Kostenloses Präventionsangebot der BGW

Schönheit und Ästhetik – vor allem im Hinblick auf die Hände – stehen in der Friseurbranche an erster Stelle. Allerdings tragen gerade Friseur-Profis ein hohes Risiko, durch den häufigen Kontakt mit Wasser, Shampoo und Haarpflegeprodukten, Hauterkrankungen zu entwickeln. Um möglichen Beschwerden aktiv entgegenzuwirken, hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ein maßgeschneidertes und kostenloses Präventionsprogramm entwickelt. Dazu gibt es auch einen kostenloses Flyer zum Download.

Für Betroffene bedeutet eine Hauterkrankung oft das Ende der Karriere. Damit mögliche Hautprobleme den Traum vom Friseurberuf nicht gefährden, bietet die BGW mit ihren regionalen Schulungs- und Beratungszentren (schu.ber.z) allen Betroffenen eine kompetente und kostenfreie Anlaufstelle. Die schu.ber.z-Angebote reichen von gesundheitsfördernden Schulungen bis hin zur individuellen Beratung und Lösungssuche.

Hautsprechstunde In der Hausprechstunde leisten Gesundheitsexperten des schu.ber.z praxisnahe Unterstützung und Aufklärung. Jede Sprechstunde besteht aus einer eingehenden Analyse der Haut durch erfahrene Dermatologen, an die sich eine gründliche Auswertung der Ergebnisse anschließt. Je nach Beschwerdegrad werden individuell zugeschnittene Hautschutz- und Hautpflegemaßnahmen erörtert, um den Beschwerden wirksam zu begegnen. Die Hautsprechstunde ist kostenfrei. Auslagen für die Anfahrt werden rückwirkend erstattet.

Seminare der Sekundären Individualprävention (SIP) Die Seminare „Haut-nah-erleben“ und „Stress juckt mich nicht mehr“ richten sich an Friseure, bei denen bereits eine Hauterkrankung besteht. Teilnehmer erfahren in den aufeinander aufbauenden Schulungen, was sie individuell für die Gesundheit ihrer Haut tun können. Im Detail befassen sich die Seminare mit den Auswirkungen von beruflichen Belastungen und Stress auf die Haut und zeigen Möglichkeiten auf, den Teufelskreis zu durchbrechen. Gesundheitsexperten des schu.ber.z analysieren individuelle Probleme sowie Risiken und erarbeiten erste Lösungsansätze. Nach der Seminarteilnahme werden die Teilnehmer für ein halbes Jahr mit allen notwendigen Hautschutzprodukten ausgestattet.

 

Vorbildliche Präventionsarbeit des Friseurhandwerks

Gespräch mit Klaus Rojahn, dem neuen Geschäftsführer der BGW-Bezirkstelle München, mit Landesinnungsmeister Andreas Popp und Geschäftsführerin Doris Ortlieb.

Zum Gespräch mit Klaus Rojahn, dem neuen Geschäftsführer der BGW-Bezirkstelle München, trafen sich Landesinnungsmeister Andreas Popp und Geschäftsführerin Doris Ortlieb. Rojahn lobte die vorbildliche Präventionsarbeit des Friseurhandwerks, die zu einem deutlichen Rückgang berufsbedingter Hauterkrankungen geführt hat. Für die Unternehmer zahlt sich das in sinkenden Beiträgen zur Berufsgenossenschaft aus. Die erfolgreiche Zusammenarbeit von BGW und Friseurhandwerk führt Rojahn nicht zuletzt auf das hohe Engagement der Verbandsvertreter in den Gremien der BGW zurück.

Auch die aktuelle BGW-Kampagne „Lebe Deinen Traum. Mit Glamour, Style und schönen Händen“ kommt bei den bayerischen Friseuren gut an. Die BGW-Kampagne mit ihrem Star Boris Entrup zeigt, wie die Hände von Friseurinnen und Friseuren ganz einfach zu eindrucksvollen Visitenkarten werden. Die Kernbotschaft dabei: Beim Haarewaschen und Färben Handschuhe tragen und den Glamour bewahren!

Die Hauterkrankungen im Friseurhandwerk haben seit Mitte der 1990er Jahre dank erfolgreicher Präventionsarbeit erheblich abgenommen, im Jahr 2007 konnte die BGW deshalb die Beiträge für die Branche deutlich senken.