Bayerische Friseure senden SOS – „Handeln Sie endlich und lassen Sie uns nicht im Stich“

„Unsere Betriebe brauchen Geld – und zwar jetzt und sofort“, fordert Landesinnnungsmeister Christian Kaiser die Verantwortlichen in Berlin auf. „Das Wasser steht uns nicht bis zum Hals, sondern schwappt hinein. Wir brauchen für unsere Friseursalons ein sofortiges Rettungsprogramm, bevor noch mehr einstmals gesunde Betriebe pleite gehen.“ 

Bayerische Friseure senden SOS.

Täglich treffen beim Landesinnungsverband und den bayerischen Innungen Hiobsbotschaften von Betriebsinhaber ein, die aufgrund fehlender Finanzmittel unverschuldet in den Ruin getrieben wurden.“ Schnelle Möglichkeiten wären Soforthilfen oder unkomplizierte Überbrückungsgelder. Landesinnungsmeister Christian Kaiser appelliert an Finanzminister Olaf Scholz (SPD): „Handeln Sie endlich und ermöglichen Sie umgehend und unbürokratisch Abschlagszahlungen an die Betriebe, um weiteren Schaden vom Friseurhandwerk abzuhalten. Werden Sie als Sozialdemokrat Ihrer sozialpolitischen Verantwortung gerecht.“ 

Die Überbrückungshilfe III kann noch nicht beantragt werden. Der Zugang zu KfW-Darlehen wird durch die Hausbanken blockiert. Das Kurzarbeitergeld ist in der Regel beantragt, aber noch nicht ausbezahlt. Bei der Grundsicherung Hartz IV stellt sich das gleiche Problem. „Das Ganze ist ein komplettes Armutszeugnis und Leidtragende sind die Friseurunternehmer und ihre Mitarbeiter, die durch eine staatliche Anordnung und ohne eigenes Verschulden in diese Situation gekommen sind“, so Landesinnungsmeister Kaiser. „7:0 für Corona – sieben Wochen geschlossen, null Cent Unterstützung.“ 

LIV reagiert mit Leserbrief auf Top Hair-Artikel

Mit einem Leserbrief reagiert der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks auf den Artikel „Starke Marke“, Seite 38 + 39, Top Hair International 08/2010. Der LIV hofft, dass die Redaktion die Anregungen des Berufsverbandes der bayerischen Friseure in einer der nächsten Ausgaben berücksichtigt.

Der Leserbrief im Originalwortlaut: „Mit „10 Tipps zur Namensfindung“ wartet der Artikel „Starke Marke“ auf. Das reicht von „Einfachheit“ über „Aufmerksamkeit erregen“ bis zu „Keine Namenstrends“. Ohne Zweifel sind das wertvolle Hinweise, wenn ein Friseurunternehmen einen neuen Namen sucht. Ein ganz wesentlicher Aspekt bleibt allerdings unerwähnt, der bei der täglichen Arbeit im Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks von den Innungsfriseuren sehr oft nachgefragt wird. Was ist nämlich, wenn ein anderer Unternehmer unter Beachtung der 10 Tipps auf den gleichen Namen gekommen ist?

Diese Frage lässt der Artikel völlig außer Acht. Dabei liegt in der Verwendung des gleichen Namens wie ein Mitbewerber eine der größten Gefahren bei der Namensgebung. Mittlerweile sind viele der einfachen, verständlichen, klangvollen, leicht zu merkenden, Aufmerksamkeit erregenden usw. Bezeichnungen für Friseursalons bereits vergeben und markenrechtlich geschützt. Wer sich hier nicht rechtzeitig schlau macht, hat schnell eine Aufforderung zur Unterlassung vom Markeninhaber auf dem Tisch. Verbunden mit einer Rechnung über 1.500 und mehr Euro für den Anwalt, der das Schreiben verfasst hat, und der Androhung eines sechsstelligen Ordnungsgeldes.

Vor jeder Namensgebung oder -änderung ist daher eine sorgfältige Recherche im deutschen, europäischen und internationalen Markenregister unerlässlich. Gut haben es die Mitgliedsbetriebe der im bayerischen Landesinnungsverband organisierten Innungen. Für sie führt der Landesinnungsverband kostenlos die Recherche durch. Einfach formlos eine Anfrage an info@friseurebayern.de senden. Der Beitrag für die Innung macht sich da schnell bezahlt.“

Das entsprechende Rechercheauftrag für die Markenrecherche hat der LIV auch schon entworfen. Achtung, diese Recherche ist nur für Mitgliedsbetriebe des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks möglich.