätze

Der Lockdown führt massiv zu Schwarzarbeit. Friseurdienstleistungen haben eine große Bedeutung in der alltagsbezogenen Grundversorgung der Bevölkerung. Aktuell beobachten wir mit großer Sorge einen massiven Anstieg “unmoralischer” Angebote von Verbrauchern, die bei Friseuren wegen privater Termine für Haarschnitte nachfragen. Seriöse Friseure lehnen dies selbstverständlich ab. Dennoch beflügelt die aktuelle Schließung der Friseurbetriebe die Schwarzarbeit. Eine fatale Entwicklung in Zeiten einer Pandemie, die unserem gemeinsamen Ziel, die Infektionszahlen zu drücken, komplett zuwiderläuft. Der Bereich der Schwarzarbeit entzieht sich de facto jeder Kontrolle und Nachverfolgung von Infektionsketten; Hygienekonzepte und Arbeitsschutzmaßnahmen, die auch einen Kunden- und Infektionsschutz bewirken, spielen dort keine Rolle. 

Die bayerischen Friseure zählen auf Ihre Unterstützung. Unsere sachlichen Argumente sprechen für eine Öffnung der bayerischen Friseursalons am 1. Februar. Das bayerische Friseurhandwerk steht hinter der Pandemie-Bekämpfung der bayerischen Staatsregierung, sieht aber Korrekturen für die Friseurbranche als absolut notwendig an. Geben Sie grünes Licht und lassen Sie uns die Salons am 1. Februar 2021 öffnen.

Corona: Brandbrief der bayerischen Friseure an Bundestagsabgeordnete

Mit einem Brandbrief hat der LIV vor Weihnachten die bayerischen Bundestagsabgeordneten von CSU, SPD und FDP angeschrieben und mit der Lage des bayerischen Friseurhandwerks konfrontiert. „Es herrschen Unverständnis, Wut und Verzweiflung bei unseren Friseuren“, so der Tenor des Briefes. 

Foto: Bundestag/Neumann

Landesinnungsmeister Christian Kaiser stellte gegenüber der Politik klar: „Für Einzelunternehmer sehen die aktuellen Programme letztlich keine Hilfe für ein würdiges Überleben der Krise vor. Ihnen bleibt als bisher erfolgreiche Unternehmer nur die Grundsicherung als Rettungsanker.“ Aufgrund des Briefes finden mehr und mehr Telefonate mit Bundestagsabgeordneten statt. 

Unverständnis, weil die Friseursalons seit dem 1. Lockdown im Frühjahr bestens aufgestellt sind für sicheres Arbeiten“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. Die Friseure waren die erste Branche innerhalb der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, die einen ausgeklügelten Arbeitsschutzstandard für Pandemie-Bedingungen vorweisen konnte. Dass mit diesem Schutz- und Hygiene-Konzept sicher gearbeitet werden kann, zeigen unter anderem die Zahlen der Berufsgenossenschaft. Im Friseurhandwerk gab es Stand 18.12.2020 ganze 6 gemeldete Covid-19-Fälle für das ganze Jahr 2020, von denen keiner anerkannt war. Die Friseursalons spielen im Infektionsgeschehen keine Rolle.

Wut, weil nach all den Anstrengungen und Investitionen in den Arbeitsschutz die Friseursalons ein zweites Mal in 2020 ohne nennenswerten Vorlauf und mitten im Weihnachtsgeschäft geschlossen wurden“, so Christian Kaiser in dem Schreiben an die Bundestagsabgeordneten weiter. Am 1. September verkündete Gesundheitsminister Spahn noch: Man würde mit dem Wissen von heute, das kann ich Ihnen sagen, keine Friseure mehr schließen …“.

„Und pure Verzweiflung darüber, wie sie ihre Unternehmen über die nächsten Wochen und Monate bringen sollen“, erklärt der Landesinnungsmeister die Probleme der Branche. Es geht an die Substanz der Betriebe und kostet Arbeitsplätze der Mitarbeiter.  

