Corona-Virus: Ehrenamtliche Vorstandsarbeit geht virtuell weiter

Erste virtuelle Vorstandssitzung des LIV.

Erste virtuelle Vorstandssitzung des LIV.

Neue Zeiten bringen neue Herausforderungen mit sich. Aufgrund der Corona-Krise hat der Vorstand des Landesinnungsverbandes seine erste Vorstandssitzung im Netz abgehalten. Via Zoom wurden die ehrenamtlichen, über ganz Bayern verteilten Vorstandsmitglieder von der Geschäftsführung zu einem Zoom-Meeting eingeladen und besprachen aktuelle Themen.
„Unsere Vorstandsarbeit geht weiter und ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen, die als Friseurmeisterin und -meister einen eigenen Salon haben, sich für das bayerische Friseurhandwerk in dieser schweren Zeit einzusetzen“, so Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Die Technik macht es möglich, dass wir unser Ehrenamt weiter wahrnehmen und dringende Themen besprechen können.“ Diskutiert wurde unter anderem über den Informationsbedarf der Mitgliedsbetriebe und Strategien für die Wiedereröffnung der Salons.
Nachdem die Mitgliederversammlung Ende April wegen Corona ausfallen muss, werden als nächstes Bezirksversammlungen via Zoom durchgeführt, damit der Informationsfluss gewährleistet ist.

Eindrücke von der Mitgliederversammlung

Am 24. und 25. April 2016 fand die Mitgliederversammlung des bayerischen Landesinnungsverbandes der Friseure in Würzburg statt. Geballte Information, Austausch mit Kollegen und Geselligkeit kennzeichneten die Tagung. Das Video vermittelt einige Eindrücke von der Veranstaltung. Eine schöne Erinnerung für die Teilnehmer. Und wer nicht dabei sein konnte sieht, was er versäumt hat. Viel Spaß beim Ansehen!

Mitgliederversammlung beschließt Satzungsänderung 

Einstimmig beschlossen wurde die Änderung der Verbandssatzung bei der Mitgliederversammlung der bayerischen Friseure. Der Landesinnungsverband tagte am vergangenen Sonntag in Würzburg. Mit diesem wichtigen Beschluss öffnet sich der Verband für Vereinigungen und Personen, die dem bayerischen Friseurhandwerk und Kosmetikgewerbe nahe stehen, und künftig als fördernde Mitglieder aufgenommen werden können. „Mit der Änderung der Satzung haben wir die rechtliche Grundlage unseres Verbandes fit für die Zukunft gemacht“, begrüßt Landesinnungsmeister Christian Kaiser den Beschluss. „Ich freue mich, dass der Wunsch nach einer Satzungsänderung vor einem Jahr aus der Mitgliederversammlung heraus entstanden ist und nun mit tatkräftiger Unterstützung einiger Delegierter rasch umgesetzt werden konnte“, so Kaiser weiter.

Außerdem wurden Stimmenthaltungen für nicht zulässig erklärt. Nicht zuletzt wurde die Satzung hinsichtlich der Zusammensetzung des Vorstandes und der Ausschüsse konkretisiert und die Fristenregelungen genauer gefasst. Die geänderte Satzung tritt nach Genehmigung durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie in Kraft.

Laudatio für den Ehrenlandesinnungsmeister Andreas Popp

Rudolf Reisbeck (l.) und der LIV-Vorstand würdigten das Werk von Andreas Popp (r.)

Rudolf Reisbeck (l.) und der LIV-Vorstand würdigten das Werk von Andreas Popp (r.)

Mit viel Einfühlungsvermögen würdigte der stellvertretende Landesinnungsmeister Rudolf Reisbeck den neuen Ehrenlandesinnungsmeister Andreas Popp. In einer Laudatio auf der Mitgliederversammlung in Straubing überreichte Reisbeck die Goldene Ehrennadel mit Diamant des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks an den Ehrenlandesinnungsmeister Andreas Popp.

