Corona-Virus: Die wichtigsten Unterlagen im Überblick

Ab 4. Mai dürfen Friseursalons in Bayern nach über sechswöchiger Schließung wieder öffnen. Voraussetzung dafür ist ein umfassendes Schutz- und Hygienekonzept des jeweiligen Salons.

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks, die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege sowie der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks haben für die Betriebe die wichtigsten Informationen aufbereitet und eine Vielzahl von Unterlagen erstellt. Die nachfolgende Auflistung gibt einen schnellen Überblick und erleichtert das Auffinden:

Innungsmitgliedern stehen im passwortgeschützten Mitgliederbereich außerdem zur Verfügung:

  • Muster für Anwesenheitsdokumentation der Kunden
  • Kundeninformation zur Datenerhebung
  • Kundenaushang über Hygienemaßnahmen
  • Muster für Infektionsnotfallplan
  • Antworten zu weiteren Fragen zu den Arbeitsschutzstandards

Wir wünschen allen Friseuren in Bayern einen guten Start. Bleiben Sie gesund!

Informationen zum Coronavirus

SARS-Coronavirus (Coronaviren). Transmissions-Elektronenmikroskopie, Negativkontrastierung. Maßstab = 100 nm. Hans R. Gelderblom, Freya Kaulbars (2004).

Kaum ein Thema beherrscht derzeit die Medien und persönliche Gespräche so sehr wie das neuartige Coronavirus. Wir wollen uns nicht an Spekulationen beteiligen, ob es zu einer Pandemie kommen wird oder nicht. Eine Branche, in der tagtäglich mit und an Menschen gearbeitet wird, sollte sich aber damit auseinandersetzen, was jeder einzelne tun kann, um sich selbst vor Corona zu schützen und die weitere Ausbreitung zu verhindern. Für unsere Mitglieder bieten wir daher im internen Bereich folgende Unterlagen zum Download an:

  • Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus
  • Eine Bewertung der Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln unseres Kooperationspartners Lysoform
  • Desinfektionsplan für Friseursalons
  • Bestellformular für Desinfektionsmittel
  • Hinweise für die arbeitsrechtlichen Folgen einer Pandemie

Die Beschäftigung mit dem Thema Desinfektion im Friseursalon ist im übrigen nie verkehrt, denn auch Influenza, Noro und Co. können einem das Leben schwer machen.

LIV-Thementag in Fürth

Peter Zöllner und Norbert Göppel referieren beim LIV-Thementag.

Geballte Informationen zu aktuellen Fragen der Branche liefert der LIV-Thementag am 23. September in Fürth. Peter Zöllner und Norbert Göppel referieren kurz und prägnant zu Preiskalkulation, Mindest- und Leistungslohn, Mitarbeiterführung und Saloncheck, Nachfolgeplanung und Datenschutz und weiteren aktuellen Themen. Zum Abschluss des Thementages besteht für die Teilnehmer die Möglichkeit eines 10-minütigen individuellen Einzelgesprächs mit den Referenten.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular gibt es hier.

Gesellenprüfung für Friseurazubis beginnt

 

1077 bayerische Friseurazubis stellen heute in einer vierstündigen schriftlichen Prüfung ihr Wissen unter Beweis. Die Aufgaben in den Fächern Friseurtechniken, Betriebsorganisation und Kundenmanagement sowie Wirtschafts- und Sozialkunde sind Teil der Gesellenprüfung zum Abschluss der Ausbildung. In den kommenden Wochen absolvieren die Azubis dann noch eine eintägige praktische Prüfung. Darin müssen sie unter anderem jeweils einen modischen Damen- und Herrenhaarschnitt am Modell erarbeiten.

Der Landesinnungsverband wünscht allen Prüflingen viel Erfolg in der Prüfung sowie Freude und Erfüllung im wohl schönsten Beruf der Welt!

Das tarifliche Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt bei 1634 Euro. Mit etwas Berufserfahrung verdienen Friseure bei entsprechender Leistung in guten Salons zwischen 2500 und 3000 Euro. Motivierte und leistungsstarke Mitarbeiter sind im bayerischen Friseurhandwerk stark gesucht.

In den rund 9ooo umsatzsteuerpflichtigen Friseursalons in Bayern sind über 36000 Personen tätig und werden 3700 Nachwuchskräfte ausgebildet. Der Nettobranchenumsatz der bayerischen Betriebe liegt bei über 1,1 Milliarden Euro.

 

Finanzkontrolle Schwarzarbeit hat Kontrollen bei Friseuren ausgeweitet

 

Zur Kontrolle des Mindestlohns benötigt die Finanzkontrolle Schwarzarbeit mehr Personal.

Wie der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) berichtet, hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) die Kontrollintensität in der Friseur- und Kosmetikbranche deutlich gesteigert. Erreicht werden konnte dies durch das Bündnis zur Bekämpfung der Schwarzarbeit von Bundesfinanzministerium (BMF), Zentralverband und ver.di.