Mit diesem Schreiben übermittelte der LIV auch das Positionspapier des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks, in dem die zentralen Forderungen der Branche an die Bundespolitik formuliert sind. „Es ist ein sachliches Papier. Die tatsächliche Lage des Friseurhandwerks können Sie nur im Kontakt mit den Menschen erfahren. Sicherlich werden Friseure aus Ihrem Wahlkreis in nächster Zeit auf Sie zukommen“, so Kaiser an die Adresse der Abgeordneten.

Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk aktualisiert

Die BGW hat ihren branchenspezifischen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk auf Basis der Entwicklungen und Erfahrungen der vergangenen Monate überarbeitet. In der aktuellen Fassung vom 30.12.2020 wird unter anderem das Thema Lüftung ausführlicher behandelt als zuvor. Zusätzliche Erläuterungen und kleine Anpassungen gibt es aber auch in den übrigen Abschnitten. Beispielsweise wird hervorgehoben, dass der grundsätzliche Mindestabstand von 1,5 Metern weiterhin auch für den Kontakt der Beschäftigten untereinander gilt.

Zu finden ist die aktuelle Fassung des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards für das Friseurhandwerk unter www.bgw-online.de/corona-schutz-friseure. Ebenso gibt es dort weitere Arbeitshilfen und eine FAQ-Liste zum Thema.

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat mit rund 400 Betriebsbesuchen in Friseursalons die Umsetzung ihres Corona-Arbeitsschutzstandards für die Branche überprüft. Sie kommt zu einem positiven Ergebnis: Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk wurde insgesamt zu über 90 Prozent in den besuchten Salons umgesetzt. Inhaltlich ging es bei der Überprüfung unter anderem um ausreichende Schutzabstände, die Lüftung und das Tragen von Mund-Nasen- Bedeckungen.

„Wann öffnen Friseure wieder?“ Hohe Suchanfrage bei Google

Die Suchmaschine Google hat ihren Jahresrückblick 2020 veröffentlicht und die Suchanfragen im Internet drehten sich um COVID-19. „Coronavirus“ ist in der Folge der meist genutzte Suchbegriff 2020.

Wer sich die Google Trends für Deutschland aber genauer ansieht, dem wird die große Bedeutung von Friseuren innerhalb der deutschen Bevölkerung mehr als bewusst. In der Kategorie Wann-Fragen ist die Frage: „Wann öffnen Friseure wieder?“ auf dem zweiten Platz. Den Deutschen war die Frage so enorm wichtig, dass sie diese Suchanfragen in Google stellten.

Dieses Verhalten belegt, wie wichtig Friseurdienstleistungen in der Corona-Krise innerhalb des gesamten Jahres sind. „Es zeigt, dass Friseure in Deutschland so wichtig sind, dass sie von einer ganz hohen Anzahl bei Google gesucht wurden“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Zu Recht weisen wir immer wieder auf die hohe Bedeutung des Friseurhandwerks hin und diese unabhängige Aussage von Google unterstreicht dies eindrucksvoll.“

Friseursalons in Bayern weiterhin geöffnet

In Bayern gelten seit Mitternacht der Katastrophenfall und schärfere Corona-Auflagen. Es gilt aber weiterhin: Friseursalons in ganz Bayern sind geöffnet. Der Friseurbesuch stellt einen triftigen Grund zum Verlassen der eigenen Wohnung/Hauses dar. 

„Gerade in der Corona-Zeit wünschen sich die Menschen eine Auszeit vom Alltag, die der Friseurbesuch bieten kann“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Machen Sie Ihre Kundinnen und Kunden darauf aufmerksam, dass Salons in Bayern weiter geöffnet haben. Mit dem SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege verfügen unsere Friseursalons in Bayern über ein umfangreiches und wirksames Hygienekonzept.“

Friseursalons sind keine Hotspots der Infektionsausbreitung. Und das trotz geschätzt aktuell 700.000 Friseurkunden in Deutschland täglich und 240.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

