HAARE 2018: Der Friseur ist für den Menschen da!

Anlässlich der Pressekonferenz zur HAARE 2018 erklärte Landesinnungsmeister Christian Kaiser gegenüber der Presse:

Mit den hairGAMES, den Bayerischen und Deutschen Meisterschaften der Friseure, erleben wir am Sonntag und Montag handwerkliches Können auf höchstem Niveau. Bei den Meisterschaften treffen wir gleichermaßen auf national und international erfahrene Wettkampffriseure wie auch auf absolute Newcomer, die gerade erst ihre Friseurausbildung begonnen haben und sich gleich schon mit Kollegen messen wollen. Das Adrenalin und die Spannung bei den Wettbewerben werden die Zuschauer in diesem Jahr noch stärker spüren. Denn durch die Neugestaltung des Wettbewerbsareals sind die Besucher näher am Geschehen und können ihren Favoriten beim Arbeiten direkt auf die Finger schauen.

Wir freuen uns über das große Interesse der Auszubildenden an den Wettbewerben. Hier hat sich vor allem das hohe Engagement einiger junger Obermeisterinnen und Obermeister ausgezahlt, die in ihren Innungen und den Berufsschulen für die Teilnahme geworben haben. Besonders beliebt bei den Auszubildenden sind die Wettbewerbe Fantasy Make-up, Up-do und Wiesn Style. Die Kreativität unserer Nachwuchstalente steht beim Ideenwettbewerb der Berufsschulen im Zentrum. Das Motto lautet in diesem Jahr „Comics“ und ist von einer Schülergruppe an einem Trainingskopf umzusetzen. Ich bin gespannt, ob wir Batman, Marge Simpson oder Manga-Stars in Nürnberg antreffen werden.

Außer den Azubiwettbewerben erleben wir am Montag auch einen Wettstreit der Bundesländer. Im Leistungswettbewerb „PLW – Profis leisten was“ treten die besten Gesellenprüflinge gegeneinander an. Jedes Bundesland darf einen Teilnehmer ins Rennen schicken. Für Bayern wird Sophia Schraufstetter aus Straßkirchen bei Straubing um einen Platz auf dem Siegerpodest kämpfen. Sie hat sich beim bayerischen Vorentscheid gegen 17 Konkurrentinnen durchgesetzt. Wir drücken ihr am Montag die Daumen.

Das Interesse an den Meisterschaften zeigt, dass wir ehrgeizige und leistungsbereite Menschen für unseren wunderschönen Beruf begeistern können. Seit drei Jahren steigt die Zahl der Auszubildenden erfreulicherweise wieder an. In einer Zeit, in der viele Berufe von der Digitalisierung und ihren Auswirkungen geprägt sind, wächst die Bedeutung des Friseurhandwerks als personenbezogener Dienstleistung. Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt, das macht den Beruf gerade in der heutigen Zeit wieder attraktiv. Der Friseur ist für den Menschen da!

Die HAARE in Nürnberg steht in der Branche auch für Unterhaltung, das Zusammentreffen mit Kolleginnen und Kollegen und den Erfahrungsaustausch. Sie überzeugt durch das hohe fachliche Niveau und die vielfältigen Möglichkeiten, sich weiterzubilden. Das Fachprogramm verspricht Information, Innovation und Inspiration. Das gilt gleichermaßen für die Shows und Workshops, bei denen es um Haarschnitte, Farben und Stylings geht, wie auch für die hochkarätigen Vorträge im Kongress, die sich vor allem um betriebswirtschaftliche Themen und die Ausbildung drehen. Die rund 60 unterschiedlichen Programmpunkten auf den Bühnen bieten Weiterbildung pur. Bei diesem reichhaltigen Programm kann sich jeder das für ihn passende heraussuchen.

