Gesellenprüfung für Friseurazubis beginnt

 

1077 bayerische Friseurazubis stellen heute in einer vierstündigen schriftlichen Prüfung ihr Wissen unter Beweis. Die Aufgaben in den Fächern Friseurtechniken, Betriebsorganisation und Kundenmanagement sowie Wirtschafts- und Sozialkunde sind Teil der Gesellenprüfung zum Abschluss der Ausbildung. In den kommenden Wochen absolvieren die Azubis dann noch eine eintägige praktische Prüfung. Darin müssen sie unter anderem jeweils einen modischen Damen- und Herrenhaarschnitt am Modell erarbeiten.

Der Landesinnungsverband wünscht allen Prüflingen viel Erfolg in der Prüfung sowie Freude und Erfüllung im wohl schönsten Beruf der Welt!

Das tarifliche Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt bei 1634 Euro. Mit etwas Berufserfahrung verdienen Friseure bei entsprechender Leistung in guten Salons zwischen 2500 und 3000 Euro. Motivierte und leistungsstarke Mitarbeiter sind im bayerischen Friseurhandwerk stark gesucht.

In den rund 9ooo umsatzsteuerpflichtigen Friseursalons in Bayern sind über 36000 Personen tätig und werden 3700 Nachwuchskräfte ausgebildet. Der Nettobranchenumsatz der bayerischen Betriebe liegt bei über 1,1 Milliarden Euro.

 

HAARE 2018 Kongressnachlese: Schnittzeichnungen leicht gemacht

Schnittzeichnungen leicht gemacht zeigte Christian Hertlein vom Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks. Das Video zeigt den Weg zur optimalen Schnittzeichnung für die Planungsunterlagen zur Gesellenprüfung Teil 1 & Teil 2.

 

Seminar zur Prüferzertifizierung

Die Teilnehmer des Seminars "Qualifizierter Prüfer im Friseurhandwerk" mit den Referenten Christian Kaiser und Christian Hertlein.

Die Teilnehmer des Seminars „Qualifizierter Prüfer im Friseurhandwerk“ mit den Referenten Christian Kaiser und Christian Hertlein.

31 Mitglieder von Gesellenprüfungsausschüssen aus ganz Bayern kamen zum Seminar „Qualifizierter Prüfer im Friseurhandwerk“ nach München. Im Basisseminar für die Prüferzertifizierung lernten sie die Rechtsgrundlagen der Prüfung kennen. Außerdem befassten sie sich mit der Durchführung des ersten Teils der Gesellenprüfung und den Anforderungen an die Prüfungsmappe. „Es ist wichtig, dass die Prüfer mit den rechtlichen Fragen rund um die Prüfung vertraut sind. Mit unseren Seminaren stellen wir sicher, dass die Gesellenprüfung in ganz Bayern einheitlich umgesetzt wird“, erläutert Landesinnungsmeister Christian Kaiser das Ziel des Seminars. „Ich freue mich über die zahlreichen Teilnehmer bei unserem Seminar und danke den Prüfern für ihr besonderes Engagement“, so Kaiser weiter.

1162 Auszubildende absolvierten im Jahr 2015 in Bayern den zweiten Teil der Gesellenprüfung, um ihre Ausbildung abzuschließen. Die Erfolgsquote lag bei 88 Prozent. Für die Abnahme der Prüfungen wurden rund 170 Prüfer in 50 Prüfungsausschüssen tätig. Die Prüfer werden regelmäßig geschult. Die zweitägige Fortbildung zum „Qualifizierten Prüfer im Friseurhandwerk“ wird vom Landesinnungsverband seit 2014 angeboten.

Über 1200 Auszubildende in der Prüfung

Friseur Gesellenprüfung Teil 1

Über 1200 Auszubildende sind heute in Bayern zum ersten Teil der Gesellenprüfung im Friseurhandwerk angetreten. Nach rund 18 Monaten Ausbildung stellen sie im Prüfungsbereich „Klassische Friseurarbeit“ ihr Wissen und Können unter Beweis. Der Prüfungstag umfasst eine einstündige schriftliche Prüfung und zwei praktische Arbeiten. In der schriftlichen Prüfung werden zum Beispiel Fragen zum Grundwissen über Haut und Haar, über Inhaltsstoffe von Haarkosmetika und deren Wirkung, zum Arbeitsschutz, über Haarschneidetechniken, zum Gestalten von Frisuren und zur dauerhaften Umformung gestellt. Im praktischen Teil erarbeiten die Prüflinge einen klassischer Herrenhaarschnitt mit Föhnfrisur, am Damenmodell muss eine dauerhafte Umformung, ein Haarschnitt und eine Einlegefrisur gezeigt werden.