„Die Friseurdienstleistung trägt zum Wohlbefinden der Menschen in unserem Land bei. Dies ist ein in dieser Zeit nicht zu unterschätzender Aspekt für die psychische Gesundheit unserer Bevölkerung“, so Kaiser weiter. Friseurdienstleistungen sind außerdem zum Teil medizinisch notwendig. Als Beispiel sei die Perückenversorgung für Chemo-Patienten genannt. „Und nicht zu vergessen: Unsere Saloninhaber sind im Arbeitsschutz geschult. Als Gesundheitshandwerk besteht Anwesenheitspflicht eines Meisters oder handwerklichen Betriebsleiters, der Verantwortung trägt und den Hygienestandard im Friseursalon kontrolliert.“

In der Corona-Zeit hat sich auch gezeigt, wie wichtig eine leistungsstarke Verbandsorganisation im Friseurhandwerk ist. Der Landesinnungsverband stellte den Innungen und deren Mitgliedsbetrieben zeitnah und regelmäßig Informationen bereit. „Hinter den Kulissen wurden wichtige Gespräche geführt und auch politische Entscheidungsträger mit Sachinformationen über unser Gesundheitshandwerk versorgt“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser.

Corona: Menschen genießen die Zeit beim Friseur

Kurze Momente, in denen man abschalten und sich selbst etwas Gutes tun kann, sind in der Zeit der Pandemie mehr als wertvoll. Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage des Industrieverbandes Körperpflege- und Waschmittel zeigen, dass ein Besuch beim Lieblingsfriseur genau das bieten kann: eine Abkehr von dem ganzen Stress.

So genießen mehr als 70 Prozent der Frauen und Männer die entspannte und ruhige Atmosphäre im Salon: Frauen mit 80 Prozent sogar etwas mehr als Männer mit 67 Prozent. Eine wohltuende Haarwäsche und die sanften Berührungen bei einer Kopfhautmassage tragen für
63 Prozent der Frauen und 46 Prozent der Männer zusätzlich zur Entspannung bei. Und 56 Prozent der Umfrageteilnehmer mögen es, sich bei einem Friseurbesuch zu verwandeln und danach wie ein neuer Mensch zu fühlen.

Ines Imdahl, Diplom-Psychologin und Geschäftsführerin von Lönneker & Imdahl rheingold salon, hat dir Studie für den Industrieverband durchgeführt. Sie erklärt: „Die Untersuchung zeigt, dass sich die Menschen gerade zu Corona-Zeiten nach einer entspannten Wohlfühlatmosphäre sehnen. Es trägt auch zur psychischen Gesundheit der Menschen bei, Dienstleistungen beim Friseur in Anspruch zu nehmen, wie Haarewaschen und Kopfmassagen. Mit einer neuen gepflegten Frisur fühlt man sich verwandelt und wie ein neuer Mensch. Diese menschliche Seite gewinnt während der Pandemie enorm an Bedeutung.“

Wie wichtig es den Menschen ist, gepflegt auszusehen, zeigt sich auch daran, wie häufig sie zum Friseur gehen. 60 Prozent der Befragten geben an, dass sie ihrem Friseur genauso häufig einen Besuch abstatten wie vor der Pandemie. Dies ist auch ein Beleg dafür, dass die Kunden ihren Friseuren in punkto Sicherheit vertrauen.

Friseure als Hygienebotschafter
Damit sich die Kunden in den Friseurgeschäften sicher und wohl fühlen können, unternehmen die Friseur so einiges. Die Einhaltung aller vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregeln im Salon ist für sie genauso selbstverständlich wie die Bereitschaft, als „Hygienebotschafter“ die Kunden über die Bedeutung der Schutzmaßnahmen aufzuklären. Mit der Informationskampagne „sicher. gepflegt. schön. – #friseuregegencorona“ werben die Friseure dafür, dass jeder in seinem Alltag Verantwortung übernehmen kann, um die Infektionskette zu unterbrechen.
Birgit Huber, Bereichsleiterin des Kompetenzpartners Schönheitspflege im IKW: „Die Friseure engagieren sich sehr, damit sie ihren Kunden auch während der Pandemie ein sicheres Friseurerlebnis ermöglichen können. Friseure leisten aber noch mehr. Sie sind gute Zuhörer und haben immer ein offenes Ohr für ihre Kunden – gerade jetzt ist das unbezahlbar.“

Jetzt noch anmelden: Bald endet Anmeldefrist zur BayernHair digital

Christian Hertlein, Vorsitzender des Berufsbildungsausschuss im Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks, wirbt um die Teilnahme an den digitalen Nachwuchswettbewerb BayernHair digital: „Wir suchen Bayerns beste Friseurlehrlinge!“ Am 18. November 2020, endet der Anmeldeschluss für diesen digitalen Wettbewerb. Die IKK classic und der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks loben diese digitale Meisterschaft für Friseurazubis in Bayern gemeinsam aus. Also jetzt anmelden.

