Corona: Friseurhandwerk stark getroffen – Stand: Sonntag, 15. März 2020 21:30 Uhr

Es ist deutlich, dass durch die zunehmende Ausbreitung des Corona-Virus Covid-19 die bayerischen Friseure einen empfindlichen Umsatzrückgang zu verzeichnen haben. „Wir beobachten die Entwicklung mit Sorge“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. Im Moment führt der Zentralverband eine Umfrage bei den Betrieben durch. 

„Bisherige Stichproben haben gezeigt, dass einzelne Betriebe einen Umsatzeinbruch von 30 Prozent und mehr zu verzeichnen haben“, so Kaiser weiter. Die Bevölkerung ist stark verunsichert. Dies schlägt sich auch in vermehrten Terminabsagen und weniger Laufkundschaft bei den Friseursalons nieder.

Die Ausbreitung von Corona muss gestoppt werden.

Die Ausbreitung von Corona muss gestoppt werden.

Minütlich überschlagen sich die Ereignisse: 

Hier der Stand von Sonntag, 15. März 2020, 21:30 Uhr: Es ist wohl zu erwarten, dass die Staatsregierung das öffentliche Leben weiter einschränken wird. Am Montag, 16. März 2020 wird es dazu eine Pressekonferenz des Ministerpräsidenten geben. Es wird erwartet, dass Schwimmbäder, Bars, Clubs oder Kinos ab Dienstag schließen müssen. Ab Mittwoch sollen dann Restaurants und Geschäfte ihre Öffnungszeiten einschränken. Ob dazu auch Friseurgeschäfte zählen werden, ist bis dato nicht bekannt, aber es ist davon auszugehen. Sobald dem LIV hier Erkenntnisse vorliegen, werden wir sie kommunizieren. 

Das Robert-Koch-Institut meldet inzwischen einen starken Anstieg der Infektionen mit dem Corona-Virus. Nach Angaben der Virologen gibt es in Deutschland mehr als 4.800 bestätigte Fälle – etwa 1.000 mehr als Samstag. Im Moment gibt es zwölf Todesfälle, vier davon in Bayern.

Ab Montagmorgen um 8 Uhr sollen über die Übergänge zu Frankreich, Österreich, Luxemburg, zur Schweiz und nach Dänemark nur mit besonderem Grund gereist werden, bestätigte Bundesinnenminister Horst Seehofer. Dänemark, Polen, Tschechien, die Slowakei, Österreich – viele europäische Länder haben sich im Kampf gegen das Coronavirus bereits weitgehend abgeschottet. Deutsche Staatsbürger dürften aus den Nachbarländern selbstverständlich einreisen. Berufspendler sollen einen Passierschein vom Land und Arbeitgeber bekommen. Woher dieser Passierschein stammt und wer ihn in welcher Form ausstellt, steht im Moment nicht fest. Für Bayern trifft die Aktion die Grenze nach Tschechien, Österreich und die Schweiz.

 

Ab Montag stellt der LIV weitere Informationen für die Mitgliedsbetriebe zur Verfügung. Hinweise zu den arbeitsrechtlichen Folgen einer Pandemie gibt es bereits im internen Bereich.