Corona-Virus: Keine Ankündigungsfrist im Tarifvertrag

Viele Friseurunternehmer sehen sich aufgrund der Corona-Krise gezwungen Kurzarbeit anzumelden. Hier sind die Dokumente.  Beim LIV laufen vermehrt Anfragen auf. Bei der Anzeige von Arbeitsausfall gegenüber der Arbeitsagentur ist anzugeben, ob für den Betrieb ein Tarifvertrag gilt und in diesem eine Ankündigungsfrist zur Einführung von Kurzarbeit vorgesehen ist. Für das bayerische Friseurhandwerk findet der allgemeinverbindliche Manteltarifvertrag Nr. 3/2014 Anwendung. Er enthält keine Ankündigungsfrist. Daher kann beim Antrag darauf verzichtet werden, den Tarifvertrag beizulegen.

Manteltarifvertrag ist allgemeinverbindlich

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Der Manteltarifvertrag für die Arbeitnehmer im bayerischen Friseurhandwerk wurde für allgemeinverbindlich erklärt. In seiner Sitzung am 19. März gab der Tarifausschuss im Arbeitsministerium dem gemeinsamen Antrag  von Gewerkschaft und Landesinnungsverband statt. Landesinnungsmeister Christian Kaiser und Geschäftsführerin Doris Ortlieb hatten dem Tarifausschuss zuvor das öffentliche Interesse dargelegt.

Alle Innungsmitglieder haben mit der LIVdirekt Anfang Januar ein gedrucktes Exemplar für die Auslage im Betrieb erhalten. Sie können weitere Exemplare bei der Innung oder beim Landesinnungsverband kaufen. Nichtmitglieder können Tarifverträge hier bestellen.

Neuer Manteltarifvertrag für bayerische Friseure in Kraft

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Zum 1. Januar 2015 trat ein neuer Manteltarifvertrag für die Arbeitnehmer im bayerischen Friseurhandwerk in Kraft. Er löste den Manteltarifvertrag Nr. 2 aus dem Jahr 2004 ab. Die Tarifpartner, Verdi und der Landesinnungsverband, haben gemeinsam beim bayerischen Arbeitsministerium beantragt, auch den neuen Tarifvertrag für allgemeinverbindlich zu erklären.

Ziel der jüngsten Tarifverhandlungen war es, den in die Jahre gekommenen Manteltarifvertrag an die aktuelle Rechtsprechung und die Marktgegebenheiten anzupassen. Die wichtigsten Änderungen betreffen die Regelarbeitszeit, den Erholungsurlaub und die Kündigungsfristen.

Alle Innungsmitglieder erhalten mit der LIVdirekt Anfang Januar ein gedrucktes Exemplar für die Auslage im Betrieb. Sie können weitere Exemplare bei der Innung oder beim Landesinnungsverband kaufen. Nichtmitglieder können Tarifverträge hier bestellen.

Zum 1. Mai 2012 steigen Friseurgehälter in Bayern

Bayerische Tarifverträge

Die Tarifverträge im bayerischen Friseurhandwerk gelten für alle Salons in Bayern.

Über eine Lohnsteigerung von bis zu zwei Prozent dürfen sich die Beschäftigten im bayerischen Friseurhandwerk freuen. Zum 1. Mai 2012 sieht der Tarifvertrag vom 4. April 2011 für die Lohngruppen 1a bis 3 eine Steigerung von 1,5 Prozent vor, beim Ecklohn und den Lohngruppen IV bis VI sind es sogar zwei Prozent mehr. Der tarifliche Stundenlohn im zweiten Gesellenjahr beträgt damit 8,29 Euro. Da der Tarifvertrag allgemein verbindlich ist, gilt er für alle Friseursalons und deren Beschäftigte in Bayern.

Innungsmitglieder haben die Tarifverträge von ihrer Innung erhalten oder können sie dort anfordern. Nichtmitglieder können sie hier bestellen.

Aktuell gelten im bayerischen Friseurhandwerk folgende allgemein verbindliche Tarifverträge:

  • Entgelt-Tarifvertrag vom 4. April 2011
  • Manteltarifvertrag für Arbeitnehmer vom 4.10.2004 i.d.F. der Protokollnotiz vom 10.10.2007 und des Änderungs- TV Nr. 1 vom 25.2.2009
  • Manteltarifvertrag für die Auszubildenden vom 1.5. 1999 i.d.F. des Änderungs-TV Nr. 1 vom 4.10.2004 und der Protokollnotiz vom 10.10.2007 sowie der Gemeinsamen Erklärung zur Wiederinkraftsetzung vom 9.6.2009

Direkt vom LIV: Tarifverträge für Friseure

Verstärkt erreichen den LIV Anfragen zu den aktuellen Tarifverträgen für bayerische Friseure. Innungsmitglieder erhalten die aktuellen Tarifverträge von ihrer zuständigen Friseurinnung. Nichtmitglieder und Mitarbeiter können diese mit dem Bestellformular beim Landesinnungsverband erwerben.

Landesinnungsmeister Andreas Popp stellt eindeutig klar: „Die durch den Entgelt-Tarifvertrag 2009 geregelten Bruttolöhne sind allgemein verbindlich und daher von allen Friseurbetrieben in Bayern einzuhalten.“ Die für das bayerische Friseurhandwerk geltenden Tarifverträge müssen außerdem in allen Salons ausliegen, sodass die Mitarbeiter sie jederzeit einsehen können. Das schreibt das Tarifvertragsgesetz für allgemein verbindliche Tarifverträge vor.