Die Workshops werden von den Ausstellern und Friseurfachschulen gestaltet. Sie zeigen den Umgang mit neuen Werkzeugen und Produkten und führen Farb-, Schnitt- und Stylingtechniken vor, mit denen Friseure ihre Dienstleistung erweitern und verbessern können. Raffinierte Stylings für die Damen präsentiert BaByliss Pro in seiner Show und Gregor Drapalla glänzt mit seinen festlichen Hochsteckinspirationen. Die Munich Hair Academy stellt bei ihrem Auftritt die Trendlooks 2018 vor. Die Show von Wella-Topakteur Holger Maas richtet den Fokus auf die Dienstleistungen im Herrensalon. Und auch bei den Barber Angels dreht sich alles um die männlichen Kunden. Für diejenigen, denen der Name Barber Angels nichts sagt: Die Barber Angels sind Friseurinnen und Friseure, die als Mitglieder des karitativ tätigen Vereins Barber Angels Brotherhood e. V. in ganz Deutschland Obdachlosen und Bedürftigen ihre Friseurdienstleistungen kostenlos zur Verfügung stellen.

Doch wer als Friseur im Markt erfolgreich sein will, der darf sich nicht auf die handwerkliche Perfektion beschränken. Vielmehr muss er sich auch mit Marketing, Kalkulation, Mitarbeiterführung, Personalgewinnung und vielem mehr beschäftigen. Hier setzt der Kongress der HAARE mit seinem breiten Themenspektrum an. Die renommierten, auf das Friseurhandwerk spezialisierten Berater Schaefer Consulting aus Oberdachstetten, Peter Zöllner Unternehmensberatung aus Leutershausen und Ritter Consulting aus Berlin liefern mit ihren Vorträgen geballte Informationen zur Betriebsführung. Tipps zur Ausbildung geben beispielsweise der Oberasbacher Friseurmeister Christian Hertlein und Axel Meininghaus, Leiter der Friseurakademie Meininghaus in Forchheim.

Viele unserer Akteure und Referenten sind in Bayern – oder sogar Franken – beheimatet. Das ist kein Zufall, denn Bayern spielt im deutschen Friseurmarkt eine große Rolle. Am kommenden Wochenende sind wir daher gerne Gastgeber für die Deutsche Meisterschaft, den Bundesentscheid im Leistungswettbewerb und natürlich alle Besucher aus dem ganzen Bundesgebiet. Die HAARE 2018 ist die bedeutendste Friseurveranstaltung im Herbst. Zwei fantastische Tage warten auf uns. Überzeugen Sie sich am Sonntag und Montag selbst von der Qualität der HAARE 2018 und der Leistungsfähigkeit des Friseurhandwerks.

Landesinnungsmeister Christian Kaiser im Amt bestätigt, drei neue Mitglieder im Landesvorstand

Der neu gewählte Vorstand des LIV Bayern (v.l.n.r.): Landesinnungsmeister Christian Kaiser, Petra Zander, Bernhard Dräxler, Evelyn de Marco-Maier, Dieter Schöllhorn, Tanja Arnold-Petter, Christian Hertlein, stv. Landesinnungsmeister Rudolf Reisbeck. Auf dem Foto fehlen Dieter Eser und Michael Hunger.

Einstimmig wurde der bayerische Landesinnungsmeister Christian Kaiser aus München für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. „Ich freue mich über die überwältigende Zustimmung zu meiner Arbeit und die Wiederwahl als Landesinnungsmeister. Es ist mir Freude und Pflicht, mich weiterhin für das Wohl des bayerischen Friseurhandwerks einzusetzen“, erklärt Christian Kaiser nach der Wahl des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks in Kelheim. Kaiser ist Obermeister der Münchner Innung und seit 2014 auch Landesinnungsmeister in Bayern.

Neu gewählt wurden auch der Landesvorstand. Friseurmeister Rudolf Reisbeck aus Straubing wurde wieder zum stellvertretenden Landesinnungsmeister gewählt und vertritt zugleich den Regierungsbezirk Niederbayern. Neu im Vorstand sind Evelyn de Marco-Maier aus der Innung Traunstein/Berchtesgadener Land für Oberbayern, Bernhard Dräxler aus Schwandorf für die Oberpfalz und Michael Hunger als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses. Die Bezirksvertreter Tanja Arnold-Petter (Oberfranken), Petra Zander (Schwaben), Christian Hertlein (Mittelfranken) und Dieter Eser (Unterfranken) sowie Creativdirektor Dieter Schöllhorn wurden von den Delegierten der Mitgliedsinnungen in ihren Ämtern bestätigt.

Landesinnungsverband kooperiert mit Friseurklassifizierung

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Heidrun Barbie, GF Friseurklassifizierung, übergibt Landesinnungsmeister Christian Kaiser symbolisch das Sterneschild.