„Melde dich zum Wettbewerb an. Wir schicken dir die Wettbewerbsunterlagen und eine IKK-Maske per Post zu. Nun gestaltest du deine Frisur und fotografierst sie. Die Fotos lädst du zusammen mit deinem Teilnahmeformular auf einen dir zugesandten individuellen Link hoch“, so Christian Hertlein.

„Dinge, mit denen man sich intensiv und mit Spaß auseinandersetzt, lernt man besser und schneller. Man kann regelrecht dabei zusehen, wie die eigenen Fähigkeiten wachsen. Das macht Laune und kommt gut an. Bei Kollegen, Chef und Kunden. Ein gutes Gefühl, kreativ und fachlich versiert arbeiten zu können“, betont Hertlein. Er ruft auch Saloninhaber auf, ihre Lehrlinge in dieser Corona-Zeit zu fordern. „Unser Wettbewerb bringt auch in diesen Zeiten eine Abwechslung im Lehrlingsalltag.“

Für Hertlein steht fest: „Es gibt verschiedene Säulen, in denen der Wettbewerb Sie klar schulen wird: Durch das Training lernen Sie sicherer und schneller zu arbeiten. Sie lernen neue Techniken unterschiedlichster Art und steigern so Ihr Know-How. Durch Wettbewerbe erhalten Sie mehr Kreativität, denn Sie schulen Ihr Auge und Ihr Gespür für mögliche Trends. Sie lernen, auch in schwierigen Zeiten durchzuhalten und dass es sich lohnt für sein Ziel zu arbeiten. Das erhöht Ihre Disziplin. Zu guter Letzt lernen Sie sich und Ihr Können optimal in Szene zu setzen. Sie sehen, es gibt eigentlich keine Aus­reden, nicht an den Wett­bewerben der Bayerischen Meisterschaft teilzunehmen.“

Ab dem 29. November 2020 posten wir alle eingereichten Fotos auf Instagram. Jetzt ist deine Fanbase gefragt, denn die Frisur mit den meisten Likes gewinnt den Publikumspreis der BAYERN HAIR digital. Auf den Gewinner wartet ein Scherenholster aus echtem italienischem Leder. Gleichzeitig bewertet eine Fachjury alle eingereichten Fotos und prämiert ihrerseits die besten, kreativsten und fachlich anspruchsvollsten Frisuren.

Dilek Sahin schuf das Keyvisual, das wir in den vergangenen Tagen immer wieder verändert gepostet haben – vielen Dank für die tolle Arbeit Dilek Sahin.

Das beste Nachwuchstalent kommt aus Bayern

„Wir sind sehr stolz auf Adnan Jafar – das beste Nachwuchstalent kommt aus Bayern“, erklärt Christian Hertlein, Vorsitzender des Berufsbildungsausschuss im Landesinnungsverband, zum hervorragenden Abschneiden auf Bundesebene.

Adnan Jafar aus München vom Salon A&T Arnoldy und Team Friseure ist PLW-Sieger. Foto: ZV

Deutschlands wichtigsten Friseur-Nachwuchswettbewerb konnte Adnan Jafar aus München vom Salon A&T Arnoldy und Team Friseure/Arnoldy & Traub für sich entscheiden. Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) kürte ihn als „Bester Friseur-Newcomer 2020“.
Aufgrund der Corona-Pandemie und der bundesweit hohen Infektionszahlen konnte der geplante Bundesentscheid des Praktischen Leistungswettbewerbs am 8. November 2020 in Siegburg nicht als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden. Die Ermittlung der Bestenleistung erfolgte in diesem Jahr daher, richtliniengemäß, anhand der praktischen Ergebnisse der Gesellenprüfungen der Landessiegerinnen und Landessieger.

