Zur Teilnahme an Friseurwallfahrt beim Kirchentag geworben

LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb wirbt mit einem Flyer für die Friseurwallfahrt nach Andechs am 28. Juni.

LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb wirbt mit einem Flyer für die Friseurwallfahrt nach Andechs am 28. Juni.

Den Handwerkergottesdienst im Rahmen des 2. Ökumenischen Kirchentags nutzte der Landesinnungsverband, um auf die traditionelle Friseurwallfahrt nach Andechs aufmerksam zu machen. Ausdrücklich sind dieses Jahr auch andere Gewerke eingeladen, sich der Wallfahrt auf den heiligen Berg anzuschließen. Dieses Jahr findet die Friseurwallfahrt am Montag, 28. Juni, statt. Eingeladen sind alle interessierten Handwerker. „Ich würde mich freuen, wenn sich dieses Jahr weitere Gewerke beteiligen würden“, so LIV-Geschäftsführerin, die die Einladung zur Friseurwallfahrt 2010 auch an den Vorsitzenden des bayerischen Handwerkstages Heinrich Traublinger überreichte.

Die Wanderung von Herrsching nach Andechs durch das Kiental dauert ca. eine Stunde (4 km). Bei dem Weg durch das Kiental handelt es sich um einen der bekanntesten und auch schönsten Wanderwege der Gegend. Start ist um 10 Uhr am Bahnhof Herrsching. Um 11.30 Uhr findet in der Klosterkirche Andechs der feierliche Gottesdienst statt. Anschließend treffen sich die Wallfahrer zum gemütlichen Beisammensein im Andechser Biergarten bei Brotzeit, Bier und Blasmusik.

Innungen, die über eine Innungsfahne verfügen, bittet der LIV, diese zum Gottesdienst mitzubringen. Der LIV bittet um kurze Anmeldung per Mail unter info@friseurebayern.de oder Telefon, um entsprechende Plätze im Biergarten reservieren zu können.

BHT-Vorsitzender Heinrich Traublinger nimmt die Einladung zur Friseurwallfahrt entgegen.

BHT-Vorsitzender Heinrich Traublinger nimmt die Einladung zur Friseurwallfahrt entgegen.

CSU-Landesgruppenchef im Bundestag von Friseurforderungen unterrichtet

LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb (l.) mit CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich.

LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb (l.) mit CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich.

Gut informiert zeigte sich der CSU-Landesgruppenchef im Deutschen Bundestag Hans-Peter Friedrich, als ihm LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb die Forderungen des bayerischen Friseurhandwerks zur Mehrwertsteuerreduzierung übergab. „Wir müssen an der Mehrwertsteuer etwas ändern“, bekräftigte Friedrich die Forderungen der bayerischen Friseure.

Die Einführung eines reduzierten Mehrwertsteuersatzes auf Friseurdienstleistungen hat deutliche Vorteile. Dies geht aus einer Studie des Volkswirtschaftlichen Institutes für Mittelstand und Handwerk (ifh) an der Universität Göttingen hervor. Demnach werden durch die ermäßigte Mehrwertsteuer je nach unterstellter Preiselastizität der Nachfrage erhebliche positive Nachfrage- und Beschäftigungseffekte ausgelöst: Nach den Berechnungen des ifh ist allein im Friseurhandwerk mit 9.000 bis 35.000 neuen Arbeitsplätzen zu rechnen. Zudem belegen die Untersuchungen deutlich positive Wirkungen bei der Eindämmung der Schwarzarbeit und der Beseitigung von bestehenden Wettbewerbsverzerrungen.

Angesichts der angespannten Haushaltslage geht die neue ifh-Studie auch der Frage nach den Kosten einer solchen Maßnahme nach. Die Wissenschaftler gelangten dabei zu der Einsicht, dass die Einführung eines reduzierten Mehrwertsteuersatzes mit vertretbaren Kosten verbunden wäre, weil sich in der Einführungsphase die Mehrwertsteuerausfälle in Grenzen halten und sich die Maßnahme in der zweiten und den weiteren Runden aufgrund der zu erwartenden positiven Einkommens- und Beschäftigungseffekte weitgehend selbst finanzieren werde.

EU-Projekt: Friseur-Meisterausbildung auch in Ausland

Deutsche Friseure sollen künftig noch während der Meisterausbildung besser im europäischen Ausland arbeiten können.

Deutsche Friseure sollen künftig noch während der Meisterausbildung besser im europäischen Ausland arbeiten können. Dies ist das Ziel des laufenden EU-Projektes SME MASTER Plus unter anderem für das Friseurhandwerk. Doris Ortlieb, Geschäftsführerin des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks, traf sich deshalb im Auftrag des Zentralverbandes mit Kollegen in Paris zu einem Vergleich der Inhalte in der Meisterprüfung.

Ziel ist es, die europäischen Meisterschulen für Friseure besser zu vernetzen. Den Start dazu macht ein Friseurprojekt, an dem neben Deutschland auch Slowenien und Frankreich beteiligt sind.

So soll die Transparenz von Meisterausbildungen in den verschiedenen Partnerländern verbessert werden. „Wichtig ist auch, dass die gegenseitige Anerkennung von Lernleistungen erleichtert wird, die im Rahmen von Auslandsaufenthalten erworbenen worden sind“, so Doris Ortlieb. „Wir wollen damit einen aktiven Beitrag zur Internationalisierung der Meisterausbildung durch „learing by leaving“ schaffen.“

Wirtschaftsstaatssekretärin Hessel unterstützt bayerische Friseure

Informationen aus erster Hand erhielt Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel (Mitte) von Friseurmeister Josef Wieser und Geschäftsführerin Doris Ortlieb

„Das Friseurhandwerk hat vom Aufschwung wenig profitiert, dafür wurde es auch vom Abschwung nicht so hart getroffen. Eines der größten Probleme der Branche liegt in der kontinuierlichen Zunahme der Kleinstbetriebe“, so das Fazit eines Gesprächs der bayerischen Friseure mit der bayerischen Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel.

Josef Wieser, Vorsitzender des Ausschusses Wirtschaft und Soziales im Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks, und LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb erläuterten der Wirtschaftsstaatssekretärin, wo die bayerischen Friseure der Schuh drückt. Dabei überreichte Friseurmeister Wieser Staatssekretärin Hessel die Studie der Uni Göttingen zu den Auswirkungen der reduzierten Mehrwertsteuer auf arbeitsintensive Dienstleistungen im Friseurhandwerk. Hessel  sagte zu, sich für eine Strukturreform der Umsatzsteuer einzusetzen.

LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb skizzierte die Spaltung der Branche: „Einerseits gibt es Betriebe mit Beschäftigten und Lehrlingen, die vielfältigen Vorschriften und Kontrollen unterworfen sind. Andererseits agiert eine wachsende Zahl selbständiger Friseure unterhalb der Umsatzsteuerfreigrenze oder im Reisegewerbe nahezu unkontrolliert.“ Als Konsequenz forderte sie, die Regelung zum Reisegewerbe für das Friseurhandwerk abzuschaffen.