Aiwanger: Friseure müssen Mitte Februar öffnen

Der stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger will Mitte Februar die bayerischen Friseursalons öffnen.
Der stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger will Mitte Februar die bayerischen Friseursalons öffnen.

“Wir müssen Mitte Februar die Friseure öffnen!” So deutlich hat es der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) in der BR-Bürgersendung Jetzt red i am Mittwochabend im Bayerischen Fernsehen gesagt. “Für mich ist der letzte Termin für die Friseure, den wir diskutieren können, Mitte Februar.”

Aiwanger stellte sich den Aussagen der Neumarkter Obermeisterin Elisabeth Würz. Die Friseurmeisterin erklärte für ihre Branche: “Es kommt nichts rein. Die Kosten laufen weiter.” Durch die Schließung werde die Schwarzarbeit angefacht. “Wir müssen dasitzen und zuschauen, wie das geschieht.” Salons stünden vor der Pleite. “Es ist kein Geld geflossen. Die Dezemberhilfe greift nicht. Die Überbrückungshilfe kann man jetzt noch nicht beantragen”, so Elisabeth Würz: “Es ist nicht zu stemmen und es nicht zu schaffen.”

Hubert Aiwanger folgte in der TV-Sendung den Argumenten des Landesinnungsverbandes. “Es geht in die Psyche der Menschen rein. Es gehört zur Körperhygiene dazu.” Die Schwarzarbeit werde angefacht. Und auch das Hygienekonzept funktioniert in den Salons: “Und wir haben keine Belege, dass bei den Friseuren viel passiert ist.” Für Aiwanger steht fest: “Ich sage: Mit der FFP2-Maske müssen die Friseure Mitte Februar öffnen dürfen.” Die Friseurunternehmer müssen die Hygienekonzepte umsetzen: “Wer mit Maske seinen Geschäftsbetrieb organisieren kann, der soll in meinen Augen öffnen dürfen und wer nicht, der nicht.” 
Allerdings betonte der Wirtschaftsminister auch: “Wenn uns der englische Virus überrumpelt, dann müssen wir alles bremsen was geht.”

Der Landesinnungsverband konnte die Staatsregierung bereits im ersten Lockdown mit seinem Hygienekonzept für Friseursalons überzeugen. Angepasst an die aktuelle Situation, wurde es Mitte Januar 2021 Ministerpräsident Söder, Wirtschaftsminister Aiwanger, Gesundheitsminister Holetschek und Arbeitsministerin Trautner übermittelt. Darin wurde vorgeschlagen, für eine noch höhere Verbindlichkeit und Kontrollierbarkeit durch die Ordnungsbehörden in der entsprechenden bayerischen Verordnung explizit auf den branchenspezifischen Arbeitsschutzstandard Bezug zu nehmen und die Pflicht zur Erfassung der Kundendaten festzulegen. Ebenso könnte die FFP2-Maskenpflicht analog zur aktuellen bayerischen Regelung beim Einkaufen und im ÖPNV festgeschrieben werden. Außerdem wurde auf den bestehenden Arbeitsschutzstandard hingewiesen, der u.a. beinhaltet:

  • Kontrollierter Zugang zum Friseursalon durch persönliche Terminvergabe
  • Vermeiden von Wartezeiten und Personenansammlungen
  • Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Kunden und Mitarbeitern (mit Ausnahme des Erbringens der Dienstleistung), auch auf Verkehrswegen im Salon
  • Maskenpflicht
  • Ausreichender Luftaustausch in allen Arbeits-, Pausen- und Sanitärräumen
  • Reinigung und Desinfektion der Arbeitsgeräte und Arbeitsplätze

Elisabeth Würz als Obermeisterin wiedergewählt

Freut sich auf eine weitere Amtszeit: Elisabeth Würz, Obermeisterin der Friseurinnung Neumarkt

Freut sich auf eine weitere Amtszeit: Elisabeth Würz, Obermeisterin der Friseurinnung Neumarkt

Im Amt bestätigt wurden Elisabeth Würz als Obermeisterin und Christine Nißlbeck als ihre Stellvertreterin bei den turnusmäßigen Wahlen in der Friseurinnung Neumarkt. Als erste Gratulantin beglückwünschte Doris Ortlieb, Geschäftsführerin des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks, das erfolgreiche Führungsduo zu seiner Wiederwahl. Die nächste fünfjährige Amtsperiode steht für Elisabeth Würz unter dem Motto: „Meisterhaft handeln – in der Innung, für die Innung.“ Unterstützt wird sie dabei von den ebenfalls wiedergewählten Vorstandsmitgliedern Marina Hollweck, Katja Scherbel und Brigitte Sedlmeier.

Erfolgreiche Nachwuchswerbung der Innung Neumarkt

Unter dem Motto „Check das Handwerk“ veranstaltete die Kreishandwerkerschaft Neumarkt bereits zum vierten Mal ihre Ausbildungsmesse. Die örtliche Friseurinnung nutzte die Gelegenheit, um wieder aktiv Nachwuchswerbung zu betreiben und die Karrieremöglichkeiten im Friseurhandwerk aufzuzeigen. Zudem konnten sich die Schüler zusammen mit ihren Eltern über freie Ausbildungs-­ und Praktikumsstellen informieren. Obermeisterin Elisabeth Würz war aufgrund der großen Resonanz und der guten Gespräche mit der Messe sehr zufrieden.

Kein Haar in der Suppe!