Der Sieger des Bundesentscheids des „Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks – Profis leisten was“ (PLW) im Friseurhandwerk ist damit Adnan Jafar aus München in Bayern (A&T Arnoldy und Team Friseure) mit der Höchstpunktzahl von 100 Punkten.
Beim PLW treten die besten Lehrlinge Deutschlands gegeneinander an. Als beste Friseur-Prüflinge ihrer Innung haben sie im Vorfeld auf Kammer- und Landesebene überzeugt, um sich schließlich dem Bundesentscheid zu stellen.

Der Leistungswettbewerb ist eine bewährte Plattform zur Nachwuchsförderung im Rahmen der handwerklichen Ausbildung. Er bietet jungen Salonprofis die Möglichkeit, ihr fachliches Know-how und ihre Kreativität schon zu Beginn ihres Berufslebens unter Beweis zu stellen und sich erstmals einen Namen in der Branche zu machen. Für viele Nachwuchstalente bedeutete ihre Teilnahme am Leistungswettbewerb in der Vergangenheit immer auch ein Sprungbrett für eine erfolgreiche Karriere.

Friseurbesuche unverändert möglich

Das Einhalten der Maskenpflicht im Salon ist wichtig zum Schutz von Kunden und Beschäftigten.

Friseure dürfen ihre Kunden auch im November wie gewohnt bedienen. Dies wurde nun mit der Veröffentlichung der 8. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung offiziell bestätigt.

Die Bedingungen, unter denen Salons betrieben werden dürfen, sind in der Verordnung wie folgt geregelt:

  • Der Betreiber hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Kunden eingehalten werden kann.
  • Für das Personal, die Kunden und ihre Begleitpersonen gilt Maskenpflicht; soweit in Kassen- und Thekenbereichen von Ladengeschäften durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist, entfällt die Maskenpflicht für das Personal.
  • Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

Das Bayerische Gesundheitsministerium hat bestätigt, dass die Maskenpflicht für Kunden entfällt, soweit die Art der Dienstleistung sie nicht zulässt. Demnach sind auch Bartpflege und Rasieren weiterhin unter den Vorgaben des Arbeitsschutzstandards möglich.

Für das Schutz- und Hygienekonzept hat sich der Friseurunternehmer sowohl nach der Checkliste des Bayerischen Arbeitsministeriums als auch nach dem SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk (Stand 20.5.2020) zu richten.

Hinweis: Der vorletzte Absatz wurde am 4. November erneut abgeändert. 

Friseursalons dürfen geöffnet bleiben

Friseursalons dürfen trotz der verschärften Corona-Regeln geöffnet bleiben.

Bund und Länder haben angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen in Deutschland eine deutliche Verschärfung der Corona-Regeln ab dem 2. November bis zum Monatsende beschlossen. Demnach sollen private Kontakte auf ein Minimum reduziert werden. Gastronomiebetriebe sollen schließen, genauso wie Theater, Opern, Messen, Kinos und Freizeitparks. Die Neuregelungen betreffen auch Freizeit- und Amateursportbetrieb, Schwimm- und Spaßbäder sowie Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen. Ebenso sollen Betriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen oder Tattoo Studios schließen. Friseursalons dürfen aber, nach derzeitigem Stand (29.10.20), unter den bestehenden Hygienevorgaben geöffnet bleiben.

Es ist dem Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gelungen, die Politik in Berlin und in den Ländern von den Fakten zur Sicherheit im Friseurhandwerk zu überzeugen. Damit wurde die Linie fortgesetzt, die sich bei den regionalen Lockdowns in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Rottal-Inn abgezeichnet hatte.

In Bayern wird heute das Kabinett die gestrigen Corona-Beschlüsse umsetzen – der Landtag soll dann morgen in einer Sonderplenarsitzung über die neuen Einschränkungen beraten.

Zu Detailfragen, die einzelne Dienstleistungen in den Salons betreffen, gibt es aktuell noch keine Regelungen. Ihre Fragen können Sie an corona@friseurebayern.de richten.