Derzeit gibt es knapp 3800 Auszubildende im bayerischen Friseurhandwerk. Die Ausbildungsvergütung beträgt im ersten Jahr 450, im zweiten 555 und im dritten 700 Euro. „Aber die Ausbildungsvergütung alleine ist nicht das Maß aller Dinge“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Das Friseurhandwerk hat mehr zu  bieten.“ Anders als in vielen anderen Ausbildungsberufen bekommen Auszubildende im Friseurhandwerk für ihre Assistenztätigkeit im Salon Trinkgelder von den Kunden. „Wir haben durch das Trinkgeld in unserem Beruf eine hohe Anerkennung der handwerklichen Leistung und der Servicequalität durch unsere Kunden“, so Kaiser weiter.

Bei einer Vielzahl von Umfragen über die Zufriedenheit in ihrem Beruf schneiden die Friseure gut ab. „Die Umfragen zeigen: Friseure sind glücklich in ihrem Beruf. Die Wahl des Berufs war für sie richtig. Von welchem Beruf kann man dies noch behaupten?“ fragt Kaiser. „Wir Friseure haben Erfolgserlebnisse im Stundentakt durch unseren Umgang mit Menschen. Wir leben einen Beruf, bei dem wir uns selbst verwirklichen können.“

1580 Friseurlehrlinge gehen in die Prüfung

In der Gesellenprüfung stellen die Lehrlinge ihr Können unter Beweis.

In der Gesellenprüfung stellen die Lehrlinge ihr Können unter Beweis.

Für 1580 Friseurazubis in Bayern beginnt heute mit dem schriftlichen Teil die Gesellenprüfung. Ab 8.00 Uhr müssen sie Fragen in Friseurtechniken, Betriebsorganisation und Kundenmanagement sowie Wirtschafts- und Sozialkunde richtig beantworten. Bis Ende Juli folgen dann die praktischen Arbeiten, bei denen Farb- und Schnittveränderungen an Damen- und Herrenmodellen durchgeführt werden. „Im Namen des Landesinnungsverbandes wünsche ich allen Prüflingen alles, alles Gute“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp. „Wir brauchen qualifizierten Nachwuchs. Ihnen winken beste Karrierechancen in einer kreativen Branche.“

Lehrerverband und Landesinnungsverband tagen gemeinsam

Die Vorstände des Lehrerverbandes und des Landesinnungsverbandes.

Christian Kaiser mit Ehrennadel in Silber ausgezeichnet

Christian Kaiser wurde von Andreas Popp (l.) mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.

Christian Kaiser wurde von Andreas Popp (l.) mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.

Die silberne Ehrennadel des Landesinnungsverbandes wurde dem Münchner Obermeister Christian Kaiser für seinen hohen Einsatz für das bayerische Friseurhandwerk verliehen. Landesinnungsmeister Andreas Popp würdigte damit nicht zuletzt das Engagement seines Stellvertreters bei der jüngsten Neuordnung der Berufsausbildung und dem Einführen der gestreckten Gesellenprüfung. „Wir sind stolz, einen ausgewiesenen Experten wie Christian Kaiser in unserer Mitte zu haben“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp.

Friseurmeister Christian Kaiser bringt sich seit 1997 in die Arbeit der Innung München ein. Zunächst war er im Fachbeirat tätig, später im Gesellenprüfungsausschuss. Seit 2002 führt er als Obermeister die Innung und das zugehörige Bildungszentrum sehr erfolgreich. Ebenfalls seit 2002 gehört er dem Vorstand des Landesinnungsverbandes an und ist dort Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses. Bei der Novellierung der Ausbildungsordnung machte er sich als stellvertretender Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses im Zentralverband dafür stark, bayerische Standards im Prüfungswesen zu wahren und weiterzuentwickeln. Seit 2008 unterstützt er Landesinnungsmeister Andreas Popp als dessen Stellvertreter bei der Wahrnehmung der Aufgaben für den bayerischen Verband.

Prüfer sind fit für die neue Gesellenprüfung

Prüfer sind fit für die neue Gesellenprüfung - Hier die LIV-Veranstaltung in Ingolstadt.

Prüfer sind fit für die neue Gesellenprüfung - Hier die LIV-Veranstaltung in Ingolstadt.

120 Mitglieder der bayerischen Gesellenprüfungsausschüsse bildeten sich kürzlich bei zwei LIV-Veranstaltungen fort. Christian Kaiser, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses im LIV, referierte über Organisation und Durchführung der neuen, gestreckten Gesellenprüfung. Dabei ging er auf die Bedeutung der Prüfungsmappe als Grundlage der praktischen Prüfung ein. Engagiert wurde über die Bewertung und Gewichtung der einzelnen Prüfungsarbeiten diskutiert. „Wir schulen die Mitglieder der Prüfungsausschüsse regelmäßig und sichern so die Qualität der Prüfungen. Nur der kontinuierliche Austausch der Prüfer untereinander ermöglicht das landeseinheitliche Umsetzen der neuen gestreckten Prüfung“, unterstreicht Christian Kaiser die Bedeutung der Prüferschulungen.

