Bayerns Friseure erhalten 3,9 Prozent mehr Lohn

Mitgliederversammlung in Fürstenfeldbruck.

Mitgliederversammlung in Fürstenfeldbruck.

Über eine Steigerung der Tarifentgelte dürfen sich die Arbeitnehmer im bayerischen Friseurhandwerk freuen. Der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks einigte sich mit der Gewerkschaft auf einen entsprechenden Tarifvertrag. Jetzt wird die Allgemeinverbindlichkeit beantragt.

Zum 1. April 2013 hat der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks einen Lohntarifvertrag mit einer Laufzeit von 31 Monaten geschlossen. In dieser Zeit werden drei Erhöhungen jeweils zum 1. Mai eines Jahres vorgenommen. Zum 1. Mai 2013 gibt es eine Tariferhöhung um 3,9 Prozent bei allen Lohngruppen. Im ersten Gesellenjahr beträgt der Tariflohn dann 1.359,07 € bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 39 Stunden. Erste Kräfte ohne Führungsaufgaben verdienen mindestens 1.847,22 €. „Uns als Landesinnungsverband ist es wichtig, dass wir in Bayern für gute Arbeit gute Löhne bezahlen, deshalb streben wir die Allgemeinverbindlichkeit an.“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp.

Die Tarifvertragsparteien werden gemeinsam die Allgemeinverbindlichkeit des Vertrages ab Inkrafttreten beantragen. Wird der Vertrag für allgemein verbindlich erklärt, gilt er für alle Friseurbetriebe in Bayern. „Seit über 20 Jahren haben wir in Bayern allgemeinverbindliche Lohntarife und somit einen tariflichen Mindestlohn. Einem staatlich verordneten Mindestlohn erteilen wir eine klare Absage“, konstatiert Landesinnungsmeister Andreas Popp.