Reduzierten Mehrwertsteuersatz für Friseure jetzt umsetzen

„Jetzt ist die Zeit gekommen, die Versprechungen gegenüber dem Friseurhandwerk über einen reduzierten Mehrwertsteuersatz einzulösen.“ Mit diesen Worten ermuntert der Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks Andreas Popp die verantwortlichen Politiker auf Bundesebene, einen reduzierten Mehrwertsteuersatz für das personalintensive Friseurhandwerk einzuführen. Das System der reduzierten Mehrwertsteuersätze soll ab September überprüft werden. Das haben die Spitzen der schwarz-gelben Koalition vereinbart. Auch der Bundesrechnungshof drängt auf eine Reform der Mehrwertsteuer. Er empfiehlt, das seit 40 Jahren nahezu unverändert bestehende System der Mehrwertsteuerermäßigungen grundlegend zu überarbeiten. Dabei hält er eine einfache und klare Systematik für erforderlich.

„Wir haben alle Verständnis für die Notwendigkeit, den Staatshaushalt zu konsolidieren. Gerade aber vor diesem Hintergrund ist ein reduzierter Mehrwertsteuersatz für Friseure notwendig“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp. Gemäß der europäischen Zielsetzung könne ein reduzierter Mehrwertsteuersatz als wirksames Instrument für mehr Beschäftigung und gegen Schwarzarbeit eingesetzt werden. So konnte in den Niederlanden im Rahmen des EU-Modellversuchs ein Beschäftigungswachstum von rund 15 Prozent erzielt werden. Und die neueste Studie des Volkswirtschaftlichen Institutes für Mittelstand und Handwerk hebt hervor, dass hierzulande mit 9.000 bis 35.000 neuen Arbeitsplätzen zu rechnen ist und der Schwarzmarkt spürbar eingedämmt wird. Steuermindereinnahmen, so sie denn überhaupt entstehen, könnten auch durch ein Absenken der 17.500 Euro-Umsatzsteuerfreigrenze kompensiert werden. Dies würde endlich die Wettbewerbsverzerrungen im Friseurhandwerk beseitigen.

Vor Ort: Innung Lichtenfels überreicht Mehrwertsteuerstudie

Obermeister Ingo Mayer überreicht die Mehrwertsteuerstudie an die Europaabgeordnete Monika Hohlmeier und ihren Landtagskollegen Christian Meißner.

Obermeister Ingo Mayer überreicht die Mehrwertsteuerstudie an die Europaabgeordnete Monika Hohlmeier und ihren Landtagskollegen Christian Meißner.

Der Obermeister der Friseurinnung Lichtenfels Ingo Mayer überreichte die aktuelle Mehrwertsteuerstudie der Uni Göttingen an die Europaabgeordnete Monika Hohlmeier und den Landtagsabgeordneten Christian Meißner mit der Bitte, sich für die Belange des bayerischen Friseurhandwerks einsetzen.

Mehrwertsteuerstudie an stv. CSU-Generalsekretärin Dorothee Bär übergeben

Dorothee Bär nimmt die Mehrwertsteuerstudie in Empfang.

Dorothee Bär nimmt die Mehrwertsteuerstudie in Empfang.

Interessiert zeigte sich die Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Generalsekretärin der CSU Dorothee Bär an der Studie „Ermäßigter Mehrwertsteuersatz auf arbeitsintensive Dienstleistungen – Auswirkungen auf das Handwerk“. Doris Ortlieb, Geschäftsführerin des Landesinnungsverbandes, übergab der Politikerin die Studie der Uni Göttingen zum reduzierten Mehrwertsteuersatz mit der Bitte, sich für die Anliegen der bayerischen Friseure einzusetzen. „Nachdem in Europa generell grünes Licht für einen reduzierten Mehrwertsteuersatz auf arbeitsintensive Dienstleistungen gegeben wurde, muss die nationale Blockadehaltung aufgegeben werden. Die Spaltung des Friseurmarktes in viele umsatzsteuerbefreite Selbständige und mit 19 Prozent Umsatzsteuer belastete Unternehmen darf nicht hingenommen werden. Für Friseurdienstleistungen muss deswegen künftig ein reduzierter Steuersatz gelten.“, so Ortlieb. 

Vor Ort: Friseure übergeben Mehrwertsteuerstudie an Bundesminister Ramsauer

Die Obermeisterin der Friseurinnung Traunstein/Berchtesgadener Land Evelyn de Marco-Maier übergibt an Bundesminister Dr. Peter Ramsauer eine Studie zur Reduzierung der Mehrwertsteuer für Friseure.

Anlässlich eines Besuches der Kreishandwerkerschaft Traunstein/Berchtesgandener Land in Berlin, übergab die Obermeisterin der Friseurinnung Traunstein/Berchtesgadener Land Evelyn de Marco-Maier, an Bundesminister Dr. Peter Ramsauer die Studie des Volkswirtschaftlichen Institutes für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen, mit der Bitte um Unterstützung. Die Studie befasst sich mit den positiven  Auswirkungen auf das Handwerk bei Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes auf arbeitsintensive Dienstleistungen.