Praktisches Handbuch für den Friseursalon exklusiv für Innungsmitglieder

Handbuch für den Friseursalon exklusiv für Innungsmitglieder

Handbuch für den Friseursalon exklusiv für Innungsmitglieder

Friseurunternehmer müssen viele Vorschriften beachten und Unterlagen bereithalten. Ob nun eine Mitarbeiterin Einsicht in die Tarifunterlagen verlangt, das Gewerbeaufsichtsamt das Einhalten der Jugendarbeitsschutzvorschriften überprüft oder sich die Berufsgenossenschaft für den Hautschutzplan interessiert.

Für alles soll der Arbeitgeber rasch die richtige Antwort parat haben. Mit dem neu aufgelegten „Handbuch für den Friseursalon“ bietet der bayerische Landesinnungsverband seinen Mitgliedsbetrieben ein nützliches Sammelwerk an.

Im ansprechend gestalteten Ordner finden sich unter anderem alle aushangpflichtigen Gesetze, die aktuellen bayerischen Tarifverträge und Gruppenmerkblätter für Friseurkosmetika. Die Adressen von Gewerbeaufsicht, Berufsgenossenschaft und Berufsorganisation runden das Werk ab.

Das Handbuch kostet 18,50 Euro zzgl. Versandkosten und Mehrwertsteuer. Es kann beim bayerischen Landesinnungsverband bestellt werden und wird nur an Mitgliedsbetriebe abgegeben. Hier gibt es das Bestellformular_Handbuch.

HAARE 2010: Highlight Styling Lounge

Ein Highlight der HAARE 2010 am 10. und 11. Oktober 2010 wird die Styling Lounge sein. Auf der Friseurmesse in Nürnberg wird ein Salon errichtet, der Friseuren den Ablauf eines modernen Salonbetriebs zeigt. Werner Schmitt von TRINITY haircare Deutschland GmbH erklärt in diesem Video Doris Ortlieb vom Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks das Konzept der Styling Lounge auf der HAARE 2010 in Nürnberg, der bayerischen Meisterschaft der Friseure. Dabei werden unter anderem folgende Fragen beantwortet: Was ist die Styling Lounge? Welche Firmen beteiligen sich an der Styling Lounge auf der HAARE? Wie war die Resonanz 2009 und warum soll ein Friseur überhaupt einen Friseursalon besuchen? Das Video von redaktion42 gibt es in voller HD-Auflösung.

Friseure fordern strengere Kontrollen

München (4. Dezember 2007) – Mehr und strengere Kontrollen auffälliger Friseursalons forderte anlässlich einer Pressekonferenz in München Andreas Popp, Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks. „Mit unserem neuen Lohntarifvertrag, für den wir wieder die Allgemeinverbindlichkeit beantragen werden, haben wir die Grundlage für Kontrollen geschaffen. Nun müssen die Finanzkontrolle Schwarzarbeit, der Prüfdienst der Deutschen Rentenversicherung und die Berufsgenossenschaft die Einhaltung der Tariflöhne kontrollieren“, stellte Popp fest.

Ins Visier genommen werden sollten dabei vor allem die Billigsalons. „Bei Preisen von fünf oder sieben Euro für einen Haarschnitt, kann kaum Tariflohn bezahlt werden“, führte Josef Wieser, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landesinnungsverband aus. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht müsse eine Friseurin für einen Tariflohn von 7,66 Euro vier bis fünf dieser Billighaarschnitte pro Stunde erstellen und dürfe keinerlei Leerlauf haben und dies an acht Stunden jeden Tag. „Das ist nicht zu schaffen“, so Wieser weiter. Jeglicher Mindestlohn, ob tariflich oder gesetzlich, ist Makulatur, wenn das Unterschreiten ohne Konsequenz bleibt.

Nur umsatzsteuerpflichtige Betriebe bieten Ausbildung und Beschäftigung

Josef Wieser (rechts), Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks, im Gespräch mit dem bayerischen Wirtschaftsminister Erwin Huber.

München (20. September 2007) „Herr Minister, hier läuft was falsch!“ Auf die enorme Wettbewerbsverzerrung durch die rund 40 Prozent umsatzsteuerfreien Betriebe in der Beautybranche machte kürzlich beim Tag des bayerischen Handwerks Friseurmeister Josef Wieser aufmerksam. Auf Einladung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums und des Handwerkstages präsentierte Wieser sein in der Praxis erprobtes Erfolgskonzept, mit dem er qualifizierte Mitarbeiter für sein Unternehmen findet und dauerhaft bindet.

In seinem Vortrag ging er auch auf die Konkurrenzsituation durch die zunehmende Zahl von Ein-Mann(Frau)-Betrieben im Friseur- und Kosmetikgewerbe ein. „Diese Betriebe bleiben meist bewusst unter einem Jahresumsatz von 17.500 Euro und werden damit nicht umsatzsteuerpflichtig“, stellte Wieser fest. „Damit haben sie aber gegenüber Betrieben mit Lehrlingen und Beschäftigten, die aufgrund ihrer Größe umsatzsteuerpflichtig sind, einen deutlichen Wettbewerbsvorteil.“ Er bat den bayerischen Wirtschaftsminister Erwin Huber um Unterstützung beim Erhalt der mittelständischen Unternehmensstrukturen im Friseurhandwerk, um so Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu sichern. Der Minister signalisierte noch während der Veranstaltung Gesprächsbereitschaft.

Josef Wieser ist Obermeister der Friseurinnung Fürstenfeldbruck und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks. Wieser machte sich 1989 in Mammendorf mit einem Friseursalon selbständig und beschäftigte damals eine Mitarbeiterin. Heute führt der 47jährige vier Salons mit insgesamt 38 Mitarbeitern, davon neun Lehrlinge. 22 der aktuell bei ihm beschäftigten Friseure haben auch in seinen Salons ihre Lehre gemacht. Drei seiner Salons betreibt er im Rahmen eines Teilhaberkonzepts gemeinsam mit Friseurmeisterinnen, die zuvor in seinem Salon angestellt waren.