Friseurstammtisch Fürstenfeldbruck und Dachau

Der Friseurstammtisch der Friseurinnungen Fürstenfeldbruck und Dachau.

Der Friseurstammtisch der Friseurinnungen Fürstenfeldbruck und Dachau.

Bei sommerlichen Temperaturen trafen sich die Friseurinnungen Fürstenfeldbruck und Dachau zu einem Friseurstammtisch im Biergarten. Im Mittelpunkt stand bei einem kühlen Bier der örtlichen Brauerei Maisach der gegenseitige Informationsaustausch. Der Brucker Obermeister Josef Wieser (hinten links) und der Dachauer Obermeister Rainer Horn (vorne links) haben mit ihren Innungen immer wieder gemeinsame Aktionen über die Landkreisgrenzen hinweg.

Tariflohn oder gesetzlicher Mindestlohn?

Friseurmeister Josef Wieser, zugleich Vorstandsmitglied des Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks und Vorsitzender des Ausschusses Wirtschaft und Sozialen, stellte sich vor kurzem den Medien. In dieser SAT 1-Reportage vom 8. Mai 2010 nimmt er Stellung zur Debatte Tariflohn oder gesetzlicher Mindestlohn für bayerische Friseure.

Bilder von der Frühjahrs-Mitgliederversammlung in Fürth

In Fürth tagt am Sonntag und Montag, 25. und 26. April, die Frühjahrsmitgliederversammlung des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks. Am Sonntag standen vor allem die Rechenschaftsberichte des Vorstands auf der Tagesordnung. Gesprochen haben unter anderem Landesinnungsmeister Andreas Popp, stv. Landesinnungsmeister Christian Kaiser, Rudolf Reisbeck, Josef Wieser und Tanja Arnold-Petter. Wir haben hier ein paar Impressionen vom ersten Tag. Abends ging es mit einem kleinen Festabend weiter.

Wirtschaftsstaatssekretärin Hessel unterstützt bayerische Friseure

Informationen aus erster Hand erhielt Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel (Mitte) von Friseurmeister Josef Wieser und Geschäftsführerin Doris Ortlieb

„Das Friseurhandwerk hat vom Aufschwung wenig profitiert, dafür wurde es auch vom Abschwung nicht so hart getroffen. Eines der größten Probleme der Branche liegt in der kontinuierlichen Zunahme der Kleinstbetriebe“, so das Fazit eines Gesprächs der bayerischen Friseure mit der bayerischen Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel.

Josef Wieser, Vorsitzender des Ausschusses Wirtschaft und Soziales im Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks, und LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb erläuterten der Wirtschaftsstaatssekretärin, wo die bayerischen Friseure der Schuh drückt. Dabei überreichte Friseurmeister Wieser Staatssekretärin Hessel die Studie der Uni Göttingen zu den Auswirkungen der reduzierten Mehrwertsteuer auf arbeitsintensive Dienstleistungen im Friseurhandwerk. Hessel  sagte zu, sich für eine Strukturreform der Umsatzsteuer einzusetzen.

LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb skizzierte die Spaltung der Branche: „Einerseits gibt es Betriebe mit Beschäftigten und Lehrlingen, die vielfältigen Vorschriften und Kontrollen unterworfen sind. Andererseits agiert eine wachsende Zahl selbständiger Friseure unterhalb der Umsatzsteuerfreigrenze oder im Reisegewerbe nahezu unkontrolliert.“ Als Konsequenz forderte sie, die Regelung zum Reisegewerbe für das Friseurhandwerk abzuschaffen.

Friseure fordern strengere Kontrollen

München (4. Dezember 2007) – Mehr und strengere Kontrollen auffälliger Friseursalons forderte anlässlich einer Pressekonferenz in München Andreas Popp, Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks. „Mit unserem neuen Lohntarifvertrag, für den wir wieder die Allgemeinverbindlichkeit beantragen werden, haben wir die Grundlage für Kontrollen geschaffen. Nun müssen die Finanzkontrolle Schwarzarbeit, der Prüfdienst der Deutschen Rentenversicherung und die Berufsgenossenschaft die Einhaltung der Tariflöhne kontrollieren“, stellte Popp fest.

Ins Visier genommen werden sollten dabei vor allem die Billigsalons. „Bei Preisen von fünf oder sieben Euro für einen Haarschnitt, kann kaum Tariflohn bezahlt werden“, führte Josef Wieser, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landesinnungsverband aus. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht müsse eine Friseurin für einen Tariflohn von 7,66 Euro vier bis fünf dieser Billighaarschnitte pro Stunde erstellen und dürfe keinerlei Leerlauf haben und dies an acht Stunden jeden Tag. „Das ist nicht zu schaffen“, so Wieser weiter. Jeglicher Mindestlohn, ob tariflich oder gesetzlich, ist Makulatur, wenn das Unterschreiten ohne Konsequenz bleibt.

Nur umsatzsteuerpflichtige Betriebe bieten Ausbildung und Beschäftigung

Josef Wieser (rechts), Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks, im Gespräch mit dem bayerischen Wirtschaftsminister Erwin Huber.

München (20. September 2007) „Herr Minister, hier läuft was falsch!“ Auf die enorme Wettbewerbsverzerrung durch die rund 40 Prozent umsatzsteuerfreien Betriebe in der Beautybranche machte kürzlich beim Tag des bayerischen Handwerks Friseurmeister Josef Wieser aufmerksam. Auf Einladung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums und des Handwerkstages präsentierte Wieser sein in der Praxis erprobtes Erfolgskonzept, mit dem er qualifizierte Mitarbeiter für sein Unternehmen findet und dauerhaft bindet.

In seinem Vortrag ging er auch auf die Konkurrenzsituation durch die zunehmende Zahl von Ein-Mann(Frau)-Betrieben im Friseur- und Kosmetikgewerbe ein. „Diese Betriebe bleiben meist bewusst unter einem Jahresumsatz von 17.500 Euro und werden damit nicht umsatzsteuerpflichtig“, stellte Wieser fest. „Damit haben sie aber gegenüber Betrieben mit Lehrlingen und Beschäftigten, die aufgrund ihrer Größe umsatzsteuerpflichtig sind, einen deutlichen Wettbewerbsvorteil.“ Er bat den bayerischen Wirtschaftsminister Erwin Huber um Unterstützung beim Erhalt der mittelständischen Unternehmensstrukturen im Friseurhandwerk, um so Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu sichern. Der Minister signalisierte noch während der Veranstaltung Gesprächsbereitschaft.

Josef Wieser ist Obermeister der Friseurinnung Fürstenfeldbruck und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks. Wieser machte sich 1989 in Mammendorf mit einem Friseursalon selbständig und beschäftigte damals eine Mitarbeiterin. Heute führt der 47jährige vier Salons mit insgesamt 38 Mitarbeitern, davon neun Lehrlinge. 22 der aktuell bei ihm beschäftigten Friseure haben auch in seinen Salons ihre Lehre gemacht. Drei seiner Salons betreibt er im Rahmen eines Teilhaberkonzepts gemeinsam mit Friseurmeisterinnen, die zuvor in seinem Salon angestellt waren.