Aktuell absolvieren 5307 Jugendliche eine Ausbildung im bayerischen Friseurhandwerk. 90 Prozent der Lehrlinge sind weiblich. Am 11. April treten 1750 Auszubildende zum ersten Teil der Gesellenprüfung an. Für Teil 2 der Prüfung am 4. Juli werden knapp 2000 Teilnehmer erwartet.

 

LIV-Eliteförderprogramm „Auf dem Weg nach oben“ erfolgreich gestartet

Die Teilnehmer des LIV-Eliteförderprogramms zusammen mit Friseurmeister Matthias Scharf und LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb.

Die Teilnehmer des LIV-Eliteförderprogramms zusammen mit Friseurmeister Matthias Scharf und LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb.

Ein voller Erfolg war das erste Seminar des neu geschaffenen Eliteförderprogramms „Auf dem Weg nach oben“ des Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks. Elf Jungfriseure folgten der Einladung des Verbandes zu einem exklusiven Hocksteckseminar in den Salon von Matthias Scharf nach Burgebrach. Der  Juniorenweltmeister i.T. 2000 Matthias Scharf übte mit den Teilnehmern seine Spezialdisziplin. Zahlreiche Fotos von der Veranstaltung gibt es bei unserem Flickr-Account.

„Unsere Idee, den Friseurnachwuchs fachlich zu unterstützen, ist auf hervorragende Resonanz gestoßen“, betonte Landesinnungsmeister Andreas Popp. Der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks hat vor kurzem sein Eliteförderprogramm „Auf dem Weg nach oben“ ins Leben gerufen. Einem ausgewählten Kreis von Jungfriseuren in Bayern bietet der LIV diese exklusive Förderung an. Den Start machte der LIV mit den Innungsbesten der Gesellenprüfung im vergangenen Jahr und Teilnehmern am Leistungswettbewerb in Nürnberg. „Sie haben Ihren Leistungswillen unter Beweis gestellt. Dafür wollen wir Sie mit einer exklusiven Seminarreihe belohnen und Ihr Können fördern“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp weiter.

Die Friseure des LIV-Eliteförderprogramms „Auf dem Weg nach oben“ besuchten auf Einladung des Verbandes ein exklusives Hochsteckseminar mit dem Juniorenweltmeister i.T. 2000 Matthias Scharf. Matthias Scharf ist Profi für üppige Mähnen und Hochsteckfrisuren. Er zeigte den interessierten Jungfriseuren sowohl salontaugliche als auch bühnengeeignete Hochsteckfrisuren. Unter seiner Anleitung arbeiteten die Seminarteilnehmer aus ganz Bayern die Frisuren nach und konnten die Tipps des Profis ausprobieren.

„Wir wollen mit diesem Programm jungen Friseuren zeigen, die am Beginn ihrer Friseurkarriere stehen und sich engagiert haben, dass ihr Verband auch stolz auf sie ist. Deshalb laden wir sie zu diesen exklusiven Seminaren ein, um ihr Können und ihre Motivation zu fördern“, so Andreas Popp weiter. Das nächste Seminar des Eliteförderprogramms „Auf dem Weg nach oben“ findet im September bei der Präsentation der Mode Herbst/Winter statt. Hier werden die geförderten Jungfriseure einen Blick hinter die Kulissen der Großveranstaltung werfen und mitarbeiten.

Fortbildung der Gesellenprüfer

Interessiert lauschen die Gesellenprüfer den Ausführungen.

Interessiert probieren die Gesellenprüfer die Techniken aus.

Um die Wahlmodule Haarverlängerung/Haarersatz und Nagelmodellage drehte sich die jüngste Fortbildung des LIV in Kaufering für die Mitglieder der Gesellenprüfungsausschüsse. Über Haarverlängerung und Haarverdichtung referierte Tanja Opel von der Firma Bergmann. An Übungsköpfen demonstrierte sie die verschiedenen Techniken und Fehlerquellen. Mit großem Interesse folgten die 40 Seminarteilnehmer auch den Ausführungen zum Naildesign von Milena Bogasow-Biebl. Die international erfolgreiche Naildesignerin aus München gab einen Überblick über die drei grundlegenden Techniken der Modellage und die hygienischen Anforderungen des Berufes. Am Modell zeigte sie, was ein exzellentes Naildesign auszeichnet. Hier haben wir einige Fotos von der Veranstaltung.

Der Vorsitzende des Berufsbildungsausschusses Christian Kaiser moderierte den Erfahrungsaustausch des ersten Teils der neuen Gesellenprüfung, die im März erstmals durchführt wurde. „Die neue Prüfung ist ein Erfolg – sie wird von Prüflingen und den Prüfern akzeptiert“, so Kaiser. Das nächste Prüferseminar findet am Montag, 7. Juni, in Kemmern bei Bamberg statt.