Schön scharf: Innungsobermeisterin Elisabeth Würz mit Meisterkoch Georg Lukas. Foto: sts

In ihrer Funktion als neu gewählte Obermeisterin der Friseurinnung Neumarkt stand Elisabeth Würz vor Fernsehkameras Rede und Antwort. Allerdings nicht etwa in einer Pressekonferenz, sondern in der Kochsendung „wer kocht mit“ des TV Regionalsenders INTV. Zwischen frischen Zutaten, scharfen Messern und heißen Leckereien plauderte die Neumarkter Friseurmeisterin zusammen mit Meisterkoch Georg Lukas (Landgasthaus Almhof in Höhenberg) charmant über Themen wie Frisurentrends, aktueller Ausbildungssituation und ihrer Innungstätigkeit. So will Elisabeth Würz in den kommenden Jahren die Innung wieder attraktiver für neue Mitglieder machen und Wissen und Service in den Vordergrund stellen.

Ausgestrahlt wird das Ganze am Samstag 21. Mai 2011, um 19.30 Uhr in INTV, im Rahmen der Sendung „Studio Neumarkt“. In den Tagen danach ist die Sendung in der Mediathek des Senders abrufbar unter www.intv.de

Erfolgreicher Generationswechsel an der Innungs-Spitze

Die Mitgliederversammlung freute sich über den Generationswechsel bei den Innungen.

Die Mitgliederversammlung freute sich über den Generationswechsel bei den Innungen.

„Erfolgreich haben wir den Generationswechsel bei den bayerischen Friseurinnungen vollzogen“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp. Sechs neue Obermeisterinnen und Obermeister konnte er bei der Mitgliederversammlung in Passau präsentieren. Deutlich verjüngt starten damit die bayerischen Friseure in die Zukunft.

Die Führung ihrer Innung übernahmen Tanja Arnold-Petter (Bamberg), Volker Bomblies (Bayreuth), Enrico Heindl (Nürnberg), Andrea Mair (Erding), Stefan Mashold (Rosenheim) und Elisabeth Würz (Neumarkt). Die meisten von ihnen gehörten in den vergangenen Jahren bereits dem Innungsvorstand an und rücken nun an die Spitze auf. „Es freut mich besonders, dass wir wieder mehr Frauen in Führungspositionen haben“, so der Landesinnungsmeister weiter. „Das Friseurhandwerk ist modern und immer am Puls der Zeit.“ Popp sagte den neuen Ehrenamtsträgern die Unterstützung durch den Landesinnungsverbandes zu.

Damit zeigt sich, dass Friseurinnungen attraktiv sind und das Konzept des LIV voll aufgegangen ist. Unter dem Motto „Mach mit, denn du bist Innung“ wurde eine dienstleistungsorientierte Initiative für die bayerischen Friseurinnungen entwickelt. Diese stellt den Friseur in den Mittelpunkt, beinhaltet mehr Kommunikation, bietet Seminare für Gründer und leistungsstarke Gesellen sowie interessante Angebote für Innungsmitglieder.

Das Konzept des LIV ist voll aufgegangen.

Das Konzept des LIV ist voll aufgegangen.

Botschaften für Neumarkt zur 850-Jahr-Feier

International ging es in den vergangenen Monaten im Haarstudio von Elisabeth Würz zu

International ging es in den vergangenen Monaten im Haarstudio von Elisabeth Würz zu

International ging es in den vergangenen Monaten im Haarstudio von Elisabeth Würz zu.  Die stellvertretende Obermeisterin der Friseurinnung Neumarkt erhielt Anrufe aus Südkorea, Feldpost aus Afghanistan, bunte Päckchen aus Grenada. Oberbürgermeister Thomas Thumann hatte die Neumarkter aufgerufen, durch eigene Aktivitäten zum 850jährigen Stadtjubiläum beizutragen.

Das ließ sich die stellvertretende Obermeisterin der Friseurinnung Neumarkt nicht zweimal sagen. Sofort machte sie sich daran, die Worte des Oberbürgermeisters in Taten umzusetzen – und ihr Anliegen weltweit zu kommunizieren. „Mein in der Tat gar nicht so bescheidenes Ziel war, Neumarkt weltweit ins Blickfeld zu rücken“, erläutert die Friseurmeisterin, die ihr Projekt auf den Namen „Botschaften für Neumarkt“ taufte.

Die Resultate können sich sehen lassen: Zwanzig ausgewählte deutsche Botschaften im Ausland wurden angeschrieben und in einer kurzen Erklärung um ein Grußwort oder sonstige kreative Beiträge zum Stadtjubiläum gebeten. Vierzehn Botschaften haben geantwortet. Ein Erfolg!

Vom Botschafter bis zum Kulturattaché wurde die außergewöhnliche Idee der Friseurmeisterin gelobt. Stellvertretend hier die Aussage von Honorarkonsulin Margit Biebel-Potgieter von der Karibikinsel Grenada: „Ihrer Bitte bin ich gerne nachgekommen, da ich den Eindruck gewonnen habe, dass Sie mit Ihrem besonderen Engagement etwas bewirken werden. Die Idee, mit der Ausstellung die Anbindung Neumarkts zum Rest der Welt aufzuzeigen, finde ich sehr gut.“

Interessant auch die Geschichten hinter den Botschaften. „Am meisten hat mich das Schicksal hinter der Botschaft aus Haiti bewegt“, erzählt Elisabeth Würz. „Die Grüße von Botschafter Jens Voss kamen Ende Januar in Neumarkt an.“ Am 5. Januar, also nur wenige Tage vor dem großen Erdbeben am 12. Januar 2010 in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince, schickte er seine persönlichen Glückwünsche vermutlich mit einem der letzten Postflüge vor der Katastrophe Richtung Deutschland. Jens Voss hat überlebt und koordiniert heute die Hilfsprojekte.