Reisbeck sagte: „Neben deinem Vorgänger Werner Kilian bist du der zweite Nicht-Münchner in der Reihe der zwölf Landesinnungsmeister unseres Verbandes. Mit Stolz darfst du heute auf deine 21jährige Amtszeit zurückblicken. Sechs Mal wurdest du von der Mitgliederversammlung im Amt bestätigt. Das beweist, dass du deine Arbeit gut gemacht hast und die Mitglieder mit ihrem Landesinnungsmeister zufrieden waren. Im Vorstand war gut mit dir zu arbeiten.“

Rudolf Reisbeck erinnerte sich in seiner Laudatio: „Dir war es immer wichtig, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen und Spezialisten für die einzelnen Themen zu haben. Unseren jungen Obermeistern kann ich nur empfehlen, deinem Beispiel zu folgen. Wer alles allein machen will oder muss, reibt sich schnell auf.“

Hier gibt es die komplette Laudatio  zum Nachlesen.  Und hier gibt es das Ganze als Film:

Animuc meets Friseure

Für eine gelungene Unterbrechung der Mitgliederversammlung in Fürstenfeldbruck sorgten Teilnehmer der gleichzeitig auf dem Veranstaltungsgelände stattfindenden Animuc. Die Animuc ist eine Anime-Convention und dreht sich um japanische Zeichentrickkultur, wie Comics, Mangas, Kostüme, Spiele und Musik. Teilnehmer dieser Messe besuchten den Sitzungssaal der Friseure und wurden mit Applaus begrüßt. Die Kostüme – und natürlich die Frisuren – begeisterten die bayerischen Friseure, die auf der Mitgliederversammlung im Veranstaltungsforum Fürstenfeld tagten.

Humor: Kleine Umfrage: Warum sind Sie Friseur geworden?

Am Rande der Mitgliederversammlung in Passau fragte Vorstandstandsmitglied Tanja Arnold-Petter ganz spontan: Warum sind Sie Friseur geworden? Wir waren mit der Videokamera dabei und haben die Antworten zusammengeschnitten. Viel Spaß.

Bayerische Friseure wehren sich gegen Schwarzkopf-Werbung

Einstimmig stimmen die Mitglieder den Antrag der schwäbischen Innungen zu.

Einstimmig stimmen die Mitglieder den Antrag der schwäbischen Innungen zu.

Für Irritationen, Unverständnis und Ärger sorgt die aktuelle Syoss-Werbekampagne von Schwarzkopf bei den bayerischen Friseuren. In mehreren Werbespots versucht der Kosmetikkonzern die Retailmarke mit der Qualitätsleistung des Friseurs gleichzusetzen.

„Das kann nicht sein, dass das gute Image des Friseurs ausgenutzt wird, um eine Retailmarke zu bewerben“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp auf der Frühjahrs-Mitgliederversammlung des Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks in Fürth. „Die qualitativ hochwertige Friseurdienstleistung ist nicht durch den Einsatz eines Retailproduktes zu erreichen. Das aber versprechen die irreführenden Spots dem Verbraucher.“ Schwarzkopf versuche die Leistung des Friseurs zu schmälern. „Das ist unfair und zeugt von schlechtem Stil“, so Popp weiter. Die bayerischen Friseure sind mit dieser Art von Werbung nicht einverstanden und fordern Schwarzkopf auf, die Kampagne zurückzunehmen. Die Mitgliederversammlung des Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks folgte damit einstimmig einem Antrag der schwäbischen Friseurinnungen.

Irritiert sind die bayerischen Friseure über die aktuelle Schwarzkopf-Werbung.

Irritiert sind die bayerischen Friseure über die aktuelle Schwarzkopf-Werbung.

Goldene Ehrennadel des bayerischen Friseurhandwerks für Kronacher Obermeisterin Edith Wunder

Mit den anerkennenden Worten „Sie ist ein wahres Wunder“, zeichnete Andreas Popp, Landesinnungsmeister des bayerischen Friseurhandwerks, die Obermeisterin der Friseurinnung Kronach Edith Wunder mit der Goldene Ehrennadel des Landesinnungsverbandes aus.

Edith Wunder umrahmt von stv. Landesinnungsmeister Christian Kaiser und Landeisnnungsmeister Andreas Popp.

Edith Wunder umrahmt von stv. Landesinnungsmeister Christian Kaiser und Landeisnnungsmeister Andreas Popp.

Auf der Mitgliederversammlung des Landesinnungsverbandes in Fürth wurden die Verdienste von Edith Wunder herausgestellt. Die selbstständige Friseurmeisterin ist seit 1973 im Vorstand der Innung und Kreishandwerkerschaft ehrenamtlich tätig. Seit 1987 ist sie zudem Mitglied im Gesellenprüfungsausschuss und Meisterbeisitzer. Im Jahr 1997 wurde sie zur Obermeisterin der Friseurinnung gewählt und 2001 bestimmten die oberfränkischen Innungen Edith Wunder zu ihrer Bezirksvorsitzenden. Sie wurde in die Vollversammlung der Handwerkskammer Oberfranken gewählt und übernahm das Amt der stellvertretenden Kreishandwerksmeisterin. Für den Landesinnungsverband ist sie seit 2008 als Mitglied im Wirtschaft- und Sozialausschuss tätig. Für außerordentliche Verdienste um das Friseurhandwerk wurde sie 2003 mit der Silbernen Ehrennadel des Landesinnungsverbandes Bayern geehrt. „Heute wird ihr für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im Handwerk die Goldene Ehrennadel des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks verliehen“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp in seiner Laudatio.

