Wir trauern um Winfried Löwel

Winfried Löwel 1938 – 2020. Foto: Lange

Eine Institution der deutschen Friseurbranche hat die Showbühne für immer verlassen. Im Alter von 82 Jahren ist Winfried Löwel am Samstag, 19. Dezember, nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Der Nürnberger war über Jahrzehnte prägend für das bayerische, deutsche und internationale Wettbewerbsfrisieren und ein Wegweiser der Frisurenmode in Deutschland.

„Unsere gesamte Branche und Generationen von modischen Friseurkundinnen haben Winfried Löwel enorm viel zu verdanken. Seine Frisurenkreationen prägten Deutschland “, so der bayerische Landesinnungsmeister Christian Kaiser. „Mr. Mode Winfried Löwel konnte fordern und fördern zugleich. Viele junge Friseurtalente hat er so auf Spitzenniveau gebracht. Mit seiner innovativen Kreativität und handwerklichen Exzellenz hat er Maßstäbe gesetzt, die über seine aktive Zeit in der Branche nachwirken.”

Winfried Löwel (2.v.r.) mit LIV-Geschäftsführerin Doris Ortlieb, Waltraud Popp und Ehrenlandesinnungsmeister Andreas Popp. Foto: Reisbeck

Löwel war Creativdirektor beim Landesinnungsverband von 1979 bis 2011 und mitverantwortlich für die Deutsche Frisurenmode bis 2005. Zudem war er langjähriger Trainer der Nationalmannschaft der Friseure und auf internationalen Bühnen tätig. Er gewann über 300 Titel und Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben.

Winfried Löwel erhielt für sein unermüdliches Engagement zahlreiche Auszeichnungen wie den Ehrenring in Gold des Zentralverbandes, das Bundesverdienstkreuz am Bande und die Goldene Ehrennadel des LIV. Zudem war er seit 1994 Träger des Ordens „La médaille de Vermeil“, der von der französischen Regierung einmal jährlich vergeben wird. 

„Viele von uns gingen durch die strenge Schule von Winfried Löwel, der durch klare Maßstäbe enorm motivieren konnte. Er hob das Wettbewerbsfrisieren in Deutschland auf Weltniveau“, so Kaiser. „Wir werden ihn nie vergessen. Die Förderung von jungen bayerischen Talenten lag ihm sehr am Herzen.“