Arbeitsministerin Kerstin Schreyer verleiht Preise für Berufsorientierung

Die Friseurobermeister Dieter Eser und Günter Hartl freuen sich über die Auszeichnung der Maßnahmen zur Berufsorientierung ihrer Kreishandwerkerschaften.

Innovative Wege der Nachwuchswerbung an den Beispielen der Kreishandwerkerschaften Aschaffenburg und Straubing zeichnete die bayerische Arbeitsministerin Kerstin Schreyer bei der Berufsbildungsmesse in Nürnberg aus. Die Auszeichnungen nahmen die beiden Friseurmeister Dieter Eser und Günter Hartl für ihre Kreishandwerkerschaften entgegen. Jeder Preisträger bekam einen Geldpreis von 4.000 Euro und ein Kunstobjekt.

Die Kreishandwerkerschaft Aschaffenburg erhielt den Preis für ihre „Jobmeile des Handwerks“. Bei der Jobmeile können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis zu 90 verschiedene Handwerksberufe live erleben und erproben. Das jährliche Angebot richtet sich an alle Schularten und auch an Berufsintegrationsklassen. Die Jobmeile des Handwerks ist seit nunmehr sechs Jahren etabliert zur Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern am bayerischen Untermain. „Unsere Jobmeile bedeutet Handwerk hautnah“, so Dieter Eser. „Bei jedem Handwerksberuf sind unterschiedliche Talente gefragt.“ Über die Innungen werden Kontakte mit potenziellen Ausbildungsbetrieben vermittelt. Diese ausgezeichnete Form der Berufsorientierung stellt Ausbildungsberufe vor und zeigt, welche Voraussetzungen erforderlich sind, wie sich der Beruf darstellt und welche Entwicklungen möglich sind.

Die Kreishandwerkerschaft Straubing wurde für ihre „Nachwuchshandwerkertage“ ausgezeichnet. Die Tage richten sich speziell an Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen der Mittelschulen sowie der Sonderpädagogischen Schulen. Zudem wurde ein „Lehrerinfotag“ für Lehrer und Eltern flankierend angeboten.

Die bayerische Arbeitsministerin Kerstin Schreyer stellte die Preisträger als gelungene regionale Initiativen zur Berufsorientierung heraus: „Damit sich die Jugendlichen ein Bild von ihrem angestrebten Beruf machen können, sind nicht nur theoretische Informationen notwendig, sondern auch praktische. Das weckt Interesse und erleichtert die Entscheidung.“

Friseure sind Publikumsmagnet auf Berufsbildungsmesse 2018

Auf große Resonanz stößt der Stand der bayerischen Friseure auf der Berufsbildungsmesse 2018 in Nürnberg. „Unser Stand ist ein wahrer Publikumsmagnet”, so Christian Hertlein, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses im Landesinnungsverband. „Bei uns Friseuren ist immer Action geboten.“

Die Berufsbildungsmesse in Nürnberg ist die größte Ausbildungsmesse dieser Art in Deutschland. Der LIV ist mit einem 75 Quadratmeter großen Stand in der Handwerkshalle vertreten. Friseurinnen und Friseure informieren über das Berufsbild und Azubis zeigen Salonpraxis im Umgang mit dem Lockenstab, Glätteisen sowie beim Flechten und Hochstecken. Der Friseurberuf stößt auf große Resonanz. Die Messe dauert noch bis 13. Dezember.

Aber nicht nur Schülerinnen und Schüler kommen an den Stand des Landesinnungsverbandes um sich zu informieren. Am Eröffnungstag stattete auch die große Politik den Friseuren einen Besuch ab. Es waren unter anderem zu Gast Ministerpräsident Markus Söder, Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer, Kultusstaatssekretärin Anna Stolz und der Handwerkskammerpräsident für Mittelfranken Thomas Pirner, der selbst Friseurmeister ist. LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb legte den Politikerinnen und Politikern die Forderungen des Friseurhandwerks dar. „Wir haben über die Wettbewerbsverzerrung durch die Umsatzsteuerfreigrenze, den Nachwuchsmangel in der Branche, die reduzierte Zahl an Berufsschulstandorten und die Verzögerung bei der Erklärung der Allgemeinverbindlichkeit des Entgelt-Tarifvertrages gesprochen“, so Doris Ortlieb.

LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb im Gespräch mit Ministerpräsident Markus Söder und Kammerpräsident Thomas Pirner.

Sonja Fischer, stellvertretende Creativdirektorin des Landesinnungsverbandes und Friseurweltmeisterin im Team, zeigte auf der zentralen Bühne des Handwerks die aktuellen Frisurentrends und informierte über die vielfältigen Karrieremöglichkeiten im Friseurhandwerk.

Sonja Fischer berichtet auf der Bühne über ihren Weg zur Friseurweltmeisterin.