Arbeitgeber und Lehrer intensivieren Zusammenarbeit

Die Vorstände von Lehrer- und Landesinnungsverband v.l.n.r.: Tanja Kurtz, Christian Kaiser, Tanja Arnold-Petter, Tilo Hartig, Evelyn de Marco-Maier, Ariane Thurau, Ulrike Königer-Höfling, Madeleine Momberg, Christian Hertlein, Dieter Schöllhorn, Tobias Bickel, Bernhard Dräxler, Rudolf Reisbeck

Zu einer gemeinsamen Sitzung trafen sich die Vorstände des Lehrerverbandes im Berufsfeld Körperpflege LiBK – Landesverband Bayern und des Landesinnungsverbandes (LIV) des bayerischen Friseurhandwerks Ende Juni. „In der dualen Ausbildung sollen die Partner Betrieb und Berufsschule vertrauensvoll zusammenarbeiten. Diesen Gedanken pflegen wir auch auf Landesebene“, formuliert Landesinnungsmeister Christian Kaiser das Ziel des Treffens.

Auf der Tagesordnung standen praxisrelevante Themen wie die Aufwandsentschädigungen für Mitglieder der Prüfungsausschüsse oder der Einsatz von Wörterbüchern in der Gesellenprüfung. Beraten wurden aber auch aktuelle bildungspolitische Fragen wie die Umsetzung der Kompetenzrasterausbildung an Berufsschulen und die Forderung nach einer bundeseinheitlichen Gestaltung der Berufsschulpflicht. Breiten Raum nahm vor allem die Diskussion über die Sicherung der Ausbildungsqualität im dualen System ein. Der Vorstand des LIV beabsichtigt für Meister, die erstmals ausbilden wollen oder nach neuen Impulsen für die Ausbildung suchen, eigene Qualifizierungsmaßnahmen zu entwickeln.

LIV künftig via WhatsApp, Threema, Telegram und Signal erreichbar

messenger

LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb: Der LIV ist nun auch per Messenger erreichbar.

Der Landesinnungsverband ist ab sofort auf zahlreichen Social-Media-Kanälen für Anfragen erreichbar. Nach Twitter und Facebook hat sich der LIV entschlossen, für seine Mitglieder auch via Messenger erreichbar zu sein. Ab sofort kann mit dem LIV via WhatsApp, Threema, Telegram, Google Allo und Signal gechattet werden. Die Nummer ist +49 15 77 3791 056 „Wir haben uns entschlossen, unseren Mitgliedern diesen Service anzubieten“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. Friseure nutzen gerne neue Formen der Kommunikation und da muss der Landesinnungsverband als Interessensvertreter der selbstständigen Friseure dabei sein.

Datenschutz wird gewährleistet

„Uns war es enorm wichtig, das Thema Datenschutz in unserer Kommunikation mit den Mitgliedern zu berücksichtigen“, so Kaiser weiter. Aus diesem Grund arbeitet der LIV mit einem Smartphone, das keinerlei Kontaktdaten enthält. „Es muss klar sein, wer WhatsApp nutzt, der gibt seine Adressbücher an den Facebook-Konzern weiter. Das ist nach deutschem Datenschutz bedenklich“, erklärt Kaiser. „Daher haben wir uns entschlossen, keine Kontakte auf dem Smartphone des Verbandes zu speichern und können so auch keine Daten weitergeben.“ Klare Empfehlung an die Mitglieder: „Verwenden Sie bei Ihrer Kommunikation bevorzugt sichere Messenger wie Threema oder Signal.“