Goldene Ehrennadel für Edith Wunder, angesteckt von stv. Landesinnungsmeister Christian Kaiser.

Goldene Ehrennadel für Edith Wunder, angesteckt von stv. Landesinnungsmeister Christian Kaiser.

Minister Söder lobt Arbeit der bayerischen Friseure

Mit den Worten „Sie sind uns ein wichtiger Partner“ lobte Bayerns Umwelt- und Gesundheitsminister Markus Söder die Leistungen des bayerischen Friseurhandwerks. „Bayern ist stolz auf sein Handwerk.“

Auf der Mitgliederversammlung des Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks in Fürth betonte der Minister die Mitarbeit der Friseure im Umweltpakt Bayern und in der Gesundheitsvorsorge. „Wir haben immer den Ansatz gehabt, Ökonomie und Ökologie miteinander zu verbinden.“ 332 Friseurbetriebe aus Bayern nehmen am Umweltpakt teil. „Je mehr mitmachen, um so besser“, so der Minister, der den Umweltpakt fortführen will.

Im Gesundheitsschutz haben sich allein im vergangenen Jahr 850 bayerische Friseurbetriebe in 50 Schulungen über Arbeits- und Gesundheitsschutz unterzogen. Dank der guten Präventionsarbeit sanken die Haut- und Allergie-Erkrankungen bei den Friseuren in den vergangenen Jahren drastisch. „Das ist gar nicht hoch genug einzuschätzen“, so Söder, der den Friseurmeister mit einem „Gesundheitsmeister“ verglich. Der Minister attestierte den bayerischen Friseuren: „Wir sind gute Partner.“

Bayerns Umwelt- und Gesundheitsminister Markus Söder lobt die Leistungen des bayerischen Friseurhandwerks.

Bayerns Umwelt- und Gesundheitsminister Markus Söder lobt die Leistungen des bayerischen Friseurhandwerks.

Markus Söder unterstützt Bayerns Friseure bei reduzierter Mehrwertsteuer

Der bayerische Umwelt- und Gesundheitsminister Markus Söder unterstützt die bayerischen Friseure bei ihrer Forderung nach einem reduzierten Mehrwertsteuersatz auf arbeitsintensive Dienstleistungen. Auf der Mitgliederversammlung des Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks in Fürth sagte der Minister: „Ich bin da sehr dafür. Es braucht eine grundlegende Überarbeitung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes.“ Möglicherweise würde das Absenken der Mehrwertsteuer am Ende sogar zu höheren Einnahmen führen. Söder lobte und betonte in diesem Zuge die hohe Ausbildungsbereitschaft des Friseurhandwerks, das damit vielen jungen Menschen eine Lebensperspektive biete. Um die Argumentation zu untermauern, überreichte der Landesinnungsverband dem Minister eine Studie der Uni Göttingen zum reduzierten Mehrwertsteuersatz.

Die Studie sieht darin eine wirksame Maßnahme, um einer drohenden weiteren Verlagerung der Nachfrage in diesem sehr arbeitsintensiven und damit stark schwarzarbeitsgefährdeten Tätigkeitsbereich in die Schattenwirtschaft entgegenzuwirken.

„Das Friseurhandwerk ist eine ausbildungs- und beschäftigungsstarke Branche mit hohem Frauenanteil und vorbildlicher Integrationskraft. Andererseits kämpft sie mit einem hohen Anteil an umsatzsteuerbefreiten Kleinstbetrieben und Schwarzarbeit“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp. „Wir wollen die Stärken des Friseurhandwerks ausbauen und die Probleme anpacken. Daher fordern wir, den reduzierten Mehrwertsteuersatz für Friseurdienstleistungen schnellstmöglich einzuführen.“

Die Studie „Ermäßigter Mehrwertsteuersatz auf arbeitsintensive Dienstleistungen – Auswirkungen auf das Handwerk“, wurde vom Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen herausgegeben.

Minister Söder (r.) sagt Landesinnungsmeister Andreas Popp seine Unterstützung beim Kampf um eine reduzierte Mehrwertsteuer für Friseure zu.

Minister Söder (r.) sagt Landesinnungsmeister Andreas Popp seine Unterstützung beim Kampf um eine reduzierte Mehrwertsteuer für Friseure zu.