Botschaften für Neumarkt zur 850-Jahr-Feier

International ging es in den vergangenen Monaten im Haarstudio von Elisabeth Würz zu

International ging es in den vergangenen Monaten im Haarstudio von Elisabeth Würz zu

International ging es in den vergangenen Monaten im Haarstudio von Elisabeth Würz zu.  Die stellvertretende Obermeisterin der Friseurinnung Neumarkt erhielt Anrufe aus Südkorea, Feldpost aus Afghanistan, bunte Päckchen aus Grenada. Oberbürgermeister Thomas Thumann hatte die Neumarkter aufgerufen, durch eigene Aktivitäten zum 850jährigen Stadtjubiläum beizutragen.

Das ließ sich die stellvertretende Obermeisterin der Friseurinnung Neumarkt nicht zweimal sagen. Sofort machte sie sich daran, die Worte des Oberbürgermeisters in Taten umzusetzen – und ihr Anliegen weltweit zu kommunizieren. „Mein in der Tat gar nicht so bescheidenes Ziel war, Neumarkt weltweit ins Blickfeld zu rücken“, erläutert die Friseurmeisterin, die ihr Projekt auf den Namen „Botschaften für Neumarkt“ taufte.

Die Resultate können sich sehen lassen: Zwanzig ausgewählte deutsche Botschaften im Ausland wurden angeschrieben und in einer kurzen Erklärung um ein Grußwort oder sonstige kreative Beiträge zum Stadtjubiläum gebeten. Vierzehn Botschaften haben geantwortet. Ein Erfolg!

Vom Botschafter bis zum Kulturattaché wurde die außergewöhnliche Idee der Friseurmeisterin gelobt. Stellvertretend hier die Aussage von Honorarkonsulin Margit Biebel-Potgieter von der Karibikinsel Grenada: „Ihrer Bitte bin ich gerne nachgekommen, da ich den Eindruck gewonnen habe, dass Sie mit Ihrem besonderen Engagement etwas bewirken werden. Die Idee, mit der Ausstellung die Anbindung Neumarkts zum Rest der Welt aufzuzeigen, finde ich sehr gut.“

Interessant auch die Geschichten hinter den Botschaften. „Am meisten hat mich das Schicksal hinter der Botschaft aus Haiti bewegt“, erzählt Elisabeth Würz. „Die Grüße von Botschafter Jens Voss kamen Ende Januar in Neumarkt an.“ Am 5. Januar, also nur wenige Tage vor dem großen Erdbeben am 12. Januar 2010 in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince, schickte er seine persönlichen Glückwünsche vermutlich mit einem der letzten Postflüge vor der Katastrophe Richtung Deutschland. Jens Voss hat überlebt und koordiniert heute die Hilfsprojekte.

HAARE 2010: Wer etwas erreichen will, muss auch etwas opfern

„Viel Disziplin“ erreichte Carina Kehm aus Bad Brückenau durch ihre Teilnahme an der bayerischen Meisterschaft der Friseure. Die Friseurmeisterin war unter anderem bayerische Meisterin im Herrenfach. Sie sieht das Wettbewerbsfrisieren als persönliche Herausforderung. „Es ist ein Messen mit anderen“, so Carina Kehm in einem Videointerview des Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks. Wettbewerb bedeute für sie voranzukommen und nicht still zu stehen.

Die HAARE 2010, die bayerische Meisterschaft der Friseure, die am 10. und 11. Oktober das 20jährige Jubiläum in Nürnberg feiert, habe ihr ein hohes Maß an Können und ein flottes, aber korrektes Arbeiten im heimischen Betrieb ermöglicht. Carina Kehm sieht das Wettbewerbsfrisieren selbstkritisch: „Es hat mir in jungen Jahren gelehrt, dass ich, wenn ich etwas erreichen will, auch anderes opfern muss.“ Party am Abend und Erfolg am Morgen auf der Showbühne lasse sich nicht vereinbaren.

Die notwendige Hilfe und Motivation bekam Carina Kehm durch ihre Familie. Bereits der Vater war bayerischer Meister im Herrenfach und unterstützte seine beiden Töchter in ihren Wünschen, „in jungen Jahren etwas zu erreichen.“ Zudem halfen externe Trainer mit, die Friseurin fit zu machen.

Goldene Ehrennadel des bayerischen Friseurhandwerks für Kronacher Obermeisterin Edith Wunder

Mit den anerkennenden Worten „Sie ist ein wahres Wunder“, zeichnete Andreas Popp, Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks, die Obermeisterin der Friseurinnung Kronach Edith Wunder mit der Goldene Ehrennadel des Landesinnungsverbandes aus.

Edith Wunder umrahmt von stv. Landesinnungsmeister Christian Kaiser und Landeisnnungsmeister Andreas Popp.

Edith Wunder umrahmt von stv. Landesinnungsmeister Christian Kaiser und Landeisnnungsmeister Andreas Popp.

Auf der Mitgliederversammlung des Landesinnungsverbandes in Fürth wurden die Verdienste von Edith Wunder herausgestellt. Die selbstständige Friseurmeisterin ist seit 1973 im Vorstand der Innung und Kreishandwerkerschaft ehrenamtlich tätig. Seit 1987 ist sie zudem Mitglied im Gesellenprüfungsausschuss und Meisterbeisitzer. Im Jahr 1997 wurde sie zur Obermeisterin der Friseurinnung gewählt und 2001 bestimmten die oberfränkischen Innungen Edith Wunder zu ihrer Bezirksvorsitzenden. Sie wurde in die Vollversammlung der Handwerkskammer Oberfranken gewählt und übernahm das Amt der stellvertretenden Kreishandwerksmeisterin. Für den Landesinnungsverband ist sie seit 2008 als Mitglied im Wirtschaft- und Sozialausschuss tätig. Für außerordentliche Verdienste um das Friseurhandwerk wurde sie 2003 mit der Silbernen Ehrennadel des Landesinnungsverbandes Bayern geehrt. „Heute wird ihr für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im Handwerk die Goldene Ehrennadel des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks verliehen“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp in seiner Laudatio.

Goldene Ehrennadel für Edith Wunder, angesteckt von stv. Landesinnungsmeister Christian Kaiser.

Goldene Ehrennadel für Edith Wunder, angesteckt von stv. Landesinnungsmeister Christian Kaiser.