Ihre Kooperation bekräftigt haben jüngst der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks und die Friseurklassifizierung Deutschland. Den rund 3800 Mitgliedsbetrieben der im bayerischen Verband organisierten Innungen sichert dies einen preislichen Vorteil, wenn sie ihre Salons klassifizieren lassen. „Mit der Sterneklassifizierung können sich Salons von Mitbewerbern abheben. Für Kunden und Fachkräfte liefert die Klassifizierung eine erste Orientierung. Gerne stellen wir unseren Mitgliedern das Konzept der Klassifizierung vor und sichern ihnen durch die Kooperation einen finanziellen Vorteil“, stellt Landesinnungsmeister Christian Kaiser die Eckpunkte der Zusammenarbeit heraus.

Bereits nach den ersten Monaten 2016 kann Heidrun Barbie, Geschäftsführerin der Friseurklassifizierung Deutschland, eine erste überaus positive Zwischenbilanz ziehen. „Die Friseurklassifizierung wird von den Friseuren nahezu durchgängig positiv aufgenommen. In kürzester Zeit haben über 120 Salons nach den Sternen gegriffen – und sind nun klassifiziert. Immer mehr Salons nutzen inzwischen die Möglichkeit, sich positiv von Mitbewerbern abzugrenzen.“

Das Thema der Klassifizierung und das Bedürfnis, das Image und den Stellenwert des Friseurs zu verbessern, stehen schon lange „in den Sternen“ von Heidrun Barbie. Mit ihrem neuen Projekt, der Friseurklassifizierung Deutschland, ist es nun endlich möglich: mit der Klassifizierung kann sich der Friseur nach außen dem Kunden und nach innen den Mitarbeitern gegenüber besser und leistungsgerechter positionieren. Wie heißt es doch so schön: „Tu‘ Gutes und sprich darüber!“ – und genau das passiert nun und zwar auf neutrale, firmenunabhängige Weise.

Über 1200 Auszubildende in der Prüfung

Friseur Gesellenprüfung Teil 1

Über 1200 Auszubildende sind heute in Bayern zum ersten Teil der Gesellenprüfung im Friseurhandwerk angetreten. Nach rund 18 Monaten Ausbildung stellen sie im Prüfungsbereich „Klassische Friseurarbeit“ ihr Wissen und Können unter Beweis. Der Prüfungstag umfasst eine einstündige schriftliche Prüfung und zwei praktische Arbeiten. In der schriftlichen Prüfung werden zum Beispiel Fragen zum Grundwissen über Haut und Haar, über Inhaltsstoffe von Haarkosmetika und deren Wirkung, zum Arbeitsschutz, über Haarschneidetechniken, zum Gestalten von Frisuren und zur dauerhaften Umformung gestellt. Im praktischen Teil erarbeiten die Prüflinge einen klassischer Herrenhaarschnitt mit Föhnfrisur, am Damenmodell muss eine dauerhafte Umformung, ein Haarschnitt und eine Einlegefrisur gezeigt werden.

Derzeit gibt es knapp 3800 Auszubildende im bayerischen Friseurhandwerk. Die Ausbildungsvergütung beträgt im ersten Jahr 450, im zweiten 555 und im dritten 700 Euro. „Aber die Ausbildungsvergütung alleine ist nicht das Maß aller Dinge“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Das Friseurhandwerk hat mehr zu  bieten.“ Anders als in vielen anderen Ausbildungsberufen bekommen Auszubildende im Friseurhandwerk für ihre Assistenztätigkeit im Salon Trinkgelder von den Kunden. „Wir haben durch das Trinkgeld in unserem Beruf eine hohe Anerkennung der handwerklichen Leistung und der Servicequalität durch unsere Kunden“, so Kaiser weiter.

Bei einer Vielzahl von Umfragen über die Zufriedenheit in ihrem Beruf schneiden die Friseure gut ab. „Die Umfragen zeigen: Friseure sind glücklich in ihrem Beruf. Die Wahl des Berufs war für sie richtig. Von welchem Beruf kann man dies noch behaupten?“ fragt Kaiser. „Wir Friseure haben Erfolgserlebnisse im Stundentakt durch unseren Umgang mit Menschen. Wir leben einen Beruf, bei dem wir uns selbst verwirklichen können.“