Klare Spielregeln

Der alte Spruch: Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit! trifft auf den Landesinnungsverband nicht zu. „Schon jetzt erreichen uns Mitglieder über unsere Facebook-Seite und Twitter auch auf neuen digitalen Kanälen. Nun gehen wir einen Schritt weiter und bieten den neuen Service über populäre Messenger an“, erklärt Christian Kaiser. Aber es gelten klare Spielregeln. „Wer Werbung schickt oder Spam, der wird blockiert.“ Messenger seien kein Spielzeug, sondern ein effektives Mittel der Verbandskommunikation. Und Fairness muss sein: „Wir können nur Anfragen von Innungsmitgliedern beantworten. Das heißt Name und Innungszugehörigkeit sollte in die Anfrage hinein, sonst werden wir die Anfrage nicht beantworten. Zudem ist auch klar: Wir sind nicht rund um die Uhr verfügbar, sondern nur zu den üblichen Bürozeiten. Wir beobachten den Markt intensiv und haben uns entschlossen mit den Diensten WhatsApp, Threema, Telegram, Google Allo und Signal zu starten. Wenn der Bedarf nach weiteren Kanälen besteht, werden wir dies prüfen“, so Kaiser weiter.

Social Media für Friseure

Der LIV vermittelt für seine Innungen Social Media-Schulungen. Zahlreiche Innungen haben bereits davon Gebrauch gemacht, um Veranstaltungen für Ihre Mitglieder durchzuführen. Der LIV hatte 2011 auch ein Buch zum Thema „Social Media für Friseure“ auf den Markt gebracht, um Betriebe zu schulen. Für 2017 wird über eine aktualisierte Neuauflage nachgedacht.

HAARE 2010: Highlight Styling Lounge

Ein Highlight der HAARE 2010 am 10. und 11. Oktober 2010 wird die Styling Lounge sein. Auf der Friseurmesse in Nürnberg wird ein Salon errichtet, der Friseuren den Ablauf eines modernen Salonbetriebs zeigt. Werner Schmitt von TRINITY haircare Deutschland GmbH erklärt in diesem Video Doris Ortlieb vom Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks das Konzept der Styling Lounge auf der HAARE 2010 in Nürnberg, der bayerischen Meisterschaft der Friseure. Dabei werden unter anderem folgende Fragen beantwortet: Was ist die Styling Lounge? Welche Firmen beteiligen sich an der Styling Lounge auf der HAARE? Wie war die Resonanz 2009 und warum soll ein Friseur überhaupt einen Friseursalon besuchen? Das Video von redaktion42 gibt es in voller HD-Auflösung.

HAARE 2010: Als Friseur kann man auch was Besonderes erreichen

„Der Titel bayerischer Meister hat mir im Geschäft sehr viel Sicherheit gebracht“, erzählt Helmut Eisele über seine Erfolge auf der bayerischen Meisterschaft der Friseure. Damit ist klar: „Als Friseur kann man auch was Besonderes erreichen.“

Der siebenfache bayerische Meister im Damenfach aus Regensburg wirbt in einem Videointerview des Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks für die Teilnahme an Friseurwettbewerben. „Bei den Wettbewerben lernt man Fingerfertigkeit und ein Gespür für Gesichts- und Kopfformen. Das lässt sich durch nichts ersetzen“, sagt Eisele. Dies zeige sich auch auf der bayerischen Meisterschaft der Friseure, die am 10. und 11. Oktober zum 20. Mal in Nürnberg stattfindet. „Die HAARE 2010 ist in Bayern die größte Veranstaltung für Friseure“, so Eisele.

In dem Interview spricht Helmut Eisele über seine Beweggründe den Friseurberuf zu ergreifen: „Ich wollte in die Fußstapfen meines Vaters treten, der auch bayerischer Meister war. Auf der Bühne zu stehen, das war mein Bestreben“, gibt Eisele zu. Seine Familie übt bereits in fünfter Generation den Friseurberuf aus.

HAARE 2009: Beauty-Event liegt mit 14100 Besucher voll im Trend

Nürnberg (19. Oktober 2009) – Die HAARE ist das große Herbstereignis für alle Friseurinnen und Friseure, für Make-up-Künstler und Nail-Designer. 2009 präsentierte sich die Messe mit Bayerischer Meisterschaft mit noch mehr Ausstellern, größerer Fläche, einer neuen Live-Styling-Lounge, einer neuen Aktions-Bühne – und mehr Besuchern. Über 14.100 Fachbesucher strömten an den beiden Messe- und Meisterschaftstagen ins Nürnberger Messezentrum – ein Zuwachs von über 12 Prozent gegenüber der vergleichbaren Vorveranstaltung 2007.

