CSU-Landesgruppenchef im Bundestag von Friseurforderungen unterrichtet

LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb (l.) mit CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich.

LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb (l.) mit CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich.

Gut informiert zeigte sich der CSU-Landesgruppenchef im Deutschen Bundestag Hans-Peter Friedrich, als ihm LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb die Forderungen des bayerischen Friseurhandwerks zur Mehrwertsteuerreduzierung übergab. „Wir müssen an der Mehrwertsteuer etwas ändern“, bekräftigte Friedrich die Forderungen der bayerischen Friseure.

Die Einführung eines reduzierten Mehrwertsteuersatzes auf Friseurdienstleistungen hat deutliche Vorteile. Dies geht aus einer Studie des Volkswirtschaftlichen Institutes für Mittelstand und Handwerk (ifh) an der Universität Göttingen hervor. Demnach werden durch die ermäßigte Mehrwertsteuer je nach unterstellter Preiselastizität der Nachfrage erhebliche positive Nachfrage- und Beschäftigungseffekte ausgelöst: Nach den Berechnungen des ifh ist allein im Friseurhandwerk mit 9.000 bis 35.000 neuen Arbeitsplätzen zu rechnen. Zudem belegen die Untersuchungen deutlich positive Wirkungen bei der Eindämmung der Schwarzarbeit und der Beseitigung von bestehenden Wettbewerbsverzerrungen.

Angesichts der angespannten Haushaltslage geht die neue ifh-Studie auch der Frage nach den Kosten einer solchen Maßnahme nach. Die Wissenschaftler gelangten dabei zu der Einsicht, dass die Einführung eines reduzierten Mehrwertsteuersatzes mit vertretbaren Kosten verbunden wäre, weil sich in der Einführungsphase die Mehrwertsteuerausfälle in Grenzen halten und sich die Maßnahme in der zweiten und den weiteren Runden aufgrund der zu erwartenden positiven Einkommens- und Beschäftigungseffekte weitgehend selbst finanzieren werde.