Friseure sind Publikumsmagnet auf Berufsbildungsmesse 2018

Auf große Resonanz stößt der Stand der bayerischen Friseure auf der Berufsbildungsmesse 2018 in Nürnberg. „Unser Stand ist ein wahrer Publikumsmagnet”, so Christian Hertlein, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses im Landesinnungsverband. „Bei uns Friseuren ist immer Action geboten.“

Die Berufsbildungsmesse in Nürnberg ist die größte Ausbildungsmesse dieser Art in Deutschland. Der LIV ist mit einem 75 Quadratmeter großen Stand in der Handwerkshalle vertreten. Friseurinnen und Friseure informieren über das Berufsbild und Azubis zeigen Salonpraxis im Umgang mit dem Lockenstab, Glätteisen sowie beim Flechten und Hochstecken. Der Friseurberuf stößt auf große Resonanz. Die Messe dauert noch bis 13. Dezember.

Aber nicht nur Schülerinnen und Schüler kommen an den Stand des Landesinnungsverbandes um sich zu informieren. Am Eröffnungstag stattete auch die große Politik den Friseuren einen Besuch ab. Es waren unter anderem zu Gast Ministerpräsident Markus Söder, Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer, Kultusstaatssekretärin Anna Stolz und der Handwerkskammerpräsident für Mittelfranken Thomas Pirner, der selbst Friseurmeister ist. LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb legte den Politikerinnen und Politikern die Forderungen des Friseurhandwerks dar. „Wir haben über die Wettbewerbsverzerrung durch die Umsatzsteuerfreigrenze, den Nachwuchsmangel in der Branche, die reduzierte Zahl an Berufsschulstandorten und die Verzögerung bei der Erklärung der Allgemeinverbindlichkeit des Entgelt-Tarifvertrages gesprochen“, so Doris Ortlieb.

LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb im Gespräch mit Ministerpräsident Markus Söder und Kammerpräsident Thomas Pirner.

Sonja Fischer, stellvertretende Creativdirektorin des Landesinnungsverbandes und Friseurweltmeisterin im Team, zeigte auf der zentralen Bühne des Handwerks die aktuellen Frisurentrends und informierte über die vielfältigen Karrieremöglichkeiten im Friseurhandwerk.

Sonja Fischer berichtet auf der Bühne über ihren Weg zur Friseurweltmeisterin.

Umweltpakt Bayern – Friseure sind mit dabei

Die bayerischen Friseure unterstützen grundsätzlich das Fortschreiben des Umweltpakts Bayern. „332 Friseurbetriebe aus Bayern nehmen bisher am Umweltpakt teil“, so der Umweltbotschafter des LIV, Vorstandsmitglied Rudolf Reisbeck. Insgesamt beteiligen sich in Bayern laut Staatskanzlei 5500 Unternehmen aller Branchen.

Seit 1995 vereinbaren Bayerische Staatsregierung und Bayerische Wirtschaft mit einer Laufzeit von jeweils fünf Jahren einen Umweltpakt Bayern. Der gemeinsam mit den Partnern der Wirtschaft erarbeitete neue Umweltpakt trägt den Titel „Nachhaltiges Wachstum mit Umwelt- und Klimaschutz“.

Auch die bayerischen Friseure sind beim neuen Umweltpakt wieder mit dabei. Ziel ist es, mit einer auf das Friseurhandwerk abgestimmten Kriterienliste möglichst viele Salons zu motivieren, freiwillige Umweltschutzleistungen zu erbringen. Außerdem sagt der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks zu, dass innerhalb der Laufzeit des Umweltpakts Bayern 100 Betriebe des Friseurhandwerks an dem Energiekennzahlenprojekt der Handwerkskammern teilnehmen werden.

Zudem unterstützt der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks die Umsetzung eines interaktiven Branchen-Leitfadens durch inhaltliche Abstimmung sowie durch die Anwendung in Beispielbetrieben. Für eine möglichst breite Zielgruppenansprache wird der Landesinnungsverband die wesentlichen Inhalte außerdem in gedruckter Form herausgeben.

 

Minister Söder lobt Arbeit der bayerischen Friseure

Mit den Worten „Sie sind uns ein wichtiger Partner“ lobte Bayerns Umwelt- und Gesundheitsminister Markus Söder die Leistungen des bayerischen Friseurhandwerks. „Bayern ist stolz auf sein Handwerk.“

Auf der Mitgliederversammlung des Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks in Fürth betonte der Minister die Mitarbeit der Friseure im Umweltpakt Bayern und in der Gesundheitsvorsorge. „Wir haben immer den Ansatz gehabt, Ökonomie und Ökologie miteinander zu verbinden.“ 332 Friseurbetriebe aus Bayern nehmen am Umweltpakt teil. „Je mehr mitmachen, um so besser“, so der Minister, der den Umweltpakt fortführen will.

Im Gesundheitsschutz haben sich allein im vergangenen Jahr 850 bayerische Friseurbetriebe in 50 Schulungen über Arbeits- und Gesundheitsschutz unterzogen. Dank der guten Präventionsarbeit sanken die Haut- und Allergie-Erkrankungen bei den Friseuren in den vergangenen Jahren drastisch. „Das ist gar nicht hoch genug einzuschätzen“, so Söder, der den Friseurmeister mit einem „Gesundheitsmeister“ verglich. Der Minister attestierte den bayerischen Friseuren: „Wir sind gute Partner.“

Bayerns Umwelt- und Gesundheitsminister Markus Söder lobt die Leistungen des bayerischen Friseurhandwerks.

Bayerns Umwelt- und Gesundheitsminister Markus Söder lobt die Leistungen des bayerischen Friseurhandwerks.

Markus Söder unterstützt Bayerns Friseure bei reduzierter Mehrwertsteuer

Der bayerische Umwelt- und Gesundheitsminister Markus Söder unterstützt die bayerischen Friseure bei ihrer Forderung nach einem reduzierten Mehrwertsteuersatz auf arbeitsintensive Dienstleistungen. Auf der Mitgliederversammlung des Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks in Fürth sagte der Minister: „Ich bin da sehr dafür. Es braucht eine grundlegende Überarbeitung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes.“ Möglicherweise würde das Absenken der Mehrwertsteuer am Ende sogar zu höheren Einnahmen führen. Söder lobte und betonte in diesem Zuge die hohe Ausbildungsbereitschaft des Friseurhandwerks, das damit vielen jungen Menschen eine Lebensperspektive biete. Um die Argumentation zu untermauern, überreichte der Landesinnungsverband dem Minister eine Studie der Uni Göttingen zum reduzierten Mehrwertsteuersatz.

Die Studie sieht darin eine wirksame Maßnahme, um einer drohenden weiteren Verlagerung der Nachfrage in diesem sehr arbeitsintensiven und damit stark schwarzarbeitsgefährdeten Tätigkeitsbereich in die Schattenwirtschaft entgegenzuwirken.

„Das Friseurhandwerk ist eine ausbildungs- und beschäftigungsstarke Branche mit hohem Frauenanteil und vorbildlicher Integrationskraft. Andererseits kämpft sie mit einem hohen Anteil an umsatzsteuerbefreiten Kleinstbetrieben und Schwarzarbeit“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp. „Wir wollen die Stärken des Friseurhandwerks ausbauen und die Probleme anpacken. Daher fordern wir, den reduzierten Mehrwertsteuersatz für Friseurdienstleistungen schnellstmöglich einzuführen.“

Die Studie „Ermäßigter Mehrwertsteuersatz auf arbeitsintensive Dienstleistungen – Auswirkungen auf das Handwerk“, wurde vom Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen herausgegeben.

Minister Söder (r.) sagt Landesinnungsmeister Andreas Popp seine Unterstützung beim Kampf um eine reduzierte Mehrwertsteuer für Friseure zu.

Minister Söder (r.) sagt Landesinnungsmeister Andreas Popp seine Unterstützung beim Kampf um eine reduzierte Mehrwertsteuer für Friseure zu.