Wenn sich viele tausend Friseurinnen und Friseure an zwei Tagen treffen, dann muss einiges geboten sein. Sonst würde die in Sachen Mode, Trends und Styling anspruchsvolle Branche erst gar nicht kommen. Sie kommt. Und ist begeistert. „Die HAARE war wieder einmal Maßstab für das, was Friseurinnen und Friseure auf einer Messe und einer Landesmeisterschaft sehen und erleben wollen“, sagt Landesinnungsmeister Andreas Popp. Er betont vor allem die hohe Fachlichkeit der Besucher sowie das hervorragende Know-how der Akteure auf den Bühnen und der Meisterschaftsteilnehmer. „Hier herrschte großes Können und bis zum Schluss volle Konzentration. Die Bayerischen Meisterschaften sind nicht umsonst die größten deutschen Landesmeisterschaften der Friseure“, betont Popp.

„Der einzigartige Mix aus Shows, Wettbewerben, Aktionsforen, Ausstellung und Berufsinformationen ist wieder einmal hervorragend angekommen bei den Besuchern“, berichtet auch HAARE-Projektleiterin Daniela Büttner. Besonders hervor hebt sie den Erfolg der neuen Live-Styling-Lounge, ein beispielhaft eingerichteter, mitten im Messegeschehen platzierter Salon. Büttner: „Inspiration für den eigenen Betrieb, das ist es, was die HAARE meisterhaft bietet.“

Nur umsatzsteuerpflichtige Betriebe bieten Ausbildung und Beschäftigung

Josef Wieser (rechts), Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks, im Gespräch mit dem bayerischen Wirtschaftsminister Erwin Huber.

München (20. September 2007) „Herr Minister, hier läuft was falsch!“ Auf die enorme Wettbewerbsverzerrung durch die rund 40 Prozent umsatzsteuerfreien Betriebe in der Beautybranche machte kürzlich beim Tag des bayerischen Handwerks Friseurmeister Josef Wieser aufmerksam. Auf Einladung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums und des Handwerkstages präsentierte Wieser sein in der Praxis erprobtes Erfolgskonzept, mit dem er qualifizierte Mitarbeiter für sein Unternehmen findet und dauerhaft bindet.

In seinem Vortrag ging er auch auf die Konkurrenzsituation durch die zunehmende Zahl von Ein-Mann(Frau)-Betrieben im Friseur- und Kosmetikgewerbe ein. „Diese Betriebe bleiben meist bewusst unter einem Jahresumsatz von 17.500 Euro und werden damit nicht umsatzsteuerpflichtig“, stellte Wieser fest. „Damit haben sie aber gegenüber Betrieben mit Lehrlingen und Beschäftigten, die aufgrund ihrer Größe umsatzsteuerpflichtig sind, einen deutlichen Wettbewerbsvorteil.“ Er bat den bayerischen Wirtschaftsminister Erwin Huber um Unterstützung beim Erhalt der mittelständischen Unternehmensstrukturen im Friseurhandwerk, um so Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu sichern. Der Minister signalisierte noch während der Veranstaltung Gesprächsbereitschaft.

Josef Wieser ist Obermeister der Friseurinnung Fürstenfeldbruck und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks. Wieser machte sich 1989 in Mammendorf mit einem Friseursalon selbständig und beschäftigte damals eine Mitarbeiterin. Heute führt der 47jährige vier Salons mit insgesamt 38 Mitarbeitern, davon neun Lehrlinge. 22 der aktuell bei ihm beschäftigten Friseure haben auch in seinen Salons ihre Lehre gemacht. Drei seiner Salons betreibt er im Rahmen eines Teilhaberkonzepts gemeinsam mit Friseurmeisterinnen, die zuvor in seinem Salon angestellt waren.