Die Bündnispolitik zeigt sichtbare Erfolge: Im Jahr 2018 wurden 1.508 Betriebe im Friseurhandwerk kontrolliert, die Kontrollen sind somit gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Das führte in 2018 zu 537 bereits abgeschlossenen Strafverfahren wegen Abgabenhinterziehung und Leistungsmissbrauch und insgesamt 375 abgeschlossenen Ordnungswidrigkeitsverfahren. Neben den noch nicht abgeschlossenen Strafverfahren wurden bereits Geldstrafen und -bußen in Höhe von rund 350.000 Euro verhängt. Die festgestellten Schadenssummen von fast 3 Mio. Euro, die zu entsprechenden Nachzahlungsverpflichtungen führen, lösen im übrigen nachgelagerte Kontrollen der Rentenversicherungsträger und Finanzbehörden aus.

Exemplarisch ist die Schwerpunktprüfung in Sachen illegale Beschäftigung im Friseurhandwerk durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Karlsruhe zu nennen. Insgesamt wurden dabei im Oktober 2018 unter Einsatz von 100 Beamten 187 Objekte geprüft und 474 Personen einer Befragung unterzogen. In 108 Fällen wurde Einsicht in die Geschäftsunterlagen genommen. Dabei wurden zwölf Verstöße gegen das Mindestlohngesetz aufgedeckt und drei Delikte von illegaler Ausländerbeschäftigung ermittelt. In zehn Fällen fand ein sogenannter Leistungsmissbrauch statt. Bei 45 Sachverhalten muss eine weitergehende Überprüfung zeigen, ob auch hier gegen Rechtsnormen verstoßen wurde.

Auch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Osnabrück konnte einen Sozialbetrüger gezielt überführen. 2.250 Euro Geldstrafe, so lautet das Urteil des Amtsgerichts Syke gegen einen faktischen Geschäftsführer aus der Friseurbranche wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt in 29 Fällen sowie Leistungsbetrugs.

Fazit: Lohndumping und Abgabenverkürzung lohnen sich nicht.

Einigung beim Entgelt-Tarifvertrag für bayerische Friseure

Führten beim neuen Entgelt-Tarifvertrag die Verhandlungen auf Arbeitgeberseite: Landesinnungsmeister Christian Kaiser (r.) und der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses Michael Hunger

Auf einen neuen Entgelt-Tarifvertrag einigten sich der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks und ver.di – Landesbezirk Bayern in den jüngsten Verhandlungen. Die Laufzeit des Vertrages ist von 1. Mai 2018 bis 31. Dezember 2020.
In dieser Zeit werden die Entgeltstufen in drei Schritten angehoben, erstmals zum 1. Juli 2018. 2020 knackt der Einstiegslohn für Gesellen und neue Mitarbeiter die symbolische Grenze von 10 Euro. In der höchsten Entgeltgruppe liegt das Tarifentgelt dann bei rund 2.920 Euro.
Nach dem Willen der Tarifparteien soll der Tarifvertrag für jeden der rund 22.000 in bayerischen Salons angestellten Friseure gelten. Daher wird beim bayerischen Arbeitsministerium der Antrag auf Erklärung der Allgemeinverbindlichkeit gestellt.
Innungsmitglieder können im passwortgeschützten Bereich bereits auf den neuen Vertrag zugreifen. Zur Erinnerung: Das Passwort steht in der Januarausgabe der LIV direkt. Mit der nächsten Ausgabe der Verbandszeitschrift erhalten die Mitglieder den Tarifvertrag dann auch in gedruckter Form.

 

Neuburger Steckenreiter-Frisieren 2018

An Auszubildende und Gesellen richtet sich das Neuburger Steckenreiter-Frisieren am 4. März 2018. „Wer hier teilnimmt, der lernt für den Salonalltag, für den täglichen Wettbewerb“, bringt Manuela Wittek, Obermeisterin der Friseurinnung Neuburg-Schrobenhausen, den Nutzen der Wettbewerbsteilnahme auf den Punkt.

Ausgeschrieben sind vier Wettbewerbe, die für eine nationale und internationale Beteiligung offen sind. Eine gute Gelegenheit also für alle Auszubildenden und Jungfriseure, den Einstieg in das Wettbewerbsfrisieren zu wagen, um dann im Herbst bei der Bayerischen Meisterschaft an den Start zu gehen. Mit der modischen Föhnfrisur am Damenmodell und dem modernen oder klassischen Herrenhaarschnitt bewegen sich die Wettbewerbe nahe an den Anforderungen in Ausbildung und Gesellenprüfung. Ihrer Fantasie freien Lauf lassen können die Teilnehmer dann bei den Hochsteck- und Make-up-Wettbewerben unter dem Motto „Dark Night“. Die Ausschreibung gibt es online hier, die Anmeldung ist bis 1. März 2018 bei der Innung Neuburg möglich.

Mit dem Schülerwettbewerb „Ich style meine Freundin“ bietet die Innung auch jungen (Noch-)Nicht-Friseuren eine Bühne. An diesem Wettbewerb kann jeder zwischen 14 und 18 Jahren teilnehmen, der Spaß am Frisieren hat. Aufgabe ist es, einer Freundin eine extravagante, witzige, ausgefallene Frisur zu gestalten. Die Haare können hochgesteckt, geflochten, glatt oder lockig gestylt werden, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.