Umweltpakt Bayern – Friseure sind mit dabei

Die bayerischen Friseure unterstützen grundsätzlich das Fortschreiben des Umweltpakts Bayern. „332 Friseurbetriebe aus Bayern nehmen bisher am Umweltpakt teil“, so der Umweltbotschafter des LIV, Vorstandsmitglied Rudolf Reisbeck. Insgesamt beteiligen sich in Bayern laut Staatskanzlei 5500 Unternehmen aller Branchen.

Seit 1995 vereinbaren Bayerische Staatsregierung und Bayerische Wirtschaft mit einer Laufzeit von jeweils fünf Jahren einen Umweltpakt Bayern. Der gemeinsam mit den Partnern der Wirtschaft erarbeitete neue Umweltpakt trägt den Titel „Nachhaltiges Wachstum mit Umwelt- und Klimaschutz“.

Auch die bayerischen Friseure sind beim neuen Umweltpakt wieder mit dabei. Ziel ist es, mit einer auf das Friseurhandwerk abgestimmten Kriterienliste möglichst viele Salons zu motivieren, freiwillige Umweltschutzleistungen zu erbringen. Außerdem sagt der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks zu, dass innerhalb der Laufzeit des Umweltpakts Bayern 100 Betriebe des Friseurhandwerks an dem Energiekennzahlenprojekt der Handwerkskammern teilnehmen werden.

Zudem unterstützt der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks die Umsetzung eines interaktiven Branchen-Leitfadens durch inhaltliche Abstimmung sowie durch die Anwendung in Beispielbetrieben. Für eine möglichst breite Zielgruppenansprache wird der Landesinnungsverband die wesentlichen Inhalte außerdem in gedruckter Form herausgeben.

 

IHM 2010: Bayerns Friseure übergeben Studie zur reduzierten Mehrwertsteuer an Bundes- und Landespolitiker

München (3. März 2010) – Um ihre Forderung nach einem reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent zu bekräftigen, machen die bayerischen Friseure gewaltig Druck. Während der Eröffnung der Internationalen Handwerksmesse IHM in München übergab der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks eine neue Studie an führende Bundes- und Landespolitiker. Interessierte Empfänger waren Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle, Ministerpräsident Horst Seehofer, SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles, Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Cem Özdemir und der CSU-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag Georg Schmid.

Die Studie der Uni Göttingen sieht in einem reduzierten Mehrwertsteuersatz eine wirksame Maßnahme, um einer drohenden weiteren Verlagerung der Nachfrage in diesem sehr arbeitsintensiven und damit stark schwarzarbeitsgefährdeten Tätigkeitsbereich in die Schattenwirtschaft entgegenzuwirken.

Auf dem Podium der IHM erneuerte Ministerpräsident Horst Seehofer sein Versprechen: „Was wir sagen, machen wir auch. Wir haben in der Koalition vereinbart, dass die gesamte Mehrwertsteuer in ihrer Struktur überprüft wird.“ Seehofer weiter: „Es bleibt bei der Zusage meiner Partei und der bayerischen Staatsregierung, dass wir die arbeitsintensiven Dienstleistungsbereiche geringer besteuern wollen als andere Bereiche.“

„Das Friseurhandwerk ist eine ausbildungs- und beschäftigungsstarke Branche mit hohem Frauenanteil und vorbildlicher Integrationskraft. Andererseits kämpft sie mit einem hohen Anteil an umsatzsteuerbefreiten Kleinstbetrieben und Schwarzarbeit“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp. „Wir wollen die Stärken des Friseurhandwerks ausbauen und die Probleme anpacken. Daher fordern wir von der Bundesregierung, den reduzierten Mehrwertsteuersatz für Friseurdienstleistungen schnellstmöglich einzuführen.“

Die Studie „Ermäßigter Mehrwertsteuersatz auf arbeitsintensive Dienstleistungen – Auswirkungen auf das Handwerk“, wurde vom Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen herausgegeben.

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle erhält die Studie über einen reduzierten Mehrsteuersatz für Friseure von Doris Ortlieb, Geschäftsführerin des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerk