Bayerns Ministerpräsident Söder öffnet Friseursalons zum 1. März 2021

In einer Pressekonferenz nach der Kabinettsitzung am 11. Februar 2021 kündigt Ministerpräsident Markus Söder die Öffnung der Friseursalons zum 1. März an. Das Friseurhandwerk sei ein „großartiges Handwerk“. Friseure haben etwas mit Hygiene zu tun und es habe etwas mit Würde zu tun.

Merkels Aussage stimmt Friseure hoffnungsvoll

Der Druck des Friseurhandwerks auf die Politik zeigt Wirkung. Vor und hinter den Kulissen diskutieren auch bayerische Friseure mit sachlichen Argumenten und werben um die Öffnung ihrer Friseursalons. 

In der heutigen Pressekonferenz der Bundeskanzlerin zeigt sich ein Licht am Ende des Tunnels. Gefragt nach der allgemeinen Öffnungsstrategie ab 15. Februar nannte die Bundeskanzlerin Schulen und Kitas an erster Stelle, dann folgten die Friseure. 

„Wir können nicht sofort wieder alles aufmachen, sondern es müssen Prioritäten gesetzt werden“, so Bundeskanzlerin Merkel. Dies seien für sie die Kitas und Schulen. An nächster Stelle sieht Merkel die Friseure und den Einzelhandel. Aber man müsse vorsichtig sein: Wenn man zu schnell zu viel öffne, habe man das Ergebnis eines erneuten exponentiellen Wachstums.

Landesinnungsmeister Christian Kaiser stimmt diese Aussage hoffnungsvoll. “Unsere Arbeit auf Bundes- und Landesebene zeigt Wirkung. Aber jetzt darf der Druck der Friseure an der Basis nicht nachlassen. Ein rascher Re-Start der Salons ist existenziell, um viele Friseurbetriebe zu retten.”

Corona-Virus: Das müssen Friseure zur Wiedereröffnung wissen

 

Am heutigen Mittwoch veröffentlichte die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege BGW das klare Regelwerk für Friseure, die ihren Salon ab 4. Mai öffnen wollen. Dieses Konzept wurde abgestimmt zwischen dem Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks und der BGW und ist nun offiziell. „Das Warten hat ein Ende und wir sind froh, dass unsere Salons unter Auflagen bald wieder arbeiten können“, stellt Landesinnungsmeister Christian Kaiser fest.

Das Dokument regelt in 17 Punkten unter anderem die Organisation der Tätigkeiten im Salon, besondere Infektionsschutzmaßnahmen, den Zutritt der Kunden zum Salon, persönliche Schutzausrüstung, Schutzabstände sowie Reinigung und Desinfektion. „Ich fordere die bayerischen Friseure auf, sich an die Vorgaben zu halten, damit die Sicherheit für Kunden und Mitarbeiter in der Corona-Krise gewährleistet ist“, so Kaiser.

Aktuell liegt das Papier zur Prüfung und weiteren Abstimmung bei den zuständigen bayerischen Ministerien. Da die Betroffenheit von Corona in den Ländern unterschiedlich ist, ist nicht auszuschließen, dass der Freistaat Bayern abweichende Schutzmaßnahmen für erforderlich hält.

Fragen von Innungsmitgliedern, die sich bei der Umsetzung der Arbeitsschutzstandards ergeben, sammelt der Landesinnungsverband unter der Mailadresse corona@friseurebayern.de und wird diese in gesonderten FAQs beantworten.

Corona-Virus: Statement des Landesinnungsmeisters

Landesinnungsmeister Christian Kaiser mahnt zur Zurückhaltung bei der anstehenden Öffnung von Friseursalons in Bayern am 4. Mai 2020. Die Öffnung ist begrüßenswert. Es müssen die anstehenden Hygienekonzepte umgesetzt werden, die derzeit auf Bundesebene erarbeitet werden. Sobald Informationen vorliegen, werden Mitgliedsbetriebe durch die Friseurinnungen und den Landesinnungsverband zeitnah versorgt.